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Erst ES,jetzt wiederholt Vorhofflimmern.Wie gehts weiter?

bXlomb;erxg hat die Diskussion gestartet


Vor ca. 8 Jahren wurde erhöhter Blutdruck festgestellt (durchschn. 160 / 100) und mit Betablocker (Nebilet) und Blopress eingestellt (jetzt normal 135 / 85). Das blieb ohne weitere Einschränkungen bis vor 5 Jahren sich vereinzelte ES einstellten, die anfänglich zwar störten, aber auch aufgrund der ärztl. Hinweise nicht weiter beunruhigend waren.

Später kamen Extraschläge (der Hausarzt nannte das Kanonenschlag - keine Ahnung ob aus Spass oder ob das ein med. Ausdruck ist) dazu, die mir im augenblick die Luft geraubt haben und den ganzen Brustkorb erbeben ließen.

Dann - seit ca. 3 Jahren - habe ich Rythmusstörungen vor allem in Stresssituationen, im Urlaub und manchmal nach Alkoholgenuss, die über Stunden, dann auch über 1-2 Tage gingen. Auch hier die ärztl. Aussage, macht nix - haben viele, die merken es u.U. gar nicht - bringt Dich nicht um!

Über den Sommer kamen plötzlich häufig unvermittelt heftige Schweißausbrüche dazu, innerhalb von 30 Sekunden war ich wie geduscht.

Vor vier Wochen das erst mal heftiges Vorhofflimmern, das mir 48 Stunden Wachstation einbrachte und die ärztl. Aussage - macht nix, bringt Dich nicht um, das Herz ist allg. in Ordnung (Keine Infarkte!). Es könne wohl vom "Sympatikus" kommen oder einer sonstigen Reizleitungsstörung, aber ich solle mich zunächst darauf einstellen, damit zu leben, das kann immer wieder kommen (kam auch nach 2 Wochen wieder).

Effekt ist jetzt natürlich, dass ich bei ES sofort in mich reinhöre aus lauter Angst, gleich gehts wieder ab. Ich habe hier gelesen, dass bei Vorhofflimmern bei einigen die "Leistungsfähigleit um 50 % abnimmt".

Bei mir ist das anders - ich bin dann praktisch bar jeder körperl. Bewegungsfähigkeit - sofortige Schweissausbrüche, ständiger Harndrang, Atemnot, starker Husten - allerdings sind die 20 m zum Klo kaum zu schaffen, da durch die wenigen Schritte das Herz so ins rasen kommt, das mir schon die Beine weggegangen sind. Bei Vorhofflimmern bin ich absolut Bewegungsunfähig!

Auffalend ist, das die Rythmusstörungen sehr oft nach einer Mahlzeit einsetzen, ich bei RS häufig Blähungen bekomme, manchmal auch plötzlich einsetzenden - aber einmaligen -Durchfall.

Gastromäßig bin ich gecheckt, außer einem "Reizmagen" ist nichts.

Ernährung versuche ich "leicht zu halten", Alkohol und Cafe bis auf wenige ausnahmen eingeschränkt, Gewicht 96 kg bei 1,93 m ist auch o.k. bei Mitte 40.

Stress begleitet mich insofern, als das ich eine bundesweit arbeitende Firma leite mit 5 Büros quer über die Republik, d.h. ich muß viel fliegen bzw. reisen und habe aber die letzten Jahre reduzieren können von eine 60-70 Stunden Woche auf jetzt 40 - 50, was eigentlich normal ist.

Blutfette sind fies hoch (Cholesterin zwischen 260 - 340) ist aber wohl vererbt, weil das alle in der Familie haben.

Psychisch gabs auch den einen oder anderen Nackenschlag, bin aber seit 6 jahren regelmäßig in Therapie und fühle mich in der Hinsicht absolut o.k.

Jetzt schleicht sich also doch die Angst ein, wie das weitergeht. Kommt diese Vorhofflimmern irgendwann so häufig wie anfänglich die ES? Bleiben die Sympthome so heftig wie jetzt? Muß ich mich wirklich damit abfinden, das den Rest meines Lebens mitzuschleppen oder kann ich doch etwas konkret unternehmen.

Und natürlich möchte ich nicht, dass sich aus dem Vorhofflimmern irgendwann ein Kammerflimmern entwickelt - ich hab noch 3 Kinder weiter ins Leben zu begleiten.

Abgesehen davon leb ich auch verdammt gern!

Bin für Tips oder Erfahrungsberichte dankbar - muß lernen damit umzugehen!

Antworten
Lnindenblvüte x01


Hallo Blomberg,

um an mehr Infos über VHF/ES/Herzrasen zu kommen empfehle ich dir den Faden [[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/290119/]] dort werden auch die von Dir beschriebenen Magen/Darm Probleme genannt. Es ist zwar etwas langatmig aber es gibt gute Ansätze darin.

Auch bei mir treten unangenehme ES meistens in Zusammenhang mit Blähungen/Durchfall auf. Bei mir scheint der Auslöser sehr mit Geschmacksverstärkern zusammenzuhängen. Auch Histamin habe ich im Verdacht aber so richtig bestätigt hat es sich noch nicht. Andere Lösungsansätze sind auch die Schilddrüse gründlich überprüfen zu lassen beim Spezialisten. Ansonsten kann ich dir bei VHF Attacken raten eiskaltes Wasser trinken, tief in die Hocke gehen oder tief in den Bauch pressen (wie auf der Toi :=o).

L/inden;blüt)e 01


Hab noch vergessen zu erwähnen Magnesium & eventuell Kalium helfen auch - wenigstens bei mir :)z

bWlom1bexrg


Liebe Lindenblüte,

vielen Dank für Deine Hinweise :)^. Mit Geschmacksverstärkern meinst Du eine allerg. Reaktion auf Glutamin o.ä.?

Die geschilderten ersten Gegenmaßnahmen helfen bei mir manchnmal auch ganz gut bei normalen Rythmusstörungen, bei absoluter Arrythmie hilft leider gar nichts - bislang. Magnesium hab ich auch probiert, Kalium werde ich auf jeden Fall probieren!

Sind Deine VHF-Attacken auch so massiv wie von mir beschrieben oder eher als Einschränkung der allg. Leistungsfähigkeit zu bezeichnen?

L2indehnblüt!e 0x1


Hallo Blomberg,

zum Thema Geschmacksverstärker würde ich nicht von einer Allergie sprechen sondern eher von einer Unverträglichkeit. Eine Allergie löst normalerweise sofort die Symptome aus. Bei der Unverträglichkeit dauert es meistens länger und man kann auch kleine Mengen davon essen ohne Symptome zu zeigen. Mit Geschmacksvertärkern meine ich Glutamate. Die sind enthalten in so ziemlich allen Tütensuppen/Soßen etc. aber auch im Chinarestaurant wird mit enorm viel GS gekocht. Auch sind sie in Wurstwaren versteckt .......leider ist die Liste der Lebensmittel mit GS ziemlich lang

Das VHF äußerte sich bei mir fast genauso wie bei Dir: Totale Luftnot schon nach wenigen Schritten, kurz vorm Ohnmachtsanfall und auch wie bei Dir bin ich erstmal im Krankenhaus auf der Intensivstation gelandet. Alle Untersuchungen am Herzen, Schilddrüse etc. waren o.B. Im Gegensatz zu Dir war das aber ein bis jetzt einmaliger Vorfall. Nach der Entlassung hab ich 8 Monate BetaBlocker genommen - zu Anfang hab ich noch gemerkt, dass die Gefahr besteht erneut einen VHF Anfall zu bekommen - es ging aber immer besser bis auf die lästigen ES. Seit 2.5 Monaten nehme ich jetzt gar keine Medikamente mehr - ]:D auf eigenes Risiko (Nebenwirkungen haben mich geschafft) - jetzt nehm ich nur noch das Magnesium & Kalium von der Drogerie und versuche eben besagte GS so weit wie möglich zu vermeiden.

buloCmber&g


Hallo Lindenblüte,

danke für Deine Zeit und Deine Tips @:). Betablocker absetzen klingt natürlich verlockend, ich nehm die nicht wegen der erstklassigen Geschmackskomponenten. Ich vermute aber, dass bei Dir kein begleitender Bluthochdruck einhergeht?

Glutamate verhindern fällt mir nicht schwer, ich koche am liebsten selbst und frisch. Hoffnung gibt mir, dass die VHF - Vorfälle bei Dir seither ausgeblieben sind, ich muss mich also nicht zwangsläufig auf den Rest meines Lebens mit VHF einstellen??!!;-D

Weißt Du mehr über VHF durch Reizleitungsstörungen? Aus der hier im Forum befindlichen Korrespondenz lässt sich häufig erkennen, dass wohl durch eine Nervenkappung vielen Leuten geholfen werden konnte. Ich hab aber bislang nichts entdeckt, wie entdeckt werden kann, wann Nerven / Reizleitungsstörungen dafür verantwortlich sind.

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