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Lymphödem - was kann ich tun?

HBartmaut_=5x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Habe seit längerer Zeit ein Lymphödem im linken Bein infolge einiger Operationen. Wurde daraufhin schwerbeschädigt, bin aber noch voll berufstätig mit stehender Arbeit. Früh, während des Umziehens (Arbeitsklamotten) streife ich mir einen Kopressionsstrumpf über das Bein, um tagsüber den immer größer werdenden Druckschmerz ertragen zu können. Alles, was mit Sitzen zu tun hat, ist für mich auch belastend. Nur langsames Laufen ohne Anstrengungen sind noch einigermaßen erträglich.

Hatte schon öfters Lymphdränagen bekommen, aber der Erfolg war mäßig. Habe mir auch einen Venenwalker zugelegt, aber der ist sehr zeitaufwendig. Nach der Anwendung drückt das Bein nach kurzer Zeit auch wieder.

Meine Frage an ebenfalls Betroffene, oder an Leuten, die Erfahrungen mit der Behandlung von Ödemen haben:

Was gibt es da noch alles, was ich nicht weiß, um eine Linderung dieser belastenden Erkrankung zu erreichen? Ich weiß, das eine Heilung ausgeschlossen werden kann!

Vielen Dank, daß Ihr mir zugehört habt.

Es grüßt Euch

*:)

Hartmut_50

Antworten
L@eit5sympxtom


Hallo Hartmut,

darf ich mal fragen, aufgrund welcher Diagnosen du operiert worden bist. Was hattest du ???

Ich müsste wissen, ob es sich um einen gestörten Lymphabfluss handelt der aufgrund unzureichender/ beschädigter Lymphgefäße entstanden ist oder ob bei dir ein venöser Rückstau vorhanden ist, der durch eine Herzerkrankung, Nierenerkrankung, Hormonerkrankung etc verursacht wird.Sollte die Ursache der Ödembildung bei den Lymphgefäßen liegen, dann

gehe ich zunächst davon aus, dass im Rahmen der Operationen ein Großteil der Lymphgefäße beschädigt wurden bzw. das sie teilweise komplett entfernt wurden.

Mich würde desweiteren Interessieren, wie lange diese OP's nun zurückliegen.

Zur akuten Besserung empfiehlt sich die Verordnung eines Diuretikums, das denn Effekt der erhöhten Wasserausscheidung hat. Dadurch verringert sich auch das Blutvolumen und somit auch der Wasseranteil im Blut. Allerdings stellt dieses Vorgehen nur eine Symptombekämpfung da und es ersetzt nicht, nach der Ursache zu fragen bzw. zu forschen und diese zu beseitigen.

Das eventuelle Vorliegen weiterer Erkrankungen ist jedoch in diese Überlegung mit einzubeziehen. Da es ansonsten zu Kontraindikationen kommen kann. Ödeme können vielfältige Ursachen haben, sie treten oft als Symptom anderer Erkrankungen auf und bedürfen daher mit Ausnahme der Ödembildung durch beschädigte Lymphgefäße IMMER einer ärztlichen Abklärung.

Nimmst du Medikamente ein, wenn ja welche und wieviel mg.

Insgesamt ist es empfehlenswert sich so viel wie möglich zu Fuß zu bewegen, da dadurch die Muskelpumpe aktiviert wird und es zu einem verbesserten Lymphabfluss kommt. Wenn gehen schlecht möglich dann zumindest regelmäßig auf Zehenspitzen stellen und wieder absenken, Fußgelenke kreisen. Zuhause warm/kalt Bäder "ala" Kneipp,und Füße hoch legen. Gesunde Lebensweise: keinen Alkohol, nicht rauchen, und gesunde Ernährung. Und natürlich auch weiterhin die manuelle Lymphdrainage durchführen lassen. Es ist die Kombination aller Elemente, die häufig erst den gewünschten Erfolg mit sich bringt.

In diesem Sinne, gute Besserung.

H\artmu\t_50


Antwort auf Leitsymptom

Hallo, Leitsymptom!

Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag zu meiner Anfrage hier im Forum. Würde gerne einen näheren Kontakt zu Dir aufbauen, um spezielle Dinge besser zu klären. Ich glaube, Du hast med. Kenntnisse oder bist Spezialist auf dem Gebiet der Lymphologie. Würde mich sehr freuen, wenn Du über meine e-mail antworten könntest, oder ich rufe Dich an, wenn Du mir Deine Nummer mitteilen willst.

Der Grund meines langen Wartens auf Antwort lag in einer schweren Erkrankung am 12.02., die fast tödlich endete. Mich plagte 4 Jahre lang eine Lymphzysthe in der linken Leiste. Sie entstand infolge einer Bypass-crossover-Operation vom rechten zum linken Bein, um die Durchblutung zu verstärken. Die Naht in der linken Leiste heilte nicht richtig, und es entstand eine kleine Austrittsöffnung, über welche sich die Lymphe hin und wieder ergoß. Die Ärzte haben dem wenig Bedeutung beigemessen. Dieser Riesenfehler führte dann am 12.02. zu einer massiven Blutvergiftung und einer starken Wundrose am Knöchel. Nur stärkstes Antibiotika über 12 Wochen hinweg hat mich überleben lassen(Staphyllokokken). Das Resultat ist jetzt ein erhöhter Lymphstau im gesamten linken Bein, der nur noch mit Kompressionsstrumpf Klasse 2 erträglich ist. Die Wundrose ist verheilt und auch beide Operationen in der Leiste. Ein guter Chirurg hat die Zysthe entfernt und den Bypass tiefer verlegt ,um einer Entzündung vorzubeugen. Im Jahr 1975 bekam ich Hodentumor mit anschl. Tiefenbestrahlung. Einige Zeit später war der Oberschenkel etwas dicker, und so begann sich das Ödem langsam zu entwickeln. Die Spätfolgen der Bestrahlung setzten nach 30 Jahren massiv ein. 1999 bekam ich links eine Stauniere, die entfernt wurde. 2003 erhielt ich infolge einer Stenose meinen Bypass. Zwischendurch wurden noch 2 Stents in Niere und Baucharterie verlegt. Die Gefäße sind immer top gewesen und erkrankten nur wegen der Bestrahlung. Aufgrund der vielen Operationen verstärkte sich über Jahre hinweg auch das Ödem. Zusätzlich leide ich nach der Nierenentfernung an Bluthochdruck, den ich durch Medikamente reguliere. Diese sind:

Teveten mono 600mg

Meprolol 200mg

Tri-Thiazid stada

Amlodipin 10mg

Aspirin

Androtop-Gel 50mg (Testosteronausgleich)

Habe heute von meiner AOK eine Vorladung bekommen zwecks pers. Vorstellung, um die Wiederaufnahme des Arbeitsprozesses zu besprechen, da ich ja nun wieder austherapiert sei !!!

Ich fühle mich aber noch schwach und das Bein tut oft weh. In diesem Zustand kann ich unmöglich arbeiten gehen. Zumindest mein Hausarzt schreibt mich weiterhin krank. Das war jetzt mal ausführlich mein Krankheitsverlauf, und vielleicht kannst Du mir mit einigen Tipps noch weiterhelfen !

Vielen Dank für die bisherigen Ratschläge von Dir; sie helfen mir jetzt schon und sind alle richtig. Ich hoffe, wieder von Dir zu hören!

Es grüßt herzlich

Hartmut Ziegengeist

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