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Thrombozyten-Armut, was tun?

J(an1I990 hat die Diskussion gestartet


hallo, ein freund von mir war neulich beim arzt und es wurde ein Blutbild angefertigt. das ergebnis war erschreckend : die Thrombozyten Konzentration im Blut wa fast komplett abgesunken. der Normalwer beträgt ca. 400 000 und er hat einen Wert von 50. 000 . nachdem er heute bei einen Arzt war, der sein Blut untersucht sagste dieser ihm,dass die Konzentration leicht angestiegen ist (70. 000) Der Arzt sagt das er keinen Sport machen darf, da bei der geringsten Verletzung die Gefahr besteht,dass er verblutet. Dies ist schlimm für iohn da er im moment eine ausbildung zum fitness-trainer macht und diese wahrscheinlich nun abbrechen muss. meine frage ist ob jemand diese Problematik kennt und vllt einen Spezialisten kennt der sich mit Blutkrankheiten auskennt. Am Montag muss er zu einer weiteren Untersuchung und es wird geguckt ob der Wert weiter steigt.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen und einge Informationen über Therapien,Ärtze usw. zukommen lassen. Ich zähle auf euch

Danke im vorraus;)

Jan :-)

Antworten
aJgnexs


Spezialisten

Hämatologe, Therapie hängt von Ursache ab

S!eanet_7or


eine ausbildung zum fitness-trainer

Nimmt er irgendwas von den netten Stoffen, die in den Fitness-Kreisen unterwegs sind ?

Gruß

HvarLry51x3


Hallo,

nun, bei einem Thrombozytenwert von ca. 70.000 /µl "verblutet" man noch nicht. Ich denke, da übertreibt der Arzt ein wenig. Ich habe eine Stammzelltransplantation hinter mir und hatte in der ersten Zeit danach teilweise nur Werte zwischen 10.000-20.000 /µl, wobei mir auch nichts passiert ist. Natürlich habe ich in dieser Zeit keinen Hochleistungssport, aber immherin moderaten Sport betrieben. Bei Werten um die 50.000 /µl bekommt man vielleicht mal etwas schneller einen "blauen Fleck" und die Blutungszeit ist geringfügig verlängert, ansonsten passiert aber noch nicht viel. Erst bei Werten < 30.000 /µl sind Spontanblutungen (d.h. ohne äußeren Anlass) möglich.

Nichtsdestotrotz sollte bei Deinem Freund aber der Thrombozytenwert engmaschig kontrolliert werden und natürlich die Ursache dieser Thrombozytopenie abgeklärt werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig: Medikamentennebenwirkungen, Infektionen, Autoimmunerkrankungen und leider auch schwere Erkrankungen des blutbildenden Systems sind möglich. Der Spezialist hierfür ist der Hämatologe.

Wieso sollte Dein Freund gleich die Ausbildung abbrechen müssen? Hat das etwa auch der Arzt gesagt? Ich denke, das ist reine Panikmacherei! Oftmals verschwindet eine Thrombopenie genauso schnell wieder wie sie gekommen ist. Über einen Berufswechsel sollte man erst nachdenken, wenn es sich um ein chronisches Problem handelt, bei dem in absehbarer Zeit keine Besserung zu erwarten ist. Das ist aber bisher in keinster Weise bestätigt...deshalb: erst mal die Ursachen abklären lassen!

Viele Grüße,

J@an4199-0


vielen dank für die schnellen antworten :) am montag geht er erstma wieder zur Blutuntersuchung und hofft,dass der wert sich der 100.000 annähert. Bei ihm lag zuvor eine Grippe vor wegen der er auch nicht auf seine Abiturfahrt mitkommen konnte. Könnte die Grippe der Auslöser gewesen sein ? Welche Therapieformen gibt es denn im Notfall ? Müssen menschen mit diesem Problem ein Leben lang auf Sport verzichten ? Könnte Vitamin B12 helfen?

Gruß jan;)

a;gnexs


Könnte die Grippe der Auslöser gewesen sein

ja

H$arryx513


Könnte die Grippe der Auslöser gewesen sein ? Welche Therapieformen gibt es denn im Notfall ? Müssen menschen mit diesem Problem ein Leben lang auf Sport verzichten ? Könnte Vitamin B12 helfen?

Es ist sehr gut möglich, dass ein Grippevirus zu diesem Thrombozytenabfall geführt hat. In solchen Fällen ist das Problem meist temporär, so dass i.Allg. keine weitere Behandlung erforderlich ist. Bei Werten um 100.000 /µl sind - sofern keine anderen Risikofaktoren vorliegen - normalerweise keine besonderen Einschränkungen hinsichtlich sportlicher Aktivitäten notwendig. Eine Vitamin B12-Applikation wird vermutlich nicht helfen. Ein Vit.-B12-Mangel führt in der Regel nicht zu einer isolierten Thrombozytopenie, sondern betrifft eher die Erythropoese (also die roten Blutkörperchen). Die Ursache dieser so genannten "Perniziösen Anämie" ist aber meist nicht eine mangelhafte orale Aufnahme des Vitamins, sondern liegt in einer Resorptionsstörung im Magen-Darm-Trakt (z.B. Mangel an Intrinsic-Faktor). Dieses führt im Verlauf dann auch zu neurologischen Störungen.

Viele Grüße,

Cphocl!atxe


Hallo!

Worüber ihr euch auch Gedanken machen solltet, wurde das Blut richtig abgenommen? War die Probe so schnell wie möglich im Labor? Ich hab schon erlebt das Blut von einem Patienten eingeschickt wurde und die Thrombozyten sehr niedrig waren. Nachden der Patient direkt bei uns zur Blutabnahme da war, war der Thrombozytenwert normal. Die Art der Röhrchen in denen auf Thrombozyten untersucht wurde kann auch eine Rolle spielen. Manche Menschen neigen dazu und haben aufgrund des Zusatz (EDTA) in dem einen Röhrchen einen erniedrigten Thrombozytenwert. Du siehst, ein erniedrigter Thrombozytenwert kann viele Ursachen haben, die noch nicht mal krankhafter Ursache sein müssen.

Choclate :p>

xFyzh-juhxee


Bei niedrigen Thromozyten-Werten ist es besser sie aus Citrat-Blut zu bestimmen

HXarWry513


Bei niedrigen Thromozyten-Werten ist es besser sie aus Citrat-Blut zu bestimmen

Das ist prinzipiell richtig, Thrombozyten und vor allem aber die Gerinnungswerte sollten immer aus Citratblut bestimmt werden. Im Laboralltag erfolgt die Bestimmung der Thrombozytenanzahl aber meist auch zunächst aus dem üblichen EDTA-Blut. Ist der Wert niedrig und liegt der Verdacht auf eine so genannte Pseudo-Thrombozytopenie nahe, kann dieses ausgeschlossen werden, wenn im Ausstrich keine Thrombozyten-Aggregate ("Verklumpungen") gefunden werden.

Viele Grüße,

d;enabxen


eine edta-induzierte Thrombopenie wird im Normalfall durch gleichzeitige Messung im Citratblut ausgeschlossen. seltsam dass keiner der beiden ärzte drauf gekommen ist (wenn nicht die, dann wenigstens das Labor). beim ersten wert von 50000 kann es durchaus dazu kommen, dass man bei verletzungen zu sehr blutet. wichtiger wäre allerdings die tatsächliche Funktion der Thrombos zu testen.

vor allem:warum sind die Thrombos so niedrig (wenn das mit dem EDTA ausgeschlossen werden konnte.)

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