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Herzstillstand nach Lungenembolie, mit langer Reanimation

t"utmtifr,uttxi1 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Vati (69 Jahre) war eigentlich immer sehr rüstig. Leider musste er genau vor einer Woche ins Krankenhaus, weil er so schlecht Luft bekam.

Von Freitag bis Sonntag hatte sich sein Zustand sehr verschlechtert.

Diese Woche Montag haben die Ärzte mit den Untersuchungen begonnen (CT etc..).

In der Röhre bekam mein Vater einen Herzstillstand (wg. einer Lungenembolie) und wurde (im künstlichen Koma) über eine halbe Stunde reanimiert.

Im wurde ein Tubus gelegt und seit gestern macht er eigentlich keine grossen Fortschritte (Bewegungen, Augen auf etc...)

Leider machen uns die Ärzte der Intensivstation keine grossen Hoffnungen, da sie meinen, er müssten schon seit gestern (MI) mehr Anzeichen von Fortschritten machen (also knallhart - schwerster Pflegefall!)

Heute vormittag hatte er zum ersten Mal die Augen auf und man konnte die Pupillen sehen (die ganze Zeit konnte man nur auf das "Weiss" des Auges sehen).

Meine Mutti hat ihn die ganze Zeit gestreichelt und mit ihm geredet....

also wir beide hatten echt das Gefühl er kann uns hören und merkt, dass wir ihn besuchen.

Leider wurde dies vom Arzt verneint (und als natürlicher Reflex beschrieben) da die Reanimation zu lange gedauert hatte und er meint, dass beim CT auch einige graue Stellen zu erkennen seien.

Ich gebe trotz allem nicht die Hoffnung auf und finde, dass das Augenöffnen von gestern auf heute für meine Mutti + meine Geschwister und natürlich auch für mich, ein grosser Fortschritt sind.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und kann mir evtl. Auskunft dazu geben.

LG

Eure tuttifrutti1

Antworten
Q$unadfraxu


@tuttifrutti1

Du hast dir richtige Einstellung.Bei meinem Schwiegervater war es genau so und wir waren fest davon überzeugt das er uns spürt und hört.Er konnte zwar nicht reagieren aber die Ärzte auf Intensiv sagten uns wir sollen mit ihm normal umgehen ,ihn streicheln usw denn niemand weiß genau ob die Patienten etwas mitbekommen oder nicht .So taten wir immer wie wenn er alles mitbekommt.Ich habe ihm ständig von seinen geliebten Enkelkindern erzählt.Als er von der Intensiv in Reha verlegt wurde waren es auch die Kinder die ihm immer eine Reaktion herauslocken konnten.Er gab sich Mühe das merkte man.Bitte gebt nicht auf .Ich wünsche Euch viel Kraft für die Zukunft und alles ,alles Gute .Gute Besserung für Deinen Vater

LG Quadfrau

t#utt"ifru/tti1


@Quadfrau

Hallo Quadfrau,

vielen vielen Dank für die liebe Antwort.

Wegen was war denn - wenn ich fragen darf - dein Schwiegervater auf der Intensivstation?

Hat sich - dato heute - sein Zustand zum positiven verändert.

LG

tuttifrutti1

Q=unadsfr!axu


Hallo

Habe Dir eine PN geschrieben

LG

CHha-aTu


Liebe Tuttifrutti,

man sollte wirklich die Hoffnung niemals aufgeben. Meine Mutter lag eine Woche lang "wie tot" nach einem Schlaganfall während einer Klappenoperation, und die Ärzte haben uns gesagt, sie würde nie mehr gehen, stehen, reden können. Sie würde geistig behindert bleiben, und wir sollten ein "gutes Heim" suchen. Das haben wir natürlich NICHT getan. Wir haben sie in die Reha gebracht, und nach 3 Monaten zu uns in unsere Familie und Wohnung geholt. Sie war zwar geh-behindert und halbblind, aber geistig völlig in Ordnung, sie konnte auch wieder gehen, zwar sehr langsam und am Stock, aber ohne dass wir sie abstützen mussten. Und sie hatte noch 9 schöne Jahre mit uns vor sich, die zu leben sich gelohnt haben, wie sie noch kurz vor ihrem Tod sagte. Sie brauchte zwar unsere Hilfe, aber es war ein lebenswertes Leben.

Und dennoch möchte ich Euch raten: Falls Ihr merkt, dass Euer Papa nur deshalb nicht stirbt, weil er intuitiv spürt, dass Ihr ihn nicht loslassen könnt, dann lasst ihn bitte los. Ich weiss, dass das schwer und hart klingt, aber ich weiss, dass es Menschen gibt, die nicht sterben können, oder "dürfen", weil sie spüren, dass ihre Angehörigen sie nicht loslassen können. Das ist für alle sehr qualvoll.

Das bedeutet nicht, dass Ihr die Hoffnung aufgeben sollt, um Himmels Willen. Aber man muss als Angehöriger lernen, die schmale Grenze zwischen Hoffnung und "Festhalten" zu erkennen und zu überwinden.

Das ist meine Erfahrung mit meinen beiden Eltern, die ich loslassen musste, und das ist der Rat, den ich Dir/Euch geben möchte.

Alles Liebe und Eurem Vater alles Gute

Cha-Tu

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