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Kostenübernahme von Alvesco/ Cortison- Spray

kTaron]ik hat die Diskussion gestartet


Hallo,

hat hier schon wer Erfahrungen gemacht/ Tipps mit der Kostenübernahme von Alvesco/ Cortison- Spray gegen Asthma ??? Hab da ein Problem:

Also, ich habe allergisches Asthma. Seit ca. 1995 weiß ich darum. Zuvor war ich des öfteren mit Bronchitis/ bösem Husten krank geschrieben, hatte auch schon in der Schule mit 12 Jaren (30 Jahre her :-( Sportbefreiuung wegen bronchialem Asthma). Dann hab ich mich beim Lungenarzt untersuchen lassen, auch wegen Allergien (nach Zeitungsartikel, kein Hinweis vom Arzt >:(), und - BINGO: Allergie gegen Frühblüher (Bäume/ Gräser) sowie gegen Katzenhaare und Hausstaubmilben. Bekam erstmals Medis dagegen. Die bestanden in Budi- Air (2 Mal täglich, langfristig) sowie Salbutamol (bei Bedarf).

Nachdem ich mich damals belesen hatte, hatte ich eigentlich alles "gut im Griff", sprich, eine Dose Salbutamol reichte ca. 5 (!!!) Jahre. Sorgte halt dafür, dass wenig Kontakt mit Tieren (wenn, dann brauchte ich das Salbutamol) und tauschte SÄMTLICHE Federbetten/ Kissen aus, also alles war im grünen Bereich...

Nun habe ich seit ca. September 2007 Bludruckprobleme... und muss dagegen auch so verschiedene "giftige" Medis einnehmen. Ramipril vetrug ich nicht, also bekam ich Votum, sowie seit März 2008 noch nen Betablocker dazu, seither nahmen meine Asthma- Probleme wieder extrem zu, sprich, 2 Dosen Salbutamol in nur einem Monat... dennoch wenig Luft. Auch das Budi- Air nahm ich nun wieder regelmäßig. Neben akuten Atemwegsbeschwerden wurde ich nun extrem heiser, also, wirklich extrem, Singen ging sowieso gar nicht mehr, auch fragte jeder- hej, du bist ja heiser, bist du krank/ naja, du bist ja wohl krank, in spätestens 2 Tagen bist du wohl krank geschrieben... na klasse... naja, Sprechen ging eben nur noch mit extremer Kraftanstrengung, habe aber eine "Sprechberuf"...

Als die Stimm- Probleme auch im JUli in den Schulferien nicht vorbei waren (wo ich kaum noch sprechen musste), suchte ich zunächst die HNO- Ärztin auf, die feststellte, dass mein Kehlkopf wohl Flecken hätte, ob ich denn nen Blutverdünner nähme... darauf ich zum Hausarzt (hatte hier im Forum nachgefragt zuvor, wo mir gesagt wurde, bei Asthma sei Beta- Blocker "No- Go"), und bat um Absetzung des Betablockers und des Votums. Machte der auch sofort (bekomme nun Amlopidin und HCT). Aber die Heiserkeit ging nicht weg.

Jaaa, und außerdem verwies mich mein HA wiederum an den Lungenarzt...

Der erklärte mir (Ende September), die Heiserkeit käme von dem Cortison- Spray (Budi- Air), das eben halt dazu führen könne, dass Cortison im Rachenbereich abgelagert würde, wodurch ich heiser würde. Und er hätte da noch was anderes. Alvesco- Spray, das sich eben erst unten auflöse. Er gab mir ne kostenlose Probepackung mit.

Ehrlich gesagt, ich hab ihm nicht so recht geglaubt...

ABER: Innerhalb 1- 2 Wochen war ich die Heiserkeit völlig los, Höhepunkt war, dass ich nun nicht nur wieder "normal" sprechen konnte, sondern sogar wieder richtig singen konnte, schnauf- das war ein tolles Gefühl! Alles ging/ geht.

Nun hatte ich meinen Folgetermin, und der Doc hatte keine Probepackungen mehr da. Meinte, die KK würden die Zahlung eben nicht vollständig übernehmen, 40 Euro müssten in der regel dazugezahlt werden. Er schrieb mir nun was anderes auf (ähnlich dem Budi- Air), auch zusätzlich nen Zerstäuber (wo auch wieder die KK gefragt werden muss...), die Apo bestellt es, aber ich habe einfach Angst... und es leuchtet mir nicht ein, warum die KK das Alvesco nicht übernimmt... denn- mit dem Budi- Air war ich praktisch arbeitsunfähig (hab mich aber doch immer heiser hingeschleppt), auch sehr anfällig gegen andere Atemwegserkrankungen (DANN war ich auch krank geschrieben, ständig Bronchitis etc..., so einmal im Monat), der HNO- Arzt kostet ja auch...

Außerdem mag ich das nicht einfach so hinnehmen.

WENN denn die Erfahrung besteht, dass ich bei anderen Sprays so arg reagiere, dann sind doch (abgesehen von meinem eigenen Lebenskomfort) die Folgen viel kostenspieliger/ extremer!!!

Gibt es hier Erfahrungen ???

Was müsste ich tun, wie begründen, um als "Einzelfallentscheidung" das von mir gut vertragene Spray (auf das ich auch gern irgendwann mal wieder verzichten würde... geht aber im Moment nicht) DOCH komplett zu bekommen ??? Der Doc wäre auch bereit, entsprechend was zu schreiben, wenn ich es denn versuchen sollte. Er meinte allerdings, die KK lehnten bislang immer ab mit der Begründung, sie DÜRFTEN das nicht...

Hat wer Rat ??? :-/

LG GRit

Antworten
tXhZe-ca"ver


In Kurzform: Keine Chance, jedenfalls nicht mit Druck, die Rechtslage ist eindeutig. Du kannst mal bei der Kasse nachfragen, ob sie ndie Zuzahlung freiwillig übernehmen, aber eigentlich dürfen sie es tatsächlich nicht.

Der gemeinsame Bundesausschuss (da Gremium, das Festbeträge festlegt) hat für alle Cortisonsprays einen einheitlichen Festbetrag festgelegt, mit der Begründung, dass therapeutisch relevante Unterschiede zwischen den einzelnen Substanzen nicht gesichert wären (was ich für Alvesco auch nicht ganz nachvollziehen kann). Der Hersteller hatte daraufhin die Wahl, entweder den Ptreis radikal zu senken oder ihn zu belassen und gegen die Entscheidung vorzugehen, man hat sich für letzteres entschieden (habe aber keine Ahnung, wie der Stand da so ist). Ergebnis: Der Markt für Alvesco ist eingebrochen, weil kaum ein Kassenpatient den hohen Eigenanteil zahlen will.

Andererseits kann man auch sagen: Eine Packung Alvesco reicht bei normaler Dosis 3 Monate, die Zuzahlung kostet Dich also etwa 35 Cent täglich - das kann man ja schon mal investieren. Ich habs auch gemacht, weil ich einen sprechenden Beruf habe und mit anderen Sprays Heiserkeitsprobleme habe.

Die Alternative wäre natürlich, statt dem Cortisonspray ein langwirksames Betamimetikum (das ist die Gruppe, zu der auch Salbutamo lgehört) zu nehmen, das ist aber eher nebenwirungsreicher. Als gut verträgliche Alternative in Tablettenform gäbe es noch Singulair (Montelukast), das aber auch ziemlich teuer ist, deswegen übernehmen es die Kassen nur, wenn mit Cortison plus Betamimetikum keine ausreichende Besserung erreichbar ist (auch so eine Spitzenleistung des gemeinsamen Bundesausschuss...).

Grüße

k2aronfixk


Jaaaaa.

Danke für deine Antwort.

Schade, aber ich werd es auf jeden Fall versuchen, natürlich im Guten! Aber ist doch total dumm/ kurzsichtig, die Folgekosten sind doch so viel höher, oder ???

Ich meine, wenn ich bei mir den Unterschied sehe, von "Hard- Chore- mein- Gott- du- Arme, bist- du- krank"- Stimme zu völlig "normal"/ gesund klingend, ist doch krass!!!

Im Notfall zahle ich das sonst auch selbst, bei mir scheint es auch 3 Monate zu reichen, obwohl der Doc 60 Sprühstöße alias 2 Monate raufgeschrieben hatte. Aber wir zahlen eh schon genug privat (den Chiropraktiker für die Kids und für uns zahlt uns auch keine KK... kein "nachgewiesener Behandlungserfolg"...), und hier gibt es doch ganz klare Fakten!!! Doof...

Danke noch mal!

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