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Bevorstehende Bypass-OP

HRerzAphobixe66 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin ganz neu hier im Forum, habe hier aber schon sehr viel gelesen. Es gefällt mir sehr gut und da ich selbst ein wenig Erfahrung im medizinischen Bereich habe (Arzthelferin, Med. Dokumentarin) habe ich das Gefühl, bei "Euch" gut aufgehoben zu sein.

Ich habe eine schwere 3-Gefäß-KHK - Zst. nach VWI 95, Zst. nach Cypher-Stent Implantation 06

Aufgrund der schlechten Prognose der KHK aufgrund einer schweren Stoffwechselstörung mit mäßigem Übergewicht bei diätischer Lebensweise, stehe ich für den 20. April auf der OP-Liste für eine Bypass-OP.

Ich sehe der OP recht gelassen entgegen, würde aber trotzdem gerne Erfahrungen von Bypass Operierten "Leidensgenossen und -genossinnen" haben.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir ein wenig helfen könntet, mich evtl. unterstützen, meine "Coolness" zu bewahren, aber auch nicht zu Schwarz zu sehen.

Eigentlich sehe ich immer in Allem das Schlimmste als Resultat.

Viele liebe Grüße

Susanne

Antworten
Hxerzpeh4obiex66


Hat denn Niemand von Euch Erfahrungen mit Bypass-OP's? - Ich würde so gut ein paar Informationen vertragen können - wie ist es euch ergangen, wie sind euere Erfahrungen, wie ist es mit Schmerzen, Wundheilung und Belastung nach OP.

Liebe Grüße

Susanne

C+ha-XTxu


Hallo, Susanne,

ich habe zwar im Laufe der letzten 12 Jahre Erfahrungen mit zwei Herzinfarkten, Ballondilatation, Herzrhythmusstörungen, Linsschenkelblock und Diabetes sammeln müssen, aber ein Bypass musste mir noch nicht gelegt werden.

Ich habe zwei sehr gute Freunde, die je eine Bypass-OP durchstehen mussten (einer einen 3er, der andere einen 5er), bei einem lief es perfekt, beim anderen sehr komplikationsreich.

Von beiden weiss ich allerdings, dass die Schmerzen nach der OP nicht so dramatisch sind, da sehr hohe Schmerzmittelgaben gegeben werden. Das ist auch richtig so, denn ein vom Schmerz gestresster Patient wird viel langsamer gesund als einer, der sich wenigstens nicht um schlimme Schmerzen kümmern muss.

Mein Freund W. war anschliessend 3 Wochen in der Reha, und nach insgesamt 8 Wochen war er wieder in seinem Job (Mediziner).

Von ihm weiss ich auch, dass die Todesangst vorher wohl recht schrecklich ist. Das scheint auch allen so zu gehen, selbst Ärzten wie ihm...

Ach, so, noch was: Ich erinnere mich, dass mir mein Freund sagte, wie wichtig es sei, unmittelbar nach der OP mit Atemübungen anzufangen, ja, dass er sogar empfiehlt, diese schon VORHER zu machen. Er hat dafür so ein Gerät benutzt, das wie eine Flöte aussah, in dem ein Kunststoffball war, und in die er in einer bestimmten Weise hineinblasen musste. Leider weiss ich nicht, wie dieses "Ding" heisst, vielleicht wissen es ja die Ärzte, die hier posten (Agnes!? Seanet!?). Nach der OP muss man diese Übungen sowieso machen, und wenn man sie vorher schon anfängt, wird das alles leichter.

Ansonsten wirst Du Dich sicherlich über die möglichen Komplikationen kundig gemacht haben, da könnte ich nur das von meinem Freund I. berichten. Die grösste Gefahr ist natürlich eine bakterielle Infektion nach der OP. Das war bei I. der Fall, und das hat ja auch YAKUMO nach einer Herzklappenoperation mitgemacht. Ob ich Dir empfehlen kann, ihren Thread zu lesen, der wirklich HORROR ist, weiss ich nicht. Ich verlinke dennoch mal:

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/286316/]]

So eine Komplikation KANN auch bei einer Bypass-OP auftreten, wie gesagt, bei meinem anderen Freund I. war das auch nach seiner Bypass-OP der Fall. Er war erst nach gut 5 Monaten wieder arbeitsfähig, aber seitdem halten seine 5 Bypässe gut (die OP war 2001). Wie ich letztens las, ist diese Komplikation aber nur bei wenigen Operierten der Fall (ich glaube, ich las eine Zahl von 3%).

So, Susanne, ich konnte Dir zwar nicht von eigenen Erfahrungen berichten, aber immerhin von Erfahrungen aus zweiter Hand. Ob es Dir weitergeholfen hat, wage ich zu bezweifeln, denn sicher hast Du als Med.Dokumentarin das alles schon recherchiert und gewusst.

Ich wünsche Dir für die OP alles erdenklich Gute. Möge sie den Erfolg und die Hilfe und vor allem die Verbesserung der Lebensqualität bringen, die sie bei meinen beiden Freunden gebracht hat. Beide waren vor der OP vollkommen arbeitsunfähig, nicht mehr in der Lage, 100 Meter zu ebener Erde ohne Atemnot zu gehen, und beide konnten danach wieder voll arbeiten. Das nur als Indiz dafür, dass die OP wirklich viel gebracht hat.

Herzliche Grüsse, mit den besten Wünschen,

Cha-Tu

Ceha-xTu


Nachtrag:

Noch etwas, Susanne: Ich hoffe, Du empfindest meine Verlinkung zu Yakumos Beitrag nicht als taktlos. Ich will Dir keine Angst machen, im Gegenteil. Aber die Bypass-OP IST nun mal eine grosse Operation, bei der bei aller Routine auch Komplikationen auftreten können. Davor die Augen zu verschliessen ist genauso falsch wie nun die letzten 14 Tage vor der OP in totaler Panik durch die Gegend zu laufen. Beides wäre meiner Meinung nach verkehrt.

Sei nochmal lieb gegrüsst

Cha-Tu

SIcleJravnthxus


Hallo Susanne,

ich wünsche Dir für den 20. April alles erdenklich Gute.

Liebe Grüße

H`erzph?obxie66


Vielen Dank für Euere Meldungen,

Donnerstag gehe ich nun in die Klinik und ich fühle mich derzeit noch gut bei dem Gedanken. Meine Beschwerden nehmen von Tag zu Tag zu, aber ich denke, dass dies nicht mit einer unmittelbaren Verschlechterung der KHK einhergeht, sonder vielmehr mit dem "Zulassen" und Akzeptieren der Krankheit.

Ich hoffe, die OP am Freitag verläuft problemlos und ich freue mich auf meine Leben nach der OP - endlich wieder frei sein - die Schmerzen und Bewegunseinschränkungen werden vergehen.

Ich werde Euch berichten, wie es war, sobald ich aus der Kllink zurück bin.

Liebe Grüße

Susanne

H0erzp0hobixe66


So, da bin ich wieder *:)

Ich habe die OP hinter mir - der Termin wurde noch zweimal verschoben. Eine Besserung meiner Beschwerden ist bisher nicht eingetreten, im Gegenteil - ich fühle mich sehr schlapp und massiv überfordert mit den kleinsten alltäglichen Anforderungen.

Es ist jetzt 5 Wochen her, dass ich operiert wurde - ich hoffe, dass ich bald einen positiven Effekt verzeichnen kann.

Vielen Dank für's Daumen drücken und viele Grüße

Susanne

Ceha$-Tu


Hallo, Susanne,

herzlich willkommen zurück. Sei optimistisch, dass es bald besser wird. Ein lieber Freund von mir hat 5 Bypässe bekomme und fühlte sich ein viertel Jahr sehr elend (war in dieser Zeit auch krankgeschrieben). Mittlerweile fährt er im Urlaub wieder 400-km-Touren auf seinem geliebten Fahrrad... :-)

Alles Gute!

Cha-Tu

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