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Aortariss

k]urt `- danxiela hat die Diskussion gestartet


hallo ich heise kurt bin 44 jahre und hatte letztes jahr einen aortariss (hauptschlagader am herzen).

d9e op rettete mir das leben, aber gleichzeitig wurde es auch sehr stark veändert. bin seit dem zu 70% schwerbehindert!

suche auf diesem weg kontakt mit menschen die durch krankheit, auch ihr leben umstellen haben müßen zum erfahrungsaustausch!!!

würde mich über viele zuschriften freun!

mfg

kurt

Antworten
t|he-Ucaver


Erst mal Glückwunsch zum Überleben - ist bei diesem Krankheitsbild ja nicht gerade selbstverständlich...

In welcher Höhe ist es denn passiertß

Grüße

Cjhak-Tu


Hallo, Kurt,

ja, da kann ich auch nur Glückwunsch sagen, so etwas überleben die wenigsten.

Mein Leben musste ich 1995 auch gravierend verändern, als ich innert weniger Monaten zwei Herzinfarkte erlitten habe; seitdem bin ich berentet, schwerbehindert (auch 70%) und musste mir mein "neues" Leben hart erarbeiten. Ich habe dafür professionelle Hilfe gebraucht, sprich, ich habe eine Therapie gemacht. Mittlerweile komme ich aber gut mit den Beschränkungen klar...

Ich wünsche Dir alles gute und ein gutes neues Jahr.

Cha-Tu

j)en>nifer2&6b


kann ich auch nur glückwunsch sagen,mann oh mann..wußtest du daß du eine bindegewebserkrankung hast?

C;CA+SB


Du bist ein Glückskind

Die Chancen so etwas zu überleben sind geringer als die, den Jackpot im Lotto zu knacken.

tthe-caxver


Mal nicht übertreiben - grob gesagt: Bei einer Aortendissektion Typ A kommt die Hälfte der Patienten lebend ins Krankenhaus, von diesen wiederum verlässt die Hälfte lebend die KLinik. Wenn das die Chancen beim Jackpot sind, spiel ich ab sofort mit *g*. Neuere Daten sind soweit ich weiß sogar noch etwas besser, das ist jetzt aber nicht so wirklich mein Spezialgebiet. Ich hab das ganze nur einmal selber erlebt - und da ist es praktischerweise während einer Herz-OP passiert (beim Entfernen der Herz-Lungen-Maschinen-Kanüle aus der Hauptschlagader), was die ganze Sache deutlich entspannt. War aber immerhin das einzige mal, dass ich aus dem Mund eines eigentlich äußerst höflichen Herzchirurgen (ja, sowas gibts) das Wort "Scheiße" gehört habe...

Grüße

CXha-LTu


Guten Morgen, The Caver,

kann so etwas eigentlich nur passieren, wenn eine Bindegewebsschwäche vorliegt, oder kann das JEDEN treffen? Meine Tante ist an so einem Riss verstorben, sie hatte eine extreme Bindegewebsschwäche, was ärztlicherseits auch bekannt war. Ein ehemaliger Kollege starb auch an einem Aortenriss, er war knapp 40 und von einer BGSchwäche war nichts bekannt (was aber nicht bedeuten muss, dass er sie nicht hatte).

Schönen Gruss und ein gutes Neues Jahr.

Cha-Tu

tqhe-cLaver


Im jüngeren Alter passiert es meist aufgrund verschiedener Bindegewebserkrankungen, die glücklicherweise nicht sehr häufig sind.

Im höheren Alter sind es meist geplatzte Aneurysmen, die wiederum verschiedene Ursachen haben können: Entweder Bindegewebserkrankungen oder (im höheren Alter häufig) Gefäßverkalkungen.

Und dann gibt es als Sonderfall noch die verletzungsbedingten Risse. Was ich erlebt habe, war ja sowas - es ist eine bekannte, aber zum Glück sehr seltene Komplikation, dass die Kanülierung der Hauptschlagader für die Herz-Lungen-Maschine zu diesem Problem führen kann.

Grüße

C`hAa-T/u


Danke, Caver.

Gruss

Cha-Tu

j{ennif#er:2x6b


Wie stellt mann denn dann so eine Bindegewebserkrankung fest?der Internist oder der Kardiologe?

Ckhoclaxte


Hallo!

Ich habe das erst vor einem Jahr mitbekommen. Da ist von einem Bekannten die Tochter an einem Gefäßriß gestorben. Das war allerdings eine Hirnarterie. Das Mädchen war erst 9 Jahre alt und dazu noch das einzige Kind von ihm! Dann ist das ausgerechnet auch noch om Dezember passiert.

Choclate :p>

kYur5t - d anigela


hallo zusammen!!!

wir wünschen allen, ein frohes neues jahr 2008.

vorallem glück und GESUNDHEIT!!!

kurt und daniela

RNalfMpetzgexr


Na Kurt,

herzlichen Glückwunsch...habe letztes Jahr ebenfalls einen Aortenriss gehabt. Mir wurde der aufsteigende Teil, sowie der komplette Bogen durch eine Rohrprothese ersetzt. Habe ausser den extra tief eingestellten Blutdruck kaum noch Probleme damit.

Was wurde bei dir ersetzt und wo wurdest du operiert?

Gruß

Ralf :)^

p:et7x.


Hallo Kurt,

ich bin seit fast zwei Jahren mit einem Mann zusammen,dem so etwas ähnliches passiert ist,mittlerweile sind wir verheiratet.Mein Mann ist seit 2001 halbseitig gelähmt und kommt psychisch überhaupt nicht zurecht

damit.Tabletten gegen Depressionen helfen nicht und so kommt es leider zwischen uns,wenn auch un-

gewollt zu Spannungen.Er wird oftmals beleidigend und lässt seinen frust an mir aus,dennoch halte ich zu ihm,weil ich mir denken kann,wie schwer es für einen früher sehr agilen Menschen ist,damit klar zu kommen.

Er ist ein sehr ungeduldiger Mensch,deshalb übernehme ich im Moment noch die Mails.

Ich finde es toll,dass es so ein Forum gibt und wünsche dir viele nette und hilfreiche Ansprechpartner.

Liebe Grüße von pet. *:)

CCha{-`Tu


Hallo, Pet,

macht Dein Mann eine Psychotherapie? So eine Erkrankung ist ein unendlich einschneidendes Lebensereignis. Aortenriss und Herzinfarkt sowie Schlaganfälle sind ja Erkrankungen, bei denen es innert weniger Sekunden um Leben und Tod geht. Und fast immer behält der Kranke FOLGEN zurück, seien es Lähmungen, Schwäche, körperliche Behinderungen, aber auch seelische Schwerst-Verletzungen. Ich selbst habe zwei Infarkte hinter mir und obwohl ich selbst Therapeut gewesen bin (ich schreibe "gewesen bin", weil ich durch die Infarkte zum Frührentner wurde) brauchte ich damals professionelle Hilfe einer Therapeutin. Ohne diese psychotherapeutische Begleitung schafft man es nicht oder kaum. Falls Dein Mann nicht in Therapie ist, versuche ihn, dazu zu bewegen. Antidepressiva alleine reichen NICHT aus. Und übrigens: Auch Du brauchst eine Form von "Begleitung", bei der Du Dich aussprechen kannst. Das kann ein/e Psychotherapeut/in sein, aber das kann auch ein/e Seelsorger/in oder sonstige/r Berater/in sein. Der Partner eines so lebensgefährlich Erkrankten wird leider viel zu oft "übersehen", und dabei "stirbt" der Partner bzw. die Partnerin fast den "gleichen" "Tod" wie der Betroffene. Das heisst, auch er oder sie hat Angst, Angst um den geliebten Menschen, Angst um die Zukunft. BEIDEN wird der Boden unter den Füssen weggerissen, und BEIDE brauchen Hilfe (und Verständnis).

Übrigens: So sehr man die Launen eines Kranken, seine Wut, seine Aggressivität auch verstehen mag: Man MUSS ihm ein STOPSCHILD entgegen halten. DU kannst nichts für sein Schicksal, DU kannst nichts für seine Behinderung, DU kannst nicht für sein in Trümmer liegendes Leben... Verständnis ja! Aber bitte nicht alles gefallen lassen, das ist auch nicht in SEINEM Sinne. Ich war damals froh, dass meine Frau mit mir geweint, gelitten, gezittert und gehofft hat. Aber ich bin auch froh, dass sie meiner "Unerträglichkeit" sehr frühzeitih ihr STOP entgegenhielt.

Alles Gute für Dich und Deinen Mann

Cha-Tu

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