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Aorta, Herzoperation

MCyToxol


Hallo

ReHa heisst übrigens nicht bloss, sich in einer Klinik mit gleichem Namen die nötige Fitness nach einer schweren OP unter ärtzlicher Aufsicht anzutrainieren, sondern ReHa heisst auch den eigenen persönlichen Willen so einzusetzen, dass man möglichst schnell wieder gesund wird ;-)

Nach meiner Herz-OP hatte ich mich mit Händen und Füssen gegen eine ReHa gestemmt, trotz aller Mahnungen und Meinungen. Ich hatte nur einen Wunsch: Ich WILL wieder fit werden, so schnell als möglich. So schnell als möglich heim zu Frau, Kinder, Haus und Garten. Am 4.Tag nach der OP bin ich zu Fuss vom 11. Stock des Krankenhauses das Treppenhaus runter und wieder hoch gelaufen. Der Lift war tabu für mich ;-D. Ich wollte immer raus aus dem Krankenzimmer, raus an die frische Luft, spazieren gehen.

Am 6.Tag war ich tatsächlich wieder zu Hause. Die lange Wunde an der Brust schmerzte zwar noch. Liegen konnte ich nur auf dem Rücken, aufstehen nur mit verschränkten Armen und Abkippen auf eine Seite. Aber als erstes wollte ich in den Garten, denn es war Frühsommer und mein ausgepflanztes Gemüse brauchte Betreuung.

Also Jäten, Hacken und Giessen. Und unsere Tochter im Kinderwagen spazieren führen. Habe ich alles gemacht, keine Woche nach der OP. Alles ruhig und langsam. Nach 10 Tagen war ich mit dem Kinderwagen schon 2-3 Std. unterwegs. Nach knapp 4 Wochen stieg ich zu Fuss schon auf 2000m Höhe und nach 5 Wochen wollte ich den ersten 3000er in den Alpen besteigen, und tat es auch. Meinem Kardiologen blieb nur das Staunen übrig.

Ok, ich war vor der OP schon fit und tat Dinge, die eigentlich mit einer Insuffizienz 4.Grades gar nicht mehr möglich hätten sein sollen.

Ich schreibe das nur, um zu zeigen, dass man sich seine Ziele zuerst selber stecken sollte!

Grüsse

FWeuerOblixck


Respekt ... hätte ich nie geschafft ... naja, obwohl ... ich könnte es ausprobieren ...

Großen Respekt von mir ... :)^

PRatricSia_2x3


Hallo ihr,

@ Cha-Tu

...NATÜRLICH dürfen sie weinen, ja, sie SOLLEN es sogar, denn dieses Schicksal IST zum Weinen.

Ich hab da auch eher wie Monika gedacht, und hab mich bemüht immer stark zum Patienten hinzugehen, und seiner Freundin hab ich auch gesagt dass hätte sie sich sparen können, dort zu weinen beginnen...

Andererseits, zu der Zeit als er so aggressiv war hab ich dann auch einmal Tränen bekommen und hab ihm gesagt dass es für mich auch sehr schwer ist was ihm passiert ist, und dann hat er aufgehört mit dem Herumschlagen :-o Das dürften anscheinend so psychologische Reaktionen sein die mir zuvor auch nicht bewußt waren, wenn man "mitfühlt bzw. mitleidet" dann unterstützt das offenbar den Patienten.

@ Monika

Da kann ich schon verstehen, dass sie gebeten wurde zu gehen.

Sie durfte nach 5 Minuten wieder ins Zimmer.

Das Strecken des Armes macht man, weil man eine Muskelverkürzung und Verkrampfung verhindern will, der gelähmte Arm kann sich sehr verhärten und versteifen. Daraus ein sofortiges Resultat zu erwarten ist unrealistisch, so schnell geht das dann doch nicht.

Ach so, wird dachten dass diese Übung etwas an der Beweglichkeit bewirken soll.

Weißt Du vielleicht noch ob Dein Vater irgendwelche Übungen die die Beweglichkeit fördern sollten bekommen hat und wenn ja welcht ??? Wobei, bei Deinem Vater hat sich eigentlich leider nichts geändert beim Arm. Hab in einem SA-Forum dass ich unlängst gefunden habe gehört, dass es offenbar schon im voraus sehr genau abgeschätzt werden kann welche Funktionen von der anderen Gehirnhälfte übernommen werden können. z. B. linke Hirnhälfte SA, Wahrnehmungsstörung zersört, und diese kann LEIDER nicht von der rechten Hirnhälfte übernommen werden. Das ist echt eine der schlimmsten Krankheiten :-(

Da fällt mir gerade ein, dass mir mein Internist erzählt hat, dass Nervenfasern nachwachsen können. Kann mich jetzt nicht erinnern ob ich´s schon geschrieben hab, falls ja, sorry |-o für das 2. Mal.

Was ich von dem 6. Welt-SA-Tag gehört hab ist eine neue Therapie, dass der Patient dazu gebracht wird sich in seiner Vorstellung vorzustellen dass er das gelähmte Bein bzw. Arm bewegt.

Hab noch eine Frage, ich weiß nicht ob ihr das so schon gehört habt und ob ihr versteht was ich meine, also die linke Seite soll die weibliche und die rechte Seite die männliche Seite eines Menschen sein. Bezieht sich das auf die Hirnhälften ??? D.h., wenn jemand auf der linken Hirnhälfte den SA hat und rechts gelähmt ist, ist somit die weibliche Seite betroffen ??? und umgekehrt die männliche Seite betroffen ???

@ MyTool

...ReHa heisst auch den eigenen persönlichen Willen so einzusetzen, dass man möglichst schnell wieder gesund wird ;-)

:)^ Gut zu wissen! Aber wie den Willen fördern wenn der Patient sich nicht rühren kann, weil eine Seite quasi leblos daliegt ??? Aber es stimmt, der Wille kann Berge versetzen. Aber Danke @:) für den Hinweis, man muss hier ansetzen. Gilt nur zu überlegen wie der Wille des Patienten gefördert werden könnte ???

@ Feuerblick

Großen Respekt von mir ... :)^

:)^ Von mir auch!:)^

Kurzes update noch von meinem Freund:

Also den Stift kann er schon "normal" zwischen Zeigefinger/Mittelfinger/Daumen halten soweit ich von seiner Ex gehört hab und den Kreis zeichnen kann er schon. ;-D Aber alles andere was er schreibt sind irgendwelche undefinierbaren Zeichen die sie nicht lesen kann, die Krankenschwester hats auch versucht zu identifizieren, ist nicht gelungen.

Ansonsten ist komisch dass er immer wieder mit der Handfläche nach oben gedreht deutet, so wie wenn man etwas fragt ??? Weiters zeigt er immer mit dem Zeigefinger nach vorne. Und niemand versteht es ??? Jetzt hab ich den Verdacht ob es nicht wieder so unwillkürliche Bewegungen sind ??? oder aber durch die Medikamente die er zur Ruhigstellung bekommt ausgelöst worden ist ???

Meld mich wieder wenn ich was Neues weiß.

Vielen Dank @:) für Eure inputs, und Sichten.

Bis bald :)*

Liebe Grüsse und schönen Tag

Patricia

PRatri|ciax_23


Hallo ihr,

hab grad von seiner Ex gehört, dass unser Freund nicht sehr willig ist Übungen zu machen, z. B. das Zeichnen des Kreises oder überhaupt schreiben mag er überhaupt nicht mehr probieren. D.h., er war motivierter als sie "neue" Besucherin war. Das war übrigens bei mir auch so, beim 1. Mal Besuchen war er viel motivierter und diese hat dann LEIDER nachgelassen. Ich versteh nicht ganz womit das zu tun hat ???

Jedenfalls hab ich gefragt ob er bewußt die Fernsehprogramme ändert oder ob dies eher ein zufälliges hin- und herspringen zwischen den einzelnen Fernsehprogrammen ist, und sie meinte dass sie glaubt es ist tw. bewußt und tw. einfach so :-( Stehen könne er noch immer nicht, sie würden es jeden Tag probieren hat ihr sein Bettnachbar erklärt, aber es funktioniert leider nicht, schade :-(

Durch die Schilderungen hab ich das Gefühl, dass seine Aufmerksamkeit nur immer sehr kurz da ist. D.h., er kann sich nicht länger auf eine Sache konzentrieren ist mein Eindruck. Die gleichen Reaktionen die geschildert werden waren m. E. bereits vor 4 Wochen bis vor 2 Wochen als ich noch hinging. Zwar tw. besser, mit Kreiszeichnen, auf Fernbedienung herumdrücken, aber leider mehr nicht :-(

Die Schleimbildung sei etwas weniger gewesen gestern da der Patient überhaupt nicht gehustet hätte während der Besuchszeit. Und wenn einmal die Schleimbildung aufhört kann die Kanüle herausoperiert werden, was der nächste große Schritt wäre. :-)

Hoffe sehr dass sich das ganze noch bessert.

Bis bald :)*

Liebe Grüsse und schönen Tag

Patricia

Paatri,cia_2x3


Hallo ihr,

noch ein kurzes update von seiner Ex:

gestern hat ja der Neffe und Sohn mit dem Arzt gesprochen und angeblich könne der Patient schlucken, nur die Zunge funktioniere nicht, daher würde das Schlucken nicht funktionieren :-/ ??? Hingegeben der Therapeut hat heute seiner Ex gesagt dass er glaubt dass auch das Schlucken selbst nicht funktioniert.

Heute war das 1. Mal eine Therapeutin bei ihm mit 2 Blatt Papier, auf dem einen stand gross JA und auf dem anderen NEIN und der Patient sollte auf JA hindeuten, hat leider nicht funktioniert, er hat überhaupt nicht reagiert :°(

Und dann Bilder mit Personen mit gekreuzten Händen, das Zeichen für NEIN und eines mit anderem Motiv und er hat nur irgendwie hingedeutet, so völlig orientierungslos. Die Ex meinte wie ein Säugling das nicht versteht was es jetzt mit den Bildern anfangen soll :-(

Jedenfalls hat die Therapeutin gesagt dass sie morgen wieder kommen würde, da sie heute nach o.g. Übungen gleich wieder fort ist.

Wir wissen nicht ob das ev. die Ergotherapeutin gewesen sein könnte.

Auf jeden Fall ist der Patient nicht verlegbar solang er die Kanüle hat. Neffe hätte ihn gern in eine REHA verlegt, aber sein Sohn will nicht. Man muss jetzt den Ärzten in diesem KH vertrauen und wenn die Kanüle draussen ist, wird er sich´s überlegen :-o

D.h., der Neffe ist Gott sei Dank jetzt eh schon mehr auf unserer Seite hinsichtlich mehr tun Richtung REHA. Und immerhin ist bereits heute eine weitere Therapeutin gekommen. Ich frag mich nur wieso die nicht schon längst gekommen ist. ERst nach Urgenzen. Und wenn der Input von Cha-Tu nicht gewesen wäre, hätte ich keine Infos weitergegeben, und die wäre noch immer nicht gekommen :-(

Weiters hab ich jetzt mit der Ex vereinbart dass ich nach einem Top-Physiotherapeuten in Ö suche, da wir der Meinung sind dass ein "privater" Therapeut vielleicht mehr tut als ein in einem KH angestellter der ohnehin sein Gehalt bekommt. Und ausserdem soll ich mich nach entsprechenden Behandlungsmethoden schlau machen und ihr mitteilen, vielleicht könnte man die ihm auch ins KH senden.

Und sie geht weiterhin täglich auf Besuch, obwohl sie mittlerweile demotivierter ist, da der Patient bei den Therapien wieder nicht kooperativ mittut. Und der Therapeut hat gesagt dass sich seit 4 Wochen nichts geändert hat :°(

Generell ist die Stimmung so teilte sie mir mit, dass alle denken, auch ihr aktueller Lebenspartner, dass es nicht besser werden wird,

dass er ewig in diesem Zustand bleiben wird. :°(

Bis bald :)*

Liebe Grüsse und gute Nacht

Patricia

MHoni3ka6x5


Hallo Patricia,

klingt leider gar nicht gut, was du schilderst. Wenn er nicht angemessen reagieren kann, dann ist Physiotherapie nur passiv möglich und mit Einschränkung ist dann auch verständlich, warum er so wenig Willen hat, mitzumachen. Ich glaube, er kann es einfach nicht, versteht nicht, was da passiert. In genau diesem Zustand wird er nicht ewig bleiben, irgendwelche Verbesserungen gibt es immer, solange der Patient noch Bewusstsein hat und nicht zu viel vom Gehirn geschädigt ist.

Was den privaten Therapeuten anbelangt, da kann ich nicht mitreden, vor allem weiß ich nicht, ob die in Krankenhäuser kommen, in denen Therapeuten angestellt sind. Ich würde dir empfehlen, mit dem dortigen Physiotherapeuten zu reden, wie er die Situation einschätzt, diese Leute haben ja auch Erfahrung.

Weißt Du vielleicht noch ob Dein Vater irgendwelche Übungen die die Beweglichkeit fördern sollten bekommen hat und wenn ja welcht ??? Wobei, bei Deinem Vater hat sich eigentlich leider nichts geändert beim Arm.

So ganz genau im einzelnen nicht, es waren Übungen, bei denen er selbst mitmachen konnte im Bett und später dann Gehübungen, den Gang auf und ab. Der Arm blieb für immer unbeweglich, ja, wie gesagt, genau da war die meisten Zertörung des Gehirns. In der Reha hat er dann gelernt, wie man mit einem Arm und der eingeschränkten Beweglichkeit insgesamt Alltagsverrichtungen bewältigt, wie Anziehen, Zähneputzen etc. Er war auch öfter in Reha.

Alles in allem sieht es schon danach aus, dass dein Freund leider einen sehr starken Schlaganfall erlitten hat, der Arm ist sicher nicht sein größtes Problem. Ich hoffe sehr für euch, dass er wieder lernt, sich zu äußern, egal in welcher Weise. Dass er nicht sehr motiviert ist mitzumachen kenne ich ja eben von meinem Vater auch und das hatte damit zu tun, dass er es sehr anstrengend fand und später dann auch einfach damit abgeschlossen hatte. Ihm war es dann nicht mehr so wichtig, sein Leben und seine Interessen waren dann sehr reduziert, aber er schien dann nicht mehr darunter zu leiden, je schlimmer sein Zustand insgesamt wurde.

C[hag-Tu


Nein, das klingt wirklich nicht gut, Patricia, ich möchte mich da Monikas Einschätzung anschliessen.

Wobei die Frage ist, ob der Patient nicht mitarbeiten KANN oder WILL. Ich kann mir nämlich auch vorstellen, dass er innerlich so verzweifelt ist, dass er zeitweise resigniert und nicht mitmachen WILL. Mir sind solche Verhaltensweisen von traumatisierten Menschen bekannt. Und Dein Freund IST traumatisiert, egal, ob er registriert, was um ihn herum vor sich geht, oder nicht. Man muss sich vorstellen: Man geht als geistig völlig fitter Mensch in eine Operation und erwacht als schwerst behinderter Mensch wieder auf....

Liebe Grüsse

Cha-Tu

P$atric[ia_B2x3


Hallo Monika,

Hallo Cha-Tu,

Ich glaube, er kann es einfach nicht, versteht nicht, was da passiert. In genau diesem Zustand wird er nicht ewig bleiben, irgendwelche Verbesserungen gibt es immer, solange der Patient noch Bewusstsein hat und nicht zu viel vom Gehirn geschädigt ist.

Ja, ich hoffe sehr das es noch Verbesserungen geben wird, denn so ist es wirklich sehr schlimm. Mein Verdacht ist auch dass sein Zustand, dieser "apathische" wie ihn seine Lebenspartnerin die Krankenschwester ist bezeichnet, aufgrund der Medikamente die ihm zur Ruhigstellung verabreicht werden, gegeben ist. Da ich ihn ohne Medikament erlebt habe, da war er zwar aggressiv, aber sonst sehr normal und hat gedeutet er will nicht schreiben üben wenn er nicht wollte, und wenn ich gefragt hab ob ich ein Taschentuch naß machen soll um ihm die ausgetrockneten Lippen zu befeuchten hat er mit dem Zeigefinger zum Badezimmer gedeutet und als ich zurückkam hat er das nasse Tuch genommen und sich selbst die Lippen angefeuchtet.

Oder z.B. hab ich ihm gesagt dass wir nicht wissen ob er uns versteht und falls ja möge er ein Faust machen, was er getan hat. Und letzten Sonntag war ich ja kurz unerlaubt dort und hab ihm gesagt dass er immer sehr sportlich war und bei der Physiotherpie mitmachen soll, da sein Zustand sonst so bleiben würde und an diesem TAg war er kooperativ bei den Übungen. Leider nur an diesem Tag, vielleicht war´s auch nur Zufall und hatte nichts damit zu tun dass er es verstanden hat :-(

Traurig ist dass bereits herumerzählt wird dass er ewig in diesem Zustand bleiben wird :°( Auch unser gemeinsamer Bekannte hat mir erzählt dass er das gehört hat, wollte mir aber nicht sagen von wem.

Aber interessanterweise habe ich dennoch die Hoffnung dass es besser werden wird. Es wundern sich zwar alle dass ich trotz allem noch hoffe. Ich versteh´s selber nicht wieso. Es ist so ein starkes Gefühl der Zuversicht dass es mit ihm einigermaßen werden wird innerhalb der nächsten 2 Jahre. Ich weiß nicht woher dieses Gefühl kommt ???

Ihm war es dann nicht mehr so wichtig, sein Leben und seine Interessen waren dann sehr reduziert, aber er schien dann nicht mehr darunter zu leiden, je schlimmer sein Zustand insgesamt wurde.

Das ist wirklich ausgesprochen traurig :°(

Ich kenne so etwas, meine Mutter hatte MS, zuletzt schwersten Grades, war bettlägrig und tw. im Rollstuhl wenn sie die Pfleger hinausgesetzt haben, was sie nicht gerne gemacht haben, da zu viel Arbeit. Ihr ganzes Leben und Interessen hat sich darauf bezogen zu warten dass wir, die Kinder, auf Besuch kommen. Sie war immer bei vollem Bewusstsein :°(

@ Cha-Tu

Ich kann mir nämlich auch vorstellen, dass er innerlich so verzweifelt ist, dass er zeitweise resigniert und nicht mitmachen WILL.

Das stimmt. Seine Lebenspartnerin hat mir öfters erzählt dass er nur etwas tut wenn er WILL.

Ich hoffe dass er bei dieser neuen Therapeutin, die mit Bildern und Schriften mit ihm arbeitet mitmacht. Leider geht seine Ex nicht zu der Zeit hin wenn die Therapeuten dort sind, da sie immer länger schläft - weil sie derzeit massive Schlafstörungen hat aufgrund der Ereignisse. Sonst könnte man noch mehr eruieren wie´s wirklich läuft. Es ist wirklich zum verzweifeln dass die Leute die mehr tun dürfen dann irgendwelche andere Hindernisse haben. :-(

Positiv find ich dass der Neffe jetzt wieder mehr dahinter ist, und auch diese neue Therapeutin organisiert wurde, wenn sie bereits vor 4 Wochen tätig geworden wäre, könnts vielleicht jetzt besser aussehen.

Aber dieses Warten bis die Schleimbildung aufhört und die Kanüle entfernt werden kann hat m. E. viel Zeit vergeudet. Man hätte nebenbei viel mehr tun können, was vermutlich den Patienten mehr motiviert hätte. Allein schon zu sehen dass hier Leute um einen sind die sich um einen kümmern und Übungen machen, auch wenn man´s nicht versteht, ist ja schon unbewußt motivierend. Zumindest ich sehe es so.

Ich muss aber dazu sagen, wenn ich nicht von Euch die inputs gehabt hätte, hätte ich wahrscheinlich auch nur gewartet und geschaut was die Ärzte als nächstes machen. Denn grundsätzlich denke ich auch, dass die Ärzte schon das richtige und nötige machen.

Mir sind solche Verhaltensweisen von traumatisierten Menschen bekannt. Und Dein Freund IST traumatisiert, egal, ob er registriert, was um ihn herum vor sich geht, oder nicht. Man muss sich vorstellen: Man geht als geistig völlig fitter Mensch in eine Operation und erwacht als schwerst behinderter Mensch wieder auf....

Ich glaube auch dass er traumatisiert ist. Er hat mir nämlich einige Male die Verzweiflung gezeigt, er hat so geweint wie in kleines Kind, ohne Stimme da es ja nicht geht und ohne Tränen. Ich denke er wollte so auf seine völlige Verzweiflung aufmerksam machen :°(

Könnte seine Schwäche auch mit dem Herzschrittmacher zu tun haben ??? Das ist so eine Frage die ich mir derzeit stelle.

Bis bald :)* :)*

Liebe Grüsse und schönen Tag

Patricia

M}oni3ka6W5


Ich denke, seine Schwäche beruht auf mehreren Faktoren. Du darfst nicht vergessen, dass er eine schwere Op hinter sich hat und normalerweise würde er sich langsam jetzt wieder aufbauen durch mäßige Bewegung. Meine Mutter hat auch Wochen gebraucht, um mal wieder zum nahe gelegenen Laden allein zu gehen. Er aber líegt nur und das macht ihn natürlich erst recht schwach. Der Herzschrittmacher an sich kann ja nicht das Problem sein, damit leben viele Menschen sehr gut.

Mxago@lwexs


Hallo,

ich möchte nochmal zurück kommen auf den Bericht von MyTool.

Natürlich gibt es in den allerwenigsten Einzelfällen auch solche Super-Männer. Glückwunsch dazu :)^

Aber diese körperlichen Herausforderungen würde ich nicht als Vorbild empfehlen.

Eine Woche nach der OP ist das Brustbein noch weit von einem Zusammenwachsen entfernt, so dass es mir eher unvernünftig erscheint sich solchen Belastungen auszusetzen.

Das ich heute, 3 Monate nach der OP noch rechte Schmerzen in der Brust verspüre, wenn ich nur leichte Tätigkeiten ausübe und bisher es nur zu einem halbtausender gebracht habe, mag daran liegen, dass ich ein normaler, untrainierter Bürohengst war ;-)

Jeder wie er kann und mag und in der Lage ist...

Gerhard

PWatr@icia~_23


Hallo ihr,

@ Monika

dass er eine schwere Op hinter sich hat und normalerweise würde er sich langsam jetzt wieder aufbauen durch mäßige Bewegung. Meine Mutter hat auch Wochen gebraucht, um mal wieder zum nahe gelegenen Laden allein zu gehen. Er aber líegt nur und das macht ihn natürlich erst recht schwach.

Gut zu wissen, ich bin da offenbar wieder etwas abgeschweift mit meinen Vermutungen |-o

Stimmt eigentlich, auch wenn ich als gesunder nur liege oder lange liege werde ich auch ganz schwach, wenn ich dann noch Übungen durchführen sollte...

@ Magolwes

Eine Woche nach der OP ist das Brustbein noch weit von einem Zusammenwachsen entfernt, so dass es mir eher unvernünftig erscheint sich solchen Belastungen auszusetzen.

Aha, super die Info. Das hab ich gar nicht gewußt dass das Brustbein offensichtlich ??? aufgeschnitten ??? wurde bei der Herz-OP.

Das ich heute, 3 Monate nach der OP noch rechte Schmerzen in der Brust verspüre, wenn ich nur leichte Tätigkeiten ausübe und bisher es nur zu einem halbtausender gebracht habe, mag daran liegen, dass ich ein normaler, untrainierter Bürohengst war ;-)

Ah Du bist auch erst kürzlich operiert worden ??? Dann herzlichen Glückwunsch einmal dass alles gut gegangen ist :)^ Warst Du auf REHA und wie lange ???

Ich find der "halbtausender" ist schon beachtlich nach 3 Monaten OP ;-D, ich weiß nicht ob ich´s so schaff, ohne OP |-o

Aber ihr habt recht, normalerweise hätte mein Freund auch mind. 6 Wochen zur Herz-REHA gehen sollen, nach rd. 9 Tagen Spital. Und nun passiert diesbezüglich nichts weil er ja in der neurologischen KH-Abteilung ist.

Danke @:) Euch für die Info, an das hab ich leider |-o nicht gedacht, obwohl´s hier sicher schon erwähnt wurde, aber irgendwie hab ich da manches vergessen oder verdrängt, sorry.

Von meinem Freund weiß ich leider nichts Neues, ausser das sich nichts verändert hat :-(

Mal sehen ob ich meine Freundin dazu bringen kann dass sie morgen früh wieder kurz zu ihm hinschaut, obwohl sie nicht mehr will da er vorigen Sonntag so negativ auf sie reagiert hat. :-(

Bis bald :)*

Liebe Grüsse und schönen Abend

Patricia

M#ago>lwBes


Ja, ich war Anfang 2009 drei Wochen in der REHA und seit 29.1.09 wieder zu Hause.

Der "Halbtausender" war für mich ein Klax da ich auf 400 Meter wohne und die restlichen hundert Meter nicht mehr besonders anstrengend waren ;-)

Dass Du allerdings nicht weist, das bei einer Bypass- und/oder Herzklappen OP das Brustbein mitten durchgesägt wird, erschüttert mich allerdings ein wenig. Angesichts der wochenlangen Beschäftigung mit diesem Thema hier. Bei Google findet man die meisten Antworten auf viele Fragen und Fotos und bei YouTube sogar Filme von OPs.

Es ist sicher eine der brachialsten Operationen. Das Betrachten dieser Bilder erfordert also viel Mut.

Sorry, das ich nun mal etwas deutlicher werden muss: bei diesem Patienten ist leider (fast) alles was als allseits bekanntes Risiko letztlich nicht vermieden werden kann, eingetreten. Das ist natürlich im Einzelfall ganz schrecklich, am meisten für den Patienten und die direkt betroffenen Angehörigen, aber nicht mit seitenlangen Abhandlungen aus der Welt zu schaffen. Hier muss man sich allmählich mit dem Gedanken vertraut machen, sich wohl oder übel damit abzufinden. Ich bin der letzte der die Hoffnung aufgeben würde aber man sollte sich auch nichts Unmögliches vormachen oder erwarten.

Nur die direkten Angehörigen sind nun in die Pflicht genommen, die weitere Vorgehensweise zu gestalten. Freunde, auch wenn sich noch so nahe fühlen, sind auch letztlich vor dem Gesetz und dem Versorgungsträger ganz sicher keine Ansprechpartner.

Nur zur Klärung, ich hatte vor 4 Jahren selbst einen Schlaganfall und nun kürzlich eine Bypass OP.

Weis also, wovon ich spreche.

Wohlwollende Grüße

M%oni&k<a65


Magolwes

Du hast dich anscheinend sehr gut erholt nach dem Schlaganfall?

Patricia

Eine Aortenklappenop wird am offenen Herzen durchgeführt, leider geht das noch nicht endoskopisch. Das hatte ich anfänglich auch gehofft.

Czh$a-Txu


Hallo, Patricia,

bei meiner Mutter ist das Brustbein nie endgültig zugewachsen, es war immer "instabil", und hat auch manchmal noch gezwickt, obwohl die OP schon Jahre zurücklag.

Alles andere haben meine Mitschreiber ja schon geschrieben, dem ist nichts hinzuzufügen... ;-)

Lieben Gruss

Cha-Tu

Pkatrricia_x23


Hallo ihr,

@ Magolwes

Nur zur Klärung, ich hatte vor 4 Jahren selbst einen Schlaganfall und nun kürzlich eine Bypass OP.

Ich hatte es auch nicht mitbekommen dass Du auch einen Schlaganfall hattest. :-o Finde auch dass Du Dich sehr gut erholt hast, wie es aussieht.

Kannst Du Dich vielleicht noch erinnern wie die Umstände waren als Du den SA bekommen hast ??? Könnte Stress oder Ernährungsweise auch mitgespielt haben. Wie einmal hier erwähnt bin ich ja auf der Suche für die Ursache. Wobei bei meiner Krankheit auch die richtige Ernährung viel bewirkt hat und bewirkt wie ich gemerkt habe.

Der "Halbtausender" war für mich ein Klax da ich auf 400 Meter wohne und die restlichen hundert Meter nicht mehr besonders anstrengend waren ;-)

;-D, verstehe.

Find ich aber toll dass Du gehst. Ganz viel viel Kraft für die nächsten 100erter :)* :)* :)*

Ist sicher sehr positiv für die GEsundheit. Mein Arzt, der (zufällig) Kardiologe ist, hat mir gesagt, ich solle mind. 3x die Woche 1/2 Stunde Sport machen, besser wäre 5x 1/2 Stunde, auch wenn´s nur am Ergometer (ist das das Fahrad zu Hause ???) ist, oder aber zumindest spazieren gehen. DAs trifft auf jeden Menschen zu sagte er mir, nicht nur auf Herz-Patienten.

Ja, ich war Anfang 2009 drei Wochen in der REHA und seit 29.1.09 wieder zu Hause.

3 Wochen REHA erscheint mir sehr kurz. Wobei wenn man vernünftig ist und zu Hause langsam weitermacht und sich steigert mit Übungen. Aber in der REHA ist man doch unter BEobachtung und mit Gleichgesinnten, das sollte ja dann lichter fallen ???

@ Cha-Tu

bei meiner Mutter ist das Brustbein nie endgültig zugewachsen, es war immer "instabil", und hat auch manchmal noch gezwickt, obwohl die OP schon Jahre zurücklag.

Na bumm :-o, das ist ja wirklich eine außerordentlich schwierige OP die HK-OP. Nicht nur dass hier am wichtigsten Organ herumgeschnitten wird, wird zudem das Brustbein durchgesägt :-o Ich glaube dass das Brustbein auch eine sehr sensible Stelle ist da gerade dort die "neuen" roten Blutkörperchen bzw. überhaupt Blut gebildet wird.

Verstehe nicht wieso diese OP als "routine OP" á la Blinddarm-OP gleichgesetzt wird. Das ist, je mehr ich jetzt erfahre, alles andere als eine "routine OP". Wobei man ja sagen muss, aufgrund der vielen gelungenen Herz-OPs, würde das mit der "routine OP" sogar zutreffen.

@ Monika

Eine Aortenklappenop wird am offenen Herzen durchgeführt, leider geht das noch nicht endoskopisch. Das hatte ich anfänglich auch gehofft.

@ Magolwes

Dass Du allerdings nicht weist, das bei einer Bypass- und/oder Herzklappen OP das Brustbein mitten durchgesägt wird, erschüttert mich allerdings ein wenig.

Ich hab es mir leider gar nicht so genau vorgestellt, da ich, wenn ich mir Krankheiten/OPs genau vorstelle, massive Kreislaufbeschwerden bekomme, bis ohnmächtig werden, weiss aber nicht warum ???.

Und im Internet hab ich vor der OP, aber leider erst rd. 10 Tage davor (da ich erst zu diesem Zeitpunkt merkte dass mein Freund Angst davor hat) zu suchen begonnen nach HK-OPs, aber leider nur sehr positive Berichte gelesen, dass eben schon alles "routine" wäre und zig-Tausende OPs im Jahr allein in DE stattfinden. Absolut nirgends eine Anmerkung der Risiken gefunden. Nur sehr positive Berichte.

@ Magolwes

Hier muss man sich allmählich mit dem Gedanken vertraut machen, sich wohl oder übel damit abzufinden. Ich bin der letzte der die Hoffnung aufgeben würde aber man sollte sich auch nichts Unmögliches vormachen oder erwarten.

Ja, stimmt. Ich hab mich eh schon damit abgefunden, es bleibt mir leider nichts anderes übrig. Ich wollte nur erwähnen dass ich innerlich fühle ??? dass doch "einigermaßen" besser werden wird, und dass mich das wundert angesichts der vorliegenden Fakten.

Nur die direkten Angehörigen sind nun in die Pflicht genommen, die weitere Vorgehensweise zu gestalten. Freunde, auch wenn sich noch so nahe fühlen, sind auch letztlich vor dem Gesetz und dem Versorgungsträger ganz sicher keine Ansprechpartner.

Stimmt auch. Nur meine Sorge war und ist dass die Angehörigen zu wenig tun. Nur 1x am Wochenende kurz hingehen ist m. E. viel zu wenig in so einer Extrem-Situation für den Patienten. Aber seine Ex ist Gott sei Dank jetzt jeden Tag dort :)^ Das ist m. E. die mindeste Unterstützung die jetzt gegeben werden kann. ABer das hatten wir eh auch scho diskutiert dass sie vermutlich geschockt sind und lieber aus dem Weg gehen, hoff nur dass sich das bald ändert. Denn m. E. ist "Zuwendung das Mittel der Stunde".

Apropos, kurzes update zu meinem Freund:

War heute früh wieder "unerlaubt" meinen Freund besuchen. Ich denke der "Krankenpfleger" (ist eigentlich eine diplomierte männliche Krankenschwester, aber halt männlich, weiss nicht wie man die männlichen nennt) weiß dass ich diejenige bin die Verbot hat, denn damals war ich täglich und lange und er hat mich oft dort gesehen und seit dem Verbot einmal und das 5 Minuten. Aber er meinte, ihm sei es gleich wer besuchen ginge, nur der Sohn und der Arzt hätten gesagt, dass Verbot sei. Und ist mir auch nicht ins Zimmer nachgekommen um zu prüfen wie der Patient auf mich reagiert :)^

Mein Freund hat heute positiv reagiert. War m. E. voll bei bewußtsein, hat gut gehört, hat gut reagiert. Als ich mit meinem Kopf irrtümlich auf dem Radio- und Schwesternglocke angekommen bin und diese hin- und her gependelt hat, hat er sie aufgehalten und dann langsam seine Hand wieder zurückgezogen ;-D

Dann hab ich ihm noch erzählt wieso ich so selten komme, damit er sich nicht kränkt, und als er hörte ich hab Verbot hat er mit dem Zeigefinger zur Türe gedeutet :-o , ich hab ihm gesagt dass er sowas nicht tun solle wenn jemand anwesend wäre, da ich sonst überhaupt nicht mehr kommen dürfe, und wenn er wieder sprechen könne, könne er mitteilen dass ich kommen kann und dann wäre alles kein Problem, dann hat er nicht mehr zur Türe gedeutet :-). Sonst hab ich ihm auch gezeigt dass ich beten tue und dass er das auch tun soll. Und dass ich wieder komme, hat er die Augen kurz geschlossen und genickt :-D und beim Gehen hat er mir heute zum 1. Mal nachgewunken und noch mit dem Kopf und den Augen gedeutet, also das Zeichen von "Tschüs". :-)

D.h., m. E. ist er schon bei vollem Bewußtsein. Ich glaube dass seine Lebensgefährtin schon recht damit hat dass er nur angemessen reagiert wenn er WILL.

Seine Ex hat mir gestern abend erzählt, dass er schwarz-weiß Bilder nicht erkennt ??? Und die Kanüle vermutlich noch länger als erwartet bleiben muss :-(

Danke Euch @:) für Eure Informationen.

Meld mich wieder wenn ich was Neues weiß.

Alles Liebe und schönen Tag :)* :)*

Patricia

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