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Kann man zu viel Hämoglobin haben?

H2akrry5x13


@ add1

Ich habe auch keinen Doktortitel in Medizin. Ich will auch gar nicht unbedingt die Kompetenz der Ärztin in Frage stellen. Schuld an der ganzen Misere ist m.E. eher das Gesundheitssystem als Ganzes. Die Ärztin wird vermutlich schon wissen, was sich alles hinter einem erhöhten HB-Wert verbergen könnte, da ihr Budget aber weitere Untersuchungen zur diagnostischen Abklärung nicht zulassen, wischt sie jegliche Bedenken sowie unbequeme Nachfragen erst einmal vom Tisch...schließlich geht es dem Patienten ja gut, so dass dieser den Aussagen seines Arztes vertraut und zunächst mal keinen Verdacht schöpft, es könne etwas nicht stimmen. Was ist denn schon ein auffälliger Laborwert? Erfreulich eben, wie die Ärztin sagt! Mit zunehmendem Kostendruck im Gesundheitswesen kommt diese Irreführung zumindest bei unbedarften Kassenpatienten immer häufiger vor. Ich habe da leider selbst ein paar üble Dinge erlebt, die ich niemandem wünsche!

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SUBJEKTIV geht es der Patientin im MOMENT gut. Aber ob das so bleiben muß >:(

Heaanse^line


jaja, subjektiv geht´s mir gut, aber objektiv wurde ich vorgestern beerdigt... {:(

Also zunächst mal: Es waren ZWEI Ärztinnen UND eine Hebamme, die unabhängig voneinander nichts Schlimmes an dem Wert fanden. Zweitens, auf meine Frauenärztin wären keine Kosten zugekommen, denn sie hätte mich für entsprechende Untersuchungen ja wohl an einen Spezialisten oder wenigstens Allgemeinarzt überwiesen, nicht wahr?

Drittens bin ich keine Patientin (patiens=leidend, ich leide aber nicht, ich bin nur schwanger. Daher werde ich auch nicht behandelt, sondern gehe einfach nur zu Kontrolluntersuchungen).

Viertens ist es einfach Quatsch zu behaupten, daß während einer Schwangerschaft der Hämoglobinwert sinken "sollte". Er TUT es häufig, aber er SOLL es nicht - deswegen müssen die meisten Schwangeren ja auch Eisen einnehmen. Statt dessen kann man sich auch entsprechend ernähren, bei vielen Schwangeren ist die Ernährungssituation aber sehr, sehr schlecht (erst Übergeben, dann Heißhungerattacken, Süßigkeiten...), so daß der Körper sich nicht auf die notwendige (!!!) vermehrte Blutproduktion einstellen kann.

Und schließlich und endlich gehe ich davon aus, daß "12-16" nicht die Werte sind, die man braucht, um gesund zu sein, sondern schlichtweg die mittleren 50%. Warum sollte ein Mann auch mehr Hämoglobin "verkraften" können als eine Frau? Denn gemessen wird ja nicht die Gesamtmenge, sondern die Dichte, d.h. Faktoren wie Größe und Gewicht können keine Rolle spielen.

Denkt also bitte nochmal gründlich drüber nach, bevor ihr gesunde Menschen für todkrank erklärt (man stelle sich vor, ich wäre nur etwas leichter zu beeindrucken, dann wäre ich jetzt vielleicht wirklich krank geworden, aber vor Panik).

Nun gut, das soll mich lehren, medizinische Fragen in Internetforen zu stellen - das war ganz sicher das letzte Mal.

H;a/nAselxine


Letzte Bemerkung von mir:

Wenn "mein Blut wie Brei" wäre, dann wäre es wohl kaum möglich, daß die Blutversorgung meines Kindes optimal funktioniert, was sie nachweislich aber tut. Schon deswegen ist es kaum denkbar, daß ich dann nicht besonders beobachtet und behandelt würde. Ich will ja nicht angeben, aber bisher waren ALLE Werte, die bei Schwangeren regelmäßig festgestellt wären, bei mir optimal und damit besser als "normal" (typischer Satz: "Das ist ja bei Ihnen so, wie es im Lehrbuch steht, wie man es aber nie wirklich sieht!").

Meine ursprüngliche Frage entsprang daher reinem Wissensdrang und nicht irgendeiner Besorgnis. "Wer gesünder ist als der Durchschnitt, ist per definitionem krank" ist eine komische Einstellung. Viel Spaß damit noch.

HaaRnselinxe


wären=werden.

H`arrMy51x3


Meine ursprüngliche Frage entsprang daher reinem Wissensdrang und nicht irgendeiner Besorgnis. "Wer gesünder ist als der Durchschnitt, ist per definitionem krank" ist eine komische Einstellung. Viel Spaß damit noch.

Wenn ich mich recht erinnere, war Deine ursprüngliche Frage, ob der HB-Wert (bei einem ansonsten gesunden Menschen) auch zu hoch sein kann. Die Antwort auf diese Frage lautete: Ja, er kann unter Umständen zu hoch sein, weil infolge einer langfristig erhöhten Blutviskosität evtl. Folgeerkrankungen insbesondere an den Gefäße und am Herzen auftreten können. Maßstab hierfür ist aber eher der Hämatokrit-Wert, den Du uns leider vorenthalten hast. Da diese Werte aber nicht unabhängig voneinander zu sehen sind, wird bei hohem HB-Wert auch ein hoher HK-Wert zu erwarten sein.

Das ist also die eine Geschichte, nämlich die möglichen Folgen eines langfristig (stark) erhöhten HB-Wertes. Zu den Ursachen (die Dich ja auch eigentlich gar nicht so sehr interessieren) kann man sowieso nicht viel sagen, da dazu eine Reihe weiterer Laborwerte notwendig wäre.

Prinzipiell kann ein erhöhter HB-Wert kann auf dreierlei Weise zustande kommen:

1.) Die roten Blutkörperchen enthalten eine zu hohe HB-Konzentration (hyperchrome Erythrozyten);

2.) Die roten Blutkörperchen sind zu groß und haben demzufolge insgesamt zu viel Hämoglobin geladen (makrozytäre Erythrozyten);

3.) Es sind zu viele rote Blutkörperchen vorhanden (Globulie);

Insbesondere die Ursachen 2.) und 3.) können (nicht müssen!) auch Krankheitswert besitzen. Da der HB-Wert im Gegensatz zu den anderen beiden Blutzellreihen eher träge reagiert und normalerweise selbst bei FE-Substitution nicht sprunghaft ansteigt, habe ich lediglich angeregt, das evtl. mal abklären zu lassen oder zumindest die Entwicklung im Auge zu behalten. Wenn Du schon seit Ewigkeiten diesen Wert von um die 20 g/dl gehabt hättest, hätte ich auch gesagt, okay...das ist dann eben ihr natürlicher Referenzwert...kein Mensch ist gleich! Es ist vor allem diese sprunghafte Entwicklung von 11 auf 20 g/dl, die mich etwas stutzig gemacht hat. Ich will und wollte damit ganz sicher keine Panik verbreiten...es liegt mir fern, Dich als "todkrank" hinzustellen.

Allerdings verstehe ich nicht ganz, wieso Du annimmst, dass ein möglichst hoher HB-Wert ein Zeichen besonderer Gesundheit sei. Jemand, der deutlich zu viele Leukozyten oder Thrombozyten im Blut hat, würde doch auch nicht von sich behaupten, er sei "gesünder als der Durchschnitt". Das gleiche gilt übrigens auch für Eisen...(sehr) viel zu viel davon, ist sogar äußerst schädlich. Menschen, die viele Bluttransfusionen bekommen, können ein Lied davon singen...bei ihnen muss das Eisen mühsam wieder aus der Leber entfernt werden. Es ist also nicht immer so, dass viel auch viel hilft. Das war mein abschließender Beitrag zu diesem Thema!

Hrans_elixne


Ja, er kann unter Umständen zu hoch sein, weil infolge einer langfristig erhöhten Blutviskosität evtl. Folgeerkrankungen insbesondere an den Gefäße und am Herzen auftreten können. Maßstab hierfür ist aber eher der Hämatokrit-Wert,

Na das ist doch endlich mal eine Antwort. :)^

Den Hämatokritwert hätte ich gerne verraten, wenn ich ihn denn wüßte. Nun kann ich aber schlecht zum Arzt gehen und sagen "Messense mal, ich bin neugierig!".

Allerdings verstehe ich nicht ganz, wieso Du annimmst, dass ein möglichst hoher HB-Wert ein Zeichen besonderer Gesundheit sei.

Das wollte ich nicht zum Ausdruck bringen. Ich wollte vielmehr sagen, daß ein UNGEWÖHNLICHER Wert (ganz allgemein!), also ein über- oder unterdurchschnittlicher Wert an diesem oder jenem nicht zwangsläufig ein außerdurchschnittlich schlechter Wert sein MUß, sondern auch ein außergewöhnlich guter Wert sein KANN (oder es kann auch einfach weder besonders gut noch besonders schlecht sein, sondern für sich genommen neutral).

Außergewöhnlich gesund BIN ich, ganz einfach verglichen mit sehr vielen anderen Hochschwangeren: Ödeme, Krampfadern, Diabetes, Bluthochdruck, vorzeitige Wehen, Stimmungsschwankungen usw. usw. habe ich alles nicht (seit wir eine neue Matratze haben, noch nicht mal mehr Rückenschmerzen) und alles, was an mir und an dem Kind gemessen wurde (mal abgesehen vom Hämoglobin), war nicht nur o.k., sondern eben außergewöhnlich gut. Das legt den Verdacht auf irgendeine (dann auch noch ernsthafte) Krankheit nicht gerade nahe. So meinte ich das.

Ein Sprung nicht von 11 auf 20 und von heute auf morgen, sondern in einem Dreivierteljahr von 12,x auf 20. Das nimmt sich vielleicht weniger dramatisch aus und die Ursache ist vermutlich eine Veränderung in der Ernährung, die ich jetzt hier aber nicht thematisieren wollte, weil das von meiner Frage abgelenkt hätte. Aber: Hätte ich gesagt "ich habe Eisentabletten genommen", dann hättet ihr doch wahrscheinlich nicht so ein Drama daraus gemacht, oder? Höchstens hätte ich den Rat bekommen, die Tabletten abzusetzen (ich nehme aber keine).

Naja, also soviel zur Klärung des Mißverständnisses. Danke für die Antwort. *:)

aYgnexs


Der Gehalt des Gesamtkörperwassers steigt im Verlauf der Schwangerschaft um etwa 8 Liter an, wobei der größte Teil des mütterlichen Wasserzugewinns auf den Extrazellulärraum entfällt. Auch das Plasmavolumen steigt während der Schwangerschaft, sodass sich das Blutvolumen gegen Ende der Schwangerschaft nahezu verdoppelt. Das Plasmavolumen nimmt um 1250 bis 1500 Milliliter zu, wobei der Maximalwert ungefähr in der 34. Schwangerschaftswoche erreicht wird. Die Flüssigkeitsmenge in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten) steigt dagegen nur durchschnittlich um 320 Milliliter an. Infolge dessen kommt es zu einer Verminderung der roten Blutkörperchen, der Hämaglobinkonzentration sowie der Zähigkeit des Blutes (Hämatokrit) [1]. Das Blut wird auf diese Weise verdünnt, wodurch sich dessen Fließeigenschaften verbessern und die Plazenta optimal durchblutet werden kann [1].

der Hb nimmt in der Schwangerschft nicht nur bei suboptimaler Ernährung ab

[[http://www.gesundheits-lexikon.com/Schwangerschaft-Stillphase/Stoffwechsel-und-Schwangerschaft/]]

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Eigentlich hätte er leicht fallen sollen, er ist aber extrem gestiegen. Ganz bestimmt nicht normal, das deutet eher auf etwas krankhaftes hin, das abgkärt hätte werden müssen (Die Einstellung der Ärztin kann ich überhaupt nicht verstehen).

Achtung: Das war nur die Meinung eines sehr kranken Mannes, der keinen Doktortitel in Medizin besitzt!

HdansZe:linxe


Ich sag es noch mal: Daß überall steht "der Wert nimmt ab", liegt nicht daran, daß ein Abnehmen etwa wünschenswert wäre und ein Gleichbleiben oder Anstieg daher irgendwie krankhaft wäre - es steht nur deswegen überall so, weil es eben sehr häufig der Fall ist. Keineswegs immer. DAMIT das NICHT passiert, nehmen die meisten Schwangeren Eisen ein - es gilt also gerade NICHT als wünschenswert, sondern ist etwas, das häufig passiert, obwohl es NICHT passieren SOLL (genau wie Wassereinlagerungen übrigens). Zufällig weiß ich, daß ich nicht die einzige Schwangere bin, bei der dieses häufige Problem (!) nicht aufgetreten ist. Und "trotzdem" war meine Plazenta die ganze Zeit optimal durchblutet (das haben drei verschiedene Ärztinnen unanhängig voneinander festgestellt und sind angesichts der idealen Durchblutung alle drei sozusagen in Freudenschreie ausgebrochen. Es war also nicht "geht gerade noch", sondern wirklich ideal).

Ich hatte mich aber in dem fraglichen Zeitraum extrem eisenreich ernährt (das geht nicht nur mit Pillen in weit überdurchschnittlichem Maß und war von mir nicht in diesem Maße beabsichtigt). Dies habe ich seit einigen Wochen wieder eingestellt. Und siehe da, der Wert ist wieder ganz "normal" bei 13,6. Also nochmal tief ausatmen bitte. Es lag wohl an der Kombination: "ungewöhnliche Ernährungsweise" + "vor Blutabnahme nichts getrunken". Somit hat die Ursachenforschung dann wohl endlich ein Ende.

Hypochondrismus ist übrigens auch eine Krankheit.

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