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Bluthochdruck, Herzklopfen und Panikattacken

E`mm9keyxs hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und hoffe das mir vielleicht jemand etwas die Angst nimmt.

Alles fing im August 2006 an, mein Vater bekam durch sein hohes Übergewicht und seinem starken Tabakkonsum einen Hinterwandherzinfarkt. Im Krankenhaus haben Sie gesagt es war kurz vor 12 und 10 Minuten später wäre es vorbei gewesen.

Als ich meinen Vater 1 Tag später im KH besuchte, sah ich dort nicht meinen Vater, sondern einen Mann sehr schwach und krank. Da ich selbst seit Kind an, Übergewichtig bin und rauche, schwör ich mir nicht so zu Enden bzw. wollte ich nicht das mir auch so was passiert und hörte sofort auf zu Rauchen.

Alles verlief gut mein Vater erholte sich prima und wurde bald entlassen. Nach circa einem ¾ Jahr des nichtrauchen, hatte ich nun aber ein anderes Problem. Ohne es selber zu merken oder merken zu wollen hatte ich mir fast 25 Kilo angefressen und hatte nun bei einer Größe von 2,00 m ein Gewicht von 139 Kilo.

Das, das runter musste war klar und ich begann mit einer Diät. Ich versuchte es mit der Glyx-Diät bei der man darauf achtet was man zu welcher Zeit ist, vereinfacht, morgens Kohlenhydrate und abends Eiweiß. Der Beginn der Diät sollte mit 3 Tagen beginnen in der man nur Suppen bzw. selbstgemachte Obstdrinks zu sich nimmt.

Das tat ich auch und es ging mir auch relativ gut dabei, am 3 Tage, nachdem ich dann die eigentlichen Gerichte der Diät essen dürfte, war ich morgens im Supermarkt dabei Zutaten für die ersten Tage einzukaufen. Plötzlich merkte ich beim Laufen durch die Gänge wie mir schlecht wurde und mir die Knie schwach wurden. Ich stützte mich auf den Einkaufswagen, da ich Angst hatte umzukippen oder irgendjemand was bemerkt. Dieses Gefühl dauert so 30 Minuten an und ich schaffte es noch ein paar Sachen einzukaufen und mich dann an der Kasse anzustellen. Da an er Kasse viel betrieb war schummelte ich mich nach vorne mit der ausrede das ich Zucker habe und dringend nach Hause muss spritzen.

Ich weiß ist nicht die feine Art aber an der Kasse hatte ich das Gefühl das der Laden immer kleiner wird und ich bekam eine richtige Panicattacke.

Ich schob das alles auf die Diät und die 3 Tage sodass ich dann beim Bäcker erst mal ordentlich frühstückte.

Im Laufe der Zeit bekam ich immerwiedermall so eine Panicattacke und nach 2 Wochen ging ich zum Arzt. Nach Rücksprache mit dem Arzt wurde ich erstmal allgemein durchgecheckt und dabei wurde ein leichter Bluthochdruck festgestellt. Lag so bei 150/90. Sonst war soweit alles ok. Ich versprach dem Arzt mal meinen Kaffeekonsum der durch meinen Beruf so bei 8 -10 Tassen lag einzuschränken und auch mal wieder etwas Sport zu machen. Dieses machte ich erst mal und zur Kontrolle sollte ich einen Blutdruckpass führen, um meine Werte Selbst zu kontrollieren. Ich stieg um auf Tee aber auch viel Wasser und mein Blutdruck pendelte sich zwischen 130/80 – 145/85 ein. Dieses Gefühl er Panik verschwand jedoch nicht und immer wenn dieses Gefühl in mir hochkam dachte ich an die Sachen die eventuell jetzt gleich passieren wie umkippen, Schlaganfall, Herzinfarkt usw. ich denke, bin mir aber nicht sicher, das dadurch die Panik verstärkt wurde und die Phasen dadurch kurzer aber auch länger dauerten.

Jetzt hatte ich letzte Woche eine Mandelentzündung und wurde am Sonntag mit 39.8 C in die Notaufnahme eingeliefert. Nach Infusionen und Antibiotika wurde ich dann am Donnerstag wieder entlassen. Es wurde auch ein EKG gemacht und ein 24 Blutdrucktestgerät Hab ich bekommen, leider weiß ich nichts über den Befund, aber ich denke, wenn da was wäre hätten die doch was gesagt oder?

Der HNO sagte das die Mandel jetzt schnell raus müssen, da es jetzt schon der 7 Infarkt innerhalb von 6 Jahren ist (hab ich auch immer mit gewartet wenn ich ehrlich bin). Jetzt hab ich einen Termin für die OP am kommenden Dienstag und hoffe das alles gut geht.

Heute morgen bin ich um 4.30 Uhr aufgewacht weil ich Herzklopfen hatte, bin dann aufgestanden und in der Bude Rumgehgeister. Hab mich dann mal für 1 Stunde in die Wanne gehauen aber hat alles nichts gebracht. Hab mich dann noch mal für 2 Stunden im Sitzen auf die Couch gesetzt und bin noch mal eingeschlafen. Aber das Herzklopfen und die Panikattacken machen mich und mittlerweile auch meine Frau verrückt. Bilde ich mir das alles nur ein? Mein Arzt hat jetzt für morgen noch mal ein BelastungsEKG angeordnet, mal sehen was das bringt. Aber so langsam bin ich echt am Ende mit meiner Kraft.....

Antworten
Elmm}keyxs


Hat vieleicht jemand ein ähnliches Problem?

Können Schwerzen in der Brust auch von der Wirbelsäule kommen und wenn ich wie teste ich das ?

gruß Markus

C8ha-xTu


Hallo, Markus,

ich bin zwar kein Arzt, aber früher war ich mal Therapeut, und obwohl man hier keine Diagnosen stellen darf und auch keine Therapie, solltest Du mal andenken, ob Deine Probleme nicht psychischer Natur sind, und ob es nicht sinnvoller wäre, einen Therapeuten auszusuchen.

Dein Bericht klingt sehr nach Herzangst, vermutlich ausgelöst durch den Infarkt Deines Vaters. Zumal Du einen sehr verräterischen (!) Versprecher gemacht hast: "Der HNO sagte das die Mandel jetzt schnell raus müssen, da es jetzt schon der 7 Infarkt innerhalb von 6 Jahren ist (hab ich auch immer mit gewartet wenn ich ehrlich bin)."

Siehst Du den Versprecher/Vertipper? Du schreibst "Infarkt" statt "Infekt". Das zeigt, dass Dich das Thema "Infarkt" innerlich ausserordentlich beschäftigt, und mir scheint, Du solltest wirklich überlegen, ob es nicht besser wäre, eine Psychotherapie zu beginnen.

Alles Gute

Cha-Tu

P.S. Ja, "Herzprobleme" können auch vom Rücken kommen. Die Differentialdiagnose kann aber nur ein Arzt (Orthopäde) durchführen.

E/mmskyeyxs


Hallo Cha-Tu,

danke für deine Hilfe. ich hab auch schon überlegt ob ich mir das alles einbilde. Mein Arzt hat heute ein Belastungs EKG mit mir gemacht und er sagte es sieht alles ganz normal aus, also nichts auffälliges.

Komisch ist das mich das nicht wirklich beruhigt, ich denke schon das ich nichts am Herzen habe, aber sobald irgenwas passiert, also Herzrasen, Herzholpern,Panikattacke o.ä ist der Gedanke wieder da und lässt mich nicht los. Vieleicht hast du recht und ich hab mich da wirklich in was reingesteigert, aber das der Herzinfarkt meines Vaters mich so beschäftigt. Würde sich das dann nicht ab und an in meinen Gedanken wiederfinden.

Es ist schwer zu glauben es ist alles in Ordnung, auch wenn die Ärzte das bestätigen, aber wenn du dann 30 Minuten später wieder so einen "Anfall" bekommst. Ich versuche mich mal mehr abzulenken und auf der Arbeit mal etwas runter zu kommen. Mandel OP ist am Mittwoch geplannt und dann bin ich eh erstmal eine Woche im KH.

Danke erstmal für deine Meinung (Hilfe), es tut schon gut sich hier mal auszutauschen, da man ja doch denkt man ist alleine.

Gruß Markus

Cuha-Txu


Hallo, Markus,

mal kurz dazwischen: Ich glaube NICHT, dass Du Dir das "einbildest". Wenn die Seele trauert oder Angst hat, ist das keine Einbildung. Nimm Dich selbst Ernst, das ist mein wichtigster Rat, den ich geben kann.

Nein, man muss nicht direkt an den Auslöser (Infarkt des Vaters) denken, wenn so etwas ist, denn das wirkt "gerne" im Unbewussten. Wenn einem das alles bewusst wäre, wären ja alle Therapeuten arbeitslos :-) Im Ernst: Im Unterbewussten spielt sich viel mehr ab, als die meisten annehmen.

Liebe Grüsse

Cha-Tu

Egmmk~eyxs


Hallo Cha-Tu,

war leider seit Freitag mit, ich denke Magen-Darm Virus, bedient. So langsam bin ich echt fertigt jede Woche was neues. Heute Morgen ging es mit dann schon besser, wobei ich aber auch seit gestern Zahnschmerzen beokommen habe. So langsam bin ich echt bedient und hab kein Lust mehr,bin auch bediengt durch die Mandelentzündung und 2 Tage Magen-Darm runter auf 115 KG. So wollte ich die Diät eigentlich nicht durchziehen :-).

Werd mal sehen das ich das mit den Zahnschmerzen bis nach der MandelOP durchhalte, sonst muss ich wieder auf einen neuen Termin warten. Trotzdem danke für deine Information und Hilfe. Ich denke,das ich das schon irgendwie in den Griff bekomme, hoffe ich. Melde mich auf jedenfall hier wieder. Hat sehr gut getan sich mal auszutauschen ! Danke

Gruß Markus

C,ha-xTu


Gute Besserung, Markus. Und alles Gute für die OP.

Cha-Tu

E&mmkLeys


Hallo zusammen,

melde mich mal zurück. Bin seit gestern aus dem Krankenhaus raus. Die MandelOP war ganz schön heftig. Bin Dienstag rein und am Mittwoch direkt morgens um 7.45 runter in den OP. Für meine erste OP in meinem 33 jährigem Leben war ich eigentlich relativ ruhig. Infusion mit Narkose.....3 sek weg war ich. Mir ging es auch relativ gut nach der OP, bis auf Schluckbeschwerden. Leider hatte ich am nächsten Tag eine extreme Nachblutung auf der rechten Seite, sodass ich am nächsten Tag direkt wieder in den OP musste. Das ging innerhalb von 10 Minuten und ich lag wieder im OP. Mit 5 Stichen wurde die Wunde verschlossen und danach war ich aber auch bedient. Die 2te OP war nicht so toll ich bin aufgewacht da lag ich noch im OP und die machten gerade alle Schläuche von mir ab. Ich hatte noch Blutreste im Hals und bekam Panik da ich schlecht Luft bekam. Ich hab dann mit Panik versucht zu sagen das ich keine Luft bekomme und eine Schwester hat dann plötzlich gemerkt was los ist und mir den Mund "ausgesaugt". Danach war alles ok. Die Schwester im Aufwachraum hat mich noch 3 Stunden dagelassen, weil mein Blutdruck so hoch war und sie sagte zu mir das der auch bei der 2ten OP so hoch war. Ich sollte das mal untersuchen lassen, da so was zum Schlaganfall führen kann. Sie fragte ob meine Eltern auch hohen Blutdruck haben, was ich bejahte. Jetzt nach einer Woche geht es mir aber schon wieder ganz gut bis auf das schlucken. Durch die Naht kann ich noch nicht so viel essen und ernähre mich seit einer Woche NUR von Brühe und Wasser. Vorteil ich hab jetzt ein Gewicht von 111 Kilo. ;-D

Was vielleicht noch komisch war am 2 Tag nach der 2ten OP hatte ich ein komisches Gefühl. Es drehte sich alles etwas bei mir und ich hatte Herzklopfen bis zum Hals. Ich sagte der Schwester bescheid und sich schaute nach dem Blutdruck. Der lag bei 170/110 und sie rief den Arzt zu weiteren Kontrolle. Mein Gefühl wurde immer stärker und ich hatte Schweißausbrüche. Hinzu kam plötzlich ein heftiges Kurzatmen und kribbeln und heftiges zittern im ganzen Körper und Gesicht(so als ob einem der Fuß einschläft). Die Ärzte haben dann ein EKG gemacht und mir was an die Infusion gehangen(weiß nicht was). So nach 10 Minuten ging es auch dann schon wieder etwas. Eine Ärztin hatte mit dann noch mal etwas zur Beruhigung unter die Zunge gesprüht und so langsam ging es dann wieder. Als ich später die Schwester fragte was das war, sagte sie es sähe nach einer Angstattacke aus. Das EKG war Ok, etwas schnell aber Ok. Ich glaube irgendwas in meinem Leben macht mich fertig und ich weiß nicht was.........

Naja jetzt schau ich erst mal das ich ganz gesund werde und schaue mal wie es mit meinem Blutdruck aussieht, wenn ich mal wieder etwas Ausdauersport mache. Ich wollte eigentlich nicht soviel schreiben, aber es tut gut mal so alles niederzuschreiben. Also bis dahin.

QguadKfrxau


Hallo

Ich verfolge Deine Beiträge und dachte ich schreib Dir mal.Hoffe es geht Dir schon besser.

Diese Angstattacken sind echt total übel und vor allem kann man sie nicht richtig steuern.Ich habe das auch weil ich in den letzten 1-2 Jahren ziemlich viel durchgemacht habe.Ich habe eine Überweißung zum Psychologen weil ich endlich alles aufarbeiten möchte.

Ich bin aber auch sehr Dankbar das es solche Menschen gibt wie CHA TU ,er hat mir so viel geholfen und ich werde mir immer wieder Rat holen bei ihm .DANKE DANKE DANKE CHA TU..

Ich wünsche Dir nun viel Glück und Gesundheit und hoffe das es Dir schnell besser geht.

Gruß

C]h2a-xTu


Hallo, Markus,

das zuletzt beschriebene Erlebnis klingt in der Tat nach einer geradezu klassischen Angstattacke, da gebe ich der Schwester Recht.

>Ich glaube irgendwas in meinem Leben macht mich fertig und

>ich weiß nicht was...

Vielleicht solltest Du eine Psychotherapie in Erwägung ziehen?

Aber wie dem auch sei: Gut, dass Du die OP hinter Dich gebracht hast, und anscheinend auf dem Weg der Besserung bist. Was mich nur wundert, ist, dass Du unter Vollnarkose operiert worden bist. Hast Du das so gewollt? Als ich 1981 mandeloperiert worden bin, gab es diese Alternative gar nicht, es wurde unter örtlicher Betäubung operiert und später auch genäht. Das war zwar ziemlich hart (psychisch), aber damals war das wohl Standard.

Schönen Gruss

Cha-Tu

E~mm^keys


Hallo Ihr beiden,

danke für eure Genesungswünsche. ja so langsam wird es. Morgen muss ich zum HNO, der schaut nach ob soweit alles gut verheilt.

Warum das alles unter Vollnarkose gemacht wird weiß ich nicht genau, aber glaub mir Cha-Tu, ich bin nur froh das ich nicht anwesend war bei den beiden OP´s :-D

Danke für die Information <Quadfrau> werde das mit dem Psychologen mal mit meinem Arzt besprechen. Erst werde ich aber mal sehen das ich den Blutdruck in den Griff bekomme damit ich auch da beruhigt bin.

Ist echt komisch mit der Angst, ich hab im Krankenhaus an nichts bestimmtes gedacht, als diese Geschichte begann und auch so heftig hatte ich das noch nie. In meinem Kopf weiß ich ja auch das mit mir eigentlich alles ok ist auch die 3 EKS die ich jetzt hatte sagen das alles ok ist, aber der andere Teil im Kopf sagt....Vorsicht irgendwas stimmt nicht.´Eins weiß ich aber 1000% ohne dieses Forum und euch, vor allem Cha-Tu, würde ich mich noch verrückter machen. Danke

C{haV-Tu


Danke Euch beiden für die netten Worte ;-)

Gute Nacht

Cha-Tu

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