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Luftnot und kurzer Atem

FSuGchsH hat die Diskussion gestartet


Guten Tag,

hätte da gerne mal ein Problem. :-)

Wenn ich (56, männlich) abends spät noch esse und entsprechende Flüssigkeit zu mir nehme (ob Bier oder Wasser spielt keine Rolle) erwache ich meist 5 Stunden später – also in den frühen Morgenstunden – und habe dann mehr oder weniger starke Luftprobleme mit erhöhtem Puls (100-120). Das Atmen ist derart erschwert, als wenn man mir ein Tuch vor das Gesicht hält. Eine Paniksituation entsteht, die die Angelegenheit nicht gerade verbessert. Nach 10-60 Minuten ist der Spuk dann zum Glück meist wieder vorbei.

Ansonsten bin ich "fast" normalgewichtig (87 kg/176 cm), habe außer einer etwas undichten Aorten- (und evtl.auch Mitral-) Herzklappe und wohl damit verbundener Kurzatmigkeit bei körperlicher Anstrengung sowie etwas erhöhtem Blutdruck (nehme dafür 1x ConcorCor) eigentlich keinerlei Probleme.

Mein Internist schickte mich zum Kardiologen. Der findet aber alles so weit okay.

Mitralinsuffizienz (I34.OG), V.a. Supraventrikuläre paroxysmale Tachykardie (I47.1V)

(der zu schnelle Herzschlag geht von den Herzvorhöfen aus).

Bei Belastungs-EKGs komme ich immer so bis etwa 150 bis 200 Watt. Damit ist der Arzt auch zufrieden. Eine Lungenuntersuchung verlief auch ohne "Mängel".

Bei einer telefonischen Hotline der Deutschen Herzstiftung hat mir eine Ärztin folgendes dazu gesagt:

- Geschwächtes Herz (undichte Aorten-Herzklappe) ist die Pumpe zu den Nieren und bewältigt das späte übermäßige Flüssigkeitsvolumen in der kurzen Zeiteinheit nicht. Überwässerung geht auf die Lungenbläschen. Kann bis zum Lungenödem gehen.

- Während "normalherzige" Biertrinker schon bald zur Toilette rennen (ich gehe höchstens an einem solchen gesellschaftlichen Abend 1x zum Klo), braucht das geschwächte Herz entschieden länger für den Flüssigkeitstransport.

- Maßnahmen: Wassertreibende Mittel (gering dosiert + längerfristig).

Als Jugendlicher bin ich mal einige Jahre Radrennen gefahren. Mein damaliger Hausarzt fand meinen Belastungszustand aber nicht gerade bestens. Auch später, als ich noch etwas Sport getrieben habe, waren Kollegen – die noch nicht einmal wissen, wie SPORT geschrieben wird – beim Treppensteigen tausendmal fitter als ich.

Im Urlaub beim Bergwandern mit Gepäck (nehme da schon mal eine schwerere Filmkamera und ein entsprechend schweres Stativ mit) ist es auch schon recht dramatisch mit der Luftnot. Ich beuge mich dann immer wieder mal kurz nach vorne über; dann geht es wieder.

Habe häufig (etwas) blaue Lippen. Kann das nicht irgendwie an einem Sauerstoffmangel im Blut liegen? Oder habe ich zu wenig rote Blutkörperchen? Denke aber, das fällt bereits bei einer normalen Blutuntersuchung auf!

Ist schon recht lästig, wenn man bei kleinster Anstrengung (besonders morgens) so schnell außer Puste ist.

Kennt jemand gleiche Symptome von sich oder hat jemand Erfahrung und kann mir Tipps geben?

Vielen Dank und schöne Grüße

Helmut

Antworten
T4ruck`stexr


Der Hämatokrit fällt bei einem normalen Bluttest auf.

Die Lösung hast du aber bereits selbst gegeben. Sie liegt in der Mitralklappeninsuffizens. Also Klappe, durch die das Blut von der Lunge zurückfließt.

Klingt jetzt blöde, aber man kann da nicht so super viel machen. Am besten spät abends auf die Belastung durch Essen und füllende Getränke vermeiden.

F[orsg8ernoxn


Luftnot und kurzer Atem

Hallo Fuchs,

Sie sollten sich nicht an der leider harten Erkenntnis vorbei mogeln, daß allem Anschein nach, eine Herzschwäche vorliegt, die durch die geschilderten Umstände bedingt ist.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

FBuchxsH


Luftnot und kurzer Atem

Hallo,

ja, danke Euch/Ihnen beiden für die Infos. Also, eigentlich alles ganz easy: halt abends möglichst das Essen und Trinken bleiben lassen und schon ist die Welt (fast) in Ordnung. Tut auch der Figur gut!

Geht sicherlich auch meist gut. Aber wenn man dann mal in Gesellschaft ist, möchte man ja auch nicht immer verzichten und dankend alles ablehnen. Aber, muß wohl doch sein.

Beste Grüße

Helmut

t+he-Ncaver


Ähm - der Kardiologie findet alles okay (bei dieser Symptomatik hat er ja wohl mit Sicherheit ein Herzecho=Ultraschall gemacht), beim Belastungs-EKG schafft er 150-200W und hier diagnostizieren gleich 2 Leute aufgrund einer kurzen Schilderung eine Herzinsuffizienz?? Mutig, mutig - allerdings würde ich eher dafür plädieren, erst mal nachzudenken, bevor man sowas schreibt...

Grüße

FUuch1s+H


Luftnot und kurzer Atem

Hallo,

Herz-Ultraschall wurde bereits vor wenigen Jahren beim Hausarzt (Internist) gemacht und eine Mitralklappen-Insuffizienz festgestellt. Das haben dann auch 2 Kardiologen im Abstand von etwa 3 Jahren bestätigt. Habe die Atemnot eigentlich nur morgens oder halt wenn ich abends noch spät esse oder/und trinke. Ansonsten hält sich das Problem eigentlich in Grenzen.

Beste Grüße

Helmut

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