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Panische Angst vor Vollnarkose

L3ucyin:tsheskxy


So viele Experten...

könnt Ihr mir dann mir dann bitte,bitte folgende Fragen beantworten?

Ich bekomme in ca. 3 Monaten eine Vollnarkose,soll so 5-10 Minuten dauern. Die sagten ich könne weiter alleine atmen,über die Maske kommt nur Sauerstoff.

Mein Problem ist nicht die Narkose selber vor der ich Panik habe (finds zwar nicht schön da so wehrlos zu liegen aber das ist jetzt nicht so dramatisch) sondern die Einleitung...Ich habe Klaustrophobie,und zwar in der Form daß ich Angst habe zu ersticken. Habe z.B. meist alle Türen nur angelehnt oder ein Fenster auf, auch beim Autofahren, Sommer wie Winter bleibt das Fenster einen Spalt weit auf wenn ich fahre, sonst gehts nicht. Bin mal total durchgedreht als der Fensterheber nicht ging...aber anderes Thema :-/

Jetzt die Fragen: Ist es möglich daß die Sauerstoffmaske (oder wie das auch immer heißt) erst aufgesetzt wird wenn ich schlafe?

Ich glaub sonst schaffe ich das nicht....

und 2.: Der Patient wird doch auf dem Tisch "festgeschnallt", wird das noch bei Bewußtsein gemacht oder ist es möglich daß die mich erst festschnallen wenn ich schlafe?

Ich bin sonst ganz brav, Spritzen machen mir nichts, hab Magenspiegelung, Harnleterschiene legen, Nierenstein zertrümmern,Weißheitszähne ziehen usw. immer alles mitgemacht ohne Narkose und die Ärzte haben mich immer gelobt weil sie überrascht waren wie ruhig ich war und meinten daß sei nicht so selbstverständlich. Keine Ahnung ob die nur nett sein wollten ;-D

Der nächste Termin bei der Ärztin ist noch so lange hin,und ich bin jetz schon nervös wegen diesen beiden Fragen....meint ihr es wäre medizinisch möglich daß festschnallen und Sauerstoffmaske erst kommen wenn ich schlafe? Dann hätte ich schon quasi kein Problem mehr mit der Nakose....

Vielleicht noch ein kleines...der Cousin meiner Mutter ist während einer Vollnarkose erstickt...sollte ein Routineeingriff sein...er hat

sich unter Narkose erbrochen und ist daran erstickt...ist aber schon einige Jahre her...denke sowas sind auch sehr,sehr seltene Unglücksfälle oder?

Wäre toll wenn Ihr mir antworten könntet...

LG, Lucy

@:)

MaellYiomauxs


Also diese festschnallen ist wirklich nur ein ganz lockeres überlegen von einem Gurt. Kann man vermutlich auch weglassen. Solange du wach bist und nicht unruhig wirst du wohl auch nicht runterfallen denke ich und sdie Arme können sie ja auch später fixieren. Sollte wohl nicht so das Problem sein.

Die Mske bekommst du bei der Einleitung meist nur virgehalten also so das sie das Gesicht gar nicht berührt, also keine Sorge

ImnsoOmniaxa


@caver ja klar es wurde mir auch ein Schlauch in den Mund eingeführt als ich geschlafen habe aber davor bin ich durch so eine Maske eingeschlafen. Lg

t@he-cGavxer


Heut gehts ja rund hier...

... falls ich irgendwann mal keinen Job mehr kriege, mach ich ne Anästhesie-Patienten-Hotline auf - :=o 0190-... :=o ;-D ;-D

Fangen wir doch mal unten an: Erbrechen in Narkose

Das ist eine sehr seltene Sache, zumindest bei nüchternen Patienten (ich habe es vor über 10 Jahren einmal erlebt, ohne wesentliche Folgen, seither nie mehr). Für den Fall, dass es doch vorkommt, ist bei der Narkoseeinleitung ein Absauggerät immer griffbereit. In bestimmten Situationen (Notfall, Baucherkrankung, schwangere Patientin u.s.w.) ist das Risiko erhöht, dann macht man eine spezielle Form der Narkoseeinleitung, bei der man innerhalb von ca. einer Minute intubieren kann - danach kann der Patient dann erbrechen, wie er will, der Tubus verhindert, dass etwas in die Lunge läuft.

Wenn es doch passiert, kann die heutige Intensivmedizin einiges tun - die beiden Notfall-Patienten, die bei mir mal erbrochen haben, waren nach einer Woche wieder fit.

Insgesamt ist übrigens das Risiko, als gesunder Mensch an Narkosekomplikationen zu sterben, so gering, dass man es kaum noch messen kann - irgendwo zwischen 1:20.000 und 1:100.000 (gefühlsmäßig würde ich eher auf letzteres tippen).

Arme festmachen: Sollte im Normalfall schon vor Narkoseeinleitung erfolgen. Wenn nämlich der Patient im letzten Moment beim Einschlafen noch den Arm bewegt und dieser dann Sekunden später in Narkose runterfällt, kann das ernste Folgen haben. Bei ängstlichen Patienten bietet sich die Kompromisslösung an, dass man einen Arm freilässt - nämlich auf der Seite, wo die Pflegekraft bei der Einleitung steht. Wenn man dabei direkt am Tisch steht, kann der Arm gar nicht runterfallen und wird dann eben in Narkose befestigt. Ist natürlich Verhandlungssache ;-)

Maske: Sollte normalerweise auch schon vor Narkosebeginn drauf sein - der zusätzlich eingeamtmete Sauerstoff erhöht nämlich die Sicherheit: Falls es irgendein Problem beim Beatmen oder Einlegen des Luftröhrenschlauchs gibt, hat der Patient wesentlich mehr Sauerstoffreserven (=der Anästhesist mehr Zeit, das Problem zu lösen).

Wenn man sieht, das der Patient (meistens die Patient*in*) sehr nervös ist, kann man das natürlich auch mal unterlassen - aber nur dann, wenn man dem Patienten ansieht, dass man nötigenfalls den Beatmungsschlauch problemlos reinbringen wird. Der Kompromiss bestünde darin, die Maske nur locker vorzuhalten (so einen cm vom Gesicht entfernt) und soviel Sauerstoff durchzupusten (mit der "Flush"-Taste am Narkosegerät), dass der Patient trotzdem eine hohe Sauerstoffkonzentration abkriegt.

Bei Risikopatienten (nicht nüchtern, schwanger, schwierige Atemwegsverhältnisse u.s.w.) gibt es aber keine Diskussion: Die Maske muss vorher drauf, und zwar dicht sitzend - alles andere wäre fahrlässig. Und so schlimm ist das ja nun auch nicht - wo wir doch extra dieses modische himmelblaue Modell haben...

So, und dann war da noch

Aha,schön,mich würde mal interessieren wie du jemanden Mut machst, der mordsmässige Angst vor einer Vollnarkose hat?

Na, ganz einfach: Mit ner Doppeldosis Beruhigungsmittel ;-D

Spaß beiseite: Beim Vorgespräch erkundigt man sich erstmal, wovor der Patient eigentlich Angst hat - das ist ja sehr verschieden: Nicht einschlafen, zu früh wachwerden, gar nicht wachwerden, Übelkeit, Schmerzen, Kreislaufkomplikationen u.s.w.

Dann kann man in der Regel erklären, was man tut, um das jeweils befürchtete Problem zu verhindern. Viele Patienten wissen z.B. gar nicht, dass der Anästhesist während der ganzen Narkose dabei ist, dass alle Notfallmedikamente in Griffweite liegen, Kreislauf und Atmung ständig überwacht werden, Übelkeit behandelt werden kann, Schmerzmittel schon während der Narkose gegeben werden u.s.w.

Bei speziellen Befürchtungen kann man dann natürlich die Narkose ein bisschen anpassen: Sänger oder Lehrer haben z.B. oft Angst vor dem Beatmungsschlauch, weil es in sehr seltenen Fällen Probleme mit längerdauernder hHeiserkeit geben kann. In solchen Fällen macht man halt nach Möglichkeit eine Kehlkopfmaske oder man empfiehlt dem Patienten eine regionale Anästhesie.

Und natürlich wird man die Dosis des Beruhigungsmittel eher hoch wählen - bei kleinen Eingriffen (vor allem ambulant) ist man da allerdings ein bisschen limitiert, schließlich muss der Patient ja auch flott wieder wach und entlassungsfähig werden.

In aller Regel klappt es dann einigermaßen. Wenn der Patient trotzdem mit reichlich Angst im OP ankommt, kann man auch nach Legen des venösen Zugangs noch schnell ein bisschen Beruhigungsmittel spritzen - oder einfach möglichst zügig die Narkose einleiten, dann ist da Problem gegessen ;-)

Tja - sonst noch Fragen? ;-)

Grüße

T!urnhschuhUmaus


@ lucyinthesky

Vor meinen Operation wurden mir neben den Armen auch die Beine angegurtet und vor meiner Mandel-OP bekam ich noch sonen breiten Gurt übern Bauch.Die Maske wurde mir jedesmal dicht aufs Gesicht gehalten(1xmit Lachgas und 2x mit Sauerstoff),ich fands überhaupt nicht unangenehm eher im Gegenteil.Weil ich mit der Maske total leicht atmen konnte,und weil einem ein wenig die "Aussicht"eingeschränkt ist und man von dem ganzen anderem drumherum nicht mehr soviel mitbekommt.

@the-caver:

Was würdest Du(oder soll ich Sie sagen?)machen wenn du beim Narkosegespräch bei einer Jugendlichen merkst,dass sie die ganze OP und die Narkose garnicht will und dir schon klar ist,dass sie sich gegen die OP/Narkose streubt(Obwohl die Eltern schon unterschrieben haben)?

Eine Frage hätte ich noch:Warum werden einem während der OP die Augen zugeklebt?Ich dachte immer die Ärzte würden sich die Pupillen anschauen.

Schon mal danke im Vorraus,und ich hoffe dass ich dich nicht zu sehr genervt hab.

:-D

tphe)-caxver


Jugendliche (ab 14)können selbständig in die Behandlung einwilligen, wenn sie in der Lage sind, die Situation (Notwendigkeit des Eingriffs, Komplikationsmöglichkeiten u.s.w.) im Aufklärungsgespräch zu verstehen - die Einwilligung der Eltern ist nicht unbedingt nötig (wird aber in der Regel aus diversen Gründen trotzdem eingeholt). Daraus ergibt sich im Umkehrschluss, das ein verständiger Jugendlicher natürlich auch eine Behandlung verweigern kann. Darauf würde ich dann den/die Patienten/in bei einem Gespräch in Abwesenheit der Eltern hinweisen.

Die Tücke liegt allerdings darin, dass der aufklärende Arzt entscheiden muss, ob der jugendliche Patient die nötige Einsichtsfähigkeit hat - sowas würde natürlich im Streitfall später vor Gericht angezweifelt werden. Deswegen versucht man, das Einverständnis aller Beteiligten (Patient + Erziehungsberechtigte) herbeizuführen.

Augen zukleben: In Narkose funktioniert der Blinkreflex nicht, d.h., der Patient blinzelt nicht automatisch, um das Auge feuchtzuhalten. Deswegen muss man dafür sorgen, das das Auge feucht bleibt, um Hornhautschäden zu vermeiden. Normalerweise genügt es, ein Gel oder Augensalbe zu verwenden (wird erst in Narkose gemacht). Bei langen Eingriffen oder dann, wenn man an den Kopf nicht rankommt (weil dort operiert wird), klebt man es eben sicherheitshalber zusätzlich zu. Falls man mal ins Auge schaun will, macht man halt den Klebstreifen wieder runter.

Grüße

T2urnsVchu:hmxaus


aha,danke für die ausführlichen Antworten.

rQichgNirl8x6


@ caver,

wie alt bist du wenn ich fragen darf?

hab auch am 03.Sept. 07 eine OP und hab auch große Angst vor der Vollnarkose. Ich hab schon oft gehört das Patienten während der Narkose wachwerden. Bekommen die Leute das mit das sie wachgeworden sind, oder sind sie da noch so benebelt :-) das sie das gar nicht mitbekommen? und sie es nur erfahren weil ihnen der Narkosearzt es gesagt hat. Das sieht der Narkosearzt ja sofort wenn die Narkose nachlässt, oder? dann wird sofort nachgespritzt?!

Ich hab auch diese typischen Ängste einer Vollnarkose:nicht richtig einschlafen, nicht mehr wachwerden, während der OP wach werden usw. :°(

LXucyinGthesky


Huhu, also erstmal vielen lieben dank für die Antworten @:)

Das klingt ja schonmal alles ganz gut, da werde ich dann wohl mal mit der Ärztin in Verhandlung treten ;-D

Wenn wenigstens ein Arm frei bleibt bin ich glaub ich schon zufrieden.

Und ein Risikopatient bin ich jetzt auch nicht gerade denke ich, hab zwar diese Faktor-V- Leiden (heterozygot) aber das hat ja nicht direkt was mit der Narkose zu tun.

Also kann ich mir schon vorstellen daß sie nicht darauf besteht die Maske vorher aufzusetzten. Macht eigendlich einen sehr netten verständnissvollen Eindruck.

Glaub zwar daß man bestimmt gut Luft bekommt durch die Maske, aber ich würde echt durchdrehen wenn mir die jemand anders bei Bewußtsein aufs Gesicht drückt. Selbst mein Mann darf mich nicht mal an der Nase anfassen,da krieg ich schon Panik. Kann ich nichts gegen machen.

Ich glaube sie ist schon froh wenn ich die Narkose überhaupt nehme, hatte schon diskutiert ob es auch ohne geht, ginge wohl aber möchte sie nicht gerne machen, da sie meint man könnte unwillkürlich wegzucken und das würde dann gefährlich weil 2 große Blutgefäße in unmittelbarer Nähe sind. Das Risiko muß ja dann auch nicht sein.

Ich möchte die Narkose ja auch, nicht nur wegen der Sache, sondern irgendwie denke ich, eine bessere Gelegenheit eine Narkose zu "üben" bekomme ich nicht mehr. Zum einen ambulant in der Praxis, also keine richtige Krankenhausatmosphäre und dann so eine Mininarkose von 5-10 Minuten. Wäre die erste für mich und wenn mal irgendwann was größeres ansteht muß ich nicht gleich mit einer 3 Stunden OP starten wo ich dann bestimmt eh schon zappelig bin, sondern hab schonmal ein bischen Erfahrung mit der Narkose und weiß die so abläuft.

Ist bestimmt die beste Gelegenheit :-)

Werde ganz bestimmt berichten wie es gelaufen ist,ist ja noch etwas hin...

LG, Lucy

TTurns&cRhquhmaxus


Du könntest deine Ärztin Fragen ob du dir die Maske selber vors Gesicht halten darfst.Eine Freundin von mir hat eine Nadelphobie und kann sich deswegen nur mit Narkosegas betäuben lassen,bei den meisten Narkosen durfte sie die Maske selber halten.

L;ucuyintXheskxy


Turnschuhmaus, sowas geht auch ???!!!

Das hätte ich nie gedacht...wenn sie das erlaubt,daß wäre ja wunderbar!!!

Werde sie auf jeden Fall danach fragen!!!

Ich bin so froh daß es dieses Forum hier gibt :)* :)* :)*

M}el%liPmaus


Mir blüht evtl auchnoch ne OP, bei meinem Bauchschmerzen wird vermutet das es sich um Verwachsungen im Duodenum von der OP habdelt ud ich deshalb eine Passagestörung habe.

Muss jetzt erst mal einiges an Diagnostik durchlaufen und dann mal sehen. Na ja wäre eine logische Erklärung für meine Probleme.

Oh man ichwill nicht shcon wieder unters Messer, langsam macht da skeinen Spass mehr ..

TQurnsc huhmaus


Du Ärmste :°_

Aber jetzt schon Verwachsungen?So lange ist deine OP doch noch nicht her?

Mqelli;maus


Fast 3 Monate. Er meinte es spricht dafür das ich vorher absolut beschwerdefrei war und seit Anafg Juli liegt alles wie ein Stin im Magen und teilweise wenn ich erbreche, dann erbreche ichnoch Sachen die ich am Vortag gegessen habe. Das darf iegentlch nicth sein und das deutet auf eine Passagestörung hin. Er meinte entweder Verwachsungen oder eine Pylorusstenose. Muss aer beides wenn operiert werden. Nur wo soll plötzlich eine Pylorusstenose herkommen, das ist meist angeboren. Also wird jetzt zwischen Laktosunverträglichkeit (was ich auch nicht glaube) und Verwachsungen hin und her überlegt. Wenn die Laktosetestung negativ ist muss ich zur Gastro. Gastritis schließt er aus, da keine Medikamente gegen de Üeblkeit helfen und die Verwachsungen wären eine logsiche Konsequenz, aber das sieht man wenn bei er Gastro ...

T#urns$c!huhMmaus


Hallo Mellimaus!

Ich kann dich gut verstehen,auf das ganze was dir jetzt blüht hätte ich sicher auch keine Lust.

Aber so wie du es in den letzten Tagen beschrieben hast kann es aber auch nicht weitergehen.Wenn nach den ganzen Untersuchungen feststeht,dass du operiert werden musst,dann tröste dich damit,dass du danach wesentlich mehr Lebensqualität haben wirst.

LG

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