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Schwindel 4 Wochen nach OP

cdrazzyangweEls hat die Diskussion gestartet


Im Sommer hatte ich eine Gallen-OP, hatte da auch ein ziemliches Hämatom im Bauchraum und 13 Tage Blut in der Drainage. Dadurch HB runter auf 6,5. Ich habe den Hb dann mit Floradix wieder aufgepäppelt. Die letzte Kontrolle war 10 etwa 3 Wochen nach OP.

Mein Mann und ich gehen ziemlich regelmäßig zur Massage. Diese hatte ich dann 4 Wochen nach der OP (sobald ein beschwerdefreies Liegen auf dem Bauch möglich war) wieder begonnen. Zwei Tage nach der 1. Massage bekam ich einen merkwürdigen Schwindel, der einige Tage anhielt, schwächer wurde und irgendwann dann wieder weg war.

Nun hatte ich am 12.12. die nächste OP (Gebärmutter-Entfernung). Schmerzen hatte ich schon am OP-Tag nachmittags gar keine mehr. Aber die Ärzte weisen ja sehr deutlich auf das innere Schlachtfeld hin und raten dringend zur Schonung. Das tue ich auch :)z (ich will ja keine Spätfolgen). Massage ist laut Arzt und Physiotherapeut jedoch kein Problem.

Also hab ich am Freitag wieder damit angefangen. Seit gestern abend nun ist der mir schon bekannte Schwindel wieder da.

Ich frag mich jetzt: Hat das mit den OPs irgendwas zu tun? Kreislauf? Blutdruck war heute morgen 140/81 (grenzwertig aber noch vertretbar) und zwei Stunden später 118/75.

Oder ist das mehr eine Verspannung, die jetzt durch die Massagen gelöst wird und dadurch Schwindel verursacht? Oder was ganz anderes?

Krankenhausbetten verlangen meinem Rücken immer das letzte ab... Solange ich nur liegen musste (am OP-Tag), meckerte mein Rücken wie verrückt... Das wird dann unter Bewegung besser.

Jetzt noch kurz zur Art des Schwindels: Er ist dauerhaft da, gleichmäßig. Ich würde es vielleicht ungefähr mit leichtem betrunken sein vergleichen (ich war in meinen Flegeljahren aber nur 2 mal betrunken, daher hinkt der Vergleich ein bisschen). Es bereitet mir Schwierigkeiten geradeaus zu laufen, ist aber unter großer Konzentration möglich. Bei Kopfbewegungen verschlimmert sich der Schwindel. Ebenso empfinde ich ihn morgens, direkt nach dem Aufstehen als stärker, so als ob ich mich erst wieder dran gewöhnen muss. Übelkeit tritt durch den Schwindel gar nicht auf.

Muss ich mit dem Schwindel zum Arzt? Und wenn ja zu welchem ??? Neurologe, HNO, Orthopäde oder ganz anderer ???

Antworten
CSha-xTu


Hallo, crazyangel,

bei einem DAUERHAFTEN Schwindel würde ich nicht versuchen, das selbst zu klären, das gehört in die Hände eines Arztes.

Aber ich möchte Dich schon "vorwarnen": Die Ursache eines Schwindels zu finden, ist oft sehr sehr mühselig und frustrierend.

Ich bin bei mir selbst damals so vorgegangen:

Zuerst zum Neurologen. Der vermutete höchstdramatisch Multiple Sklerose (obwohl ich sonst keine Symptome hatte), und liess eine MRT machen. Gottseidank war es KEINE MS. Mehr wusste der Neurologe nicht. Der Schwindel blieb.

Also nach einer oder zwei Wochen zum Orthopäden, der bei mir Verspannungen im Nacken feststellte. Er verschrieb Massagen. Das half NICHT. Wieder ein paar Wochen frustriert gewartet.

Dann zum Ohrenarzt. Der machte mit meinem Kopf und meinem ganzen Körper eine Drehbewegung, wodurch lose im Gehörgang sich befindliche Kristalle (die für das Gleichgewicht wichtig sind!) sich wieder dort absetzten, wo sie hingehörten, und der Schwindel war WEG...

Einige Jahre später hatte ich erneut diesen Schwindel. Ich sofort zum Ohrenarzt. Wieder diese "seltsame Gymnastik", was aber NICHTS nutzte.

Also Neurologe, der nun eine Nervenreizung im Nacken festzustellen glaubte, und mir einige Spritzen versetzte, die nicht wirkten.

Ich wieder zum Orthopäden, der wieder irgendwas im Nacken fand und mir erneut Massagen verschrieb, die das alles eher noch schlimmer machten.

Dann kamen Gesichtsschmerzen vom Übelsten hinzu, was mich erneut bewog, zum Neurologen zu gehen. Ich wurde auf Trigeminus-Neuralgie behandelt, was aber nichts bewirkte.

Ich meiner Verzweiflung ging ich nun zu meiner Augenärztin...... und landete als Notfall in der Augenklinik der nächsten Uniklinik, da ich eine Netzhautablösung hatte. Die wurde gelasert, und seitdem ist mein Schwindel weg.

Ich schreibe das so ausführlich, a) um zu zeigen, dass es meistens mehrerer Arztbesuche bedarf, um einen Schwindel zu klären, und b) um zu zeigen, dass die Ursachen von GANZ harmlos (Kristalle im Ohr) bis zu "dramatisch" sein können.

Daher bei dauerhaftem Schwindel: Immer zum Arzt!

Alles Gute

Cha-Tu

bxuddlxeia


...bevor du dich an die Odyssee wagst, die Cha-Tu nun schon so plastisch geschildert hat, noch eine (einfache) Idee:

Wo liegen denn z.Zt. die Werte für Hb, HKT und Eisen/Ferritin?

Du schreibst oben, schon nach der ersten OP da Probleme gehabt zu haben.

Bei der GM-Entfernung wirst du wieder Blut verloren haben.

Eventuell ist der Schwindel "einfach" Folge einer Anämie (Blutarmut).

cgraEzya+nCgels


buddleia

Daran hab ich auch schon gedacht. Denn diesmal wurde über die Blutwerte nicht gesprochen...

Ich gönn mir zwar im Moment gerade wieder Floradix aber ich wollte sowieso zum Arzt, um die Blutwerte mal kontrollieren zu lassen. Da werd ich mir heute nachmittag mal gleich einen Termin geben lassen.

Cha-Tu

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Zum Augenarzt und zum HNO müsste ich ohnehin mal wieder. Also fang ich damit an. Ich werde mir gleich heute nachmittag die entsprechenden Termine besorgen. Hoffentlich muss ich nicht allzu lange warten. Wenn sich dabei nichts findet, werde ich dann den Orthopäden und Neurologen in Angriff nehmen.

cjraz?yang9els


Ich habe meine Hausaufgaben brav gemacht:

Am Freitag 16.01. Blutabnahme, am Montag 19.01. Augenarzt und Internist und am Mittwoch 21.01. HNO

C"ha-xTu


Hallo, ca,

ich wünsche Dir, dass man schnell die Ursache findet.

Alles Gute

Cha-Tu

cvrazyaNngeWls


Danke, Cha-Tu,

ich hoffe, ich fang mit den richtigen Ärzten an.

Ich fühl mich nicht wirklich schlecht mit dem Schwindel, nur wie beschwippst eben, lästig. Ich hoffe, da sind Termine in 7 Tagen ok, im Moment sind die Arztpraxen leider sehr überfüllt.

Im Grunde verpasst mir das jetzt den berühmten Tritt in den Hintern, denn ich schiebe den Augenarzt- und HNO-Besuch schon eine Weile vor mir her... |-o

Vielen Dank nochmal.

C0ha-xTu


Hallo, ca,

wenn ich es richtig verstanden habe, hast Du das ja schon seit einigen Wochen. Insofern dürften 7 Tage mehr oder weniger nicht dramatisch sein.

Ja, manchmal braucht man einen Tritt in den Allerwertesten, das kenne ich auch von mir... :=o

Schönen Gruss

Cha-Tu

c6r*azy[angelxs


Hallo, Cha-Tum,

schön dass ich nicht die Einzige bin (mit dem Tritt in den Allerwertesten meine ich).

Bei mir kam auch noch dazu, dass ich erst mal rumtelefoniert habe: Wer kennt einen guten Augenarzt, HNO ... in der Nähe. Ärzte gibt es ja viele, aber gute? Ich hab da auch schon so einige Negativerfahrungen gemacht. Das schreckt ein bisschen ab. Doch wer sucht, der findet. :)z

Der Schwindel besteht aktuell erst seit gestern abend. Nur im Sommer hatte ich ihn schon einmal, hab ihn damals jedoch nicht behandeln lassen oder nach der Ursache forschen lassen. Damals dauerte er geschätzt 2-3 Wochen an, nahm dann aber an Intensität ab.

Grüße vom Oberrhein

b_uydd(le%ia


Ich drück dir auch die Daumen, dass es sich schnell klärt... :)*

Magst du updaten? Ich bin dann doch immer neugierig, wie es ausgeht. ;-)

cjrazlyanwgeelxs


buddleia

Klar date ich ab. :)z Ich seh das alles mal noch positiv. Gedanken mach ich mir

erst, wenn es nötig ist. ;-)

Cha-Tu

Entschuldige, Schreibfehler oben |-o. War keine Absicht. ;-)

c:razy:an5gels


So, die Blutabnahme ist erledigt. Meine Ärztin macht da gleich einen Check-Up draus. Auch kein Fehler vermutlich. Mein Blutdruck war in der Praxis heute morgen ziemlich hoch 155/95. Allerdings bin ich auf dem Weg zum Arzt auf einer glatten Stelle ausgerutscht und gestürzt.

Ich hab mir eine Prellung am Handgelenk und am Knie dabei zugezogen. Ich hoffe mal, der erhöhte Blutdruck war eine Folge des Schrecks. :-/

b]uddlxeia


..ist zumindest recht wahrscheinlich, lass es sonst bei Gelegenheit einfach kontrollieren.

Schnelle Besserung für die Prellungen, leider hat man da ja meist länger etwas davon. :)*

c,razyaNngexls


Zwischenbericht

Die Augenärztliche Kontrolle inkl. Glaukom-Vorsorge und Gesichtfeld-Prüfung war alles ohne Befund.

Die Blutwerte bekomme ich aufgrund eines Computerproblemes jetzt doch erst morgen. EKG wurde sicherheitshalber auch gemacht. Blutdruck ist immer noch erhöht. Jetzt auch, wenn ich zu Hause messe. Ich soll das Gerät morgen mitnehmen zum Arzt um zu vergleichen.

c;raz4yangxels


Und weiter geht´s:

Ich habe nun die Blutwerte. HB bei 12,8; Ferritin bei 12,26. Cholesterin etwas erhöht, sonst alles im Normalbereich.

Heute hab ich ein Blutdruckmessgerät zur 24-h-Messung anhängen, denn der Blutdruck scheint wohl doch ernste Probleme zu machen.

Die Ärztin hat mir gestern abend bereits Ramipril Beta 5 mg verschrieben, die ich ab heute morgen 1/2 nehmen sollte. Allerdings war der Arzttermin erst um 19.40 Uhr und ich konnte so schnell keine Apotheke mehr auftreiben, die noch geöffnet hatte. Außerdem denke ich, es wäre vielleicht gar nicht sooo schlecht, mal unverfälschte Werte zu haben. Denn um eine nochmalige Messung in ein paar Wochen komm ich lt. der Ärztin sowieso nicht herum.

Heute morgen dann hatte ich den Termin für´s Anklemmen des Blutdruckgerätes und danach in der Stadt dann direkt den HNO. War auch alles ohne Befund. Der Arzt erzählte mir etwas von Kalkteilchen, die sich gelöst haben könnten und nun wieder ihren festen Platz gefunden hätten. Vermutlich genau das was Cha-Tu meinte. Der Schwindel wird jetzt für 10 Tage mit Betahistin behandelt und ich soll gleich morgens beim Aufstehen so bestimmte Übungen machen, damit alles wieder dorthin kommt, wo es hingehört.

Er hält einen Besuch beim Neurologen derzeit für nicht mehr nötig. Darauf sollte man zurückkommen, wenn der Schwindel erneut auftritt.

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