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Oma/ Vater an Herzinfarkt verstorben: Eigene Gefährdung?

RWeineMr MXüller hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Meine Oma vätelicher Seite ist im Alter von 55 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben, mein Vater verstarb letztes Jahr an einem Herzinfarkt im Alter von 60 Jahren.

Für mich sind das deutliche Indikatoren damit mir dies später (Alter 28 Jahre) eventuell auch zustoßen könnte!

Kann mam in etwa sagen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist selber davon betroffen zu sein?

Danke für jede Antwort,

Reiner

Antworten
CRhaq-Tu


Hallo, Reiner,

die Wahrscheinlichkeit ist erhöht, aber wichtig ist, dass solche Wahrscheinlichkeiten kein Schicksal sind. Durch gesunde Lebensführung, d.h. vollwertige Ernährung, ausreichend Bewegung, wenig Stress und liebevolle soziale Beziehungen kann man die Wahrscheinlichkeit sehr deutlich senken und "den Genen" durchaus ein Schnippchen schlagen. Mein beiden Eltern sind an Herzinfarkten bzw. Kammerflimmern gestorben, ich selbst habe zwei Infarkte hinter mir, aber ich habe NICHT vor, vor dem 80sten Lebensjahr abzutreten und ich tue viel dafür!

Alles Gute

Cha-Tu

W;asseroOnkeXl


Hallo Reiner, mein Vater hatte mit 38 Jahren seinen ersten Herzinfarkt, als ich vor 7 Jahren beim Arzt einen Blutdruck von 195/95 hatte hieß es Vererbung und sollte Medikamente deshalb nehmen. Nahm keine Medikamente, stellte die Ernährung auf Vollwert um, heute habe ich einen Blutdruck von 110/65 und laufe nach 30 Jahren unsportlichkeit Marathon. Die Vererbung von dem meistens gesprochen wird ist meineserachten die Fressgewohnheiten die man aus dem Elternhaus mitnimmt. Gruß Wasseronkel

G&r`auamHsel


Herztodrisiko

Wir wollen doch alle hoffen, dass der liebenswerte Cha-Tu noch GANZ LANGE unter uns weilt - sonst müssten wir auf seine guten, gehaltvollen Beiträge verzichten!

Cha-Tu hat recht: auch die Einstellung kann Vieles bewirken.

Auch meine Grosseltern (beiderseits) und mein Vater sind an Herz-Kreislaufkrankheiten gestorben. Da ich schon (mit 57) einen Infarkt hatte, werde wohl auch ich eines Tages "am Herzen" sterben.

Sterben müssen wir alle, Reiner, was mich betrifft, sterbe ich lieber einmal am Herztod als an Krebs.

Sehen wir zu, dass unsere Leben ganz viel Gehalt haben; leben wir intensiv und bewusst - und gesund.

Für mich persönlich ist es beruhigend zu wissen, dass die Medizin immer noch grosse Fortschritte macht und den "Herzmenschen" die Lebensqualität sehr verbessern kann.

Ich selber wäre ohne die Schulmedizin und ohne die Medikamente nicht mehr am Leben.

Gruss Grauamsel

N`ac-htslter5n_S


Da klinke ich mich doch mal mit ein

Mein Vater hatte mit 41 Jahren einen Herzinfarkt und mit 49 ist er verstorben. Leider ist er nie regelmäßig zum Kardiologen oder sonstigen Untersuchungen gegangen, auch hat er sich nicht geschont. Ich bin der festen Überzeugung, wenn er sich hätte untersuchen lassen, und sein Leben ein bißchen geändert hätte, so könnte er noch leben.

@Cha-Tu:

Darf ich mal fragen, wie alt deine Eltern waren und ob sie vorher schon einen Infarkt oder Herzprobleme hatten?

C?ha-xTu


Liebe Grauamsel,

Du spricht bzw. schreibst mir aus der Seele.

Und danke für die lieben Worte :-)

Alles Liebe

Cha-Tu

C`hax-Tu


Hallo, Nachtstern,

mein Vater war 67, meine Mutter allerdings schon 77. Mein Vater hatte vor dem Tod drei Infarkte, Mutter zwei.

Dass Dein Vater sich auch nach seinem Infarkt anscheinend nicht geschont und sein Leben nicht geändert hat, tut mir sehr sehr leid. Leidergottes sind es oft gerade die Männer, die das nicht hinbekommen, weil es zum männlichen Selbstbild nicht passt, "krank" zu sein und darauf zu reagieren (eine Lebensänderung empfinden viele als Niederlage gegenüber der Krankheit). Das bedauere ich sehr.

Liebe Grüsse

Cha-Tu

Kfrieger_miqt_cKraxllen


Ist sowas etwa vererbbar?

CJha-xTu


Hallo, Krieger,

laut einer Studie aus Chicago (die sogenannte "Framingham Offspring Heart Study") geht man davon aus, dass, wenn ein Elternteil relativ früh an einer Koronaren Herzerkrankung leidet, das Risiko, selbst an dieser Krankheit zu erkranken, verdoppelt ist.

Wenn die Väter vor dem 55. Lebensjahr erkranken und die Mütter vor dem 65. Lebensjahr, dann ist das eigene Herzinfarktrisiko ca. 2,5fach erhöht.

Das sagt aber NICHTS darüber aus, ob man wirklich erkranken MUSS. Meines Wissens nach hat die Studie NICHT untersucht, inwieweit die Lebensumstände, Ernährung, Bewegung, Stressmanagement einen ausgleichenden Einfluss haben.

Wen es interessiert:

[[http://www.framingham.com/heart/]]

Gruss

Cha-Tu

K6ri2egerQ_mit_HKrallexn


Also hat das nichts mit den Genen zu tun?

Ich meine mein biologischer Vater und Opa hatten beide früh einen Herzinfarkt, waren aber beide immer schon stark übergewichtig, Kettenraucher, haben sich nicht bewegt und nicht auf ihre Ernährung geachtet, außerdem waren beide beruflich unzufrieden.

Daher wurdert mich ein Herzinfarkt nicht.

C/ha-Txu


Hallo, Krieger,

ich denke, sehr viele Menschen denken, es habe was "mit den Genen" zu tun, aber in Wahrheit liegt es an ihrem Lebensstil. Übergewicht, falsche Ernährung, Rauchen, Bewegungsarmut sind geradezu "ideale Bedingungen" für einen Herzinfarkt.

Ich persönlich halte all diese Lebensstilfaktoren für wesentlicher als genetische Prädispositionen.

Alles Gute

Cha-Tu

c5hrisx0148


ich will Cha-Tu nicht vollends widersprechen, denn vernünftige Ernährung und Lebensführung sind auch wichtig.

Aber es gibt - wie ich aus eigener Erfahrung erlebt habe - sehr wohl eine genetische Veranlagung: Nachdem bei mir erheblich erhöhte Cholesterinwerte und Koronarsklerose festgestellt wurden, habe ich die Ernährung von jetzt auf gleich umgestellt, schließlich bis hin zu vegetarischer Kost und trotzdem verringerte sich der Chol.-Spiegel nicht, im Gegenteil. Es war so stark, dass ein gesetzter Stent nach 3 Wochen bereits wieder verschlossen war. Erst nach Einnahme von Cholesterinsenkern konnte er auf ein für Herzkranke erforderlichen Wert eingepegelt werden.

Mein Großvater mütterlicherseits (Hirninfarkt), sowie meine Mutter (Herzklappenverkalkung) hatten diese Probleme auch (ist mir erst durch die Familien-Anamnese bewußt geworden). Allerdings wurden mein Großvater 77 und meine Mutter 82 Jahre alt. Und wenn ihr damaliger Hausarzt - ich könnte ihn heute noch erwürgen - statt selbst herunzuwurschteln sie frühzeitig zu einem Facharzt geschickt hätte, hätte sie noch operiert werden können und würde vielleicht noch am Leben.

Also mache ich mir mit 59 trotz Herzinfarkt, Stents, Bypässen und Aorten/Mitralklappeninsuffizienz 2. Grades keine Sorgen, auch so alt zu werden, wenn man regelmäßig zur Kontrolle geht.

C'ha-xTu


Hallo, Chris,

ich danke für Deine Ergänzung. Natürlich sind angeborene Hypercholesterinämien ein grosses Risiko, auch mit gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung etc. Probleme mit dem Herzen zu bekommen. Aber an mir selbst sehe ich ja, dass man mit schulmedizinischer Hilfe UND einer Änderung der Lebensgewohnheiten recht gut fährt. Aber ohne Frage gibt es Fälle, bei denen es nicht klappt, das ist wohl dann "Schicksal".

Alles Gute

Cha-Tu

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