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Herzkatheter und wahrscheinliche Bypass-OP

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So das Krankenhaus hat grad angerufen, die OP ist soweit ohne Komplikationen verlaufen er hat jetzt 3 Bypässe. Das einzige was jetzt ist ist das er noch Nachblutungen hat weil sie ihm ein Blutverdünnendes mittel spritzen mussten heut morgen da sein Blut zu dick wäre. Jetzt wollt ich fragen (am Telefon erfährt man so wenig) wie Risikoreich diese Nachblutungen noch sind. Und ob es ein Fehler war seine normalen Blutverdünnenden Medikamente komplett abzusetzen 3 Tage vor der OP? Kenn mich da nicht aus.

Danke nochmal an alle !

tzhe-icasvexr


Während einer Bypass-OP werden *immer* sehr große Mengen eines gerinnungshemmenden Medikaments gespritzt(in aller Regel Heparin), weil sonst das Blut in der Herz-Lungen-Maschine gerinnen würde. Nach Abgang von der HLM wird dann ein Gegenmittel gegeben, das allerdings selber auch etwas die Gerinnung beeinflusst, so dass die Dosierung nicht ganz einfach ist. Deswegen sind Nachblutungen in den ersten Stunden nach OP nicht selten. Normalerweise wartet man ab, bis sich die Gerinnung wieder normalisiert und gibt wenn nötig die eine oder andere Blutkonserve. Nur wenn es eine erhebliche Blutung ist, so dass ein chirurgisches Problem angenommen werden muss (Größenordnung >200ml/Stunde),macht man nochmal auf, was aber in der Regel auch keine große Aktion ist. Wirklich gefährlich sind nur Blutungen innerhalb des Herzbeutels, da muss es dann manchmal ziemlich schnell gehen - aber das ist selten (und das sind in der Regel auch nicht die Blutungen, die man vorher schon erkennt - also nicht das , was Dein Vater jetzt hat). Insgesamt klingt das Statement der Klinik nicht wesentlich beunruhigend.

Grüße

CRha-xTu


Hallo, Tommy,

erst einmal: Schön, dass nun das Gröbste vorbei ist.

Nachblutungen haben die Ärzte in der Regel sehr gut im Griff, sofern sie sie sofort entdecken. Das war ja bei Deinem Vater ja der Fall. Bei meiner Mutter damals haben sie das erst entdeckt, als fast schon eine Anämie aufgetreten war, aber selbst das haben sie das dann gut gemanagt, wenn auch etwas spät.

Wenn die Ärzte gesagt haben, es sollen alle blutverdünnenden Mittel abgesetzt werden, dann ist das richtig. Wenn ich meinen Katheter gelegt bekomme, muss ich die auch absetzen. Dass dann das Blut andickte, konnten die Ärzte normalerweise nicht vorhersehen.

Wegen der Blutung würde ich mir keine Sorgen machen, das ist neben der OP nun das kleinere Problem, und die Ärzte wissen ja darüber Bescheid.

Liebe Grüsse und weiterhin alles Gute. Schön, dass Du uns auf dem Laufenden hältst.

Cha-Tu

NNadja~lein


Hy Tommy, schön dass dein Vater die OP gut überstanden hat :)*.

Mein Vater hat heute die Nachricht bekommen, dass er auch eine Bypass-OP braucht. Ich habe unheimliche Angst, will sie ihm jedoch nicht zeigen.

Schreib mal, wies euch geht.

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Hallo an alle,

so sorry war die letzte Zeit immer zwischen Arbeit und Krankenhaus am hin und her springen deswegen kann ich erst jetzt schreiben.

Mein Vater wurde bereits nach 24 Stunden von der Intensiv auf eine art Zwischenintensivstation verlegt, und heute kam er auf normale Station, die Ärzte sind sehr zufrieden mit ihm und er weiß auch schon wohin es in Reha geht. Das einzige was ihm noch Angst macht ist das er manchmal noch Herzstiche hat und ihm noch sehr der Brustbereich ansich weh tut. Er hatte jemand bei sich auf Intensiv dem es wesentlich besser ging aber ich denke das das von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein wird. Druck auf dem Herzen wie früher verspührt er nicht mehr (was ja schonmal ein gutes Zeichen zu sein scheint).

@ Nadjalein

Oh glaub mir ich kann dich sehr gut verstehen, ich hatte auch riesen Angst. Aber halt die immer wieder vor Augen wie wichtig diese OP ist und wie Routiniert diese Operation in Deutschland mittlerweile ist. Meinen Vater, und das muss man so klar sagen, hat sie definitiv das Leben gerettet. Es war wirklich knapp vorm 2. Herzinfarkt. Und halt dir immer wieder vor Augen das wenn die OP gut vorbereitet ist, Untersuchungen gemacht wurden etc. dann sinkt das Risiko. Wenn dein Vater keine anderen beschwerden hat wie Diabetis etc. dann sinkt das Risiko weiter. Natürlich spielt auch das Alter eine Rolle sowohl bei der OP als auch beim Heilungsprozess. Ich kenne viele Leute die das gemacht haben allerdings beschäftigt man sich nicht so sehr damit als wenn es einem selbst betrifft. Aber all diese Leute fahren heute wieder Fahrrad und es geht ihnen gut.

Aber ich glaub hier gibt es wesentlich bessere Leute die dich beruhigen können. Ich wünsche deinem Vater und deiner Familie alles gute das ihr die Zeit gut zusammen übersteht.

CKh=a-Tu


Tommy,

dieses Druck und Ziehen und Reissen ist GANZ normal. Es ist eher unnormal, wenn man das NICHT spürt. Das kann auch noch eine ganze zeitlang dauern, denn immerhin wurde ja das Brustbein aufgesägt.

Nadja,

Deinem Vater wünsche ich alles Gute. Dass Du Angst hast, ist ganz normal, und sicherlich wird er es auch spüren. Aber auch das ist normal. Ich finde, man braucht seine Angst auch nicht verstecken, aber man sollte versuchen, in Anwesenheit des Patienten nicht panisch zu reagieren. Mit der Angst meiner Frau konnte ich damals gut umgehen. Wäre sie aber panisch geworden, so hätte mich das auch in Panik versetzt.

Liebe Grüsse

Cha-Tu

NUadja7lei%n


Danke, ich sage meinem Vater auch, dass das heute schon ein Routineeingriff ist und dass viele viele Jahre mit einem Bypass leben. In mir drinnen siehts natürlich anders aus.

Tommy, schön dass bei euch alles perfekt gelaufen ist.

Alles Gute für euch

von Herzen

Nadja

B"enji868


Hi, ne bypassoperation ist ja im gerunde genommen "ungefährlicher"als n herzkatheter,

da der katheter ja durch die ganzen adern geschoben wird und man dort keine verletzungen spürt ,sodas dieses zu unbemerkten blutungen führen kann.

Leider hat der bypass den unangenehmen teil das das brustbein durchtrennt wird und der heilungsprozess länger ist.

Lernt man in der reha nach dem Herzinfakt.

Persöhnlich habe ich nur n Stent gesetzt bekommen.

gruss

N|adj/aleixn


Benji, bist du Jahrgang 68 und hattest du einen Infarkt?

BKiaHn)c/abjella


Hey Thommy, was gibts neues von deinem Vater ???

Bsenj;i68


Hi nadjalein,

hatte meinen infarkt mit 37,vor 2 3/4 jahren, volles programm.

H{en8n[es_x82


Hy Tommy!

Es ist jetzt schon ein Paar Jahre her wo Dein Vater die Op hatte aber ich würde gerne wissen, wie er alles überstanden hat, wie es ihm geht und ob es irgendwelche folgenschäden gegeben hat?

mein Vater wird am Montag nach Köln verlegt und am Dienstag hat er die Bypass Op obwohl ich viel über eine solche Op gelesen habe, haben alle große Angst.......

lg

Pierre

Cxha-Txu


Hallo, Hennes,

das kann ich gut verstehen. Immerhin wird da der ganze Brustkorb geöffnet und allein dieser Gedanke macht schon grosse Angst, sowohl für Angehörige als auch für den Patienten.

Aber die Bypass-Operation ist heute eine so oft angewandte Operation, dass die Ärzte sehr viel Routine darin haben. Ich weiss, dass das jetzt erst einmal nicht tröstet...

Wird er an der Kölner Uniklinik operiert? Falls ja, dann ist er dort in guten Händen. Das Herzzentrum unter Professor Wahlers hat einen sehr guten Ruf.

Alles Gute für Deinen Vater!

Cha-Tu

H]ehnnesx_82


Danke!

Ja er wird an der Kölner Uniklinik operiert.....

habe auch schon gelesen das die klinik einen sehr guten Ruf hat!

Morgen früh ist es dann soweit, hoffe das alles gut geht.

zur Zeit läuft es irgendwie alles schei...

mein Bruder kam letzte woche Dienstag mit einem verdacht auf einen Schlaganfall ins Krankenhaus dieser hat sich aber Gottseidank nicht bestätigt er kommt aber morgen raus,meine Freundin lag auch letzte Woche mit einem Hörsturtz im Krankenhaus das wird mir alles zu viel.....

die letzte Zeit bin ich nur noch in Krankenhäuser gewesen.....

naja es kann ja nur noch besser werden..

Daumen Drücken!

Pierre

C9ha-JTu


Ich drücke... Kannst Dich ja morgen oder die nächsten Tage mal melden...

Lieben Gruss

Cha-Tu

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