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Aorta, Herzoperation

P(atriciiha_23


Hallo Monika,

danke @:) für die schnelle Antwort. Hab´s noch gesehen jetzt. :-)

Zunächst sehr traurig und auch unruhig, nervös, dann aggressiv. Die Aggessivität war gepaart mit der Unruhe.

Genau diesen Ablauf hab ich bei meinem Freund auch beobachtet.

Bis bald :)*

Liebe Grüsse und gute Nacht

Patricia

C7ha-cTu


Meine Mutter war auch anfangs auch sehr aggressiv, Patricia, und das ist doch auch völlig normal! Meine Mutter fühlte sich immer subjektiv gesund, und lag plötzlich bewegungslos da, fast blind, kaum sprechend könnend. Da verzweifelt man und mit der Verzweiflung kommt die Wut, und die richtet sich gegen den nächstbesten, den man zu "fassen" kriegt, oft sogar gerade gegen die Menschen, die einem am nächsten stehen.

Schönen Gruss

Cha-Tu

PPatFricia_x23


Hallo Cha-Tu,

danke @:) für die Erläuterung!

...mit der Verzweiflung kommt die Wut, und die richtet sich gegen den nächstbesten, den man zu "fassen" kriegt, oft sogar gerade gegen die Menschen, die einem am nächsten stehen.

Ja, genau, Du hast recht :)^ jetzt wo ich es lese wird mir der Ablauf bewußt.

Das ist mir auch schon oft aufgefallen dass sich die Wut gegen die Menschen, die einem am nächsten stehen, richtet. Hab zwar noch nicht durchschaut warum ??? Vielleicht weil man keine Angst hat dort zuviel Porzellan zu zerschlagen ???

Von meinem Patienten gibt es leider nichts neues. Alles unverändert lt. seiner Lebenspartnerin. :°( Schade, schade!:-(

Meld mich wenn ich was Neues erfahr, bis dahin :)*

Liebe Grüsse und gute Nacht

Patricia

PIantjriclia_x23


Hallo Monika,

was die Ärzte gesagt haben, glaube ich, dass du dich darauf einstellen musst, dass er nicht mehr richtig gesund wird. Die Frustration, wenn man das erst nach einigen Monaten realisiert...

hab noch über die Info nachgedacht währenddessen ich unterwegs war und mir ist noch eingefallen: Wie fürchterlich schlimm ist es erst für den Patienten ??? Das ganze was meinem Freund passiert ist, ist extrem schrecklich. :°(

Können die Ärzte auf Basis der Befunde schon so genau prognostizieren wie es sich entwickeln wird ??? z. B. in einigen Jahren kann er vielleicht paar Schritte, mehr recht als schlecht, mit dem gelähmten Bein machen, wenn überhaupt... ??? Wißt ihr vielleicht ob man sich auf die Aussagen der Ärzte hins. SA verlassen kann ??? ??? Wieso ich frage, es wundert mich als Laie ein wenig, dass dies so genau vorausgesagt werden kann.

Über meinen Freund hab ich leider nichts gehört, was meinen Schmerz zusätzich erhöht, zu wissen, dass er alleine, gelähmt den ganzen Tag herumliegt ohne Ansprache oder aber zumindest ein "bekanntes, vertrautes" Gesicht :°( Seine Lebenspartnerin geht alle 3 Tage hin hat sie mir erzählt. Und die Söhne u. Neffe nur am Wochenende. Mir persönlich kommt es sehr wenig vor, insbesondere da für meinen Freund diese schreckliche Situation "neu" ist, und das ganze alleine (er-)tragen... ??? Dazu fällt mir das Sprichwort ein: "geteiltes Leid ist halbes Leid", was aber leider nicht :-( angewendet wird.

Liebe Grüsse und schönen Tag :)*

Patricia

C~haO-Txu


Hallo, Patricia,

>Können die Ärzte auf Basis der Befunde schon so genau

>prognostizieren wie es sich entwickeln wird ???

Nein, das können sie nicht, auch wenn manche es glauben tun zu können. Schlaganfallpatienten erreichen in den ersten 18 Monaten nach dem Schlaganfall noch sehr sehr viel, wenn sie in einer guten Rehabilitationseinrichtung gefördert werden. Und sogar noch bis zu 36 (!) Monate nach dem Schlaganfall sind noch Fortschritte möglich. Eine eindeutige Prognose kann definitiv nicht gegeben werden. Früher dachte man, wenn ein Hirnarsenal zerstört ist, seien die dort befindlichen Funktionen "weg". Heute aber weiss man, dass andere Teile des Gehirns diese Funktionen "lernen" und übernehmen können, selbst wenn sie dafür gar nicht "gemacht" sind. Natürlich wird ein Mensch mit so schwerem Schlaganfall, wie Dein Freund ihn erlitten hat, nicht mehr so sein wie vorher. Das anzunehmen und zu akzeptieren, wird das Schwerste für den Patienten sein. Daher übrigens auch seine Aggressivität Dir und anderen gegenüber. Das ist nackte Verzweiflung, er merkt ja selbst, wie behindert er ist, und "schlägt wild um sich". Eine wichtige psychosoziale Aufgabe wird es sein, dass er mit Hilfe von Freunden, Verwandten, aber auch mit Hilfe von Therapeuten, Sozialpädagogen usw. lernt, dieses Schicksal anzunehmen. Das ist die GRUNDvoraussetzung dafür, dass eine Reha überhaupt Sinn macht. Leider Gottes habe ich aber bisher das Gefühl, dass dort jeder gegen jeden kämpfen, Ärzte gegen Dich, Verwandte untereinander, Du gegen Verwandte und Ärzte, und das alles auf Kosten des Patienten. Natürlich meint Ihr es alle gut mit dem Patienten, aber dazu gehört auch, dass man seine eigenen Befindlichkeiten und Eifersüchteleien zurückstellt. Im Sinn des Patienten wäre es wichtigst, dass Ihr an einem Strang zieht, dass Ihr in die gleiche Richtung arbeitet, damit man beim Patienten rehabilitativ das Beste herausholen kann.

Er ist doch jetzt noch im Akutkrankenhaus, nicht wahr? Oder ist er schon in der Rehaklinik?

Vielleicht wäre es auch sinnvoll, einen Sozialarbeiter/Sozialpädagogen einzuschalten. Gibt es so etwas an der Klinik, in der er gerade ist? Vielleicht könnte der ja zwischen Ärzten, Söhnen, Neffen, Partnerin und Dir vermitteln. So jedenfalls geht es nicht weiter, das geht alles auf Kosten des Patienten, und alle 3 Tage Besuch bzw. nur am Wochenende, ist sicherlich zu wenig, denn was er jetzt in der Akutphase (das sind die ersten 6-8 Wochen) braucht, ist Ansprache, Ansprache, Ansprache.

Vielleicht könnte der Sozialarbeiter ja auch den Patienten fragen, ob er Deinen Besuch möchte. Natürlich kann Dein Freund z.Zt. nicht antworten, aber wäre ich dort SozArb würde ich den Arzt und Dich ans Bett des Freundes holen und fragen "Möchtest Du, dass Patricia Dich besucht?". An der Reaktion würdest Du und auch die Ärzte sehen, dass er das möchte. Er muss nicht "Ja" oder "Nein" sagen, aber er wird reagieren. Sollte der Patient eindeutig ein Ja-Zeichen geben, dürften die Verwandten Dir kein Hausverbot mehr erteilen, denn der Wille des Patienten zählt mehr als das der Angehörigen.

Es ist schrecklich, zu lesen, wie da Menschen, die es ja gut mit dem Patienten meinen, einander bekämpfen und dass dabei der sowieso schon schwer gequälte Patient auf der Strecke bleibt.

Lieben Gruss

Cha-Tu

MOonqika;65


Ich muss sagen, dass der Arzt sehr gut einschätzen konnte, wie und was sich wieder verbessern wird und was nicht mehr zurückkommt. Aufgrund der Diagnostik und aus Erfahrung heraus, nehme ich mal an. Zum Beispiel sagten sie uns schon in der ersten Woche, dass er seinen Arm nicht mehr würde gebrauchen können und genau so war es dann auch. Andererseits trafen auch die Verbesserungen zu, die vorausgesagt wurden. Ich glaube, dass in der Hinsicht einfach viel Erfahrung vorliegt. Natürlich gibt es immer individuellen Spielraum, es hängt auch sehr vom Willen und der Mitarbeit des Patienten ab.

C-ha-xTu


Hallo, Monika,

ich denke aber, das sind dann auch oft "Zufallstreffer". Meiner Mutter wurde gesagt, sie würde auf dem linken Auge nichts mehr sehen können: Was war? Nach 1 Jahre hatte sie zwar einen "Tunnelblick", aber sie konnte sehen. Und am gravierendsten war der Hinweis in der Operationsklinik, wir sollten schon mal ein Pflegeheimplatz suchen, denn Mutter würde "nie wieder gehen können". Nach 6 Monaten ging sie selbständig, zwar am Stock (ausserhalb der Wohnung), aber sie GING.

Und so etwas habe ich in meiner Herzsportgruppe immer wieder erlebt. Dort turnten Menschen mit, die Infarkte UND Schlaganfälle hinter sich haben, und denen gesagt wurde "Das kriegen Sie nie wieder hin". Und es klappte doch.

Ich denke nämlich, wenn man einem Patienten sagt "Das schaffen Sie nicht", dann resigniert er und schafft es tatsächlich nicht. Man darf den Willen und die Kraft eines Patienten (und seiner Angehörigen!) nicht unterschätzen ;-)

Ich sage nicht, dass es immer so ist, dass Besserungen auftreten, von denen man vorher nichts ahnte; aber es ist möglich. Es gibt kaum ein Organ, das sich selbst so fantastisch regenerieren kann wie das Gehirn. Wenn man nicht aufgibt...

Lieben Gruss

Cha-Tu

M@onifka6x5


Cha-Tu

Das klingt ja sehr aufbauend. Ich habe ja nur diese eine Erfahrung und die war leider desillusionierend. Meinem Vater hat nach dem Schlaganfall aber auch der Wille gefehlt, es war ihm zu anstrengend. Nichts was vorher wichtig war, hatte noch viel Bedeutung, er hat sich wirklich total verändert. :-/ Meine Mutter wollte ihn immer antreiben und machte sich total verrückt damit. Es ist natürlich sehr aufbauend zu hören, dass es häufig auch total anders laufen kann.

In deiner Herzsportgruppe, habe ich das richtig verstanden, turnten auch Leute mit, die eigentlich vom Arzt aus nicht sollten oder denen es nicht zugetraut wurde? Das ist ja auch sehr mutig von den Betroffenen.

CDha-tTu


Hallo, Monika,

oh, das habe ich wohl falsch ausgedrückt. Doch, die Mit-Turner sollen und dürfen JETZT durchaus mitturnen, auch von ihren Ärzten aus! Die Herzsportgruppe ist ja unter ärztlicher Leitung (Internist) und der würde niemals akzeptieren, wenn jemand mitturnt, der es eigentlich nicht darf oder ärztlicherseits nicht soll. Aber in den Wochen nach dem Schlaganfall wurde vielen keine Hoffnung gemacht, aber im Laufe der Reha und der ersten 1-2 Jahre nach dem Schlag konnten Besserungen auftreten, die die Ärzte vorher einfach nicht für möglich gehalten haben. Und irgendwann finden die Leute dann auch mit dem Sport an, wenn der Hausarzt oder Neurologe sein OK gab.

Meine Mutter war anfangs auch in einer sehr depressiven Phase. Die habe ich auch eine zeitlang "in Ordnung" gefunden und akzeptiert, aber nach einigen Wochen habe ich dann dagegen gearbeitet und sie immer wieder bei ihrer Selbstdisziplin gepackt. Anfangs wollte sie auch nichts machen, "es hat ja doch alles keinen Zweck", aber meine Mutter war immer eine sehr disziplinierte Frau, die sich Zeit ihres Lebens "verboten" hat, zu jammern. Und das habe ich dann irgendwann ausgenutzt ;-)

Lieben Gruss

Cha-Tu

Pfa#tr}icciax_23


Hallo Monika,

Hallo Cha-Tu,

vielen vielen Dank @:) für Eure Erfahrungen, jede einzelne ist sehr wichtig!

Ich hab heute ein Problem, hatte bereits meine Antworten verfaßt und bin dann leider abgestürzt, diesmal Fehler meines Computers und hab alles verloren. Und nun ist es so spät. :-( D.h., ich schaffe leider erst morgen Abend dann die Antworten.

Bis dann :)* :)*

Liebe Grüsse und gute Nacht

Patricia

PFatriceia_2]3


Hallo Monika,

Hallo Cha-Tu,

die gestern avisierten Antworten schaff ich leider auch heute noch nicht |-o, erst morgen abend. Bin grad nach Hause gekommen und bin leider zu fertig heute. Ich würd Euch gern was anderes heute schildern, was ich gemacht hab heute.

Aufgrund Eurer Infos gestern ist mir noch viel mehr bewußt geworden wie fürchterlich quälend die Situation für meinen Freund selbst sein muss :°( Und das einzige, das vielleicht ein klein wenig seine Situation erleichtern würde, wären eigentlich die Besucher. Und die bekannten Umstände dass ich ein Besuchs-Verbot hab und wie ich erfahren hab, einer seiner ist Söhne bereits in sein Haus eingezogen :|N, sein Neffe fährt bereits mit seinem Auto - ganz zufrieden und glücklich :|N, und auch nachfolgende Schilderung, haben mich heute völlig frustriert.

Hatte dann auch noch ein Gespräch mit einem Bekannten von früher der auch den Patienten kennt, und er meinte dass ich bestraft wurde von Gott. Dachte danach, eigentlich stimmt´s, neben "meinem Freund als betroffener", seine "Lebenspartnerin" und "ich".

Nun frage ich mich schon die ganze Zeit: Warum ??? Mein ganzes Leben schon bin ich mit Kranken umgeben, meine Mutter und mein Kater sind erst vor rund einem Jahr gestorben. Beide fehlten und fehlen mir sehr, andererseits wußte ich dass es eine Erlösung war nach einer jahrzehntelangen schweren Krankheit. Ich sollte aber nicht lange ohnen einen schwerkranken in meinem Umfeld bleiben, der sogar alle Grenzen des bisher dagewesenen sprengt :°(, :-( Jetzt frag ich mich die ganze Zeit warum so eine Strafe ??? ??? Was soll ich daraus lernen ??? Ich begreif es einfach nicht :-(

Glaubt ihr auch an STrafe ???

Seinen Angehörigen ist es ja leiderleider ziemlich egal wie´s aussieht und deren Benehmen wie o. g. ich übrigens sehr "taktlos" finde, nach so kurzer Zeit bereits sein Haus zu beziehen und mit seinem Auto zu fahren :|N

Bin aufgrund dieser extremen Frustration dann spätnachmittags ins Spital und es war gerade die Tür offen zum Zimmer meines Freundes und der Pfleger, den ich bereits vom Sehen kenne, bat mich kurz draußen zu warten da sie gerade eine Neu-Aufnahme im gleichen Zimmer hätten und ich bat ob ich dennoch 5 Minuten meinen Freund besuchen dürfe, da ich heute nicht mehr Zeit hätte. Daraufhin ließ mich der Pfleger hinein. Ich muss dazusagen, dass der Pfleger schon einen anderen Blick als früher hatte, so wissend würd ich sagen, ich denke er wußte dass ich diejenige bin die eigentlich Verbot hat, wollte aber nichts sagen... Und vielleicht war auch das der Grund dass er wollte dass ich draußen warte bis die Neu-Aufnahme fertig ist, damit er mich nicht vor allen bloßstellt ???

Jedenfalls hab ich meinen Freund begrüßt und er hat heute interessant reagiert, er hat dann selbst seine Hand zu meiner hingestreckt und ich hab ihm meine gereicht und er hat meine genommen und gedrückt und leicht auf- und abgeschüttelt :-), so tat er das auch früher. Das war dann einige Male so, ich freute mich auch dass seine Hand und das Drücken so gut funktionierte.

Er ist diesmal mehr aufrecht gelegen als früher, und war extrem ruhig, nicht aggressiv. Irgendwie hatte ich den Eindruck dass sein Zustand durch die Medikamente so ist, da seine Augen nicht klar waren.

Und ihr hattet auch recht dass er alles mitbekommen hat dass ich nicht auf Besuch darf. Nach rd. 5 Minuten nahm er wieder meine Hand und deutete dann zum Ausgang, ich solle gehen. Ich blickte dann erstaunt drein und fragte nach ob ich gehen solle und er deutete ja und deutete gleichzeitig mit der ausgestreckten Hand und aufgerissenen Augen auf die Pfleger und den neuen Kranken neben seinem Bett. Dann fragte ich noch ob ich morgen kommen könne und er deutete Ja. Ich frag immer sicherheitshalber nach. Wobei ich nicht weiß ob ich es morgen wieder schaffen werde durchzukommen... Wollt ihn aber zumindest die Hoffnung dalassen dass ich (wieder) komme.

Bis bald :)* :)*

Liebe Grüsse und gute Nacht

Patricia

PXatriciax_23


Hallo ihr,

hab noch etwas das ich Euch fragen wollte, vergessen:

Habt ihr vielleicht eine Idee was für ein Motiv die Angehörigen haben könnten dass sie mir verbieten meinen Freund zu besuchen, obwohl sie selbst nicht hingehen ???

Gute Nacht :)*

Patricia

P{at{r!icia_x23


Hallo Monika,

Hallo Cha-Tu,

entschuldigt bitte die ausführliche Schilderung die ich gestern abend eingeschoben hab, ich war irgendwie am Verzweifeln...

Im Prinzip steht eh alles in Euren Kommentaren und die sind wirklich sehr aufbauend! Ich habe es mir jetzt auch nochmals durchgelesen und daraus wieder ein bisschen Mut und Hoffnung geschöpft.

Im Sinn des Patienten wäre es wichtigst, dass Ihr an einem Strang zieht, dass Ihr in die gleiche Richtung arbeitet, damit man beim Patienten rehabilitativ das Beste herausholen kann.

:)^ Du sprichst mir aus der Seele. Genau das wollte ich von Beginn an. Solange er in Koma war hat es zumind. einigermaßen funktioniert, da der Neffe Infos über SA. Ich durfte ja 2x in die Intensivstation, beim 2. Mal war der Patient wach und hat als ich zum Bett ging sehr mit den unkontrollierten Bein und Arm bewegen begonnen und mich freudig mit den Augen lächelnd angeschaut, sodass ihn der Neffe beruhigt hat; sein Sohn hat damals nur zugesehen. Damals rief mich auch der Neffe nach dem Besuch noch an und war hocherfreut über die Reaktion des Patienten und meinte er würde mit den Söhnen sprechen dass ich wieder in die Intensivstaion könne. Jedoch sollte seit diesem Tag aus Besuchen nicht mehr etwas werden. Ab nächsten Tag erhielt ich das 1. Verbot nicht mehr hinzugehen, aber telefonisch könne ich mich bei Ärzten informieren.

Bis noch nicht bekannt war ob der Patient reden könne, hat mich der Neffe auch laufend informiert über seinen Zustand. Als die Kanüle draußen war und der Patient nicht zu sprechen begann, ist jeglicher Kontakt abgebrochen worden. :-( Und sie reden mit mir LEIDER nicht. Die Infos die ich vergangenen Freitag von seinem Sohn erhielt waren nicht freundschaftlich, sondern eher um mich zu informieren, dass bei seinem Zustand keine Besserung zu erwarten sein wird und ich ein Besuchs-Verbot vom Arzt hätte. Und alle 2-3 Wochen könne ich mich beim Neffen informieren. NUR wird der das Telefon nicht abheben. :-(

D.h., ich komm nicht ran an die Angehörigen. Und seine Lebenspartnerin mittlerweile auch äußerst selten beim Neffen und der sei sehr kurz angebunden: "keine Veränderung".

Am Dienstag hab ich mich erinnert dass Monika hier einmal angemerkt hatte, ob so einfach Besuchs-Verbot erteilt werden könnte ???, daher hab ich am Dienstag mit der Sozialarbeiterin telefoniert und sie meinte auch, ich solle sofort mit der Familie sprechen, da gerade für so einen Patienten Besuch von Freunden/Leuten die er kennt und mit denen er regelmäßig in Kontakt war, enorm wichtig sind! Sie hätte es auf mein Bitten auch übernommen, ich meinte dann nur sie möge noch warten bzw. sie forderte mich auf wenn ich keinen Erfolg hätte mich mit wieder mit ihr in Verbindung zu setzen. WEiters meinte sie dass nur ein Sachwalter Besuchsverbot erteilen könne, sonst NIEMAND, und wunderte sich wieso sich die Ärzte an das Verbot hielten. Vielleicht hat ja auch einer seiner Söhne schon Sachwalterschaft und ich weiß es nur nicht ???

Hattet ihr bei Euren Eltern, oder jemand von etwaig anderen Angehörigen die Sachwalterschaft kurz nach der Erkrankung ???

Da ich nicht weiß ob er besachwaltet ist, meinte ich ggü. der Sozialarbeiterin, ich würde es zuerst selbst probieren. Damit ich nicht zu "laute" Wellen schlage und damit mir die Option bleibt, geheim hinzugehen wenn die Wachsamkeit ggü. meinem Freund vom Pflegepersonal ein bißchen nachläßt....

Werde aber gleich nächste Woche nach Möglichkeiten suchen herauszubekommen ob mein Freund besachwaltet ist und wenn nicht sofort die Sozialarbeiterin einschalten.

Zur Info am Rande von meinem Gespräch mit ihr: Pikant! Ich meinte, ich würde halt ein Monat warten bis die Kanüle herausoperiert wird und warten bis mein Patient reden kann und dann könne er befragt werden und dann würde ich hingehen. Und spontan kam als Antwort: "Das ist aber nicht gut! Dann fehlt dem Patienten 1 Monat lang der Besuch! Und so hätte er rascher was davon" und wies mich wieder daraufhin dass es extrem wichtig sei ihn besuchen zu gehen.

Also, Cha-Tu, Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen! Vielen Dank nochmals! Ich muss jetzt Mittel und Wege finden wie ich ihn mit Besuchen zumindest, seine Situation ein wenig erleichtern kann.

Und weiters will ich lernen mich nicht mehr darüber zu kränken wie ihn seine Angehörigen behandeln. Ich benötige jetzt die ganze Kraft für meinen Patienten. Obwohl ich momentan leider sehr sehr wenig davon hab. Ich muss schauen dass ich am WE meditiere.

Jetzt fahre ich eine Freundin von mir ins KH meinen Freund besuchen, und sie soll ausfindig machen wie das Pflegepersonal generell auf Besucher reagiert ??? Das ist der 1. Schritt von unserem Plan. Meine Freund meinte auch am Mittwoch dass sie mir jetzt helfen wird, wenn sie zu ihm zugelassen wird ihn besuchen gehen wird und aufmuntern wird und erzählen wird dass ich bald komme, etc.

Mittlerweile glaubt sie mir dass es nicht darum gehen kann dass ich den Patienten aufregen würde. Sie meinte auch so wie Du Cha-Tu, dass man wenn man wolle seine Reaktion auf mich austesten könne und wunderte sich sehr wieso dies nicht gemacht wird. Daher wird sie mir ab jetzt helfen. LEIDER jetzt erst, da offenbar auf Aussenstehende es so gewirkt hat und vielleicht auch noch wirkt, dass ich im Konflikt involviert wäre. Auch wenn ich herabwürdigend behandelt wurde die letzen Wochen habe ich es zugunsten meines Freundes ertragen. Ich bin wirklich für alles offen.

Nur fragt mich meine Freundin herauszufinden was das Motiv für das Verhalten seiner Angehörigen mir ggü. sein könnte ??? Nur versteh ichs leider selbst überhaupt nicht :°(

Es ist leider wieder lang geworden. Wollte es nur genauer schildern, damit es vielleicht besser überschaubar wird was hier tatsächlich los ist.

Vielen Dank Euch beiden nochmals für Alles @:)

Bis bald :)* :)*

Liebe Grüsse und schönen Tag

Patricia

FDeZuer}blixck


Kann man bei AVSD (Atrio-ventrikulärer-Septum-defekt) auch etwas durch OPs verbessern?

Meine Schwester ist leider daran gestorben (Zwillingsschwester Laura Marlen, auch im Beitrag "Todestag meiner Zwillingsschwester ..."). Bei mir stehen die Chancen für OPs wohl nicht so gut ... solange es mir gut geht, möchte ich mit auch gar keine unterziehen ... :-/

Cvha-0Txu


Hallo, Feuerblick,

ich vermute, Du musst da einen eigenen Thread aufmachen, hier im Thread von Patricia wirst Du wohl keine Antwort bekommen, zumal das Ganze dann völlig durcheinander geht. Mach am besten einen eigenen Thread auf.

Gruss

Cha-Tu

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