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Pulmonalvenenisolation

h}aimstkerfroxsch


@ Klaus und Leidengenossen,

bin gerade zurück aus Bad Krozingen und habe die 2. PVI hinter mir. Es wurde am Montag, den 8.11. gemacht. Man hat bei der PVI festgestellt, dass die beiden rechten Pulmonalvenen wieder "offen" waren, die beiden linken waren noch von der ersten PVI dicht. Das wurde dann rechts reabladiert und wie üblich nach 30 Minuten abschliessend auf Durchgang überprüft. Neu war bei dieser 2. PVI, dass zudem nochmals Adenosin nach der PVI gespritzt wurde. Das muss wohl ein elektrisches "Feuerwerk" im Herzen auslösen. Angeblich kann man damit ein VHF provozieren. Und mein frisch abladiertes Herz hat damit kein VHF bekommen. So hoffe ich nun, wie alle hier. Am Abend nach der OP habe ich dann so komische Doppelschläge bekommen, und so eine gewisse negative Erwartungshaltung von seinem Körper hat sich eingestellt, wie sie Klaus oben beschreibt. Man möchte es ja auch nicht wahr haben ....

Die TEE hat man bei mir unmittelbar vor der PVI gemacht. Die unnötige Quälerei mit diesem Schluckecho habe ich daher gar nicht mitbekommen. Das Schluckecho bleibt auch bei der gesamten PVI drin, da damit die Lage der Katheder gerade beim Durchbruch vom rechten in den linken Vorhof überprüft wird.

Es besteht nicht der zwingende Drang das Prozedere zu wiederholen, aber wenn ich mir anhöre, was Ihr so bei der Ablation mitgemacht habt, kann ich mich nicht beklagen. Die Einstellung in Bad Krozingen ist die, dass man dem Patienten eine derartige Tortur über den langen Zeitraum nicht zumuten möchte. Ich kann die Klinik sehr empfehlen. Sehr routiniert, sehr freundlich.

Alles Gute Euch allen, ich sehe gelegentlich wieder rein und würde Euch gerne berichten, dass das Ganze geholfen hat. Nicht nur wegen mir, es demotiviert einfach sehr, wenn an dieser Stelle immer nur Negativerlebnisse berichtet werden.

Grüsse, Frank

j<kuqnze


Hallo "Leidensgenossen",

meine Wenigkeit (46, VHF seit 2004) ist gerade neu in dieses Forum eingestiegen, da die PVIs auch bei mir ein brennendes Thema sind. Zu den vielen Beiträgen äussere ich michhier nicht direkt, steuere aber mal meine Geschichte bei und drücke allen feste die Daumen!

Ich stehe kurz vor dem 3. Eingriff und zwar bei Prof. Schmitt im Städtischen Klinikum Karlsruhe. Die beiden ersten Eingriffe waren jeweils Mitte 2008 und 2009. Nun sind die Rhythmusstörungen (atypisches Flattern mit Frequenzen von 90/130 und üblen 160, sowie meist zu Beginn und Ende der Attacken normales Vorhofflimmern mit arhythmischem schnellen Puls) wieder dermassen häufig, dass der 3. Versuch unvermeidbar ist. Zumindest bin ich durch die fast täglichen Attacken auch moralisch schon ziemlich unten.

Da die Doktoren den Eingriff unbedingt bei akuter Attacke durchführen möchten, sitze ich hier schon seit Wochen auf heissen Kohlen. Einmal war ich schon vor 4 Wochen im Khs, da war dann der Rhythmus aber wieder nach ein paar Tagen ok und der geplante Eingriff wurde abgesagt (mit einem lachenden und einem weinenden "Herzen").

Es ist ja auch für mich nicht abzuschätzen, wie lange eine Attacke geht. In sofern kann man die ja nur treffen, wenn bereits ein permanenter Zustand vorliegt und das ist ja für die Prognose auch nicht so toll. So stellt sich mir immer die Frage, ob der Vorteil der akuten Attacke die quälende und nervenaufreibende Warterei wert ist. Die Doktoren meinten, wir sollen das unbedingt versuchen. Wenn ich dann da bin und der Rhythmus ist wieder ok, ziehen wir das dann halt trotzdem durch.

Ich denke, ich werde das WE noch abwarten und dann meinen bereits gepackten Koffer schnappen,

ich melde mich wieder,

Gruß JK

H]obi


Hallo Klaus

Ich bin zurzeit noch im SR und fühle mich jeden Tag ein wenig besser.

Die Elektrocardioversionen und die PVI habe ich im Herzzentrum Wuppertal machen lassen.

Ich wünsche euch allen das Beste Andreas

KUoljao_Kldauxs


@ Frank,

schön dass du deine Ablation gut überstanden hast und hoffentlich stellt sich dann auch langfristig der erwünschte Erfolg ein! Wie du es auch schon geschrieben hast, positive Nachrichten freuen uns alle hier im Forum!

@ Andreas,

dir auch viel Grüße und weiterhin einen stabilen SR! :)^

@ JK,

ich drücke dir für deine bevorstehende 3. PVI ganz fest die Daumen! Deine Krankengeschichte ist meiner nicht unähnlich, deshalb interessiert es mich auch der weiter Verlauf. Alles Gute aus Nordbaden nach Nordbaden! :-)

@ Roland,

wie gesagt, ich teile ganz deine Meinung, dich betreffend und auch mich. Es ist schön dass es dir gut geht, und dann kann auch eine erneute PVI noch warten. Die Medikamente vertrage ich bis jetzt ganz gut, und wenn der Puls nicht so verdammt schnell wäre, würde ich vorerst auch nichts mehr machen lassen. Immerhin habe ich jetzt seit 2 Tagen auch wieder einen stabilen SR. Vielleicht wird es ja doch noch was, die Hoffnung stirbt zuletzt!

@ Cha-Tu,

vielen Dank für deine guten Ratschläge. Prof. Meinertz kannte ich schon, allerdings von der Herzstiftung, in der ich auch Mitglied bin. Dass er selbst vom VHF betroffen ist wusste ich nicht. Er scheint wirklich zu den Koryphäen auf diesem Gebiet zu gehören. Wenn Hamburg nur nicht so weit weg wäre.... Falls es jedoch wirklich nicht besser werden sollte, werde ich ihn mal anschreiben. Einen Versuch ist es allemal wert! "Mein" Ärzteteam ist allerdings auch sehr gut und kompetent, meiner Meinung nach. Die Bemerkung des Arztes den Generatorausfall betreffend war mit Sicherheit keine böse Bemerkung, sondern einfach eine realistische Antwort. Man hätte sie vielleicht etwas netter formulieren können, aber letztendlich hatte er ja Recht. Wenn man keinen Ersatz organisiert hätte, hätte man die PVI abbrechen müssen, was natürlich für mich als Patient der blanke Horror war. Nun denn, das Jahr ist ja schon so gut wie beendet, 2010 werde ich nichts mehr unternehmen. Abwarten und dann werde ich ja sehen wie sich die Situation entwickelt. Dir auch alles Gute!

An alle Leidensgenossen:

Bis Ende November finden bundesweit die Herzwochen mit dem diesjährigen Schwerpunkt Herzrhythmusstörungen statt. In allen größeren Städten gibt es Seminare und Veranstaltungen zu diesem Thema. Die genauen Daten kann man auf der Homepage der deutschen Herzstiftung (www.herzstiftung.de) bzw. [[http://www.herzstiftung.de/termineplz.php]]. Allein in Heidelberg gibt es 4 Veranstaltungen in verschiedenen Kliniken zu denen ich gehen werde, um dann die Experten mit meinen Fragen "löchern" zu können...

j`kunz}e


Amiodaron vs. PVI

Hallo,

irgendwie bin ich noch etwas unentschlossen und denke nun an die 3 Möglichkeiten, die bei der letzten Besprechung im Krankenhaus als Vorschläge im Raum standen:

1. So weitermachen wie bisher (geht aber jetzt nicht mehr, da die Attacken inzw. zu häufig sind)

2. Amiodaron nehmen (Dronedaron/Multaq hat bei mir nicht lange gewirkt)

3. Die 3. PVI angehen (und die soll ja möglichst bei einer Attacke laufen, was meiner Meinung aber reine Glückssache ist und die ständige Bereitschaft meine Nerven und meinen Lebensablauf etwas arg belasten)

Insofern kommt mir Lösung 2 im Augenblick eigentlich auch nicht mehr so schlimm vor, zumal ich nach der PVI eh wieder mind. 3 Monate Amiodaron nehmen müsste. Ich weiss, damit ist das Problem nur vertagt, aber ich hätte, wenn es klappt, vielleicht mal wieder ein halbes Jahr Ruhe. Und wenn das Amiodaron auch nichts bringt, wäre dann eh die PVI der "Goldweg".

Eure Meinungen/Erfahrungen würden mich interessieren.

Einen schönen Sonntagabend und viele Grüße auch Nordbaden, *:) JK

H&obi


Hallo

Ich nehme seit dem letzten Krankenhausaufenthalt auch Amiodaron ( Dronedaron hat auch nichts gebracht), aber wenn ich an die ganzen Nebenwirkung denke, bin ich froh wenn ich es absetzen kann.

Mfg Andreas

j7kunxze


Hallo Andreas,

Danke für deinen Beitrag und für dich toi, toi, toi!

Du hast natürlich Recht mit den Nebenwirkungen. Die sind aber bei relativ kurzer Anwendung meiner Meinung nach absolut kalkulierbar, mach dir da bitte keinen Kopf! Probleme macht aber die Dauertherapie, wie ich selber nach 3 Jahren Amiodaron leidvoll erleben musste.

Wie Klaus habe ich beim Flimmern eine viel zu hohe Frequenz. Und die kann nur durch einen Sinusrhythmus herabgesetzt werden. Und das ging damals und heute wahrscheinlich dauerhaft am ehesten mit Amiodaron oder PVI + Amiodaron. Ich sehe das so wie eine Wahl zwischen Pest und Cholera, und da ist das erstere erst mal das kleinere Übel!

Und daher tendiere ich zum ersteren ]:D

Positives zur PVI

Ich habe ja schon 2 hinter mir und es wurde hier schon angemerkt, dass leider nur die schweren Fälle hierbleiben und dadurch weniger Positives berichtet wird. Auch als leidgeprüfter Patient möchte ich hier aber auch Positives berichten:

1. Meine 1. PVI hat zwar nur für ca. 12 Stunden SR gebracht, bis wieder Amiodaron angesetzt wurde. Aber vorher hatte ich permanentes VHF, und das trotz Amiodaron (Kardioversionen waren bei mir immer unwirksam).

2. Meine EF hat sich mit der Zeit wieder von ca. 30% im Flimmern in den normalen Bereich verbessert und das nach über einem Jahr Dauerflimmern im Bereich um die 120-130 Hz.

3. Die 2. PVI hat dann 24 Stunden gehalten, was leider nicht der gewünschte Erfolg, aber immerhin ein Verdoppeln der Erfolgsrate der ersten war, :)^

Aber genau diese Verdopplung würde mir auch jetzt nix bringen, daher der Strohhalm Amiodaron.

Gruß JK

P.S. Habt ihr mit dem Editor hier auch die Probleme bei Beiträgen mit etwas mehr Zeilen? Nerv! Die Anzeige bleibt leider nicht da, wo der Cursor sich befindet >:(

K#olUja_Kmlaus


Hallo Leute,

kurzes Update zu mir: Das VHF ist zwar noch vorhanden, aber relativ selten, so ca. alle 4 Tage, und von kurzer Dauer. Nächste Woche wird ein LZ-EKG gemacht, dann wird man weitersehen. Ich fühle mich allerdings relativ gut.

Hallo JK,

ich habe deine Beiträge mit großem Interesse gelesen. Sehr gewundert hat mich die Tatsache, dass deine Ärzte den Eingriff unbedingt bei akuter Attacke durchführen wollen. Sicherlich werden sie ihre Gründe dafür haben, aber ich kann sie nicht nachvollziehen. Das VHF kann ja von den Ärzten problemlos ausgelöst werden, was sie während einer PVI auch machen. Abgesehen davon kann es ja auch logistisch nicht funktionieren. Hier in HD muss man normalerweise mindestens 3 Monate auf einen Termin für eine PVI warten. Stell dir mal vor, die würden jeden Patienten, der kein akutes VHF hat, wieder nach Hause schicken, da würde ja das Chaos ausbrechen. Viele Patienten arbeiten ja auch, man kann sich ja nicht jedes Mal Urlaub nehmen und dann wird doch nichts gemacht und man darf evtl. mehrmals wiederkommen. Und das geht ja auch auf die Psyche, ich stelle es mir schlimm vor, da nimmst du deinen ganzen Mut zusammen und wirst dann wieder unverrichteter Dinge nach Hause geschickt, um dann wieder zu warten und dann wieder kommen zu müssen.

Noch zur PVI selbst, die hat ja als den größten Vorteil die Tatsache, dass sie kurativ sein kann, also dass sie uns heilen kann. Das ist ja das Erstrebenswerteste für uns alle. Das schaffen die Medikamente bei den schlimmeren Fällen leider nicht, sondern lindern meistens nur die Beschwerden. Du hast ja schon 3 Jahre lang Amiodaron genommen und es hat letzten Endes nicht viel gebracht, wenn ich dich richtig verstanden habe, sonst hätte man es ja auch nicht abgesetzt. Deshalb wird bei dir eine erneute reine medikamentöse Therapie mit Amiodaron wahrscheinlich nicht viel bringen. In Verbindung mit einer Katheterablation wahrscheinlich schon, meine Ärzte sagten mir, dass sich dadurch die Erfolgsaussichten um ca. 10% erhöhen würden. Die Frage die sich vor einer PVI natürlich immer stellt ist die nach der Lebensqualität und damit eng verbunden der Leidensdruck. Wenn man sich wie Roland relativ gut fühlt, die HF unter Kontrolle ist, die Medikamente keine oder kaum Nebenwirkungen haben, und man in seiner Leistungsfähigkeit kaum eingeschränkt ist, dann sollte man sich eine PVI mit den damit verbundenen Risiken sehr gut überlegen. Wenn man allerdings wie ich unter einer sehr hohen HF leidet und auch in seiner Leistungsfähigkeit massiv eingeschränkt ist, dann gibt es zu einer PVI keine Alternative. Ich jedenfalls werde, falls der letzte Eingriff auch nicht den erhofften Erfolg bringen wird, die PVI zum fünften Mal machen lassen, dazu bin ich fest entschlossen. In meinem Fall wäre die einzige Alternative zur PVI ein Schrittmacher, und daran möchte ich mit 41 Jahren überhaupt nicht denken. Auf jeden Fall bedarf es gründlicher Überlegung.

Alles Gute und viele Grüße aus Heidelberg!

Klaus

j2kunxze


Hallo Klaus,

freut mich, Positives von dir zu hören (hab dir noch ne PN reingestellt).

Die Doktoren wollen den Eingriff deswegen bei akuter Situation machen, da sie dann nicht einem selbst erzeugten "Fraktal" nachjagen, sondern dem echten Signal. Ich kann mir das auch eigentlich auch nur in Bezug auf das atypische Flatteren vorstellen, sprich die Attacken mit regelmässigem Puls und hoher Frequenz. Ich soll dann über die CPU (Chest Pain Unit) zwischengeschoben werden. Aber ich glaube da wie gesagt wenig daran, denn auch das würde ja nur unter optimalen -sprich permanentem Zustand- klappen. Und wie gesagt, die Nerven liegen blank, daher der Ansatz (oder die Zuflucht) mit Amiodaron. Aber ein ordentlicher Termin zur 3. PVI wäre vieleicht doch das besste. Und im Gegensatz zum Amiodaron besteht die Chance auf einen kurativen Erfolg. Und das werde ich vielleicht auch letztendilich so machen.

Also bei mir geht das bei Attacken immer so:

1. Mir fallen Extrasystolen auf, die manschmal dann wieder seltener werden und aufhören. Wenn nicht:

2. Aus den Extrasystolen wird ein Flimmern mit erhöhtem arhythmischem Puls und eigentlich immer einem unguten flauen Gefühl im Bauch.

3. Und nun kann es auch zeimlich schnell in ein rhythmisches Falttern übergehen. Der 130er Puls fällt dabei gar nicht so auf, auch Bauch-technisch. Aber wenn die 160+ Turbo-Stufe losgeht, dann kommt noch eine richtige Übelkeit dazu, die wirklich schlimm ist, {:(

4. Nun kann das ständig hin und hergehen zwischen 1. 2. und 3. und irgendwann ist dann wieder Sinus, uff!

Weiss eigentlich jemand, ob das atypische (regelmässige) Flattern eine Ausprägung vom VHF ist? Oder separat, also als eigenständige Rhythmusstörung betrachtet werden und damit auch separat behandelt werden muss?

Gruß JK

M uskxaloxwski


Hallo Ihr

Habe Eure Beiträge mit Interesse gelesen.

Bei mir hat sich nichts verändert, ich werde wohl die 2. PVI erst mal lassen.

Also Ruhepuls um die 80 plus minus 10, Kondition zufriedenstellend,

Medis:

Dronedaron 2 mal 400 mg pro Tag

Metoprolol 95 mg pro Tag

Marcumar je nach INR

Medis NW bemerke ich keine.

@ JK

atypische (regelmässige) Flattern ist das noch im SR,, ich habe ein Blutdruckmeßgerät wo ich die Herztöne höre, sollte bei unserem Problem sehr sinnvoll sein, da hört man dann ob SR oder nicht.

Herzliche Grüße an alle

hFamsatRerfprosxch


@ JK,

der Zusammenhang zwischen Flattern und Flimmern scheint wohl nicht ganz geklärt zu sein. Früher dachte man, dass Flattern eine eigenständige Angelegenheit des rechten Vorhofs sei. Daher auch leichter abladierbar, da man ja über die Hohlvene sofort im rechten Vorhof ist und nicht mehr Löcher bohren muss. Nachzulesen in "Herzrhythmusstörungen heute, von der dt. Herzstiftung S.70, Mai 2007". Gerade diese Ausgabe ist sehr empfehlenswert und beinhaltet viele Beiträge zum VHF.

Ich selber habe Wechsel von Flimmern zu Flattern und umgekehrt gehabt. Und ich glaube meinen Kardiologen so verstanden zu haben, dass man diese strenge Trennung VHF = linker Vorhof und Flatter = rechter Vorhof heute nicht mehr macht.

Meine 2. PVI ist jetzt 2 Wochen her. Die letzten Tage sind recht stabil. Am Tag 3 und 4 nach der Ablation habe ich wieder sehr deftige Arrythmien gehabt, so dass doch wieder ein ziemlicher Frust hochkam. Aber dann habe ich mich wieder auf das besonnen, was ich selber immer gerne als Trostspender anbiete. Wir verursachen in unserem elektrisch unorganisierten Herzen eine Brandwunde und erwarten, dass unmittelbar nach der OP alles ok ist, was jahrelang nicht funktioniert hat. Geduld ist sicher angesagt und kein Pfeifen im Wald !

Mein Hausarzt hat mir gesagt, er hat einen Patienten gehabt, der noch 3 Monate nach seiner PVI regelmässig VHFs gehabt hat, aber nun seit einem Jahr VHF frei ist, und zwar ohne alles! Kein Flecainid, Sotalol, Propafenon, Drone .... Das macht doch wieder Hoffnung, oder ?

Grüsse, Frank

jSkungze


@ Muskalowski

Jupp, das Flattern ist Sinus und daher auch, wenn die Frequenz nicht so hoch ist, nicht so unangenehm wie Flimmern. Ich merke das immer sehr genau und brauche dafür kein Messgerät.

Meine Medis:

1. Nebilet (5mg) 1-0-1

2. Digostada(0,2mg) 1-0-0

3. Phenpro (Marcumar) nach INR 2-3

Und bei deiner Medikation und Frequenz würde ich sicher keine PVI angehen.

@ Frank

Danke für deinen Beitrag, ist also auch bei anderen Kollegen ähnlich im Wechsel. Ich habe nochmal auf den PVI-Protokollen nachgelesen und da wurde explizit die Ablation eines atypischen Flatterns aufgeführt, neben der Isolation der Lungenvenen. Bei meinen PVIs hat ja der Sinus nur 12 bzw. 24 Stunden gahalten. Ich habe dann immer Amiodaron bekommen für 3 Monate. Damit war der Sinus am 2. oder 3. Tag wiederhergestellt und nach dem Absetzen hielt der dann auch nochmal ca. 3 Monate, bis langsam aber sicher die Attacken wieder zunahmen.

Das ist bei mir also genau umgekehrt wie bei dem Patienten deines Hausarztes. Mir wäre diese Reihenfolge auch wesentlich lieber, ich drück dir die Daumen.

Ich habe auch noch eine Buchempfehlung (kostet komischerweise nur um die 20 Euro): "Prophylaxe und Therapie von Vorhofflimmern", Verlag UNI-MED, 2. Auflage 2009. Ist aber nix für schwache Nerven und eigentlich für Ärzte geschrieben. Da hier alle Komplikationen schonungslos genannt werden, ist das nicht unbedingt für alle ein Segen. Ich würde ohne sicher auch etwas lockerer in die nächste PVI. Das Buch ist aber dafür erstaunlich aktuell.

Allen Leidensgenossen Mut und Kraft und einen schönen Sonntag, *:)

Gruß JK

Hcobi


Hallo JK

ich habe hier etwas gefunden.

[[http://wapedia.mobi/dewikibooks/Innere_Medizin_kk%3A_Vorhofflattern]]

Was ist morphologisch der Unterschied zwischen Vorhoftachykardie, Vorhofflimmern und Vorhofflattern ?

Unter Vorhofflattern versteht man durch anatomische oder funktionelle Barrieren fixierte kreisende Erregungen im rechten oder linken Vorhof mit regelmässiger oder unregelmässiger Überleitung. Der Erregungskreislauf beim Vorhofflattern verläuft immer gleich, da er durch bestimmte anatomische Strukturen begrenzt wird.

Typisches Vorhofflattern ist rechtsatrial lokalisiert, wobei der Erregungskreis um den Trikuspidalklappenring verläuft. Es findet sich eine konstante P-Wellen-Morphologie Die Richtung der kreisenden Erregung wird durch die Bezeichnungen clockwise (im Uhrzeigersinn,mit positiven P-Wellen) oder counterclockwise (im Gegenuhrzeigersinn, sogenanntes Sägezahnmuster) unterschieden.

Ein atypisches Vorhofflattern basiert auf funktionellen Reentry-Mechanismen, beispielsweise durch fibrotische Bezirke oder Narben nach Myokardinfarkten. Lokalisiert ist diese Form häufig linksatrial, die Frequenz ist variabel, die P-Wellen-Morphologie unterschiedlich.

Diagnose

Typisches Vorhofflattern

Beim klassischen typischen ( Saegezahn im EKG ) ist die Diagnose einfach.

Es erfolgt

• Basisdiagnostik ( ECHO, EKG, Labor etc)

• TEE und

• elektrische oder medikamentöse Kardioversion zum SR

• EPU mit Isthmusablation im Sinsurhythmus

• evt Coro zum Ausschluß KHK

Atypisches Vorhofflattern

Falls im EKG nicht klar ist, ob Vorhofflattern oder Vorhofflimmern vorliegt, dann erfolgt

• Basisdiagnostik ( ECHO, EKG, Labor etc)

• TEE

• EPU unter anhaltender Rhythmusstörung,

o da mittels EPU die Fragen Typ des Vorhofflattern bzw Vorhofflattern oder Vorhofflimmern geklärt werden kann.

ich hoffe das ist hilfreich für dich

gruß Andreas

j_kunAze


Hallo Andreas,

Danke für die Infos.

Das macht auch plausibel, die nächste EPU/PVI unter laufender Attacke durchzuführen. Nur bin ich da ja nicht ganz so zuversichtlich, da die Grenzen bei mir verlaufen und die Dauer der Attacken -zumindest momentan- nicht reicht, um gezielt den Katheder reinzurammen, Autsch! Bei meiner 2. PVI hat das allerdings 2009 geklappt. Ich hatte ab Samstag ein Dauerflattern, war Montag in der Ambulanz und am Dienstag wurde die 2. PVI durchgeführt. Hier ein Lob dafür an alle Beteiligten im Klinikum Karlsruhe! :)^

Viele Grüße,

JK

KzoljaW_Kla|us


Hallo Leute,

ich kann Frank nur recht geben, die Broschüre "Herzrhythmusstörungen heute" der Deutschen Herzstiftung ist ein Muss für Betroffene. Es gibt auch eine neue vollständig über­ar­bei­te­te Auflage, Erscheinungsdatum Oktober 2010. Auf 132 Seiten kann man sehr viel Wissenswertes lesen. Die Broschüre ist für Mitglieder der Herzstiftung kostenlos, Nichtmitglieder zahlen symbolische drei Euro. Abgesehen davon kann ich eine Mitgliedschaft in der Deutschen Herzstiftung sehr empfehlen!!! Kostet in der günstigsten Variante nur 36 Euro pro Jahr!!! Die Buchempfehlung von JK hört sich auch sehr gut an, kommt bei mir auf den Weihnachtswunschzettel! :-)

Ich habe seit über einer Woche kein VHF mehr gehabt, allerdings einige ES. Inwiefern die problematisch sind oder auch nicht, wird mir hoffentlich mein Kardiologe sagen. Am Donnerstag kriege ich ein LZ-EKG, mal schauen, wie es ausfallen wird. Ich fühle mich momentan sehr gut!

Alles Gute euch allen!

Klaus

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