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Marcumar- bzw. Coumadineinnahme nach Lungenembolie bei Fakto

K]abajmilcxh hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hätte da auch mal eine Frage wegen Lungenembolie, Faktor V Leiden Mutation, Coumadin usw.

Also ich (29) hatte vor 4 Wochen eine Lungenembolie, das Ganze fing mit schmerzen in der Wade an, das kam über Nacht und ich dachte es handelt sich um einen Krampf oder so, da ich auch Sport mache und mich auch sonst viel bewege machte ich mir da eigentlich weniger Gedanken drüber, das es sich um so was wie eine Thrombose handeln könnte. Ich habe mir da auch sonst nichts dabei gedacht, bin noch ins Training am Donnerstag und habe mir gedacht, nun das wird schon gehen, konnte ja nicht wissen, das ich da eine tiefe Beinvenenthrombose hatte, Freitags nach dem Training hatte ich dann so starke Scherzen, das ich dann doch mal zum Hausarzt gegangen bin, dessen Vertretung stellt jedoch eine Sehnenentzündung in der Wade fest, da es keinerlei Anzeichen für eine Thrombose gab. Mit dieser Diagnose bin ich dann nach Hause gegangen und habe die verschriebenen Schmerzmittel genommen, nur besser wurde es so nicht. Sonntags hatte ich dann noch ein Spiel (Handball) und dann fing es am Abend dann an mit Schmerzen in der Brust, es war ein Stechen, eben ein unangenehmes Gefühl. Das ging dann noch bis Montagabend und da bekam ich dann kaum noch Luft, dann nichts wie ab zum Notarzt. Im Krankenhaus wurde dann festgestellt, das ich die Faktor V Leiden Mutation habe, heterogen. Ich bekomme nun Coumadin und ich habe jetzt schon mehrfach gelesen, es könne sein, das ich es für immer nehmen muss, das beunruhigt mich schon ein wenig, auf der anderen Seite verringert man eben das Risiko einer erneuten Thrombose oder einer Lungenembolie, aber gibt es auch andere Möglichkeiten, anstelle von Coumadin oder Marcumar nach dem ½ Jahr oder dem Jahr, wie groß ist die Möglichkeit, das man es für immer nehmen muss? Es sind so viele Sachen, die plötzlich auf jemanden zukommen, über welche man sich zuvor im Leben keine Gedanken gemacht hat und plötzlich ist irgendwie alles anders……. Vielleicht kann mir ja jemand von euch irgendwie net Rat oder einen Tipp oder so geben.

Danke schon mal.

Antworten
D(aniaela[117x8


bei heterozygoter faktor-V-leiden-mutation wird marcumar (o.ä.) eigentlich nicht lebenslang verordnet. ich persönlich habs ein jahr lang genommen. wichtig ist halt, dass in zukunft in gefahrensituationen (krankheit, verletzung, op, flugreisen, lange autofahrten) auch die gerinnung gehemmt wird (über kürzere zeiträume durch heparin-spritzen)

klar ist das risiko unter coumadin geringer... aber handball kannste ja eigentlich mit dem medikament knicken, oder? die gefahr, bei einem sturz/zusammenprall etc eine innere blutung zu bekommen, ist relativ hoch.

K}ab}amAilxch


heterozygot

Das habe ich ja eben erst gesehen, ja natürlich heterozygot und nicht heterogen, ups :-/

d.einisxe77


Hallo Kabamilch,

ich glaube nicht, das du lebenslang Marcumar nehmen musst, du bist 29 Jahre alt, deshalb gehe ich mal doavon aus, das du evtl. die Pille genommen hast, die man bei Faktor V überhaupt nicht nehemen sollt.

Rauchst du vielleicht? Sollte man nämlich auch nicht.

Vielleicht ist ja einer Risikofaktoren dabei.

Ich wünsche dir alles gute und hoffe das es dir bald besser gehen wird.

LG

Denise

mfapcleledaf


Kabamilch ist 'blau', deshalb gehe ich erst mal davon aus, dass er die Pille nicht genommen hat :-)

Ich hab' im November 03 genau das durchgemacht was du beschreibst und danach ein Jahr lang Marcumar genommen (bin auch heterozygot). Nach dem Absetzen lief das Ganze auch ok, bis dann letztes Jahr im Juni dieselbe Odyssee wieder anfing: Ziehen im Bein, Ultraschall => keine Thrombos, Ortopäde etc. Dann nochmal Ultraschall Ende Juli: Doch wieder eine Thrombose. Das Ganze auch wieder ohne irgendeinen auslösenden Faktor (ich hab' auch noch nie geraucht). Für mich heißt das erst einmal Marumar lebenslänglich, aber ich gehe davon aus, dass mir das lieber ist, als nochmal eine TVT oder evtl. sogar eine Lungenembolie.

dYeniise7x7


oh, ja stimmt ist blau :=o

aber das kann man so nicht sagen, ich habe in meinem Beruf viele Menschen erlebt, die trotz Marcumar oder ähnliche Blutverdünner Thrombosen oder sogar Schlaganfälle bekommen haben :-(. Ist glaub gar nicht so leicht zu pauschalisieren. Wurden bei euch eigendlich auch noch andere Faktoren getestet oder nur der Faktor V? Bei mir wurde relativ viel gemacht Faktor V, Fakotr II, Protein S und ATIII.

Bei mir waren gott sei Dank bis auf den Faktor V alle normal, aber mich würde mal interessieren, wie andere Ärzte das so handhaben. Vor 3 Wochen kam bei mir raus, das ich im Sommer 03 eine kleinere Embolie gehabt haben muss, ich wurde 3 x ins CT geschickt, mit dem Verdacht auf einen Lungentumor und dann wurde es wohl kleiner. Jetzt war ich zur kontrolle, und erwähnte,die Mutation, und nun war meinem Lungenarzt klar das es eine Embolie gewesen sein muss. Und mir ist bewusst Gott sei Dank nix mehr passiert, obwohl ich alle Risikofaktoren hatte. Rauchen pille etc. die Mutation war eigendlich ein Zufallsbefund und ich habs letztes Jahr erfahren. Für mich ist auch ne Welt zusammen gebrochen obwohl ich (Gott sei Dank) noch nicht so schlimme Erlebnisse hatte wie einige von euch.

Ich hoffe ihr könnt mir die Frage beantworten.

Wäre echt nett.

LG

K:ababmilcxh


Hallo und schon mal vielen Dank für die Infos,

ich denke eben den weiteren Verlauf, wie vorgegangen wird, werde ich dann bei meinem nächsten Termin in der Gerinnungsambulanz erfahren, das Schlimme ist eben immer, das es so viele verschiedene Meinungen gibt und der eine Arzt sagt es so und der andere sagt es dann so, ich bin eben auch echt verunsichert, das es sich ja um eine "falsche" Diagnose von meine Hausarzt (der Vertretung) handelte. Einen Vorwurf mache ich ihm da eigentlich dahingehend nicht, da man es wohl so nicht erkennen konnte, aber dennoch ist man doch vorsichtiger, bzw. verunsichert. Und da macht man sich eben schon mal Gedanken, ob es da verschieden Behandlungen mit der Faktor V Leiden Mutation gibt….ich habe eben die Hoffnung, das es mit ausreichend Sport und viel trinken auch gehen könnte, auch wenn es etwas naiv klingen mag, aber man klammert sich eben an alles was man greifen kann….

@Daniela1178:

Ja, Handball kann ich vergessen, die Gefahr von sturz/zusammenprall etc. eine innere Blutung ist zu groß, es fällt mir ja schon echt schwer das zu lassen, viel schlimmer ist es, das ich wohl nicht mehr (sollte das Coumadin im schlimmsten Fall für immer genommen werden) Snowboarde fahren darf…

@denise77:

Nein, die Pille habe ich nicht genommen, mapleleaf hat den Grund dafür auch gleich genannt 

Also soweit ich weiß, "nur" die Faktor V Leiden Mutation, sonst wurde mir zumindest von Ärzteseite nichts gesagt….also von weiteren Anomalien in meinem Körper ist mir nichts bekannt…..bis jetzt…..

@ mapleleaf:

Es fällt eben so schwer sich mit der Vorstellung abzugeben, nie mehr aus Snowboard steigen zu dürfen….die Gefahr von Stürzen ist ja schon gegeben, auch offene Brüche sind ja nicht zu verachten, bis jetzt ist nie was passiert, aber wer weiß….. :-(

Klar ist das nix, im Vergleich noch da sein zu dürfen!!, aber sich von heute auf morgen so umstellen zu müssen, ist echt nicht einfach ..hast du Sport gemacht, bzw. viel Sport, vor deiner zweiten Thrombose?

LG

Kabamilch

DCaniXela1x178


ach kabamilch...lass den kopf nicht hängen! das wird schon!

mdapl~elIeaf


Hallo Kabamilch,

ich hab' vor meiner zweiten Thrombose "normal" Sport gemacht, d.h. ein, zwei mal die Woche Tennis und im Winter Skifahren. Genau das mach ich auch jetzt wieder (nach 3-4 Monaten Wartezeit). D.h. ich war auch wieder Skifahren. Ich denke, wenn man es nicht übertreibt, kann man auch eine solche Sportart unter Marcumar noch ausüben. Handball ist natürlich etwas schwieriger, weil da blaue Flecken eigentlich normal sind, andere Sportarten, bei denen ich das Risiko abschätzen kann, mach' ich nach wie vor.

CBhri1ssi68


Hallo mapleleaf

Hast Du zu Deinem Faktor V heterozygot (den hab ich auch) noch irgendwelche Risikofaktoren?

Ich hatte meine hoffentlich einzige TH im Mai 05, halbes Jahr Marcumar (natürlich mit massivem Haarausfall)

Ichversuhe schon, mich viel zu bewegen, viel zu trinken...sitze allerdings oft bis zu 10h im Büro....und das macht mir dann Angst!

Strumpf muss ich lebenslang tragen, da meine TH viel zu spät entdeckt wurde und dadurch die Venenklappen voll hinüber sind :(v

Viele Grüße und Alles Gute!

m6apldel`eaf


Hallo Chrissi68,

sorry für diese seeeeehhhhhr späte Antwort, aber irgendwie komme ich mit dieser Forum Software nicht allzu gut zurecht. Ich bewege mich normalerweise in vBulletin Forne, die ich wesentlich strukturierter finde.

Ich habe außer Faktor 5 Leiden heterozygot keine weiteren Risikofaktoren und sitze leider auch bis zu 10 Stunden täglich im Büro.

Viele Grüße zurück und ebenfalls alles Gute und nochmal entschuldigung für diese späte Antwort.

F;isch8blxut


Hallo *:)

Ich hatte im Juni eine Lungenembolie und muss seitdem marcumar nehmen.Wie lange,ist noch nicht klar.

Kann mir vielleicht einer erklären,was Coumadin ist,bzw.wo der Unterschied zu Marcumar ist?Und wo wir gerade dabei sind,was ist der Unterschied zu ASS ???

e<lseM-norxd


Hallo Fisch...

Wenn ich alles richtig verstanden habe, dann ist das so:

Coumadin ist der Produktname, der Wirkstoff ist Warfarin. Das gehört zu den Cumarinen genau wie Marcumar.

ASS 100 (niedrigdosierte Acetylsalicylsäure) wirkt ähnlich wie die o.g. Produkte, aber an anderer Stelle der Gerinnung. Ausserdem gewährleistet ASS nicht bei allen Patienten ausreichenden Schutz. Es wird oft zur Vorbeugung gegeben, wenn eine Gerinnungsstörung im Blut vorliegt, aber noch keine Ereignisse eingetreten sind.

Liebe Grüße Else

F~ischxblut


Hey Else *:)

Danke für die Antwort :)*

Auf dich ist doch immer Verlass :)^

mYoh7eimelchxen


@ Fischblut

ein wesentlicher Unterschied besteht in der Halbwertszeit. Das bedeutet: Coumadin wirkt schneller (ca. 3 Tage) als Marcumar (ca. 7 Tage).

Vorteil Coumadin: Wenn man es mal absetzen muss (z.b. Zahnbehandlung, OP) kann die Behandlung schneller erfolgen und man kann auch schneller auf seinen Wert eingestellt werden.

Nebenwirkung Haarausfall gibt es hier nicht.

Nachteil Coumadin: Mann muss die regelmäßigkeit und geanuigkeit der Einnahme besser einhalten, weil schnell eine Reaktion des Quick-Wertes (INR) erfolgt.

Vorteil Marcumar: Beim Vergessen einer Einnahme ist man nicht so schnell aus dem therapeutischen Bereich raus.

Marcumar ist eher in Deutschland verbreitet, der rest der Welt lebt gut mit Coumadin. Coumadin wird mittlerweile auch vermehrt bei unns eingesetzt.

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Warfarin]]

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Phenprocoumon]]

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