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Bekomme schlecht luft und bin ständig krank

k}l?i7r&r<y


Sorry, aber das genügt mir als Beweis leider nicht. Das jemand Arzt oder Therapeut ist, ist ja schön und gut, aber mit Zahlen so zu jonglieren halte ich dennoch für riskant. Sowas sollte man nicht in den Raum werfen, wenn man es nicht wirklich Belegen kann. Egal ob man Arzt oder Klempner ist!

Aber ich will jetzt auch kein Erbsenzähler sein und auf irgendwelchen Prozenten rumreiten. Psyche spielt, wie nun schon oft erwähnt, bestimmt immer eine Rolle. Nur haben weiß Gott nicht alle physische Beschwerden, eine psychische Ursache!

ajlitBhe1aa


Klirry, Du kannst Dich an die örtliche Rheumaliga wenden, die können Dir bestimmt weiterhelfen bei der Suche nach einem geeigneten Rheumatologen.

Deine ganzen Ausführungen lassen mich vermuten, dass Du Dich sehr gut und gründlich mit allem auseinandersetzt. Umso mehr wünsche ich Dir, dass all das, was Dich so beeinträchtigt, endlich einen Namen bekommt. Es ist nicht "witzig", eine Krankheit wie z.B. die Fibro zu haben, aber mir hat es geholfen, zu wissen, was mit mir los ist und was ICH tun kann, damit es mir besser geht. Ich habe übrigens auch als Teil der Behandlung eine Therapie gemacht. Das hilft mir sehr, mit Schmerzen, Erschöpfung und anderen Wehwehchen umzugehen.

Viel Glück

Alitheaa

khlLirrxy


alitheaa: Vielen Dank für deine nette Antwort :)*

Ich werde mal im Netz nach der Rheumaliga in meiner Stadt suchen und mich dann um einen Termin beim entsprechenden Arzt kümmern.

Ich denke das jemand wie du, der selbst chronische Beschwerden hat, gut nachvollziehen kann, wie übel eine solche gesundheitliche Situation ist. Genau darum geht es mir auch, dass ich weiß was ich ICH tun kann, damit die Gesundheit sich wieder stabilisiert. Ich bin auch bereit einiges dafür zu machen. Obwohl ich generell schon sehr gesund Lebe.

Aber wie geht es dir denn dann im Moment? Bist du arbeitsfähig?

a|g<nexs


Wenn man darauf besteht, eine organische Diagnose haben zu wollen, sollte man sich natürlich auch den Stempel "Fibromyalgie" nicht aufdrücken lassen:

Die genauen Ursachen für Fibromyalgie sind immer noch unbekannt.

Es wirken meist mehrere Faktoren gleichzeitig. Chronischer, schlecht verarbeiter Streß im Berufsleben und im Alltag fördern den Ausbruch genauso wie eingreifende Änderungen im sozialen Leben, wie z.B. der Tod einer nahen Person, sowie physische und psychische Überlastungen können einen Ausbruch fördern. Begünstigend wirken auch starkes Übergewicht, Fehlhaltungen und Bänderschwächen.

Die psychische Grundstimmung ist entscheidend dafür, wie gut die Verarbeitung des Schmerzes erfolgen kann. So tritt Fibromyalgie oft auch auf bei sexuellem Mißbrauch, bei körperlicher Mißhandlung, gemütsmäßiger Vernachlässigung im Kindesalter oder bei anderen posttraumatischen Störungen. In manchen Studien lies sich gar ein Zusammenhang zwischen der Intensität des Traumas und der Stärke der Schmerzen ausmachen.

Ein mögliches Erklärungsmodell könnte also wie folgt aussehen: Durch wiederholt erlittene psychische oder starke physische Traumata kommt es zu einer Hypersensibilisierung verschiedener Sinnesempfindungen, zum Beispiel zu einer geringeren Toleranz für Schmerzen. Das Gehirn muß erheblich mehr Umweltreize verarbeiten und verliert dadurch seine Fähigkeit die Reize richtig zu filtern und zu sortieren. Der Schmerz verselbständigt sich. Etwas salopp übersetzt könnte man von einer Allergie des Nervensystems sprechen. So wie das Immunsystem eines Allergikers zu sensibel auf bestimmte Stoffe reagiert, reagiert das Nervensystem zu sensibel auf bestimmte Sinneseindrücke.

Das Modell hat ein Gegenstück in der Psychologie. Es ist erwiesen, daß wiederholte seelische Verletzungen in der Kindheit oder Jugend die Entwicklung zu einer eigenständigen und selbstbewußten Persönlichkeit stören. Eine wenig gefestigte Person ist aber wiederum erheblich empfindlicher gegenüber neuen psychischen Belastungen.

etc

Ich halte übrigens 95% auch für etwas zu hoch gegriffen, es war ein rhetorischer Gebrauch der Zahl, die Speedy mir unterstellt.

Mit genügend Erfahrung kann man schon herausfiltern, woher bei jemandem die Symptome mit der höchsten Wahrscheinlichkeit herkommen, ohne alle die wunderschönen Tests, die Ihr alle hinter Euch habt (dazu gibt es ein paar gute Kriterien, die auf die TE zutreffen).

Ich weiß natürlich auch, daß das Stigma einer nicht-organischen Ursache ihrer Beschwerden für viele nicht akzeptabel ist. Es ist traurig, daß das dann in unnötigem Leiden resultiert.

Selbst "vom Fach" zu sein hilft oft herzlich wenig.

a9lithe%aa


Ich arbeite, habe aber gerade meine wöchentliche Arbeitszeit von 30 auf 24 Stunden verkürzt, weil ich hoffe, mit einem freien Tag in der Woche den Erschöpfungsfaktor ein bißchen reduzieren zu können. Ich will diesen Tag für MICH nutzen, also nicht mit Hausarbeit verbringen, sondern z.B. Schwimmen gehen oder einfach mal mit ner Freundin gemütlich frühstücken. Außerdem "kämpfe" ich gerade per Widerspruch gegen die Ablehnung meiner Kur. Momentan wird sowieso fast jeder Antrag erstmal abgelehnt- selbst eine Kollegin mit einer MS musste sich über einen Widerspruch die Kur erkämpfen...

Insgesamt geht es mir "gut", d.h. ich lasse mich nicht beherrschen von meinen Beschwerden und versuche, möglichst aktiv zu sein, auch körperlich. Meine Rheumatologin hat mir gerade eine Verordnung für Funktionstraining gegeben. Wenn ich einen akuten Schub habe, wirkt sich das natürlich auch auf die Psyche aus - so wie Du es zum Thema "Kopfschmerzen" beschrieben hast, aber ich weiß sehr genau, wie ich mich da selbst wieder rausholen kann, ohne mich total unter Druck zu setzen (nach dem Motto "ich muss...").

Ich habe gelernt, meine Krankheit(-en) anzunehmen und damit zu leben. Es gab auch eine Phase, in der ich sehr depressiv und gelähmt war- umso mehr weiß ich es zu schätzen, dass ich heute die Fähigkeit habe, mit all dem anders umzugehen.

*:)

Alitheaa

aElitBheaxa


@agnes

Wenn man darauf besteht, eine organische Diagnose haben zu wollen, sollte man sich natürlich auch den Stempel "Fibromyalgie" nicht aufdrücken lassen:

Agnes, wo ist das Problem? Ich HABE Fibromyalgie, nehme diese Krankheit an und 1. ist das von Dir rausgesuchte Zitat zur Fibromyalgie eine mögliche Erklärung von mehreren und 2. ist doch wohl die fehlgesteuerte Ausschüttung von Elektrolythen, die u.a. den Schmerz verursacht, auch körperlich, auch wenn die Ursache hierfür zunächst ein Trauma war - es kann sich hierbei übrigens auch um ein Schmerz-Trauma handeln!

Außerdem suche ich in Klirrys Ausführungen vergeblich danach, dass sie auf der "Suche" nach einer rein organischen Diagnose ist.

Trotzdem gebe ich Dir Recht, dass sehr wohl der Eindruck entsteht, dass hier im Forum sehr viele User schreiben, deren Probleme vermutlich eher psychischer Natur sind. Das macht sie aber nicht zu Kranken 2. Klasse, sondern erfordert "nur" andere Maßnahmen...aber da liegen wir -denke ich- auch nicht weit auseinander ;-)

Gruß

Alitheaa

kilifrrxy


Ich wollte mich doch noch mal melden.

Also ich denke mit dem Anfangssatz "Die genauen Ursachen für Fibromyalgie sind immer noch unbekannt," hat man den Nagel auf den Kopf getroffen. Und deshalb kann man meiner Ansicht nach auch nicht mit Sicherheit sagen, ob Fibromyalgie eine Krankheit ist die hauptsächlich durch psychische Faktoren entsteht bzw. ausgelöst wird.

Bei psychosomatischen Erkrankungen unterscheidet man ja zudem unter funktionellen körperlichen Beschwerden ohne das Veränderungen des Körpers festgestellt werden können, wie funktionelle Magen-Darmbeschwerden und unter Erkrankungen mit möglicher psychosomatischer Mitverursachung wie chronisch-entzündliche Darmerkrankungen. Und ich stelle jetzt mal so in den Raum, das es bei vielen, wenn nicht bei allen Krankheiten eine psychische Komponente gibt. Aber das man bei Erkrankungen, bei denen die genaue Ursache noch nicht geklärt ist, wie eben bei Fibro oder auch Endometriose, immer als erstes heißt "alles psychisch", nur weil man noch keine konkreten Erkenntnisse besitzt ist einfach eine Frechheit! >:(

Manche Wissenschaftler meinen ja auch das Krebs durch psychische Ursachen entsteht -und auch hier gehe ich mit dem Punkt d'accord, dass es eine Beeinflussung gibt- aber wenn ein Mensch an den Auswirkungen der Krankheit stirbt, weil es eben Veränderungen im Körper entstehen lässt, dann finde ich, machen es sich viele zu einfach wenn es heißt "psychische Ursachen". Ich hoffe es ist einigermaßen Klar geworden, was ich damit zum Ausdruck bringen wollte ???

Und nun nochmal zu mir persönlich. Ich bin nicht jemand der die Diagnose "psychosomatische Erkrankung" fürchtet oder auf eine organische Diagnose besteht. Nein, ich habe mich ja bereits in dieser Hinsicht informiert und das abklären lassen. Auch eine begleitende Psychotherapie werde ich in Angriff nehmen, um die mit den Krankheitssymptomen in Verbindung stehenden Beschwerden (Einschränkung der Lebensqualität und ja, auch der Freude und Schmerzverarbeitung usw.). Aber da meine Beschwerden wie gesagt, zum Teil zyklisch sind und bestimmte Beschwerden das erste mal vor einem Jahr auftraten direkt am ersten Tag nach Ende meiner Periode, bin ich mir einfach sehr sicher das die Psyche da nicht so viel mit zu tun hat...

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