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Pots - und wie soll es weitergehen?

J%eniWco hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe die eine oder andere Frage und weiß gerade nicht, was ich tun soll. Eigentlich habe ich 1000 Fragen, aber da hoffe ich, dass mir mein Hausarzt helfen kann.

Seit 3 Jahren habe ich eine Trigeminus-Neuralgie. Ich bekomme Carbamazepin und komme damit gut zurecht. Manchmal kommen die Schmerzen und auch Tramadol hilft dann nicht mehr und ich warte einfach nur, dass es aufhört. Manchmal kommen die Schmerzen so plötzlich und stark, dass ich umkippe. Das ist mir jetzt 5 mal passiert und ich habe es auch nicht weiter untersuchen lassen.

Ende Dezember 2007 war es anders. Ich bin umgekippt ohne Schmerzattacke und habe mir eine Gehirnerschütterung zugezogen. Mein Hausarzt hat mich zu einem Chirurgen überwiesen und der hat mich ins Krankenhaus eingewiesen. 4Tage lag ich auf der Chirurgischen Station, doch als ich dort wieder umkippte und einige Tests gemacht wurden, wurde ich auf die Kardiologie verlegt, von dort dann auf die Intensiv, dann wieder auf die Kardiologie, dann Wachstation und wieder Kardiologie.

Es wurden ziemlich viele Untersuchungen gemacht. Langzeit-EKG und Blutdruck, Röntgenaufnhamen mit und ohne Kontrastmittel, Herz-Echo, Doppler, Kipptisch, Blut und vieles mehr. Immer wieder bin ich umgekippt (insgesamt 12 mal im Krankenhaus). Ich bekam über die ganze Zeit ein Gerät, wo man vorne am Stützpunkt direkt sehen konnte, wie schnell mein Herz schlägt. Ganz plötzlich fängt mein Herz dann an zu rasen, ohne Auslöser und bei ca. 180-190 Schlägen pro Minute kippe ich um. Das ganze passiert innerhalb von Sekunden. Nach 2-3 Minuten werde ich wieder wach und um mich rum stand dann immer der Arzt und ein paar Schwestern.

Bei der Kipptischuntersuchung habe ich gemerkt, dass mein Herz anfing zu rasen, als ich in die senkrechte Position gefahren wurde. Mein Blutdruck ging über 220/130 (das konnte ich noch hören, weil die Schwester dem Arzt über Telefon die Werte durch gab) und ich bin wieder bewusstlos geworden.

Ich bekam Medikamente ( Metoprolol und Fludrocortison), bin aber weiter umgekippt. Das Medikament (Metoprolol) wurde erhöht und ich musste wieder auf den Kipptisch. Diesmal war das Ergebnis besser und der Arzt, der bei der Untersuchung dabei war, sagte, dass jetzt alles ok wäre und ich nach Hause könne. Natürlich war ich froh, denn nach 5 Wochen bekommt man schon mal einen Krankenhauskoller.

Auf Station (als ich meine Sachen packte) kam mein behandelnder Arzt und sagte, dass es ihm nicht recht wäre, wenn ich jetzt nach Hause ginge, aber er könne nichts tun. Ich bekam einen Kurzbrief, mit dem ich Dienstag zu meinem Hausarzt gehen soll (Montag ist er nicht da).

Meine Diagnosen:

- POTS posturale orthostatische Tachykardiesyndrom

- vasovagale Synkopen

- Vorbekannte Trigeminus-Neuralgie

Letzte Nacht (ca.00:10 Uhr) bin ich wieder umgekippt, auf dem Weg zur Toilette und war wieder bewusstlos. Ich habe mir mal wieder den Kopf angeschlagen und habe das Gefühl, alles fängt von Vorne an. Mein Kopf hat eine Beule und dröhnt vor Schmerzen, ich kann nicht auftreten, weil ich vermutlich beim Sturz umgeknickt bin und bin gerade nur noch verzweifelt. Ich lebe alleine und bin 32 Jahre alt. Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie ich mich verhalten soll und was ich selbst tun kann. Ich weiß nicht, was die ersten beiden Diagnosen bedeuten, weil keine Zeit für ein Gespräch war. Am liebsten möchte ich Montag wieder arbeiten gehen, aber jetzt habe ich Angst. Soll ich die Medikamente weiter erhöhen, damit das aufhört?

Ist mein Hausarzt überhaupt die richtige Ansprechperson? Ich bin total verunsichert.

Vielleicht hat ja jemand den einen oder anderen Tip für mich, wie ich mich verhalten soll.

Viele Grüße und herzlichen Dank,

Jennifer

Antworten
i,wog5x7


Liebe Jenico ,ich habe deinen Bericht gelesen und ehrlich ,muß ich sagen ,daß die Ärzte entlassen Dich nach hause fast ohne jegliche Hilfe .Diagnose steht und was weiter ? Man muß als Patient wissen was man selber tun kann ,wenn die Kriese kommt oder was man machen muß um sich zu stärken und nicht nur mit der Angst zu leben !!

Ich kann Dir auch nicht helfen aber gehe bitte auf die Seite -[[http://www.herzberatung.de]] .Dort kannst Du deine Frage stellen und prompt bekommst Du eine kompetente Antwort .

Ich wünsche dir Angstfreies Leben und kippe nicht mehr um !!!

Iwo

C6h a-xTu


>Ist mein Hausarzt überhaupt die richtige Ansprechperson?

Hallo, Jenico,

wenn das der einzige ärztliche Ansprechpartner ist, dann sicherlich nicht. Bei mir wurde 1990 auch mal eine "Trigeminus-Neuralgie" "diagnostiziert", nachdem vorher eine Multiple Sklerose "erkannt wurde", und erst als ich zu einem Nervenarzt ging, der AHNUNG hatte, wurde ich von dem an eine Augenärztin verwiesen, die eine winzigkleine, aber fiese NETZHAUTABLÖSUNG festgestellt hatte. Ich wurde an drei Stellen gelasert und SCHLAGARTIG waren meine Schmerzen und mein dramatischer Schwindel weg! Nix mehr mit Trigeminus und MS, ich bin HEUTE noch sauer, wenn ich an die Angst denke, die ich damals beim Verdacht auf MS hatte...

Bitte lass Dich zu einem Neurologen, einem Augenarzt und evtl. auch zu einem Ohrenarzt (Schwindel, Ohnmacht) überweisen, ich würde mich mit den bisherigen Untersuchungen und "Therapien" nicht zufrieden geben.

Alles Gute

Cha-Tu

J$e0nDixco


Hallo Iwo,

Danke, für Deinen Hinweis. Habe mich gerade dort angemeldet und warte darauf, dass sie mich dort freischalten.

Wenn ich nicht wieder umgekippt wäre, hätte ich gar nicht all zu große Angst. Ich mache mir nur Sorgen, dass ich hier unglücklich falle, denn selbst auf der Intensiv ist das passiert. Waschbecken -umgekippt - mit Kopf auf Tisch gefallen - neue Gehirnerschütterung. So kann es ja nicht bleiben.

Vielen Dank für den Link.

VG, Jenico

Hallo Cha-Tu,

wenn im Krankenhaus Visite war, wurde auch mehrmals eine MS angesprochen, aber nur untereinander. Zu mir direkt, haben sie nichts gesagt. Irgendwann verschwand das Thema dann wieder.

Die Trigeminus-Neuralgie wurde von einem Neurologen festgestellt, als ich eine akute Schmerzattacke hatte. Wenn ich das aber jetzt bei Dir lese, frage ich mich, ob es wirklich eine bei mir ist. Im Krankenhaus wurde allerdings auch ein Gleichgewichtstest gemacht. In beiden Ohren wurde 44° warmes Wasser gespült und ein Schwindelgefühl provoziert. War aber alles OK. Das Schwindelgefühl trat auf, blieb eine kurze Weile und verschwand dann langsam wieder.

Ich lag 5 Wochen im KH und mich ärgert, dass da nicht eine halbe Stunde Zeit für ein klärendes Gespräch war. Vielleicht hätte ich darauf bestehen müssen?

Ich weiß einfach nicht, was ich machen soll. Ich bin berufstätig und wenn ich noch länger fehle, bin ich meinen Arbeitsplatz los. Mein Chef hat es mir schon indirekt angedroht.

Weißt Du, Cha-Tu, ich glaube, ich kann im Augenblick ganz gut nachvollziehen, was damals in Dir vorgegangen ist. Zum Glück haben sich die Diagnosen dann doch nicht bewahrheitet. Die Zeit, in der Du aber fälschlicherweise damit leben musstest, stelle ich mir grausam vor. MS kenne ich etwas vom Hören-Sagen und das ist schon heftig. Wie lange musstest Du denn davon ausgehen, dass Du daran erkrankt seist?

Auch Dir wünsche ich alles Gute und danke für die Antwort.

LG, Jenico

C ha)-Tu


Hallo, Jenico,

ja, ich denke, Du hättest auf einem klärenden Gespräch bestehen sollen. Und in der Regel sind die Ärzte auch bereit dazu, bieten es von sich aus aber oft nicht an, entweder, weil sie derart unter Zeitdruck stehen oder aber, weil sie einfach nicht dran denken und sich nur schwer in die Ängste eines Patienten einfühlen können. Sie sehen das halt alles sehr "wissenschaftlich"...

Ich hatte damals ca. 3 Wochen diese Fehldiagnose MS. Das waren zwar nicht viel, aber diese Wochen waren fast so schlimm wie die Zeit nach meinem ersten Infarkt. Ich würde beides ungern wiederholen.

Alles Gute! Und BESTEHE auf weiterer Abklärung, vor allem auch durch den Augenarzt. Mir war damals ABSOLUT nicht klar, dass eine Netzhautablösung derartige Gesichtsschmerzen verursachen kann. Es genügte ein Windhauch auf meine Gesichtshaut und ich hätte vor Schmerzen heulen können, an Berühren oder Waschen war kaum zu denken, wenn ich den "Schub" hatte...

Cha-Tu

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