» »

Pulmonalvenenisolation

Huombi


Hallo

Ich hoffe Euch geht es einigermaßen gut

Ich habe mal eine Frage.

Im letzten Entlassungsbrief steht dieser Satz, kann mir jemand Sagen was eine Substrat- Modifikation ist?

Bei einem erneuten Vorhofflimmer- Vorhofflatter- Rezediv sollte am ehesten ein erneuter Katheterablativer Terapieversuch, ggf. mit zusätzlicher Substrat-Modifikation, durchgeführt werden.

Danke Andreas

K"olja_aK-lauxs


Hallo Andreas, unter Substratmodifikation versteht man das Schädigen von anatomischen Strukturen, in unserem Fall das Zerstören von Arealen, die für die Enstehung des VHF verantwortlich gemacht werden. Es werden Läsionen gesetzt, die dann vernarben und letzten Endes die Trigger nicht mehr weiterleiten können. Diese Läsionen kann man entweder chirurgisch von außen oder mit einem Katheter von innen setzen. Sie sind (aber da bin ich mir nicht ganz sicher) wohl wie ein Schuß mit der Schrotflinte, also nicht unbedingt zielgerichtet. Statt das VHF aufzuspüren und punktgenau zu eliminieren werden wohl großflächig Linien gezogen. Bei meiner letzten PVI wurden erstmalig auch solche Läsionen gesetzt, ich zitiere aus dem Arztbrief: "Zusammenfassung: 3D-gesteuerte Re-Pulmonalvenenisolation (RSPV), CFAE-Ablation links-und rechtsatrial sowie Anlage von 2 linearen Läsionen (LA-Dach und Mitralisthmus)."

Aber ich lasse mich gerne korrigieren, falls ich was falsch verstanden haben sollte.

Viele Grüße

h.ambstekrfrosxch


@ Klaus,

JK und alle,

"Prophylaxe und Therapie von Vorhofflimmern", Verlag UNI-MED, 2. Auflage 2009 habe ich bei Amazon für 4,95 Euro inkl. Versand bestellt. Weiss zwar nicht warum der Preis dort so niedrig ist, aber scheint nach Produktbeschreibung neu zu sein. Lohnt sich also nicht auf den Weihnachtsmann zu warten.

Grüsse, Frank

K)olja_.Klauxs


Hallo Frank, genau so ist es, ich habe das Buch bestellt und auch schon erhalten, es ist neu. Leider hatte ich noch nicht genügend Zeit, um darin zu lesen, aber ich habe kurz reingeschnuppert und finde es vielversprechend. Auf jeden Fall scheint das Buch aktuell zu sein, Dronedaron wird z.B. recht ausführlich behandelt. Dann muss mir der Weihnachtsmann halt was anderes bringen...

Viele Grüße

Klaus

H#o1bi


Hallo Klaus

Danke für deine Info, nun weis man wenigsten wie die Ärzte weiter vorgehen wollen.

Danke Andreas

hDa(msterqfr:o^sch


Liebe Leidensgenossen,

weiss eigentlich jemand von Euch wie die Erfolgsquoten nach PVI eigentlich erhoben werden? Die Frage klingt trivial. Aber bei mir hat sich eigentlich keiner der Ärzteschaft aktiv erkundigt, weder die Klinik, noch der Facharzt, wie es mir nach der PVI geht. Wie kommt das Zahlenmaterial eigentlich zustande, aus dem hervorgeht, dass 70 – 80 % der PVIs erfolgreich waren?

Wenn sich einige von uns entscheiden, keine weitere PVI mangels Spass an der Freude mehr machen zu lassen, gelten wir wahrscheinlich für die Statistik als geheilt, obwohl nur der Frust uns nicht mehr zur Reablation treibt, und nicht der Erfolg der Behandlung.

Schönen Sonntag, Frank

j-kunzxe


Hallo Frank,

Deine Frage ist absolut nicht trivial, sondern ziemlich interessant! Auch ich frage mich, wie diese Statistik-Werte zustande kommen. Transparent und wünschenswert wäre eine öffentlich zugängliche Tabelle mit allen PVI-Fällen einer Klinik. Aber für sichere Zahlenwerte wäre der Einbezug in eine Studie vorausgesetzt. Nur da werden Patienten über einen definierten Zeitraum beobachtet und man kann dann das Ergebnis des Eingriffs bewerten. Also, zumindest ich nehme an keiner Studie teil.

Gruß JK

Hfoxbi


Hallo Frank

Als ich meine erste Elektrokardioversion bekommen habe, kam ein Arzt und hat mich gefragt ob ich an einer Studie teilnehmen würde, ich stimmte zu und einige Untersuchungsdaten wurden an ein Institut weitergegeben. Ich bekam noch 2-mal ein Ultraschall vom Herzen im Abstand von je 6 Monate)gemacht,

und das was es auch.

Ich könnte mir vorstellen dass das bei der PVI genau so geht.

Gruß Andreas

j%kuxnze


Hallo Andreas,

auch gehe davon aus, dass man mitbekommt, wenn man an einer Studie teilnimmt. Also ich nicht.

Schade ist aber, dass bei PVIs, die ja ein noch nicht standardisiertes, relativ junges Verfahren sind, eine statistische Auswertung auf breiter Basis -zumindest meines beschränkten Wissens nach- nicht vorgenommen wird.

Ich hoffe, dass die Zahlen nicht allein vom Protokoll der Ablation als Wertung herangezogen werden. Denn da steht -stark verkürzt widergegeben- bei mir bei beiden PVIs drin, dass die PVs erfolgreich isoliert wurden und Sinusrhythmus erstellt wurde Stimmt ja auch. Das wäre dann ein 100% positives Ergebnis! Aber leider hielt ja der Sinus in beiden Fällen keine 24 Stunden.

Gruß JK

l)e3ssixo


HALLO AN ALLE!!!!

Melde mich seid langem hier mal wieder,aber mit absicht so lange,da mir ja auch gesagt worden ist,das man 6 Monate abwarten soll nach einer PVI!!!

So,ich kann euch sagen,das ich auch nicht zu den 70-80 % erfolgsquote gehöre!Habe genauso wieder Herzrythmusstörungen und nehme auch alle Medikamente wieder ein!

Tja,ich frag mich auch woher sie die Zahl haben!

Meine Ärztin möchte jetzt bei mir eine Hochfrequenzablation machen,also punktuell abladieren!Hat es euch mal jemand empfohlen ???

Die risiken sind die gleichen und der ablauf auch!Bin da auch ein bisschen skeptisch,da die Ärzte auch nur versuche starten,ohne das der patient es eigendlich weiss!

Kennt einer von euch das Medikament Nevilol ??? das soll ich statt Bisoprolol einnehmen,es hätte weniger Nebenwirkungen! :-/

Habt ihr euch mal erkundigt was die letzte alternative wäre um Herzrythmusstörungen zu beseitigen ??? und keine medikamente mehr einnehmen?

Ich hab sogar mal nachgefragt,wie es mit einem Defri wäre,hat meine Ärztin sofort beneint!

Also bei mir hiess es,es gebe keine alternative,ausser nur noch diese Hochfrequenzablation oder ein leben lang Medikamente einnehmen!Aber das möchte ich nicht!Habs ja mal versucht ohne,es ging 6 Wochen gut und dann wärend ich arbeitete,fings ganz schlimm wieder an!Tja leider :°(

Werde nächstes Jahr einen Termin machen,mir bleibt ja auch nichts anderes übrig,als mich dieser Methode hinzugeben!

Was ist mit euch,wie gehts bei euch den weiter ???

Ganz lieben gruss *:)

K*olj)a_K=lauxs


Hallo Lessio,

willkommen zurück, wenn auch mit schlechten Nachrichten! Aufgrund deiner längeren Abwesenheit dachte ich wirklich, dass es bei dir geklappt hätte! An einen Defi inkl. Herzschrittmacher darfst du in deinem Alter gar nicht denken, da stimme ich deiner Ärztin 100 % zu! Eine Alternative zur Katheterablation gibt es momentan nicht, entweder man behandelt das VHF medikamentös, oder man versucht eine/mehrere Ablationen oder man entscheidet sich für einen Defi/HS. Ich habe mich jetzt schon vier Mal für eine PVI entschieden, und würde es auch ein fünftes Mal tun, aber diese Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen. Für die PVI spricht einfach die Tatsache, dass sie kurativ sein kann. Hat man bei dir beim ersten Mal eine Kyroablation gemacht? Es gibt ja nur zwei Methoden, nach denen eine Katheterablation durchgeführt wird, nämlich als Hochfrequenzablation (wird am häufigsten gemacht, auch bei mir wurden alle Ablationen mittels hochfrequentem Strom -Hitze- durchgeführt) oder eben als Kyroablation (Kälte). Ich zumindest habe immer den Kontakt zu den Ärzten gehalten, die die PVI bei mir gemacht haben. Ich gehe mal davon aus, dass die Doktoren immer ein Feedback von den Patienten bekommen, und darauf basieren eben ihre Quoten. Lass den Kopf nicht hängen, manchmal ist halt eben ein zweiter Eingriff notwendig. Zu meinem Zustand schreibe ich gerne nächste Woche was, jetzt schaffe ich es leider nicht mehr. Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

Klaus

KFolja_WKlaxus


Kryoablation natürlich, nicht "Kyro"... :|N

hkamsterfmroswcxh


Liebe Leidensgenossen,

die Medizin ist ein Geschäft wie jedes andere auch. Wir bekommen auch hier manchmal Leistungen verkauft, die evtl nicht unbedingt erforderlich sind oder waren. Es ist gut, wenn man für seine Gesundheit eine Selbstverantwortung übernimmt und versucht die Dinge, die mit einem gemacht werden sollen, zu verstehen. Kliniken kämpfen in unserem Gesundheitssystem mit Kosten, Auslastungen und Fallpauschalen. Eine PVI ist teuer, und sicher eine gute Einnahmequelle. Es liegt leider in der Natur des Menschen und auch der Ärzte, dass die Arbeit eher positiv gesehen wird.

Klaus hat Recht, dass die PVI derzeit der Stand des Wissens ist und trotz all meinem "Unken" von oben, derzeit unsere beste Chance ist davon los zu kommen, mit dem besten Nutzen-Risiko-Verhältnis. Vielleicht ist es eine gute Strategie, wenn man seine Erwartungshaltung an die PVI einfach auf "Null" setzt und man davon ausgeht, dass sich im schlechtesten Fall nichts ändert. Mit dieser Einstellung ist man immer auf der Gewinnerseite. Die OP-Risiken, die man eingeht, muss man einfach gegen die Risiken rechnen nichts zu machen. Denn auch "Nichts" machen birgt Risiken.

Wenn ich in meinen Körper reimhöre, bin ich mir nicht so sicher, ob meine 2.PVI erfolgreich war. Jeder von uns weiss ja, wie ein VHF losgeht ..., und es gibt da so Vorboten. Obwohl es beruhigend war zu wissen, dass zwei Lungenvenen vom ersten Mal nicht mehr isoliert waren. Ich weiss wenigstens, dass die Reablation erforderlich war. Wenn es sich in einem halben bis einem Jahr herausstellt, das war es wieder nicht, werde ich eine dritte PVI so lange es geht hinauszögern, bis der Leidensdruck mich überzeugt hat.

Trotz all den Zweifeln ob es nun wirklich eine 70% Erfolgsquote ist, es hat sich sehr viel getan auf dem Sektor und die nächsten Jahre werden sicher viele Erkenntnisse bringen. Ich bin überzeugt, dass die OP-Technik in 10 Jahren viel fortgeschrittener sein wird und die Ablationen viel sicherer durchgeführt werden können mit einem höheren Anteil an Heilungen nach dem ersten Mal. Wenn es also die Krankheit erlaubt, ist es sicher eine Strategie auf Zeit zu spielen. Vielleicht auch ein Ansatz für lessio.

All the best, Frank

l]e-ssixo


Hallo Klaus!!!

Ja bei mir wurde eine Kryoablation gemacht!Es hiess es würde nicht so risikohaft sein, als wie mit dem Hochfrequenz!

Ganz ehrlich, warum wird es den bei dir so oft schon gemacht,wenn man denn kein besseres resultat hat?und es wird ja auch bei dir so oft hintereinander gemacht!!! man sagt doch, das es vernarben muss und dann erst entschieden wird ob ein neuer Eingriff oder nicht!

Vielleicht verstehe ich auch was falsch, will keine falschen aussagen machen!

Dann sage ich mal bis bald und einen schönen zweiten Advent *:)

K8oljla_Klxaus


Hallo Lessio,

die Kryoablation soll tatsächlich schonender als die Hochfrequenzablation sein. Allerdings kommt diese Methode nur für Patienten mit paroxysmalem VHF infrage, bei chronischem VHF wird mit Hochfrequenzstrom abladiert.

Ich habe die PVI auf Empfehlung meiner Ärzte so oft gemacht, und weil ich die Prozedur so schnell wie möglich hinter mich bringen wollte. Meines Wissens nach kann der Erfolg einer PVI schon nach 3 Monaten oder sogar noch früher beurteilt werden. Ich zumindest hatte meistens schon wenige Stunden nach der PVI ein Rezidiv, und daran hat sich dann auch nichts mehr geändert. Spätestens alle 3 Tage hatte ich dann ganz heftige Tachyarrhythmien, und es war klar, dass der Eingriff nicht geholfen hat.

Vielleicht hätte ich mir aber tatsächlich etwas mehr Zeit zwischen den Ablationen lassen sollen, aber aus einem anderen Grund. Nach meiner letzten PVI hatte ich einen TSH-Wert von kleiner als 0,01, also eine SD-Überfunktion. Ich sollte Irenat-Tropfen nehmen, was ich auch brav gemacht habe. Letzte Woche (also knapp einen Monat später) haben wir den TSH-Wert erneut gemessen, mit dem gleichen Ergebnis. Daraufhin haben wir auch FT3 und FT4 bestimmen lassen. FT3 war 16,0 (Normwert 2-4.40) und FT4 7,77 (1-1.7). Das Ergebnis ist klar, SD-Überfunktion. Jetzt nehme ich Carbimazol, eine Art Schilddrüsenblocker, und darf mir jede Woche Blut abnehmen lassen, um die SD-Werte zu kontrollieren.

Ich hatte bisher immer gute SD-Werte, mein HA meint dass ich wohl bei den gesamten Ablationen in der Summe zuviel (iodhaltiges) Kontrastmittel bekommen habe, daher die SD-Überfunktion. Die letzte PVI war wohl der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat.

Die SD-Werte sind für uns sehr wichtig, da eine SD-Überfunktion auch Tachyarrhythmien bewirken kann, und häufig zumindest die HF erhöht. Deshalb kann man bei mir den Erfolg der letzten PVI noch nicht beurteilen. VHF habe ich nur noch kurz und selten, ca. ein Mal wöchentlich für ca. 2-3 Stunden. Mir hat die letzte Ablation, zumindest im Vergleich mit meinem vorherigen Befinden, definitiv geholfen. Die Frage ist nun, ob das jetzt seltene VHF von den Lungenvenen oder von der Schilddrüse kommt? Das werde ich wohl erst erfahren, wenn sich die SD-Werte wieder in einem normalen Rahmen bewegen. Aber wie auch immer, mir geht es definitiv viel besser als vor der letzten PVI.

Ich werde berichten, wie sich das Ganze entwickelt.

Euch allen auch einen schönen 2. Advent!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH