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Suche Rat nach Lungenembolie

Z^izoWu76 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich bin nach einer Lungenembolie aufgrund einer Thrombose im Bein noch krankgeschrieben. Vllt. kann mir einer von euch folgende Fragen beantworten?

1) Was passiert mit den Thromben in meiner Lunge? Hängen die da fest? lösen die sich auf? können die weiterwandern?

2) Gibt es eine körpereigene Reaktion die gg. meine Beinthrombose / Thromben in der Lunge ankämpft?

3) Kann es sein, dass meine Beinthrombose sich auflöst und nur die kaputten Venenklappen zurückbleiben?

4) Gehen in jedem Fall die Venenklappen kaputt oder kann man auch Glück haben und die bleiben heil?

5) Ich habe das Gefühl, dass sich der Zustand in der Lunge verändert. Ich merke da ab und zu ein Brennen/pieken/ziehen. Ist das Normal? Kann mir jemand sagen, wie er sich nach einer Lungenembolie fühlte?

6) Ich habe auch das Gefühl, dass meine Psyche eine Knacks bekommen hat, ist da handlungsbedarf -wie war das bei Euch?-

Sorry für das Fragenbombardement, aber die ganze Sache ist erst kurze Zeit her.

Ein paar Daten für Euch zur Beantwortung meiner Fragen:

-30 Jahre, sehr sportlich, arbeite viel im sitzen, rauche seit 16 Jahren, schlank, hatte keine Symptome der Thrombose, Lungenembolie Grad 2.

Antworten
Ggrossxie


Hallo

Hatte vor 2,5 Monaten eine doppelte Lungenembolie wegen tiefer Beinvenenthrombose.

Ich hatte zunächst nur Schmerzen im Bein, dann später beim Hundespaziergang immer bergauf etwas Atemnot. Hab mich zwar gewundert, aber nichts dabei gedacht, war ja dann in Ruhe wieder weg. Bin zum Arzt wegen Beinschmerzen, der hatte zum Glück gleich den richtigen Verdacht, gleich Krh., da wurde dann auch nach Atemnot gefragt...

Mir wurde gesagt, die Thromben in der Lunge lösen sich recht schnell auf. Muss auch sagen, anfangs hatte ich immer noch das gefühl, bei zuviel Anstrengung (soweit wegen dem Bein überhaupt möglich) schnell ausser Atem zu kommen, jetzt gar nicht mehr, kann auch jetzt wieder die normalen Runden mit den Hunden gehen wie vorher auch, auch vom Bein her, merke es nur noch ab und zu, v.a. bergauf zieht es manchmal noch in der Wade.

Die Venenklappen beliebn glaube ich kaputt, weiß ich aber auch nicht genau.

Dein Pieken/ziehen in der Lunge könnte natürlich von der LE kommen, es gibt hier noch mehrere threads zu dem Thema und wenn du da mal reinguckst, wirst du feststellen, "wir Thrombies" sind alle zu Sensibelchen mutiert, soviel auch zu den psychischen Auswirkungen. Man hat halt jetzt dauernd Angst, es könnte wieder irgendwas sein, wird einem ja im Krh. auch eingetrichtert, darauf zu achten und beim nächsten mal früher zu kommen und so...

Ist übrigens auch ach anderen schweren Erkrankungen völlig normal, auf jedes ziepen mit Sorge zu reagieren.

Mir geht es auch so, v.a. am Anfang war das extrem.

Wahrscheinlich nimmst du jetzt Marcumar oder?

Unter Marcumar wirst du keine neue LE oder Thrombose kriegen, solange dein Quick gut eingestellt ist, ist das sowas von unwahrscheinlich!!!

Bei der Thrombose wurde mir gesagt, sie würde sich nicht mehr vollständig auflösen, sondern vernarben oder so, also es könne sich auch nichts mehr lösen, aber das Blut muss halt eine "Umleitung" finden und bis dahin werde ich das bei Anstrengung eben auch mal spüren, wenn es da unten eng wird. Kurz Pause, Bein hoch und dann geht das schon wieder, man muss halt seine Grenzen immer neu ausloten.

Wenn du viel im sitzen arbeitest, solltest du möglichst viele Gelegenheiten nutzen, um mal aufzustehen!!

Rauchst du auch jetzt noch? Wenn ja, lass es! Leicht gesagt, ich weiß! Ich habe zum Glück schon vor 2 Jahren aufgehört.

Übrigens, dazu fällt mir ein, ich habe das Gefühl, gegenüber Zigarettenrauch empfindlicher zu sein als vor der LE. Wenn ich jetzt Rauch direkt abbekomme, muss ich wirklich manchmal husten, das war vorher nicht so...

Wurde bei dir eine Thrombophilie gemacht? Da du nichts davon erwähnt hast, denk ich mal, sie haben als Risikofaktor/Auslöser das rauchen angegeben?

Ich bin übrigens 29, ganz leichtes Übergewicht (3kg oder so), rauche nicht mehr, habe allerdings die Pille genommen (die solls dann auch gewesen sein), sitze recht viel bei der Arbeit, steh aber immer mal auf und arbeite auch nur einen Dreivierteltag. Durch unsre beiden Hunde bin ich tgl. mind. 1Stunde mittelschnellen Schrittes im Wald unterwegs. Also so ganz erklären konnte man es sich bei mir auch nicht, bei der Thrombophilie wurde nichts gefunden.

Alles Gute erst mal für dich!

ZRi_zoxu76


erstmal herzlichen Dank für die Antwort.

das mit dem Rauchen nehme ich gerade in Angriff. Bin von 30 Zigaretten auf 5 runter.

eine Thrombophilie? ist das eine Gerinnungsanalyse? wenn ja, wurde das gemacht. Das Ergebnis liegt aber noch nicht vor. Da ich 4 Knieoperationen hatte, glauben die das die Thrombose sich in Folge einer OP gebildet hat. Die OP sind aber schon 7 Jahre her!

Eine Umleitung (Kollateralkreislauf?) hat sich laut Befund gebildet. Ich habe auch, wenn überhaupt, minimale Symptome einer Thrombose. Ein gesteigerter Umfang des Unterschenkels ist nur beim Vermessen für die Strümpfe aufgefallen.

Ich nehme Marcumar, soll einen Wert zwischen 2-3 haben. Bei der letzten Bestimmung lag ich bei 3,2. Das find ich aber gut. Ich bilde mir ein je dünner das Blut, desto sicherer bin ich.

Mit der Tatsache, dass ich eine Thrombose habe, kann ich mich eigentlich gut abfinden. Mir bereitet die Sorge um eine erneute Embolie Kopfzerbrechen...

Ich stelle einfach nochmal ein paar der Fragen:

konnte Dir/Euch gesagt werden, wieviel Prozent der Lunge abgestorben sind? Kann man das Festellen?

Ich hatte auch Blut gehustet. Du auch? und wann hört das auf? es ist immer noch so, die Ärzte wissen das.

Habt ihr/du noch Schmerzen in der Brustgegend?

könnt ihr mir verständliche Internetseiten mit Fakten zur Lungenembolie empfehlen?

Wenn sich die Thromben in der Lungeauflösen, wird das Lungengewebe dahinter dann wieder durchblutet?

Ist es richtig, das dass Risiko einer erneuten Lungenembolie zwischen 30 und 50Prozent liegt!? Das wär ja schrecklich?

Gibt es statistische Erfassungen? ich meine differenzierte und wo kann ich die finden?

Was könnt ihr über Nebenwirkungen von Marcumar sagen, oder wie man sich fühlt wenn das Blut zu dünn ist (ich bilde mir ein gelegentlich unscharf zu sehen, surren im Kopf, gefühltes Herzflimmern)?

ich wollte ganz gerne so in 7/8 monaten ein erneutes CT meines Thorax machen, um zu sehen ob die Thromben in meiner Lunge weg sind. Die Ärztin im KH meinte völlig genert das sei Schwachsinn und ich könne mir die 400Euro sparen. Wie seht ihr das?

Und Grossie: weisst du welchen Grad deine Lungenembolie hatte? ich glaube es gibt 4 und der Beschreibungen nach müsste ich 2 gehabt haben.

Sorry, ich nerv mal ein bischen...Aber ich lese überall viel zu diesem Thema und wenn ich besser bescheid weiß, kann ich euch auch mal unverbindliche Auskünfte geben. Danke

P'eterffBranxce


Hallo Zizou76,

hatte letzeten November eine unerkannte LE da ich das auf meine Lädierte Wirbelsäule schob.Unweigerlich folgte die Lungenentzündung die mit Antibiotika behandelt wurde vom Lungenspezialist,die LE erkannte niemand auch ich nicht erst als ich enorm viel Blut spuckte und mein Allgemeinzustand immer schlechter wurde ging ich von mir aus direkt in die Klinik dort reagierte man sofort. Auf der Intensivstation dann 2 re Embolien wobei ich bei der letzten abtrat. Bin heute gut mit Marcumar eingestellt wobei der INR Wert zwischnen 2u.3 liegen sollte,je höher der Wert desto höher die Blutungsneigung. Ist man Magenempfindlich und nimmt noch andere Medikamente unbedingt einen Magenschutz (Pantozol,Omeprazol usw.)um eine mögliche Magenblutung zu verhindern. Nach einer gewissen Zeit hat man die Dosis Marcumar heraus die nötig ist um den gewünschten Wert zu halten,und eine Kontrolle im Monat reicht aus. Achtung bei Durchfall ist eine engmaschigere Kontrolle wieder nötig da das Marcumar zu schnell ausgeschieden wird und der Wert sinkt.

Gelegentlichen Ziepen und Stechen in der Brust beachte ich schon nicht mehr wenn der INR Wert gut ist"Selbst verrückt machen gilt nicht!" Bei einem Wert von2-3 gibt es keine neue Embolie.

Habe von der Oberschenkelvenenthrombose ein Postthrombotisches Syndrom(Bein schwillt über den Tag anorm an) und trage einen Kompressionsstrumpf. Gehe normal arbeiten und stehe fast den ganzen Tag,bin am Abend aber rechtschaffen geschafft.

habe mich damit abgefunden den rest meines Lebens damit zu leben und es geht ganz gut.

Grüße

Gxrosisxie


Bin von 30 Zigaretten auf 5 runter

:)^

eine Thrombophilie? ist das eine Gerinnungsanalyse?

So kann man es wohl auch nennen, ich meine damit die Untersuchung auf genetische Veranlagungen.

Bei der letzten Bestimmung lag ich bei 3,2. Das find ich aber gut. Ich bilde mir ein je dünner das Blut, desto sicherer bin ich.

Was könnt ihr über Nebenwirkungen von Marcumar sagen, oder wie man sich fühlt wenn das Blut zu dünn ist (ich bilde mir ein gelegentlich unscharf zu sehen, surren im Kopf, gefühltes Herzflimmern)?

Da sagst du es wohl schon selbst. Was die LE betrifft, fühlt man sich besser, wenn das Blut lieber zu dünn als zu dick ist, aber Vorsicht! Herzflimmern und Surren im Kopf oder Kopfschmerzen würde ich schon als Symptome sehen, dass das Blut zu dünn ist, das wiederum kann z.B. zu einer spontanen Hirnblutung führen, wohl kaum besser als ne LE...mal ganz abgesehen von der Gefahr bei Verletzungen oder im Falle eines Unfalls!

Also, wenn der INR zwischen 2 und 3 sein soll (bei mir übrigens auch), dann würd ich auch sehen, dass er genau da bleibt und nicht drüber!

Ansonsten habe ich persönlich keine Nebenwirkungen festgestellt. Das einzige ist halt das stärkere/längere bluten und ich kriege jedes Mal beim Zähne putzen Zahnfleischbluten... %-|

Blut hab ich nicht gehustet, auch keine auffälligen Schmerzen in der Brustgegend. Meine LE war 2. oder 3.Grades, weiß ich nicht genau, zitiere: "Ausgedehnte LE bds., lokalisiert v.a. in den Segmentarterienästen mit Hineinragen der Embolien in die pulmonalarteriellen Hauptstämme"

Mir wurde gesagt, es wären gut 40% des Lungenvolumens blockiert gewesen, aber die Lunge würde sich selbst regenerieren und das auch schnell.

Ist es richtig, das dass Risiko einer erneuten Lungenembolie zwischen 30 und 50Prozent liegt!?

Weiß ich auch nicht, aber ich könnte mir schon vorstellen, dass das stimmt. Allerdings musst du ja erst mal wieder ne Thrombose kriegen und wenn du die hast und schon mal ne LE hattest, wird von einem deutlich höheren Risiko ausgegangen, dass sich von deiner Thrombose auch wieder was löst. Deshalb soll man ja, wenn man mal wieder Anzeichen einer Thrombose wahrnimmt, gleich ins Krh. und auch unbedingt gleich sagen, dass man schon mal ne LE hatte. Wenn du deine Thrombose gar nicht gespürt hast, ist das natürlich etwas schwierig. Da kann ich deine Beunruhigung verstehen! Hattest du gar kein ziehen im Bein bei Belastung? Oder wenn du nach längerem sitzen plötzlich aufgestanden bist?

Schon echt Scheiße, so'ne Erkrankung... :-(

P$ateMllaklGu/xa


Hallo Zizou

Hatte auch eine "jedoch kleine" Lungenembolie. Fühlte mich danach wie eine alte Grossmutter. Von normalem Gehen war da erst kaum die Rede. Ich bin sozusagen gekrochen. Eine Schnecke hätte mich vermutlich rechts überholen können. Dem ist heute nicht mehr so. Habe mich wie auch Grossie (Hallo Grossie @:) ) wieder gut erholt. Vonwegen Psyche: Da kann ich nur Grossies Imput unterstützen. Am Anfang wurde ich auch zum Hypochonder. Das legt sich mit der Zeit ewas und ist föllig normal. Zudem sehe es positiv: Unser Frühwarnsystem funktioniert vorbildlich. Eine Behandlung brauchst Du nur, wenn die Sache aus dem Ruder läuft. z. B. Panik usw. Sowas ist bei so einer Thrombosengeschichte mit Embolie wirklich nie ganz auszuschliessen. Das haut den Stärksten um.

Vonwegen Marcoumar und Schädigungen. Marcoumar hat ähnliche Inhaltsstoffe wie Rattengift (nur besser dosiert - zum Glück). Es ist verständlich dass so ein Medikament nich superverträglich ist. Mein Arzt hat mir empfohlen auf genügend Flüssigkeitszufuhr zu achten. 2 - 2 1/2 Liter im Tag. Du musst Dich für die Fragerei nicht entschuldigen. Wir Trombies hier, hatten zu Beginn mindestens ebensoviele Fragen. Die Infos in den Krankenhäusern oder bei den Ärzten sind meist minimal - die haben kaum Zeit.

ZMizoux76


erstmal möchte ich mich für die gut gestaltete antwort von Grossie bedanken. du bist gut auf meine Frage eingegangen und hast mir geholfen. auch dir danke ich pantellaluxa.

ich muss morgen wieder zum Blutabgeben. bin mir sicher, dass ich noch über 3 liege, da ich entgegen der anweisung meines Hausarztes doch lieber ne ganze, statt ne halbe pille genommen hatte. das mache ich nicht mehr. mir gehts dabei nicht gut. kein wunder, jetzt wo ich weiss das es sich hier um Rattengift handelt :-/

ich versuche der Sache was positives abzugewinnen: von allen möglichen formen der Lungenembolie muss ich sowas wie die kleinste gehabt haben:

gut, ich hatte Bluthusten, aber ich habe keinerlei körperliche Schwäche oder Atembeschwerden.

vielen,vielen Dank.

PS: am 06.06. bin ich wieder in einer Klinik, um mir dort eine zweite Meinung abzuholen.

P8atel`laluxxa


@Zizou

Weisst Du mehr? Geht es Dir besser? Was sagen die Ärzte?

PPia-lLarxa


Hallo Zizou76

Ich hatte im Februar 2006 eine tiefe Beinvenenthrombose und infolge dessen eine beidseitige Lungenembolie des Grades 4 (hab dadurch auch 2 Tage auf der Intensivstation verbracht). Marcumar durfte ich nach einem Jahr absetzen und muss jetzt nur noch lebenslang den Kompressionsstrumpf tragen.

Zu deinen Fragen:

1) Die Thromben in deiner Lunge lösen sich durch die Medikamente langsam auf. Eventuell kannst du das auch spüren. Ich konnte nicht mehr tief atmen und merkte, dass ich mit der Zeit immer besser wurde.

2) Der Körper selbst kämpft gegen die Thrombose (einige ich auch bekommen dadurch Fieber) und wird nur durch die Medikamente unterstützt.

3) Das was zurückbleibt hängt ganz von der Stelle und der Stärke der Thrombose ab. Meistens bleibt die Vene aber dauerhaft geschwächt und anfällig. Geringe Ablagerungen an der Venenwand können bestehen bleiben.

4) Die Venenklappen können, müssen aber nicht kaputt sein. Das kannst du aber vom Arzt bestimmen lassen.

5) Da ich eine beidseitige Lungenembolie des Grades 4 hatte, bekam ich zunächst Sauerstoff und durch das Morphium bekam ich die Schmerzen zum Glück nicht so genau mit. Jedoch war mir das Atmen anfangs ohne zusätzlichen Sauerstoff nicht möglich. Ich erhielt dann auch Physiotherapie um meinem Körper richtiges Atmen wieder beizubringen. Beim tiefen Einatmen merkte ich eine Blockade ab der ich nicht weiterkam. Dies wurde aber stetig besser. Nach dem Krankenhausaufenthalt merkte ich, dass ich mich ziemlich schnell müde fühlte, aber nach 1 Monat konnte ich wieder Sport treiben. Und nun merke ich keinen Unterschied zu früher. Ich hatte immer mal wieder ein komisches Gefühl, lass dich davon nicht verrückt machen!

6) Es hatte einen Sinn, dass Du die Embolie überlebt hast und es ist für dich noch nicht die Zeit zu sterben! Genieß die Zeit, die du hast und lass dich nicht von deiner Angst beherrschen. Denn wir können uns nicht aussuchen wie wir sterben oder wann. Aber wir können entscheiden, wie wir jetzt leben!

Ich halt mich immer an den Spruch: "Es ist unglaublich wieviel Kraft die Seele dem Körper verleihen vermag." Wilhelm von Humboldt

Denn deine innere Einstellung beeinflusst deinen ganzen Körper.

Es kann auch sein, dass nichts von deiner Lunge abgestorben ist (so ist es bei mir)

Statistiken dazu kenn ich leider nicht.

Achja, ich bin jetzt 22. Bei mir wurde die Thrombose letztes Jahr durch die Faktor V Mutation heterozygot + Pille ausgelöst. War aber weder Übergewichtig noch Raucherin und hab auch viel Sport getrieben.

Wünsch Dir alles Gute & hoffe ich konnte dir ein paar Fragen beantworten!

Viele Grüße

ZZizRou76


Hallo!

Danke Pia-Lara und danke der Nachfrage Patellaluxa. Das Krankenhaus war leider, wie das vorherige, wenig aufschlussreich. Ärzte ohne Zeit und standartphrasen: sie müssen halt ihre Strümpfe tragen, machen sie sich keine Sorgen, unter Marcumar passiert ihnen nichts. Bla, Bla - dafür hätte ich mir den Weg sparen können...

Ich hätte noch ein paar Fragen |-o

1) hattet ihr auch nach drei Wochen noch gelegentliche Schmerzen in der linken Brust? Ich bilde mir die Schmerzen auch bestimmt nicht ein! das ist kein heftiger Schmerz, aber doch ein Schmerz. Der kommt von drinnen und ist manchmal auch als "Brennen" zu bezeichnen. Lösen sich da vielleicht die süssen Thrombienchen auf? Nee ernsthaft: hattet ihr auch nach 3 Wochen noch Schmerzen?

2) Was wisst ihr über die Rechtsherzbelastung/Rechtsherzinsuffiziens aufgrund der Lungenembolie?

Kann das Brennen in meiner Brust vielleicht daher kommen. Mein Puls ist normal. Als ich das erste Mal im Krankenhaus war, wurde ich darauf untersucht und das Herz war normal. Jetzt habe ich gehört, dass dies auch später und schleichend auftreten kann.

Danke, ihr helft mir sehr weiter. Das perverse ist, dass es mich beruhigt, wenn ich hier Leute finde die ähnliches erlebt haben, bzw. noch schlimmeres.

Danke, Zizou

PKa>tellalxuxa


Hallo Zizou

Schön von Dir zu hören. Schade, dass auch Du keinen auskunftsfreudigen Arzt mit viel Zeit finden konntest.

Die erste Frage kann ich mit JA beantworten. Das Stechen verspürte ich nach einem Monat immer noch.

Zur 2 kann ich leider keine Antwort geben. Mal sehen vielleicht weiss da Pia-Lara oder Grossie oder sonst wer etwas.

Alles Gute

G%rossgie


Das perverse ist, dass es mich beruhigt, wenn ich hier Leute finde die ähnliches erlebt haben, bzw. noch schlimmeres.

Ist doch ganz normal, man fühlt sich halt besser, wenn man mit seinem Problem und seinen Sorgen nicht alleine ist. Zumal es sich bei so ner LE ja nicht grad um eine Lapalie handelt!

Zu dem Stechen kann ich dir leider gar nichts sagen, ich selbst hatte sowas gar nicht und mein Herz war ok, nix vergrößert.

Mal ne andere Frage an euch, wisst ihr, ob blaue Flecken, v.a. unter Marcumar, auch gefährlich sein können? Ich hab da so ne Monsterflecken von einem Hundebiss am Oberschenkel (keine offene Wunde!), der eine Fleck ist zwar "nur" 2-Euro-groß, aber drumherum eine Schwellung, so groß wie meine Handfläche, find ich etwas merkwürdig.

Muss man sich da Sorgen machen?

Zaizoux76


Hallo Grossie und Patellaluxa!

Zu den Blauenflecken kann ich mal was sagen! Die sind grundsätzlich gar nicht soooo ungefährlich. Je grösser, desto schlimmer. Das wusste ich vorher schon. Ein Arbeitskollege hat bei einem blauen Fleck (ganze Oberschenkel war blau) auch Spritzen bekommen. Denke mal das waren die klassischen Thrombosespritzen. Blaue Flecken sind wahrscheinlich (meine Vermutung) unter Marcumar "besser" als ohne Marcumar. Wäre jedenfalls logisch. Wenn wir hier annehmen, dass bei großen Einblutungen (blauer Fleck) Gerinnselgefahr besteht, dann müsste es doch besser sein, wenn man dünnes Blut durch Marcumar hat....

Bis dann!

Bei einem Hundbiss (hat ich auch mal) kann natürlich auch noch eine Infektion (auch ohne richtige Wunde) oder allergische Reaktion hinzukommen. Ich hatte jedenfalls auch eine ordentliche Beule, allerdings auch einen leichten Einbiss.

ZVikzou7x6


ach! und nochwas!

ich hab mal ein bischen geforscht wegen der sog. Rechtsherzinsuffizienz oder auch Rechtsherzbelastung genannt.

Das ist für die LE-ler nicht ganz uninterressant.

Die LE verursacht ja einen Blutstau in der Lunge. D.h. dort ist ein Widerstand. Aufgrund dieses Widerstandes kann es einen Blutrückstau zum Herzen geben. Aufgrund der Lage/Verkabelung der Lunge mit dem Herzen schlägt dieser Blutrückstau auf das Rechtsherz. Das Rechtsherz pumpt dann dagegen an. Anders als das Linksherz ist das Rechtsherz für ein derartige Zusatzbelastung aber sehr empfindlich und kann schnell überlasten. Das kann dann zum sofortigen Herztod führen. Dieser ganze Prozess kann aber auch schleichend sein. Soll heissen:

Der Widerstand in der Lunge ist nicht so groß. Da drängelt sich noch ein bischen Blut vorbei und der Rückstau ist für das Rechtsherz "erträglich". Das Rechtsherz, nicht faul, pumpt dann mit gesteigerter Leistung gegen diesen mäßigen Blutrückstau an. Es schafft es also noch. Mit der Zeit allerdings erschöpft das Rechtsherz immer mehr und an einem schlechten Tag, wo vielleicht noch, ne andere Belastung dazu kommt, versagt es dann. Auch hier dann: Herztodgefahr.

Neben dem Ersticken soll es bei großen LE wohl deshalb auch oft zum Herztod kommen. Ist also üblich für eine LE.

So in etwa müsste das sein, wenn ich das richtig verstanden habe.

GVr"ossixe


Stimmt, so hab ich das auch verstanden, allerdings würde sich die rechte Herzkammer unter verstärkter Belastung auch verändern bzw. vergrößern und das müsste man ja schon recht früh sehen können, also zumindest an dem Punkt, wo es, wie du schreibst, noch erträglich ist, aber schon mehr Pumparbeit geleistet wird.

Und auf diese Veränderung des Rechtsherzens wurde ich im Krh. mittels Szintigraphie (oder so) untersucht.

Danke für den Hinweis mit den blauen Flecken! Glaube nicht, dass sich was entzünden kann, wenn wirklich gar keine Hautverletzung da ist oder? Also, es ist nicht mal ein Kratzer oder sowas. Interessanterweise ist genau der Punkt, auf den der Zahn gedrückt hat, auch nicht blau. Es ist ein kleiner runder weißer Punkt und drum herum alles von braun, gelb, grau, grün, violett bis blau :-o, und dann kommt wieder weiß, aber trotzdem noch dick.

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