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Kann man zu viel Hämoglobin haben?

aaddh1


Ich gehe auch davon aus, daß der Wert nicht stimmt. Sie sollte das allerdings sehr schnell abklären.

a\ddx1


Hast du das ganze jetzt endlich abgeklärt?

H"ansAelinxe


Hey hey hey, nicht drängeln... bekanntlich hat man ja alle 2 Wochen einen Vorsorgetermin, und der muß erstmal wieder sein.

Nun habe ich aber der Hebamme mal den Mutterpaß mit den Werten gezeigt, und diese hat mir folgende Information gegeben:

Ein Hämoglobinwert von 20,x ist keinesfalls tödlich oder krankhaft. DIE MEISTEN Frauen haben zwar was zwischen 12 und 16, aber man kann (als gesunde Frau) bis auf 25 kommen. Das einzige, was sie komisch findet, ist, daß der Wert im Verlauf der Schwangerschaft gestiegen ist, das hat sie bisher noch nicht erlebt und meint DESWEGEN (und nicht weil der Wert an sich irgendwie schlimm oder gefährlich wäre), daß ich bei der nächsten Untersuchung mal nachfragen soll, ob das stimmen kann.

Des weiteren habe ich mich belesen und möchte darauf hinweisen, daß man einen hohen Hämoglobinwert nicht gleichsetzen darf mit den häufigen Ursachen für so hohe Werte. Die Ursache ist sehr häufig Sauerstoffmangel, z.B. durch Rauchen oder durch bestimmte Herzprobleme - und das ist natürlich dann krankhaft. Ich rauche nicht, und für Herz- oder Lungenkrankheiten gab es bisher nie irgendwelche Anzeichen. Krankhafte Ursachen sind also extrem unwahrscheinlich.

Um ein Beispiel zu nennen: Da konnte man lesen, daß herausgefunden worden sei, daß ein hoher Hämoglobinwert das Risiko von Totgeburten erheblich steigere. Naja, fraglich, ob es am Hämoglobin selbst liegt - wenn man bedenkt, daß Rauchen eben eine häufige Ursache ist und daß Rauchen aber auch zu vorzeitiger Plazentaalterung führt (und wenn dann außerdem noch Sauerstoffmangel herrscht UND das Blut vielleicht nicht ganz so dünn ist...)

Also Fazit: Es kann schon sein, daß der Wert stimmt, und die Frage ist dann bloß, wie ich mich jetzt verhalten sollte (sicher nicht auch noch Eisen einnehmen). Bitte Geduld bis Donnerstag (oder später, denn ich muß dann erstmal wieder an einen Computer rankommen).

HCatnAse*line


Ach ja: Auch wenn es mich nun interessieren würde, was EPO ist (Übersetzung bitte): Mir wurde natürlich weder etwas gespritzt noch in anderer Form verabreicht, das würde ich mir auch ohne gründliche Vorinformation strengstens verbitten.

SQidh@arxta


EPO:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Erythropoetin]]

H#anse9lixne


Wie gesagt, ich wollte nicht etwas über mögliche URSACHEN wissen, sondern über mögliche FOLGEN.

[Bezieht sich auf zwischenzeitlich gelöschte Beiträge]

Offenbar gibt es keine. Um so besser. Ich werde jetzt den Teufel tun und mich trotz überdurchschnittlich gutem Allgemeinbefinden panisch auf die Suche nach Krankheiten machen, das war nicht der Sinn meiner Frage.

a,g@nexs


@ add:

Du hast mit Deiner Epo-Theorie schonmal so wunderschön danebengeschossen, nun verschreck das Mädel nicht mit Deinen Krebstheorien

hast Du eigentlich irgendwelche praktische Erfahrung mit den Sachen, die Du hier so gelehrt von Dir gibst? wann hast Du im RL den letzten EPO-produzierenden Tumor diagnostiziert? In Deiner Liste ist z.B. die häufigste Ursache einer EPO-Überproduktion, die mir so regelmäßig über den Weg läuft, gar nicht drin

ohne KONTEXT sollte man Leuten nicht irgendwelches Buchwissen aufschwatzen, und Kontext und Erfahrung scheinen bei Dir etwas zu fehlen

das Hb von 20 ist hoher Wahrscheinlichkeit ein Meß- oder Schreibfehler, common things are common

aognexs


@ hanseline:

EPO spritzt Dir keiner aus Spaß, 1. hat es ene begrenzte Indikation und 2. ist es teuer

H0anselixne


Ich war auch nicht geneigt, das zu glauben!;-)

bJudzdl2eia


@ Hanseline,

gut, dass du gelassen an das Ganze herangehst.

Spekulieren kann man viel, wie oben schon mehrfach, wäre ja auch der Hämatokrit wichtig (wäre das Verhältnis von Zellbestandteilen zu Flüssigkeit).

Ich werde jetzt den Teufel tun und mich trotz überdurchschnittlich gutem Allgemeinbefinden panisch auf die Suche nach Krankheiten machen, das war nicht der Sinn meiner Frage.

Genau.

Alle Gute, :)*

H$anKse@linxe


Also hier jetzt die "Auflösung":

Ich habe die Ärztin nochmal eindringlich befragt. Ergebnis: Es gibt keinen Grund anzunehmen, daß falsch gemessen wurde. 20 ist ein völlig "gesunder" Wert (auch wenn er über dem Durchschnitt liegt - aber überdurchschnittlich heißt ja nicht unbedingt SCHLECHTER als der Durchschnitt). Der Anstieg ist keineswegs besorgniserregend, sondern erfreulich. Daß er so sprunghaft erscheint, liegt höchstwahrscheinlich daran, daß die Untersuchung morgens stattfand und ich wohl an dem Tag noch nichts oder nur wenig getrunken hatte.

Also bitte entspannt zurücklehnen und danke für eure Antworten - zumindest wurde ich ermutigt, nochmal nachzufragen.

HRa7rrUy541T3


Nun ja, selbst wenn Du etwas wenig getrunken hattest, wird der HB-Wert nicht gleich um mehrere g/dl ansteigen...dann müßtest Du ja schon völlig dehydriert gewesen sein, so dass ganz andere Symptome auftreten würden. Der Unterschied zwischen einer HB-Bestimmung am Morgen oder später am Tag mag vielleicht höchstens bei 0,5 g/dl liegen. Flüssigkeitsmangel allein ist daher sicher keine hinreichende Erklärung. Normalerweise fällt der HB-Wert während einer Schwangerschaft eher ab, dass er bei Dir ohne weiteres Dazutun so rasant gestiegen ist, grenzt schon an ein kleines medizinisches Wunder. Da wir die anderen "roten" Blutbildwerte (HK, ERYS, MCV, MCH, FERR, FE) aber nicht kennen, kann man dazu nicht viel sagen. Da Deine Ärztin dem Ganzen aber keine große Bedeutung beizumessen scheint, kennt sie diese entweder nicht oder es gibt tatsächlich keine.

aaddO1


Harry, ich nehme an, du willst damit sagen, daß die Ärztin die Grenzen nicht kennt und/oder zu sorglos damit umgeht, da es ja sicher ist, daß es Grenzen gibt. Habe ich das so richtig verstanden?

H[arrxy513


Nun, der obere Referenzwert ist ja nicht geringfügig überschritten, sondern mit 25% immerhin recht deutlich. Außerdem entspricht diese Entwicklung während einer Schwangerschaft nicht der Tendenz, die man vermuten würde. Diesen Umstand dann ohne weitere Abklärung einfach als "erfreulich" zu bewerten, halte ich für recht gewagt. Wozu brauchen wir dann noch Referenzwerte? Aber vielleicht handelt es sich ja hier wirklich um einen medizinischen Ausnahmefall...wer weiß?

a/dd 1


Harry, ich sehe, daß genauso wie du. Allerdings glaube ich, daß ihre Ärztin einen Doktortitel in Medizin hat. Nicht umsonst bekommen ja weibliche Langläuferinnen ab 16 g/dl eine Schutzsperre und das sind ja wohlgemerkt Spitzenathletinnen. Wenn bei einer schwangeren Frau, der Hämoglobinwert um 8 g/dl ansteigt, obwohl er eigentlich fallen sollte, dann sollten schon bei dem behandelten Arzt die Alarmglocken leuten und es sollten dringend weitere Nachforschungen angestellt werden. Das ist wenigstens meine Meinung, aber habe natürlich keinen Doktortitel in Medizin.

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