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Aorta, Herzoperation

C1ha9-Tu


Ergänzend zu meinen Antworten in den anderen Threads:

Dass Dein Freund in den Tiefschlaf verlegt wird, halte ich für sehr gut und richtig. Überlege Dir mal, er würde das alles bei Bewusstsein mitbekommen?! Der Tiefschlaf dient auch und vor allem SEINER Schonung.

Dass Dein Freund aufgedunsen ist, liegt vermutlich daran, dass die Ärzte massiv versuchen, mich höchstdosierten Medikamenten gegen Ödem und Kreislaufschwäche vorzugehen. Meine sehr schlanke Mutter war in der Woche nach der OP auch richtig "dick", ich hätte sie auf den ersten Blick nicht wiedererkannt.

Lieben Gruss

Cha-Tu

Agp0plRe(Q


hi

nein sie konnte die stimmen nicht erkennen sie sagte auch das in der zeit der aufwachphase alle gleich aussahen

also als sie die medikamente ausgeschlichen haben....

auch die zeit hat sie logischerweise nicht richtig wahrnehmen können

es hat ziemlich lang gedauert bis sie wieder klar im kopf war...

es ist bestimmt bei jeden menschen anders

zum glück aber ist sie heut wieder fit und fast wie früher :)^

k\ullxi


Hallo Patricia!

Ich habe selbst schon einmal 3 Wochen im künstlichem Koma gelegen. (Hab ich auch schon mal irgendwo hier gepostet). Ich habe sehr viel geträumt und wusste nicht, ob es sich dabei um Realität oder Traum handelte. Ich habe auch davon geträumt, wie man mich auf einem Tisch gewaschen hat und ich wollte immer sagen, dass ich das selbst kann, aber ich konnte nicht aufwachen. Ich habe auch die Schritte wahrgenommen, wenn Pfleger und Ärzte kamen und mir hinterher irgendwelche Schläuche in die Nase steckten. Dann bin ich immer im Loch hiner meinem Bett verschwunden. Da waren noch ganz viele andere Erlebnisse.

Damit will ich nur sagen, dass ich schon einíges mitbekommen habe, was dann irgendwie in meine Träume eingegangen ist. Ich hätte mir gewünscht, dass mein Mann mir ein Komatagebuch geschrieben hätte, vielleicht hätte ich dann die eine oder andere Situation wieder erkannt.

LG Kulli

Pqatr)iciax_23


@ Cha-Tu

Hallo Cha-Tu,

danke, ich verstehe es jetzt. Sehr komplex das ganz...

Eine Nebenfrage: Warum bist Du nicht in EINEM Thread geblieben? Nun hast Du ganz viele geöffnet, und vermutlich werden manche User hier keine Lust haben, an 5, 6 oder 8 Stellen zu antworten...

:)^

Ich dachte, dass soviele Fragen innerhalb eines Threads verwirrend und/oder zu umfangreich gewesen wären, und falls jemand nur ein Einzelthema interessiert oder etwas weiß vielleicht besser ist. Hab eh schon am vormittag dem Moderator ein e-mail gesendet, die kurzen Threads von mir zu löschen, und jetzt hab ich gesehn, dass es nicht funktioniert hat.

Werd den Moderator nochmals kontaktieren. ;-)

Liebe Grüsse

Patricia_23 @:)

P&atfrgicHia_23


Hallo Cha-Tu,

Ich drücke die Daumen, dass der Horror bald ein gutes Ende hat. Ich weiss, wie Du Dich fühlst...

Danke! War sicher für Dich auch eine schwierige Zeit damals...

Lieben Gruss :)* :)*

Patricia_23

PNat|ricixa_23


Hallo Cha-Tu,

die Informationen sind wirklich äußerst hilfreich für mich, durch sie hab ich wieder Hoffnung gefunden.

Gestern war ich echt verzweifelt was ich gesehn und gehört hab und ohne zu wissen was das alles genau bedeutet, war wirklich schockierend.

Aber Dank Deiner Informationen ist das jetzt viel verständlicher und nachvollziehbarer für mich, was abläuft.

Alles Gute :)* :)*

Patricia_23

PMatricMia_23


Hallo Cha-Tu,

Du kennst Dich wirklich sehr gut aus bei den Herz-Themen und außerdem kannst Du es sehr verständlich erklären. Jedenfalls viel verständlicher als die Ärzte und Krankenschwestern. Dadurch legt sich auch meine Unsicherheit. Vielen vielen Dank!@:) @:)

Mir scheint, Du suchst verzweifelt nach jemand Verantwortlichen, und das ist auch normal für alle Angehörigen und Freunde

:)^ Das stimmt! :)^

Bei mir steigert sich das ganze wahrscheinlich noch dadurch dass ich nämlich keinem Arzt vertraue und auch Krankenschwestern bzw. Pflegepersonal NICHT. Aus diesem Grund hatte ich vorgeschlagen dass mein Freund die Operation verschiebt zunächst um 1 Jahr und dann wollt ich ihn noch von einem Arzt dem ich vertraue, der genau und gründlich und vernünftig ist untersuchen lassen.

Hab nämlich leider selbst schon 3x im Leben negative Erfahrungen gemacht - aber 3x Glück gehabt. Ich hätte operiert werden sollen, ohne das es tatsächlich notwendig war.

Beim 1. Mal war es Zufall dass ich draufgekommen bin. Es war Weihnachtszeit, vor 18 Jahren und ich hatte Unterleibschmerzen, mein Arzt war auf Urlaub, also ging ich zu einem anderen, ein Eileiter sollte entfernt werden und zwar dringend ein OP-Termin wurde bereits vereinbart. Irgendwie wollt ich die OP nur von meinem Arzt machen lassen und kontaktierte und schilderte ihm alles.

Ich sollte mich im Spital einfinden, er mache eine Urlaubsunterbrechung und komme, dem anderen Arzt sagte er ab. Ich bekam Narkose und als ich wieder aufwachte wurde ich gefragt ob ich Schmerzen hab, ich antwortete Bauchschmerzen, und dann mein Arzt "Oooh na so etwas, Bauchschmerzen, das kann ja gar nicht sein, Sie sind ja gar nicht operiert worden..." und riesengelächter von den anderen die dort herumstanden.... Er hat mich im Narkosezustand untersucht weil er sich selbst ein Bild machen wollte und hatte festgestellt dass es gar keine Eileiterschwangerschaft ist und mich einfach wieder nur aufwachen lassen... ;-)

Und dann hatte ich 3 schwerkranke Familienmitglieder, dort hab ich auch einiges mitbekommen, daher weiß ich dass es bei Ärzten so wie anderen Berufen auch, eher oberflächliche, genaue, schnelle, langsame, einfühlsame, etc. gibt.

Die vielen negativen Erlebnisse bzw. Fehler von Ärzten die ich erfahren habe, haben mich noch viel vorsichtiger vor ihnen gemacht, was den "normallen Effekt, dass Angehörige und Freunde die Verantwortung bei den Ärzten suchen" sicher bei mir noch verstärkt.

Und erschwerend kommt hinzu dass ich momentan sehr down und schwarzseherisch und dieses Thema ums Herz leider überhaupt nicht verstanden hab, was das Misstrauen sicher noch zusätzlich verstärkt hat.

Hast mich durchschaut... ;-D

Lieben Gruss

Patricia_23

P1a2tri-cia_2x3


Hallo Cha-Tu,

Der Tiefschlaf dient auch und vor allem SEINER Schonung

Das stimmt. :)^

Meine Sorge war ja die dass er noch NIE bewußt aus der Narkose aufgewacht ist, d.h., aufgewacht aber "nicht ansprechbar", und das ist das was mich so verwirrt und Sorgen macht.

Aber so wie ichs verstanden hab ist Deine Mutter erst am 8. Tag aufgewacht. War sie vom 1.-8. Tag nicht aufgewacht und bei Bewußtsein?

höchstdosierten Medikamenten gegen Ödem

Gegen das Ödem unternehmen sie nichts da sie ja den Schlaganfall viel zu spät bemerkt haben und die Medikamente nur wirken, wenn der Schlaganfall bereits nach einigen Stunden nach Eintritt erkannt wird. Danach wirkt es nicht mehr. Er bekommt viel Wasser und sonstige Flüssigkeiten/Medikamente..

Hat Deine Mutter Medikamente gegen das Ödem bekommen? Wann bzw. wie haben sie den Schlaganfall entdeckt bei Deiner Mutter? ???

Meine sehr schlanke Mutter war in der Woche nach der OP auch richtig "dick", ich hätte sie auf den ersten Blick nicht wiedererkannt.

Genauso war´s bei mir, nur dass mein Freund ohnehin schon etwas stärker ist und jetzt für mich "sehr dick" war.

Liebe Grüsse *:) :)*

Patricia

Pratri;cia_2x3


Hallo ihr,

@ AppleQ

also als sie die medikamente ausgeschlichen haben....

Weißt Du vielleicht noch wie lange das medikamente ausschleichen gedauert hat?

Und wieso war Deine Mutter übrigens im Koma?

zum glück aber ist sie heut wieder fit und fast wie früher :)^

:)^ Ja, das ist toll und Glück wenn sowas wieder gut geht. Und wieso ist sie nur fast wie früher? Was ist jetzt anders als früher ??? ?

@ kulli

(Hab ich auch schon mal irgendwo hier gepostet).

Aha, werd mal suchen ob ich es find. Aber erst morgen, bin schon sehr müd, gestern um 3.00 ins Bett und dann die Aufregungen..

Damit will ich nur sagen, dass ich schon einíges mitbekommen habe, was dann irgendwie in meine Träume eingegangen ist.

Na das find ich sehr interessant und sehr gut zu wissen. Und wieso wurdest Du in künstliches Koma versetzt? Mußt nicht antworten, mich hätte es nur interessiert welche Gründe es dafür gibt ??? ?

Übrigens: Meine 2 Ärzte haben mir nämlich eh geraten den Patienten zu besuchen da das das einzige wäre was man für sie tun könne, weil die Patienten mitbekommen und sich freuen?...

Danke für die Infos @:) :)* sehr interessant, man wüßte sonst nie wie es überhaupt ist.

Und in der Narkose beim Operieren bekommt man aber gar nichts mit? Ich nehm an die Narkose ist dann noch viel stärker.

Hab noch eine Frage: schädigt das künstliche Koma irgendwie Gehirnzellen oder sonstiges? ??? Ich nehm amal an NEIN, aber wollt mal fragen.

Liebe Grüsse

Patricia

PEatrinciBa_283


Hallo Cha-Tu,

kurzer Status,

hab heute meinen Freund besucht, er war das 1. Mal wach, hat mich auch erkannt weil er mit den Augen gelächelt, sich ja richtig gefreut hat. Gleichzeitig hat er begonnen mit der linken Hand und linkem Bein (nicht gelähmte Seite) unkoordinierte unmotivierte Bewegungen zu machen.... :-o :-o Trotzdem hab ich mich riesig über das Erwachen gefreut. Ich habe gehofft auf Besserung, dachte wenn das Ödem kleiner wird, bessert sich vielleicht der Zustand ein wenig und dann mit der REHA...

Leider ist mir die Hoffnung nach dem Gespräch mit der Ärztin vergangen. Sie meinte Ödem war bei ihm sehr klein bis keines hier, daher bekommt er nichts dagegen. Meine Vermutung, daher wird sich nicht viel verändern im Gehirn und daher ist das wie´s momentan für mich aussieht der Status quo. Ich hab so einen Schock bekommen, noch schlimmer als wenn er gestorben wäre... :°( :°( :°( Das ist nämlich das Schlimmste für ihn, was ihm passieren hat können. Meine Mutter war gehbehindert und die letzten Jahre bettlägrig und er hat meine Mutter immer bedauert und mich immer wieder angehalten sie oft zu besuchen, weil ihr Zustand seiner Meinung nach das schlimmste Los war, was wem passieren könnte, "besser tod, als nicht gehen können". Und nun das!:°( :°( :°(

Außerdem wisse man nicht meinte sie weiters, ob geistige Schäden davongetragen werden... :-o :-o Als ob nicht alles oben nicht schon unerträglich genug wäre.

Hab leider wieder eine Frage, ich weiß dass es bei jedem anders sein kann, nur für eine Orientierung für mich: Hat Deine Mutter als sie die Augen öffnen konnte etwas sprechen können, oder die rechte Hand oder Fuß bewegen können? o:) Kannst Du Dich zufällig noch erinnern?

Liebe Grüsse

Patricia

CEhax-Tu


Hallo, Patricia,

warum denn immer so pessimistisch :-) Dass Dein Freund aufgewacht hat und Dich erkennt, ist doch schon mal eine sehr sehr gute Nachricht. Dass das Ödem sehr klein ist, ist auch eine Erklärung, warum sie ihm dagegen nichts geben, denn kleine Ödeme lösen sich mit der Zeit alleine auf. Ich hatte das zigarettenchachtelgrosse Ödem meiner Mutter vor Augen, da wurde medikamentös nachgeholfen, um es abzubauen.

1 Woche nach einem Schlaganfall vom "Status quo" zu reden, der bleibt, ist absolut pessimistisch. Eineinhalb Jahre (!!!!!!!!!!) nach einem Schlaganfall kann sich noch etwas verändern, verbessern... Meine Mutter hat 3 Monate Reha gebraucht, um wieder "halbwegs" zu existieren, aber in den ersten 1,5 Jahren bei uns zuhause (sie lebte ja seit dem Schlaganfall bei uns) hat sie noch viele Veränderungen erreicht, durch spezielle Krankengymnastik für Schlaganfallpatienren, durch Trainings zuhause, durch Lernen, Lesen, Aktivitäten. Ein Jahr nach dem Schlag fing sie mit Yoga an, als über 70jährige und nach einigen Jahren war sie gelenkiger als meine Frau, die 30 Jahre jünger als meine Mutter ist.

Die ersten 3 Monate sind sehr sehr wichtig, aber die nächsten 15-18 Monate sind auch sehr wichtig, da kann noch viel "korrigiert" werden.

Und dann noch etwas: Ich kenne viele Menschen (und ich hatte in meinem Leben viel mit Schwerkranken zu tun, auch beruflich), die vor ihrer Erkrankung gesagt haben "Nein, so möchte ich nicht leben, so hilflos" und die dann, als sie selbst krank und "behindert" wurden, gerne gelebt haben und leben und nicht selten sagten "Was habe ich damals nur für einen Unsinn geredet". Man WEISS einfach nicht, wie Dein Freund leben wird, ob es für ihn erträglich sein wird. Wenn er so willensstark ist, wie Du ihn beschrieben hast, könnte es sen, dass er diesen Willen vielleicht dafür einsetzen will, "trotz allem" ein gutes, würdiges Leben zu führen. Unterschätze die Möglichkeiten und Kräfte von Schwerkranken bitte nicht...

Dass man nicht wisse, ob geistige oder sonstige Schäden vorhanden sind, ist eine "Null-Aussage". Das gilt für JEDEN Patienten, der einen Schlaganfall erlitten hat. In den ersten Wochen kann man dazu keine Aussage machen, weder bei "leichten" noch bei "schweren" Fällen. Da kann man nur abwarten... Das Gehirn ist ein fantastisches Organ, selbst zerstörte Bereiche bzw. deren "zerstörte" Funktionen können von anderen Teilen übernommen werden. Wirklich "hoffnungslos Irreparables" ist sehr selten...

Nein, meine Mutter hat erst Wochen später das erste Wort gesprochen, ich glaube, es waren 2 oder 3 Wochen später. Und unwillkürliche Bewegungen hat sie auch gemacht. Der Patient will ja seine Hände/Arme so bewegen, wie das normal ist, wie er das immer gemacht hat, aber das geht noch nicht, und daher kommt es quasi zu "Fehlzündungen" in den Armnerven. Ihre ersten selbständigen Gehversuche hat sie nach ca. 2 Monaten machen können (mit Gehhilfe), hatte bis dahin aber auch Krankengymnastik (die begann, sobald sie aufwachte, natürlich die ersten Wochen im Liegen, eine Krankengymnastin kam zu ihr ans Bett). "Richtig gehen", zeitweise durch einen Stock unterstützt, zeitweise aber auch völlig frei (z.B. in der Wohnung) konnte sie nach ca. drei Monaten wieder, auch wieder richtig sprechen. Nur die Halbblindheit blieb zurück und eben die Gehbehinderung, das schrieb ich ja schon. Erschwert wurde das bei meiner Mutter dadurch, dass sie Parkinson hatte. Und selbst sie, als "nervlich Vorgeschädigte" hat noch so viel erreicht, obwohl es anfangs so hoffnungslos aussah...

Übrigens "erinnere" ich mich nicht nur sehr genau, sondern ich habe damals in Belgien Tagebuch geführt. Ich "wohnte" ja eine zeitlang mit ihr auf einem Zimmer. Da sie nicht in D operiert werden konnte (keine Kapazitäten, und sie war ein Notfall), wurde sie in Belgien notoperiert, und da sie weder französisch noch englisch sprach und vor allem auch furchtbare Angst hatte, bin ich mitgefahren, und konnte in der Klinik "wohnen", in ihrem Zimmer, mit einem Beistellbett. Um dieses ganze Elend ertragen zu können, habe ich Tagebuch geführt (damals gab es noch kein Internet, um mich abzulenken), daher weiss ich all diese Einzelheiten auch nach 18 Jahren noch, als wären sie erst vor kurzem gewesen.

So, wie ich das bei Deinem Freund alles sehe, besteht noch absolut kein Grund, die Hoffnung aufzugeben, zumindest nach all dem, was Du hier beschrieben hast. Das ist zwar alles schlimm, aber ich habe so elende Menschen nach einem Schlaganfall gesehen, die später wieder "fit" waren, dass ich denke, dass Du da die Hoffnung nicht aufgeben solltest.

Lieben Gruss

Cha-Tu

P:atricivax_23


Hallo Cha-Tu,

zunächst einmal sorry dass mich so spät erst melde, bin gestern abend todmüd ins Bett gefallen und hab heute den ganzen Tag Erledigungen gehabt.

Cha-Tu, ich bin wirklich überwältigt über Deine ausführliche Mitteilung, wie kann ich Dir jemals dafür danken? :)* :)*:)

Das hat mich total aufgerichtet in meiner Verzweiflung und hat mir wieder Hoffnung gegeben!! Danke vielmals. @:)

1 Woche nach einem Schlaganfall vom "Status quo" zu reden, der bleibt, ist absolut pessimistisch.

;-D erwischt, ja das stimmt, ich bin leider in diesem Fall sehr sehr pessimistisch gewesen, ja geradezu schwarzseherisch. Ich hab geglaubt dass ich schon viel Leid erlebt und gesehen habe, was sicher auch der Fall war, aber dieser gegenständliche Fall übersteigt alles bisher dagewesene. Ein Mensch, fit und aktiv, 3x wöchentlich laufen, 2x wöchentlich Tennisspielen, Skilaufen und dann eigentlich eine lebensverlängernde Operation und dann das Ergebnis, das war mir offenbar vielzuviel. Ich weiß nicht wie ich das ohne Deine Hilfe überstanden hätt... ??? Mit Sicherheit nicht so gut!:|N

Übrigens "erinnere" ich mich nicht nur sehr genau, sondern ich habe damals in Belgien Tagebuch geführt. Ich "wohnte" ja eine zeitlang mit ihr auf einem Zimmer. ................. Um dieses ganze Elend ertragen zu können, habe ich Tagebuch geführt (damals gab es noch kein Internet, um mich abzulenken), daher weiss ich all diese Einzelheiten auch nach 18 Jahren noch, als wären sie erst vor kurzem gewesen.

Das ist ja überwältigend was Du für Deine Mutter getan hast!!:)^ :)^ :)^ Wie stark mußt Du gewesen sein um das ganze aus nächster Nähe, ohne Internet, quasi alleine dort, da ja Deine Mutter nicht sprechen konnte, zu ertragen ??? Ich denke, ich wäre verzweifelt... Woher hast Du die Kraft und Hoffnung genommen? Ich glaube auch, dass es Deine Mutter auch durch Deine Kraft geschafft hat wieder gesund zu werden. :)^

Da sie nicht in D operiert werden konnte (keine Kapazitäten, und sie war ein Notfall), wurde sie in Belgien notoperiert, ...

Wie waren die Beschwerden als sie wußte bzw. bemerkte sie muß zum Arzt bzw. wie ist festgestellt worden dass sie ein Notfall ist? Das ist wirklich heavy! Die gesamte Situation und Ablauf und das ganze passiert dann noch im Ausland... das ist echt heavy, das ist noch eine zusätzliche Steigerung der ohnehin extremen Situation!!

Und unwillkürliche Bewegungen hat sie auch gemacht. Der Patient will ja seine Hände/Arme so bewegen, wie das normal ist, wie er das immer gemacht hat, aber das geht noch nicht, und daher kommt es quasi zu "Fehlzündungen" in den Armnerven.

Waren das so wurmartige Bewegungen von den nicht gelähmten Gliedmaßen (Arm und Bein)? Und bei seelischer Erregung bzw. Aufregung vermehrt?

Weißt Du vielleicht noch in welchem Bereich Deine Mutter den Schlaganfall hatte? Mein Freund hatte es im Mittelhirnbereich! Ich weiß dass es bei keinem Patienten gleich ist, mich hätt´s nur so interessiert, um Ähnlichkeiten zu vergleichen...

Ihre ersten selbständigen Gehversuche hat sie nach ca. 2 Monaten machen können (mit Gehhilfe), hatte bis dahin aber auch Krankengymnastik (die begann, sobald sie aufwachte, natürlich die ersten Wochen im Liegen, eine Krankengymnastin kam zu ihr ans Bett). .................

Diese Informationen haben mir wirklich wieder total Hoffnung gegeben, da ich mir jetzt vorstellen kann, wie es funktioniert dass es besser werden könnte.

Ich glaub es liegt auch ein bissi an dem Spital wo mein Freund liegt, die erzählen leider ziemlich wenig, immer wieder die gleiche Aussage, dass dies ein Risiko ist, und mein Freund das unterschrieben hat, weil er gedacht hat dass dies ihm nicht passieren würde. Das hat er mit Sicherheit nicht, wir haben oft über die OP gesprochen und kenn in- und auswendig jedes kleinste Detail was ihm sein Kardiologe, einer der besten im Lande, und sein Herzchriurg (ebenso dem Ruf zufolge einer der besten im Land) gesagt hat hat, und von Schlaganfall und daraus resultierender Lähmun war NIE die Rede. Vermutlich hat man vor OP nur kurz darüber gesprochen, dass die OP eine "routine" ist und das "übliche OP-Risiko bei 3-5 %" liegt. Und wenn ich bei anerkannten bekannten Privat!-Ärzten bin nehme ich an dass ich entsprechend aufgeklärt wurde und lese dann im Spital die Formalitäten nicht mehr wort- für Wort durch, hinzu kommt die Eile die immer in der "Aufnahme" in Spitälern herrschen, und man nimmt nicht an, dass dort noch was wesentliches stehen könnte, was der Arzt bzw. im Falle meines Freundes, 2 Ärzte und ein weiterer Kardiologe in "second opinion", in mehreren Gesprächen nicht einmal ansatzweise erwähnt haben, und unterschreibt defacto "nichtwissend" etwas.

GANZ GANZ schlimm finde ich, dass ein derartiges RISIKO nicht EXPLIZIT von den Ärzten erwähnt wurde!!:(v :(v Es ist mir völlig unerklärlich wie sowas passieren konnte, und das von renommierten bekannten Ärzten, ich kann mir nur vorstellen, dass die es nicht erwähnen, da sich sodann so mancher NICHT operieren lassen würde und sie dadurch einen Verdienstentgang hätten. Anders kann ich´s mir beim besten Willen nicht vorstellen :|N, wieso ein derart wichtiges Kriterium NICHT EXPLIZIT erwähnt wird!!

Und dann noch etwas: Ich kenne viele Menschen (und ich hatte in meinem Leben viel mit Schwerkranken zu tun, auch beruflich),..

Darf man fragen was Du beruftlich machst ??? ?

...und die dann, als sie selbst krank und "behindert" wurden, gerne gelebt haben und leben und nicht selten sagten "Was habe ich damals nur für einen Unsinn geredet". ..

:)^, ich habe auch schon gehört dass kranke und "behinderte" dann gern leben, aber ich frage mich wieso das so ist ??? da ich oft den Eindruck hatte dass sie sogar lieber leben als die gesunden...

Also meine Mutter war sehr lange "gehbehindert bis schlußendlich mehrere Jahre bettlägrig (Multiple Sklerose)" und sie hat bis zuletzt gern gelebt, aber bei ihr hat es sich sehr langsam eingeschlichen und sie hat schon immer wieder auch sehr daran gelitten. Und zwischendurch hat sie immer wieder mal gesagt "Sie weiß nicht was sie dafür geben würde, wenn sie noch einmal gehen könnte". Was mir immer das Herz gebrochen hat :°(

Und hier noch ein kurzer Status über meinen Patienten:

Also gestern und heute war ich meinen Freund leider nicht besuchen, da seine Söhne mit Enkelkindern und noch anderen Verwandten dort waren, und sein Neffe ist täglich dort, ich kann voraussichtlich wieder am Montag wieder hin. :-D

Was mir beim letzten Besuch aufgefallen ist, dass seine rechte gelähmte Seite sehr kalt ist und nun hab ich mich gefragt ob das gut ist und ob dies nicht besser "mehr zugedeckt" sollte um es wärmer zu halten. Irgendwie sagte mir das Gefühl dass dafür Wärme besser sei und hab vom Pflegepersonal die Info bekommen, dass sie alles erforderlich tun, und ich müsse mir keine Sorgen machen. Aber ob Wäre gut sei für diesen Fall haben sie nicht verraten.... :(v Wie üblich sehr knapp und nichtssagend die Antworten vom Personal dort...

Er bekommt jetzt Medizin damit er schneller zu bewußtsein kommt, weil das für die Atmung erforderlich wäre..., wundert mich wieso sie ihm dann die "Kanüle" mit einem Schnitt am unteren Halsansatz eingesetzt haben wenn es besser ist dass er wieder selbst atmen soll ??? ? Die Vorgehensweise in dem Spital ist für mich dermaßen undurchschaubar und nebulös das ich ständig mißtrauisch bin..

Gestern hatte er eine CT und es hat sich ggü. der letzten nicht viel bzw. kaum etwas verändert. Aber gestern wurde er vom Pflegepersonal gefragt ob er sie hört und wenn möge er sie anschauen, was er auch getan hat. :)^ Na das ist schon einmal ein sehr erfreulicher Fortschritt!:-D

Cha-Tu, herzlichen Dank nochmals für Alles @:)

Lieben Gruss

Patricia

Cuhax-Tu


Guten Morgen, Patricia,

>Das hat mich total aufgerichtet in meiner Verzweiflung

Schön. :-)

>Ein Mensch, fit und aktiv, 3x wöchentlich laufen, 2x wöchentlich

>Tennisspielen, Skilaufen und dann eigentlich eine lebensverlängernde

>Operation und dann das Ergebnis, das war mir offenbar vielzuviel.

Das verstehe ich sehr gut. Meine Mutter wurde ja aus einem ähnlich aktiven Leben herausgerissen. Sie war ehrenamtlich in einer Sozialorganisation tätig, war parteipolitisch aktiv und ging jede Woche zweimal schwimmen, einmal zur Gymnastik. Sie war NICHT übergewichtig, eher im Gegenteil. Sie hatte zwar 25 Jahre vor dieser OP schon mal einen Infarkt erlitten, den sie aber mit viel Disziplin gut überwunden hatte.

>wie ist festgestellt worden dass sie ein Notfall ist?

Sie ist mitten auf der Strasse in Ohnmacht gefallen, und wurde als Notfall ins KH eingewiesen. Dort machte man eine Katheteruntersuchung und sah, dass die Aorta-Herzklappe völlig kaputt war und dringendst ersetzt werden müsse. Da es damals in D noch sehr wenig Operationskapazitäten gab und man Termine Monate vorher machen musste, wurde das Ausland antelefoniert, befreundete Kliniken. Es standen damals eine Klinik in Grossbritannien und eine in Belgien zur Wahl. Da meine Mutter belgien-näher wohnte (Ruhrgebiet), wurde diese genommen.

Die Armbewegungen meiner Mutter waren wohl eher spiralförmig, jedenfalls meine ich mich so zu erinnern. Auf Stress hat sie auch damit reagiert, vor allem aber auch mit "Augenzucken".

>Weißt Du vielleicht noch in welchem Bereich Deine Mutter den Schlaganfall hatte?

Meine Mutter hatte in der mitte-rechten Hirnhälfte den Schlaganfall. Dadurch war sie linksseitig eingeschränkt.

>Ich glaub es liegt auch ein bissi an dem Spital wo mein Freund liegt,

Das Wort "Spital" lässt mich vermuten, dass Du aus der Schweiz bist?

>von Schlaganfall und daraus resultierender Lähmun war NIE die Rede.

Also hier in Deutschland, aber auch in Belgien steht das in der Einverständniserklärung, die der Patient zu unterzeichnen hat, drin. Diese Komplikation ist nämlich nicht selten. Gerade bei Operationen mit der Herzlungenmaschine kann beim An- und Absetzen der Maschine ein Druck in den Gefässen entstehen, der Ablagerungen abreissen lässt und ins Hirn schwämmt. So jedenfalls erklärte mir das damals der Operateur bei meiner Mutter. Und so wurde es auch meinem Freund von mir, der sich in der Schweiz operieren liess, erklärt, aber er hatte KEINEN Schlaganfall, aber im Vorgespräch wurde ihm das als Möglichkeit gesagt. Kann es sein, dass das Deinem Freund DOCH gesagt wurde, er Dir dies aber nicht erzählt hat, weil er ja wusste, dass Du aus Sorge und Angst gegen diese Operation warst und er Dich nicht noch mehr ängstigen wollte? Ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass WEDER der Anästhesist, der ja vor der OP mit den Patienten redet NOCH die schriftliche Einverständniserklärung darauf hinweist.

>lese dann im Spital die Formalitäten nicht mehr wort- für Wort durch,

DAS ist allerdings ein grosser Fehler. Ich lese das IMMER durch, selbst meine Einverständniserklärung zum Herzklatheter, die ich schon 5- oder 6mal lesen musste, lese ich JEDES Mal neu durch. Es könnte sich ja was geändert haben...

Aber jetzt mal angenommen, Dein Freund hätte diese Information gehabt. Hätte er sich dann nicht operieren lassen? Das wäre unter Umständen sein Tod gewesen. Man hat ja gesehen, dass spontan während der OP auch noch ein Bypass gelegt werden musste, was zeigt, dass es DRINGENDST und AKUT gewesen ist. Und ob MIT oder OHNE Information, Patricia, er hatte keine andere Wahl! Und dass es zum Schlaganfall kam, ist ein verdammtes Schicksal...

>GANZ GANZ schlimm finde ich, dass ein derartiges RISIKO

>nicht EXPLIZIT von den Ärzten erwähnt wurde!!:(v :(v

Darauf zielte meine Frage: WAS hätte das für die Notwendigkeit der OP geändert? Meiner Meinung nach NICHTS.

>Es ist mir völlig unerklärlich wie sowas passieren konnte,

>und das von renommierten bekannten Ärzten,

Nun, das hatten wir ja schon... ;-) Dass so etwas passiert, hat NICHTS, aber auch GAR nichts mit Qualität oder Nichtqualität der Ärzte zu tun. Während einer OP am Herzen kann IMMER ein Stück Ablagerung abgehen, und das Schicksalhafte ist, dass ein narkotisierter Mensch sich nicht äussern kann, so dass die Umgebung es nicht sehen und somit auch nicht eingreifen kann.

> ich kann mir nur vorstellen, dass die es nicht erwähnen,

>da sich sodann so mancher NICHT operieren lassen würde

Nun, wenn der Patient dann das Risiko trägt, innerhalb kürzerer Zeit zu sterben... MIT Operation hat er immerhin eine Chance von 95-97%, dass es gut geht. OHNE Operation hat er diese Chance NICHT, bzw. sie ist bedeutendst kleiner. Eine kaputte Herzklappe UND eine Bypass-Notwendigkeit, da ist der erste/nächste Infarkt schon beinahe terminiert, Patricia. Du solltest auch immer die Alternative bedenken, die es dann gäbe...

> und sie dadurch einen Verdienstentgang hätten.

Sorry, aber es existieren an vielen Kliniken WARTELISTEN für Operationen, in Notfällen muss auch heute noch öfters auf andere Kliniken ausgewichen werden. Solche "Verdienstausfälle" sind sofort kompensiert.

Nochmal: Du suchst einen Schuldigen für das Schicksal. Aber das gibt es nicht. Ein Schlaganfall während einer Herz-OP ist kein Kunstfehler, sondern eine Komplikation, die NIEMAND ausschliessen kann, selbst die weltbesten Herzchirurgen nicht.

>Darf man fragen was Du beruftlich machst ??? ?

Ich bin von Haus aus Pädagoge und war die letzten Jahre meines Berufslebens Therapeut.

>wundert mich wieso sie ihm dann die "Kanüle" mit einem Schnitt am

>unteren Halsansatz eingesetzt haben wenn es besser ist dass

>er wieder selbst atmen soll ??? ?

Na, weil er's noch nicht selbständig KANN. Man kann ihm doch nicht die Beatmungsschläuche entreissen, so á la "So, nun atmne mal selbst, wenn Du es nicht kannst, hast Du Pech gehabt?" Das Medikament wird langsam aufdosiert, so dass das Selbstatmen langsam leichter fällt, und die Fremd-Beatmung wird langsam runtergefahren, bis der Patient leicht und gut selbst atmet. Das kann einige Tage dauern.

Patricia, ich spüre aus JEDER Deiner Zeilen so ein Misstrauen den Ärzten und dem Personal gegenüber, dass ich mich nicht wirklich wundere, dass man Dir dort immer nur kurz und schnell antwortet. Denn die Leute dort werden auch spüren, dass Du ihnen keinen Deut vertraust, und das ist sehr belastend, für alle, auch für die Leute dort. Das soll kein Vorwurf sein, wirklich nicht, aber das erleichtert das Ganze nun einmal ganz und gar nicht...

>Aber gestern wurde er vom Pflegepersonal gefragt ob er sie hört

>und wenn möge er sie anschauen, was er auch getan hat. :)^

>Na das ist schon einmal ein sehr erfreulicher Fortschritt!:-D

Ja, das ist klasse... :-) Möge es so weitergehen...

Liebe Grüsse, schönen Sonntag

Cha-Tu

P@atriFcia_x23


Guten Morgen Cha-Tu,

Sie ist mitten auf der Strasse in Ohnmacht gefallen, und wurde als Notfall ins KH eingewiesen.

Na bum, da hat ja der Horror bereits viel früher bei Dir angefangen.

Die Armbewegungen meiner Mutter waren wohl eher spiralförmig, ...

"Spiralenförmig" ist auch in meinem Fall der richtigere Ausdruck... :)z

Das Wort "Spital" lässt mich vermuten, dass Du aus der Schweiz bist?

Aus Österreich. :-)

Also hier in Deutschland, aber auch in Belgien steht das in der Einverständniserklärung, die der Patient zu unterzeichnen hat...

Also hier in Österreich steht das sicher auch in der Einverständniserklärung, daher putzen sich die Ärzte jetzt ab, er hat unterschrieben, punkt.

Mein Freund war bei Privatärzten, d.h., er kennt seinen Kardiologen, einer der bekanntesten auf diesem Gebiet seit mehreren Jahrzehnten, und vor der OP hat er auch in der Privatordination mit dem Operateur gesprochen. Und LEIDER haben beide ihm davon nichts erwähnt. Er hat seinem langjährigen Kardiologen (leider) unglaublich vertraut. Und im Spital bei uns laufen die Formalitäten leider so ab: Bei der Aufnahme oder aber die Krankenschwester bringt irgendwelche Papiere und sagt die sind noch zu unterfertigen, da geht´s darum dass Sie über die OP aufgeklärt wurden und das muss noch unterfertigt werden. Die Krankenschwester steht vor einem und wartet auf die Unterschrift. Mein Freund wird angenommen, dass er eh bestens informiert ist und es unterfertigt haben ohne zu lesen, er war selbst extrem genau, daher wird er nicht auf die Idee gekommen dass ein Privatarzt, der 250,--EUR für eine Besprechung kostet ihm nicht entsprechend aufgeklärt hat, und es ohne genau zu lesen oder überhaupt zu lesen, aber jedenfalls mit Sicherheit ungenau oder aber nicht realisiert was genau Schlaganfall bedeutet, und dies unterfertigt haben...

Es ist mir bewußt dass das der Fehler war, dass er und ich und vermutlich auch seine Angehörigen zu wenig bzw. gar nicht über Herz-OP informiert waren und sich alle auf die besten Ärzte :-/ die er sich genommen hat, verlassen haben...! Das ist der Fehler unsererseits gewesen. Daher vertraue ich jetzt den Ärzten noch viel weniger als vorher.

Kann es sein, dass das Deinem Freund DOCH gesagt wurde, er Dir dies aber nicht erzählt hat, weil er ja wusste, dass Du aus Sorge und Angst gegen diese Operation warst...

Nein, mein Freund war sehr stark und außerdem Perfektionist. Er hat nicht über Ängste gesprochen, erst rd. 2 Wochen davor als er mitteilte, ich möge nicht ins Spital sondern erst dann in der REHA auf Besuch kommen..., hab ich im Gespräch bemerkt dass er eigentlich besorgt ist und aufgrund seiner Persönlichkeit dies nie offen zugeben würde.

Aus diesem Grund und da es ja bei ihm auch den Arztaussagen zufolge NICHT akut war sondern möglicherweise es in rd. 2 Jahren soweit sein könnte, hab ich ihm empfohlen es zu verschieben, zunächst auf 1 Jahr, und den Verlauf genau zu beobachten, geschäftlich etwas leiser zu treten um etwaigen Stress zu reduzieren, sich an die Nahrungsaufnahme zu orientieren die von Ärzten bei diesen Erkrankungen empfohlen wird zu halten. Dann könne es durchwegs passieren, dass auch nicht in 2 Jahren operiert werden muss. Ich hab nämlich zufällig als ich selbst sehr krank war, mit Hilfe meines Freundes eben, vor 3 Jahren nach langem suchen einen sehr guten Arzt gefunden und er teilte mir mit dass immer 3 Faktoren für eine Erkrankung verantwortlich sind: "Körperliche Veranlagung (schwäche eines bestimmten Organes), Nahrungsaufnahme und die Psyche eine wichtige Rolle spielen bei der Entstehung von Erkrankung". Und das hat sich auch bei mir bewahrheitet.

Seine Ängste waren, dass mit der Herz-OP selbst was passieren könnte und er sterben würde. Das war das einzige Risiko das ihm bewußt war. Und mir auch.

Sonst hätten wir sicher darüber gesprochen, ich war die Vertraute von meinem Freund und er hat mir sehr genau und öfters jedes Detail geschildert was ihm der Arzt gesagt hat, weil er auch interessiert war zu wissen was ich davon halte...

Aber jetzt mal angenommen, Dein Freund hätte diese Information gehabt. Hätte er sich dann nicht operieren lassen? Das wäre unter Umständen sein Tod gewesen

Ich bin überzeugt dass er ein derartiges Risiko nicht eingegangen wäre!

Wie gesagt war meine Mutter sehr lange gehbehindert und dann viele Jahre bettlägrig und mein Freund hat über 2 Jahrzehnte immer wieder den Zustand meiner Mutter bedauert und immer wieder gesagt, dass das das schlimmste wäre, wenn er ein Pflegefall wäre und nicht gehen könnte... Und sein Zitat Nummer 1 für mich war immer, da ich zu wenig aktiv war und mich zumindest zum spazierengehen motivieren wollte: "Gehen heißt leben, Leben heißt gehen!"

Und auch ich hätte ihm mit Sicherheit von der OP abgeraten!

Schließlich war die OP bei ihm auch nicht akut! Vielleicht geht man wenn´s akut ist so ein Risiko ein, da man nicht will dass der geliebte Mensch stirbt, aber wenn eh noch Zeit ist, mit Sicherheit nicht.

... dass spontan während der OP auch noch ein Bypass gelegt werden musste, was zeigt, dass es DRINGENDST und AKUT gewesen ist.

Das mit dem Bypass wundert mich ohnehin sehr, da mir mein Freund erzählt hat, dass lt. Arztauskunft sonst mit dem Herz alles in Ordnung sei... ??? ??? Es wäre kein Risiko für Herzinfarkt oder sonstiges, sondern dass sich die Aorta ganz verschließt und das Blut nicht mehr gepumpt werden könnte.

Bei Untersuchungen sieht man nicht dass ein Bypass erforderlich ist ??? ?

Nochmal: Du suchst einen Schuldigen für das Schicksal. Aber das gibt es nicht. Ein Schlaganfall während einer Herz-OP ist kein Kunstfehler, sondern eine Komplikation, die NIEMAND ausschliessen kann, selbst die weltbesten Herzchirurgen nicht.

Danke Cha-Tu, ich hab jetzt verstanden, der einzige Fehler ist in der Aufklärung passiert. Und bei uns dass wir den Ärzten VERTRAUT haben, dass sie alles gesagt haben... Auf die Idee dass etwas geben könnte was wir nicht wissen, bin ich erst gar nicht gekommen. Sonst hätte ich mit Sicherheit persönlich andere Kardiologen aufgesucht und mich informiert...

Ich bin von Haus aus Pädagoge und war die letzten Jahre meines Berufslebens Therapeut.

Ach so, jetzt versteh ich einiges ;-D, das sind ja sozusagen höchst professionelle Erklärungen, dadurch versteh ich Dich so gut. :-)

Na, weil er's noch nicht selbständig KANN. Man kann ihm doch nicht die Beatmungsschläuche entreissen, so á la "So, nun atmne mal selbst, ..

Cha-Tu, ich muss sagen, von Dir erhalte ich mehr Aufklärung als von denen im Spital. Vielen Dank!

Denn die Leute dort werden auch spüren, dass Du ihnen keinen Deut vertraust, und das ist sehr belastend, für alle, auch für die Leute dort.

Ja, die eine Ärztin gestern ist aggressiv geworden und wollte mir partout nicht sagen ob die gelähmte Seite warm gehalten werden muss oder ob es nicht stört wenn sie kalt ist. Ich vermute dass sie es gar nicht wußte, wieso sonst keine Auskunft?

Jedenfalls hab ich in einem anderen Krankenhaus angerufen und mit der neurologischen Abteilung gesprochen und sie teilten mir mit, dass es sehr wichtig ist, dass die gelähmte Seite mehr zu gedeckt wird, dass sie die gleiche Temperatur wie die Nicht-gelähmte Seite in etwa bekommt. Und ausserdem sei ganz wichtig dass man bei Besuchen trotzdem beide Seiten gleich behandle, d.h., nicht die gelähmte Seite jetzt links liegen lassen (ignorieren) und sich nur auf die Nicht-gelähmte Seite konzentrieren. Beide Seiten müssten immer die gleiche Aufmerksamkeit bekommen...

Ja, das ist klasse... :-) Möge es so weitergehen...

Vielen herzlichen Dank!@:) Auch für die vielen geduldigen Erklärungen. Dankeschön!@:)

Meld mich wieder wenn´s Neuigkeiten gibt.

Bis dahin :)* :)*

Lieben Gruss und schönen Sonntag

Patricia

C{ha-@Tu


Es wäre kein Risiko für Herzinfarkt oder sonstiges, sondern dass sich die Aorta ganz verschließt und das Blut nicht mehr gepumpt werden könnte.

Hallo, Patricia,

aber wie man gesehen hat, war es dann DOCH nötig, sonst hätten sie keinen Bypass gesetzt... In der Sache mit dem Schlaganfall kann man ja noch auf das Geschriebene verweisen, da hat der Arzt keine ungewöhnliche Haftpflicht. Aber einen Bypass zu setzen, der NICHT nötig wäre, zumal das vorher nicht geplant war, das geht auf das Risiko des Arztes, das überlegt er sich fünfmal. Da es getan wurde, muss man davon ausgehen, dass es nötig war. Und diese Bypassnotwendigkeit bedeutet, dass er ohne die OP jederzeit einen Herzinfarkt hätte erleiden können.

Man kann ohne Katheter und/oder Operation nicht wissen, ob jemand nun definitiv herzgesund ist oder nicht. Wie ich ja hier im Forum schon mehrfach geschrieben habe, wurde 11 Stunden vor meinem ersten Herzinfarkt ein EKG geschrieben und das war SUPER! 11 Stunden später hatte ich einen so schweren Infarkt, dass nur 10% ihn überleben, weil er an einer derart heiklen Stelle sitzt, dass man normalerweise daran stirbt. Wie gesagt, 11 Stunden vorher lautete das Ergebnis "Super EKG!".

Und nochmal, damit ich es verstehe: Hier in D (und auch in Belgien bei meiner Mutter und auch bei meinem Schweizer Freund) findet am Abend vor so einem Eingriff ein Gespräch mit dem Anästhesisten statt und DABEI werden die Risiken genannt und besprochen. Und Du bist SICHER, dass das bei Deinem Freund nicht passiert ist? Hast Du denn zwischen diesem abendlichen Gespräch und der OP noch mal mit ihm geredet? Hier in D bekommt man nach diesem Gespräch nämlich die erste Beruhigungstablette und ist danach "benebelt", sediert, ruhig gestellt. Dieses Vorgehen kenne ich auch von meinen eigenen Eingriffen. Ist das in Österreich anders?

Aber wie dem auch sei: alle diese Wenns und Abers bringen letztendlich nichts mehr. Sie machen weder die OP rückgängig noch helfen sie Deinem Freund bei der Genesung. Daher kann man jetzt nur noch die Daumen drücken und sollte die Hoffnung nicht aufgeben.

Alles Gute, morgen weisst Du ja wieder ein Stückchen mehr...

Cha-Tu

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