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Aorta, Herzoperation

Mionik;aE65


Meine Mutter hatte auch eine solche Op, Gott sei Dank nicht mit solchen Komplikationen, aber sie hatte ebenfalls einen Herzschrittmacher, das scheint völlig normal zu sein. Schlaganfälle können auch mal durch die Herz-Lungenmaschine ausgelöst werden, obwohl natürlich alles unternommen wird, um das zu verhindern. Es tut mir sehr leid, dass das alles so schlecht gelaufen ist für deinen Freund. Denn wenn ich so sehe, wie gut meine doch immerhin ziemlich betagte Mutter das überstanden hat, ist es schon wirklich sehr, sehr schade. Meine Mutter ist zwar auch noch nicht wirklich wieder richtig auf den Beinen, d.h. aber rein kreislaufmäßig geht es ihr wesentlich besser als vorher. Ich hoffe für dich, dass sich dein Freund wieder erholt.

Unmotivierte Bewegungen sind bei einem Schlaganfall normal, auch Muskelspasmen. Das wiederum kenne ich von meinem Vater, der mehrere Schlaganfälle hatte, manchmal verkrampfte sich der ganze Arm, was für ihn sehr schmerzhaft war. Die direkten Auswirkungen eines Schlaganfalles können sich je nachdem, wieviel Hirngewebe betroffen ist und wie alt er ist, ganz gut wieder zurückbilden. Das ist eine Frage der Zeit.

PWatriScia_23


Hallo Cha-Tu,

hallo Monika,

Man kann ohne Katheter und/oder Operation nicht wissen, ob jemand nun definitiv herzgesund ist oder nicht.

Mein Freund hatte einen Katheter bekommen rd. 6 Wochen vor der OP, da es offenbar hier so üblich ist vor so einer großen OP, die müssen sich in dieser Hinsicht genauestens vorbereiten hieß es...

Hier in D (und auch in Belgien bei meiner Mutter und auch bei meinem Schweizer Freund) findet am Abend vor so einem Eingriff ein Gespräch mit dem Anästhesisten statt und DABEI werden die Risiken genannt und besprochen.

Ob es hier in Ö so ist kann ich nicht sagen, erst wenn ich mit ihm gesprochen hab, falls dies jemals wieder der Fall sein wird.

Aber selbst wenn´s ihm der Anästhesist gesagt hat, ist es m. E. viel zu spät, man kann mit niemandem mehr darüber sprechen, man will nicht als Angsthase gelten, man will nicht fragen was das genau bedeutet, was auch immer in solchen kurzfrist Aktionen dazu kommt, es ist niemand da mit dem/der man sich beratschlagen kann, etc. In solchen kurzfrist Aktionen reagiert man naturgemäß immer "unüberlegt"...

Verantwortlich für die nicht entsprechende Auskunft mach ich seinen langjährigen Kardiologen und Operateur den er letzen Herbst kennengelernt hat und ein Gespräche geführt hat und der ihm den Katheter gemacht hat, sowie den Kardiologen der die "second opinion" gegeben hat. Das waren immerhin 3 die das Risiko explizit herausheben hätten müssen. Und der 4. ist mein Internist, aber der ist von einem anderen Gebiet, der wird´s nicht gewußt haben, hätt aber m. E. auch nicht einfach so daherreden dürfen "normales OP-Risiko" und heutzutage wie eine Blinddarm-OP einzustufen, ist m. E. auch verantwortungslos. Bei allen anderen OP´s gibt´s dieses Risiko nicht und Laien gehen bei der Aussage "normales OP-Risiko" von dem aus, was allgemein bekannt ist über OP´s.

Jetzt kann man nichts mehr machen, jetzt ist´s passiert, und ich hab leider zu spät gelernt, noch genauer und noch mehr zu hinterfragen bei Ärzten und nicht kurzangehalten abwimmeln zu lassen. Weißt hier in Ö sind die Ärzte leider ungehalten wenn man Fragen stellt. Von selber reden sie sehr wenig, d.h., wenn Du nicht entsprechend informiert bist, kannst Du gar nicht gezielt fragen, der antwortet das was Du fragst, d.h., wenn Du etwas nicht gefragt hast, hast Du dazu keine Antwort erhalten, woher wissen, ob man als "Laie" nun an alles gedacht hat? Daher geht man zu Privatärzten und bezahlt mehr und "glaubt" dort entsprechend beraten zu werden. Was wie man in unserem Fall sieht leider ein Trugschluss ist... :-(

...11 Stunden später hatte ich einen so schweren Infarkt, dass nur 10% ihn überleben, weil er an einer derart heiklen Stelle sitzt, dass man normalerweise daran stirbt. Wie gesagt, 11 Stunden vorher lautete das Ergebnis "Super EKG!".

:-o Na das find ich aber sehr arg!! Man glaubt sich untersucht und alles in Ordnung und dann sowas... :-o Herzliche Gratulation im Nachhinein dass Du es gut überstanden hast! Und weiterhin vielviel Kraft dass sowas NIE WIEDER passiert. :)* Muss ich mal den Thread nachlesen i. d. nächsten Tagen.

Ich habe das Gefühl dass Du auch sehr stark bist, alleine das was Du für Deine Mutter gemacht und geschafft hast ist ja bemerkenswert, daher hast Du auch den Herzinfarkt gut überstanden. Auch für die Zukunft wirklich ganz ganz viel Kraft von mir, es wird nichts sein, aber KRaft kann nie schaden :)* :)*

Und als Therapeut wirst Du auch sehr viel Kraft brauchen. Hier hab ich keine Ahnung wie man sich hier schützt bzw. wieso die Therapeuten so stark sind... ???

@ Monika

.. wie gut meine doch immerhin ziemlich betagte Mutter das überstanden hat, ist es schon wirklich sehr, sehr schade.

Gut dass Deine Mutter gut überstanden hat und weiterhin viel Kraft. :)* , gut dass sie Dich hat und ewig schade dass bei meinem Freund das passiert ist, wo ich doch auch von so viel gelungenen OP´s hör.

Stellt sich für mich jetzt die Frage, wieso es die wenigen Male bei manchen Patienten dann doch schiefgeht und ein Schlaganfall passiert... ???

..kenne ich von meinem Vater, der mehrere Schlaganfälle hatte, manchmal verkrampfte sich der ganze Arm, was für ihn sehr schmerzhaft war.

Mehrere Schlaganfälle ???, war er auch einseitig gelähmt oder nur Verkrampfung des Armes? Und gibt es da nichts dagegen, wenn er mehrere Schlaganfälle bekommen hat, quasi als Vorbeugung dass dies in Zukunft nicht mehr kommt ??? Wie bemerkt man überhaupt im Wachzustand einen Schlaganfall?

Cha-Tu, hab was vergessen, weißt Du vielleicht noch ob Deine Mutter als sie wach war sofort alles mitbekommen hat was um sie herumgeschah und gehört und verstanden, gesehen, Dich erkannt hat, und realisiert was im Umfeld passierte ???

Danke Euch für Eure Informationen, Weitergabe von Erfahrungen und Denkanstöße, die helfen mir sehr in dieser schwierigen Situation. @:)

Lieben Gruss und Gute Nacht

Patricia

M@onik[ax65


Patricia

Stellt sich für mich jetzt die Frage, wieso es die wenigen Male bei manchen Patienten dann doch schiefgeht und ein Schlaganfall passiert..

Es kann an der Herz-Lungenmaschine liegen, dieses Risiko besteht immer. Deshalb werden ja auch entsprechende Gegenmaßnahmen getroffen. Aber es kann sich dennoch ein Thrombus bilden.

Mehrere Schlaganfälle ???, war er auch einseitig gelähmt oder nur Verkrampfung des Armes? Und gibt es da nichts dagegen, wenn er mehrere Schlaganfälle bekommen hat, quasi als Vorbeugung dass dies in Zukunft nicht mehr kommt ??? Wie bemerkt man überhaupt im Wachzustand einen Schlaganfall?

Er war halbseitig gelähmt. Er konnte dann nach längerer Zeit wieder ein wenig laufen, den Arm jedoch nicht mehr gebrauchen. Später bekam er auch auf der anderen Seite Schlaganfälle, konnte zeitweise nicht sprechen, was dann auch wieder besser wurde. Ich glaube, er hatte insgesamt 5 oder 6 Schlaganfälle, konnte sich zum Schluss überhaupt nicht mehr bewegen. Aber das war vor 20 Jahren, heutzutage gibt es bessere Medikamente und bei ihm lag die Ursache nicht in einer Op, sondern in einer ausgeprägten Arteriosklerose.

Selbstverständlich bemerkt man in der Regel einen Schlaganfall im wachen Zustand, da er nicht zu übersehende Ausfälle verursacht. Lähmungen, Sprechstörungen bis hin zu gar nicht mehr sprechen können.

P'atrqiciaH_23


Hallo Monika,

na Du hast ja auch einiges mitgemacht, Ich finde mittlerweile dass ein Schlaganfall überhaupt das schrecklichste ist was einem passieren kann...

Ich find´s irgendwie schade dass darüber so wenig in den Medien berichtet wird. :-/ Dürfte anscheinend doch mehr verbreitet sein als angenommen..

Er war halbseitig gelähmt.

War das so eine totale Starre der einen gelähmten Seite?

Und wie war es eigentlich mit dem Denken, Erkennen, Verstehen,? Wie funktioniert das überhaupt wenn eine Seite gelähmt ist? Ich hab da absolut keine vorstellung wie das ablaufen könnte. Hat das trotz Lähmung sofort funktioniert? Hat er sich irgendwie mitteilen können ??? ?

Später bekam er auch auf der anderen Seite Schlaganfälle .........hatte insgesamt 5 oder 6 Schlaganfälle, konnte sich zum Schluss überhaupt nicht mehr bewegen.

Na das ist ja ganz ganz schlimm! :°_ :°_ Wie schade dass es keine Medizin dagegen gibt.

Aber das war vor 20 Jahren, heutzutage gibt es bessere Medikamente...

Lt. Ärzte im Spital gibt es dafür überhaupt keine Medikamente. Beschädigt ist beschädigt und ist somit irreparabel!:°(

Aber Cha-Tu meinte, dass das Gehirn sehr groß ist und vieles kann und dass die Chance besteht, dass vielleicht andere Hirnregionen manche Tätigkeiten die ausgefallen sind übernehmen könnten. Man wird sehn...

Selbstverständlich bemerkt man in der Regel einen Schlaganfall im wachen Zustand, da er nicht zu übersehende Ausfälle verursacht. Lähmungen, Sprechstörungen bis hin zu gar nicht mehr sprechen können.

Gut zu wissen wie es zu erkennen ist.

Lieben Gruss und weiterhin gute Besserung für deine Mutter @:)

Patricia

M!onUikTa6x5


Patricia

Ja, da habe ich viel mitgemacht und es dauerte lange es zu überwinden. Ich finde auch, dass Schlaganfälle so ziemlich das Schlimmste sind, zumindest für die Angehörigen.

War das so eine totale Starre der einen gelähmten Seite?

Und wie war es eigentlich mit dem Denken, Erkennen, Verstehen,? Wie funktioniert das überhaupt wenn eine Seite gelähmt ist? Ich hab da absolut keine vorstellung wie das ablaufen könnte. Hat das trotz Lähmung sofort funktioniert? Hat er sich irgendwie mitteilen können

Nein, das war eine schlaffe Lähmung. Auch ein Teil des Mundes hing herunter, die ganze Körperseite. Es kommt sehr darauf an in welcher Gehirnhälfte der Schlaganfall ist und wie ausgebreitet. Das Sprachzentrum ist nur betroffen, wenn der Schlaganfall rechts war, also rechte Gehirnhälfte (bei Rechtshändern) und Linkseitenlähmung. Der erste Schlaganfall lähmte die rechte Seite, aber er konnte ganz normal sprechen. Die Denkprozesse waren zu dem Zeitpunkt weitgehend normal, allerdings machte er eine starke Persönlichkeitsveränderung durch. Später hatte er auch auf der anderen Seite kleinere Schlaganfälle, keine Lähmungen, aber das Sprachzentrum war dann betroffen und ganz zum Schluss ging gar nichts mehr.

Aber das hängt nun wirklich davon ab, wie ausgeprägt das alles ist und ob eine Grunderkrankung vorliegt. Es gibt auch wesentlich weniger schlimme Schlaganfälle, die kaum Lähmungen machen, z.Bsp. Die Leute erholen sich oft wieder sehr gut und haben jahrelang keine weiteren Schlaganfälle.

Und ich kenne zufällig einen Mann sehr gut, der in den letzten zwei Jahrzehnten maßgeblich bei der Entwicklung von Medikamenten beteiligt war, da hat sich im Verhältnis zu damals sehr viel getan, laut seiner Aussage. Wichtig ist, dass die Medis schnell eingesetzt werden, was man im Krankenhaus ja erwarten kann. Vieles kann sich danach zurückbilden und wieder normalisieren. Die Schäden an sich bleiben zwar, aber das Gehirn lernt wieder neu, da gibt es bei jedem Menschen Potentiale. Natürlich nicht sofort. Das dauert und erfordert auch Training.

Wie schätzen die Ärzte das denn ein? Man kann ja im Röntgenbild gut erkennen, wieviel vom Gehirn betroffen ist.

Ich kann dein Leiden gut nachfühlen. :°_

Coha-TDu


Guten Morgen, Patricia,

jetzt hast Du mich zumindest in einem Punkt überzeugt... Ein Katheter 6 Wochen vor der OP und dann in der OP sehen, dass ein Bypass nötig ist?! Das ist ein Widerspruch, der sollte aufgeklärt werden.

So, ich habe heute morgen leider keine Zeit, daher nur dieser kurze Hinweis.

Lieben Gruss

Cha-Tu

MyonikTax65


Patricia

Bist du sicher, dass es sich um einen Bypass handelte und nicht um ein ein sogenanntes Aortenwrapping? Bei meiner Mutter war das so, scheint nicht selten zu sein, denn die Aorta kann durch die geschädigte Klappe zu dünn werden.

PbatZriucia_2x3


Hallo Cha-Tu,

hallo Monika,

kann leider Eure Fragen momentan nicht beantworten, da ich im Büro bin. Vielen Dank vorerst einmal.

Hab aber leider eine sehr dringende Frage - daher schreib ich´s bereits jetzt, da die Angehörigen am verzweifeln sind. Die Bewegungen der Nicht-gelähmten Seite sind sehr heftig, dadurch wird er immer wieder ruhiggestellt wenn er aufwacht. D.h., er schlägt um sich herum. Cha-Tu, weißt Du vielleicht wie das mit den schraubförmigen Bewegungen bei Deiner Mutter weiterging? Wan hörten die auf? Waren die auch so arg, dass ein ruhigstellen erforderlich war? Bzw. was wurde dagegen unternommen?

Sorry für die vielen Fragen, von den Ärzten kommt nichts haben anscheinend jetzt auch seinen Angehörigen den Eindruck und sie haben mich gebeten ob ich irgendwem kenne der/die sich da auskennt...

Lieben Gruss

@:)

Patricia

P*atricQia_23


Hallo ihr,

jetzt hab ich´s doch noch früher nach Haus geschafft...

kurzer Status von meinem Patienten:

war heute leider nicht im Spital, nachdem sein Zustand nicht gut ist, also wenn er wach, dann schlägt er vermehrt mit dem linken Arm und Bein aus, das geht anscheinend permanent so, weil er dann ruhig gestellt wird. Und der Neffe meinte, nachdem er ausdrücklich keinen Besuch wollte ausser von ihm, soll ich jetzt einmal die nächsten Tage bis ihm hoffentlich besser geht, nicht hinein. Was ich auch eingesehen hab, ich will da nicht irgendwie noch seinen Zustand gefährden.

Jetzt hat mich heute sein Neffe angerufen und das erzählt und ob ich irgendwem kenn, der sich da auskennt... :-o, offenbar sind die Angehörigen schon ziemlich verzweifelt, sie meinen das kann ja jetzt nicht so ewig weitergehn dass er mit Bein und Arm herumschlägt permanent und daher ruhiggestellt wird...

Ich hab ja hier nicht erwähnt dass ich vorige Woche nach meinem Besuch im KH ein bißchen für Aufregung gesorgt hab, wie denn sowas passieren hat können und dass m. E. der Operateur nicht ausreichend versiert sein müsse, ansonsten sowas nicht passieren hätte dürfen. Ein OA hat mir gesagt ich solle dieses Thema mit der Leiterin der Kardiologie und stellvertreter, sowie mit dem Operateur selbst sprechen, was ich aber noch nicht gemacht hab, da ich die ganze Energie momentan für den Patienten :)* aufwende.

Und heute hab ich vom Neffen gesagt, dass ihm nunmehr mitgeteilt wurde, dass es nicht klar ist ob der Schlaganfall während der OP passiert ist oder aber erst danach. Also ich hab jetzt den Eindruck bekommen weil ich mich beschwert hab, versucht jetzt der Operateur den Schlaganfall auf nch die OP zu verschieben um zu vertuschen.... :|N

Aber das kommt alles zu einem späteren Zeitpunkt, jetzt muss man mal sehn dass der Patient über den Berg kommt...

Ach ja, und leider ist man sich jetzt doch nicht mehr sicher ob er versteht. Also der Neffe hat mir gesagt, dass sie dem Patienten gesagt haben er solle die Augen schließen wenn er sie hören würde und dies hat er getan. Aber auf meine Bitte ihm zu sagen, es wird wieder, wurde geantwortet, man wisse ja nicht einmal ob er das verstehe... :°( :°(

@ Cha-Tu

jetzt hast Du mich zumindest in einem Punkt überzeugt... Ein Katheter 6 Wochen vor der OP und dann in der OP sehen, dass ein Bypass nötig ist?! Das ist ein Widerspruch, der sollte aufgeklärt werden.

:)^, Super, danke für den Hinweis! War mir überhaupt nicht sicher ob das tatsächlich vorher feststellbar ist. Ist sicher sehr wichtig die Info für die Aufklärung dann.

Lt. meinem Kardiologen kann auch ein Herzschrittmacher durch einen Fehler bei der OP hervorgerufen werden, muss aber nicht sein. Ich denke aber schon, weil er hatte in dieser Hinsicht keine Probleme was mir auch sein Sohn bestätigt hat. Nur mein Kardiologe meinte, das soll ich einmal lassen und mich auf den Patienten konzentrieren...

@ Monika

Bist du sicher, dass es sich um einen Bypass handelte und nicht um ein ein sogenanntes Aortenwrapping? Bei meiner Mutter war das so, scheint nicht selten zu sein, denn die Aorta kann durch die geschädigte Klappe zu dünn werden.

Monika, ja es ist ein Bypass.

Und weiters hätte das Herz nicht geschlagen ohne Herzschrittmacher, daher musste es gemacht werden. :-o Ich hab die Schwester ganz erstaunt gefragt, ob das Herz sofort aufhören würde zu schlagen ohne den Herzschrittmacher und sie hat es bestätigt und meinte, daher die rasche OP, weil er hatte ja einen außen am Körper hängen, und wenn da irgendein Kabel verrutscht hört das Herz sofort zu schlagen auf und er stirbt...

Da sind einige ungereimtheiten die zusätzlich die ohnehin schwierige Situation irgendwie belasten.

Danke nochmals für Eure Hinweise und Hilfe!:)*

Liebe Grüsse und schönen Abend

Patricia

M<onnika6x5


Patricia

Leider klingt das jetzt alles gar nicht gut. :-/ Die motorische Unruhe kann bei Schlaganfällen vorkommen, mein Vater hatte das auch, aber ich erinnere mich nicht, dass es so krass bei ihm war. Kann auch sein, dass sie ihn ruhig gestellt haben. Vermutlich kann er nicht sprechen, wenn die linke Seite gelähmt ist. Wenn man unsicher ist, ob er überhaupt etwas versteht ist die Situation leider gar nicht gut, ich finde es auch ganz schlimm, wie spät es erkannt wurde und er eben nicht von Medikamenten profitieren konnte. Das hatte ich erst heute in einen deiner Beiträge entdeckt. Kann er denn überhaupt etwas willentlich bewegen? Es klingt nicht danach.

Das mit dem Schrittmachen würde mich jetzt nicht beunruhigen. Diese Op verläuft nicht immer komplett komplikationslos, und Schrittmacher hinterher sind jetzt nicht so außergewöhnlich. Laut dem, was ich in der Herzklinik meiner Mutter gehört habe, kommt es öfter vor, hängt eben auch von der Vorschädigung des Herzens ab. Bei meiner Mutter war es die dünne Arterie.

Sie hatte ihn auch nur 2-3 Wochen. Und selbst wenn er ihn immer behalten müsste, was ich nicht glaube, wäre das auch kein so großes Problem.

Das viel größere Problem ist leider der Schlaganfall. Leider kann ich dir da gar nicht helfen, das ist jetzt eine harte Zeit für dich. Ich verstehe nur nicht, dass ihr so wenig Kontakt zu den Ärzten habt. Wir haben immer mal mit dem Arzt telefoniert und ihn gefragt. Ich würde ihnen Löcher in den Bauch fragen, vor allem jetzt mal hinsichtlich der Prognose.

Pyatr`ictixa_23


Hallo Monika,

Die motorische Unruhe kann bei Schlaganfällen vorkommen, mein Vater hatte das auch..

Na die Info ist einmal sehr wichtig für mich. Und kannst Du Dich zufällig erinnern wie lange die motoriche Unruhe in etwa angehalten hat ??? Ich weiß dass es bei meinem Freund nicht so sein muss, nur als Orientierung wie lang es bei wem anderen gedauert hat.

Vermutlich kann er nicht sprechen, wenn die linke Seite gelähmt ist

Die rechte Seite ist gelähmt. Ober er sprechen kann wissen wir noch gar nicht da er die künstliche Beatmung noch hat und daher nicht reden kann, die drückt nämlich auf die Stimmbänder, daher kann er auch keinen Ton von sich geben...

Kann er denn überhaupt etwas willentlich bewegen?

Naja, was ich so gesehen hab: Den Kopf ein bissi nach rechts um die Person die neben ihm steht anzuschauen. :-) Und die Augenpartie, er hat mich angelächelt als er mich angesehen hat. Und seine Angehörigen haben mir das gleiche erzählt. Bin mir aber nicht mehr sicher ob das willentlich passiert ist oder aber unmotiviert so wie die Arm-/Beinbewegungen... ??? :-/

Das viel größere Problem ist leider der Schlaganfall.

:)^ Das stimmt! Schlaganfall ist übrigens das schlimmste was ich bisher erlebt hab, obwohl ich doch sehr leidgeprüft bin... Das ist permanente Hochschaubahn für die Nerven, ein Horrortrip der Extraklasse! Na ihr habt auch schon einiges erlebt...

Ich verstehe nur nicht, dass ihr so wenig Kontakt zu den Ärzten habt. Wir haben immer mal mit dem Arzt telefoniert und ihn gefragt.

Die halten sich leider extrem bedeckt. Ich hab ja den Freibrief von den Söhnen bekommen dass ich jederzeit im Spital anrufen darf und mich über den Zustand meines Freundes erkundigen darf. Und heute meinte der diensthabende Arzt, ich solle mich nicht einmischen, weil ich wissen wollte wie sein Neurologe heißt. Unfassbar!:-( Es gibt von allen die Aussage: "wir tun alles was für ihren Freund erforderlich ist!" Egal was man fragt bekommt man diese Antwort. Das kommt erschwerend dazu zu der ohnehin schwierigen Situation.

Halt Euch auf dem Laufenden wenn ich wieder was Neues weiß.

Danke nochmals für die Informationen. @:)

Liebe Grüsse + schönen Abend

Patricia

Mgonizk7a6x5


Patricia

Die motorische Unruhe trat nach einem frischen Schlag auf, ich glaube das ging dann auch tagelang, dann immer mal phasenweise. Wie gesagt, so krass war es nicht. So ganz genau habe ich das leider nicht mehr im Kopf. Auf der gelähmten Seite traten oft Spasmen auf. Dass er noch beatmet werden muss, klingt ja leider auch nicht so gut für.

Mir gibt die Reaktion dieser Ärzte zu denken, das ist doch unglaublich. Es verstärkt ja die Sorgen nur noch, wenn man dauernd hört, dass alles getan wird, aber keine klare Auskunft bekommt. Die Kinder bekommen sie auch nicht? Sie haben ein Recht darauf, ich würde mit dem Arzt in Streit geraten, wenn ich solche Töne hören würde.

P]atrichia_23


Hallo Monika,

hallo Cha-Tu,

@ Monika

Die motorische Unruhe trat nach einem frischen Schlag auf, ich glaube das ging dann auch tagelang, dann immer mal phasenweise.

Monika, super. :)^ Dankeschön! @:) Die Information ist toll. Jetzt sind schon insgesamt 3, bei welchen so etwas vorgekommen ist, und bei zweien wieder vorbeigegangen ist. Das ist schon mal sehr positiv. Dann kann ich hoffen dass bei meinem Patienten auch weggehen wird mit der Zeit... Ich weiß eh dass nicht sein muss, aber ich hoffe jetzt halt sehr!

Dass er noch beatmet werden muss, klingt ja leider auch nicht so gut für.

Also die Ärztin sagte mir, dass auch die anderen Herz-operierten Patienten noch beatmet werden, das hat anscheinend mit der Herz-OP und nicht mit dem Schlaganfall zu tun.

Und heute hat mir die Ärztin erzählt, dass das Atmen bei ihm kleine Fortschritte macht, das atmen funktioniert schon, er benötigt nur hin- und wieder die Atemmaschine..., was das auch immer genau heißen mag... ??? klingt jedenfalls positiv. :-)

Mir gibt die Reaktion dieser Ärzte zu denken, das ist doch unglaublich. Es verstärkt ja die Sorgen nur noch, wenn man dauernd hört, dass alles getan wird, aber keine klare Auskunft bekommt.

Ja, das stimmt, das hat die Sorgen massiv verstärkt! Die klingen auch so negativ, von Anfang an "er hat die Einverständniserklärung unterschrieben, das war sein Risiko" wurde immer wieder wiederholt, als ob in der Situation jetzt das wichtig gewesen wäre, und dann kam nicht mehr als "man kann nichts sagen es kann besser werden muss aber nicht, es kann so bleiben, es kann nichts gesagt werden!". Es war so als ob sie die Sätze was sie mir und seinen Angehörigen sagen einstudiert hätten. Egal bei welcher Fragestellung kamen immer die gleichen Antworten.

Die Kinder bekommen sie auch nicht?

Die Kinder bekommen die gleiche Auskunft wie ich. Ich glaube ich verstehe mittlerweile auch warum. So wie ich jetzt von Euch gelernt habe kann absolut nicht abgeschätzt werden wie der Krankheitsverlauf beim Schlaganfall ist, daher wollen sich die im Krankenhaus absolut zu keiner Aussage festlegen lassen.

Hilfreich wären allgemeine Informationen gewesen, die ich hier im Internet von Cha-Tu und von Dir bekommen habe, dass sich so etwas bessern kann , u. a. durch Therapiemaßnahmen und überhaupt dass es sich mit der Zeit bessern kann. Zumindest ist jetzt ein Strohhalm da an den man sich klammern kann, vorher war gar nichts da, ausser Schock und Schwarzsehen... :-(

Übrigens ich hab noch in einem anderen Forum eine nette Dame kennengelernt, der leider das gleiche nach einer Herz-OP passiert ist. Bei ihr war der Schlaganfall glücklicherweise nicht so extrem wie bei meinem Freund. Und durch die Gespräche mit ihr haben wir jetzt herausgefunden dass es offenbar sehr unterschiedliche Schweregrade beim Schlaganfall gibt und mein Freund dürfte einen extrem starken Schlaganfall bekommen haben, da seine rechte Seite "starr" wie Stein ist.... :°( :°(

Status zu heute:

Also wie oben kurz erwähnt, das Atmen funktioniert schon tw. von alleine und er benötigt nur mehr tw. das Atemgerät. Das ist schon mal ein kleiner Fortschritt meinte die Ärztin. Und das Bewegen des Beines und Armes ist auch ein bissi besser geworden, wobei ich das nicht ganz glaube, ich denke dass sie dies nur zur Beruhigung sagt, da die Angehörigen deshalb schon ziemlich frustriert waren gestern.

Ach ja und sein Neffe hat mich kurz informiert, dass er alles verstanden hat was er zum Patienten gesprochen hat. Wir hatten vereinbart, dass der Neffe ihm sagen soll, dass wir nicht wissen ob er uns verstehen kann und er stellt jetzt fragen und wenn der Patient etwas versteht, möge er die Augen schließen. Anscheinend hat das funktioniert. :-D Bin aber trotzdem noch vorsichtig mit dem Glauben, da ich nicht weiß ob sie mir solche Sachen erzählen, dass sie mich beruhigen... ???

Jedenfalls herzlichen Dank @:) nochmals für Eure Informationen, die waren wirklich sehr hilfreich für mich, ich weiß nicht was ich ohne sie gemacht hätte.

Halt Euch am Laufenden sobald ich was Neues weiß.

Lieben Gruss und schönen Abend :)*

Patricia

M9onik(a6x5


Patricia

Danke für die Info, bin jetzt selber daran interessiert, wie er sich erholt, und dass er sich erholt, wünsche ich euch sehr.

Ja, Schlaganfälle können ganz verschiedene Schweregrade haben, bei meinem Vater war gleich der erste der Schlimmste. Das war so ähnlich wie bei deinem Freund, die eine Seite war gänzlich gelähmt, der Arm total starr und oft auch verkrampft. Später konnte er ja wieder ein bisschen laufen und hat dann in der Reha auch gelernt, mit einem Arm die notwendigsten Dinge zu verrichten. Denn der Arm wurde leider nie wieder gebrauchsfähig, alles Andere kam dann schon langsam wieder. Sprechen sollte dein Freund können, wenn die Lähmung die rechte Seite betrifft, auch muss keine Bewusstseinstrübung oder Desorientierung auftreten (was aber in diesem Fall möglich ist, wegen der Schwere der Op, das gibt sich dann aber wieder in aller Regel). Worauf du dich vielleicht einstellen solltest, ist eine emotionale Veränderung, das ist sehr wahrscheinlich. Zumindest in den ersten Wochen.

Beatmet wurde meine Mutter auch, aber nur ein paar Tage. Ich hatte mich nur gewundert, dass es bei ihm so lange dauert. Normalerweise wird der Schlauch dann ja entfernt, wenn der Patient wieder richtig zu Bewusstsein kommt, soweit ich das verstanden habe. Meine Mutter wurde auch ein oder zwei Tage länger im "Schlaf" gelassen, da bei ihr auch ein wenig Komplikationen aufgetreten waren und sie wohl viel Blut verloren hatte. In der Ärztesprache heißt das dann, "es gab Probleme mit der Sauerstoffsättigung".. was mich auch ein wenig geärgert hat. Vermutlich haben sie einfach Angst zu sagen, sie hat Blut verloren, oder befürchten, dass man dann schockiert ist.

Es war so als ob sie die Sätze was sie mir und seinen Angehörigen sagen einstudiert hätten. Egal bei welcher Fragestellung kamen immer die gleichen Antworten.

Das kenne ich ja auch, klar, man will sich nicht festlegen. Ich gehe dann meistens auf die Schiene "wie sind ihre Erfahrungswerte".. dann bekommt man oft noch Infos.

Jedenfalls wünsche ich euch, dass es aufwärts geht, ich drück dir die Daumen.

Die auch einen schönen Abend. :)*

PpatricYia<_23


Hallo Monika,

hallo Cha-Tu,

stellt Euch vor, ich hab gerade von seinem Sohn gehört dass es dem Patienten heute sehr gut geht, er durfte schon sitzen! :-D

Ein bissi wundert mich wie das Sitzen funktioniert wenn die rechte Seite so starr war, aber Hauptsache ist, es funktioniert. :)^

Ich hab mich selten so gefreut!;-D

@ Monika

..bei meinem Vater war gleich der erste der Schlimmste. Das war so ähnlich wie bei deinem Freund, die eine Seite war gänzlich gelähmt, der Arm total starr und oft auch verkrampft..

Das ist sehr schlimm wenn der Arm so starr ist, und lähmt einem die eigenen Gefühle/Empfindungen. :-( Das war sicher eine sehr harte Zeit auch für Dich damals. Ich hab auch gar nicht gewußt dass die Medizin in diesem Bereich nicht sehr weit fortgeschritten ist, was eigentlich schade ist, wenn so viele Menschen davon betroffen sind.

Ich bin bisher leider absolut mit Schlaganfall nicht in Berührung gekommen. Es heißt zwar immer in den Medien oder von den Ärzten bei Schlaganfall sofort ins Spital, aber auf näheres Hinterfragen wie denn ein Schlaganfall zu erkennen sei, kommt meistens nichts adäquates, "das erkennt man dann.." Ich hatte selbst kleinere Schlaganfälle, sodass ich "kurze Sprachstörungen" hatte, rd. 1-2 Minuten, und sie waren sich nie sicher ob das Schlaganfälle waren, daher hab ich es gar nicht so gefährlich eingestuft und hab mich gewundert wieso kolpoltiert wurde dass man sofort ins Krankenhaus fahren soll... ???

Jedenfalls stufe aus meiner Sicht jetzt Schlaganfall als eines der schlimmsten Kranheiten überhaupt, ein!>:(

Beatmet wurde meine Mutter auch, aber nur ein paar Tage. Ich hatte mich nur gewundert, dass es bei ihm so lange dauert.

Du hast recht!!:)^ Ich hatte mich auch total gewundert wieso es so lang dauert und dachte dass dies eine Folge des Schlaganfalls war. Letzten Sonntag hat mich dann endlich eine Ärztin aufgeklärt, dass dass alle Herz-OP - Patienten, die in der Intensivstation liegen, auch wenn nicht Schlaganfall sondern was anderes, länger haben. Du hast recht, ich hätt fragen müssen, wieso eigentlich ???

..der Arm wurde leider nie wieder gebrauchsfähig, alles Andere kam dann schon langsam wieder.

Na das war sicher sehr hart für Deinen Vater! Und natürlich für Dich und die anderen Angehörigen auch!:°_

Ich finde es ganz ganz schlimm dass Dein Vater mehrere Schlaganfälle hatte!:°_ :°_ Hat man je eruieren können wieso dies der Fall war ??? Und Vorbeugen kann man überhaupt nicht, soweit ich es jetzt verstanden hätt..., zu schade dass die Mediziner bzw. Forschung nichts findet. :-(

Sprechen sollte dein Freund können, wenn die Lähmung die rechte Seite betrifft, auch muss keine Bewusstseinstrübung oder Desorientierung auftreten (was aber in diesem Fall möglich ist, wegen der Schwere der Op, das gibt sich dann aber wieder in aller Regel)

Super, gut zu wissen, das hab ich nicht gewußt, dass das Sprechen bei rechtsseitiger Lähmung funktionieren sollte.

..."es gab Probleme mit der Sauerstoffsättigung".. was mich auch ein wenig geärgert hat. Vermutlich haben sie einfach Angst zu sagen, sie hat Blut verloren, oder befürchten, dass man dann schockiert ist.

Ist ja unglaublich, die Ärzte sind schon arg, ich dachte nur die hier im Fall meines Freundes... Die verunsichern einen schon mit derart verschlüsselten Aussagen. Dann beginnt man zu interpretieren was wohl dahinter stecken könnt und kommt möglicherweise auf die falsche Fährte.... :|N

Und geht´s Deiner Mutter jetzt eh gut ???

Ich gehe dann meistens auf die Schiene "wie sind ihre Erfahrungswerte".. dann bekommt man oft noch Infos.

:)^ Hast recht, so hab ich´s auch probiert, aber wollten sich trotzdem partout nicht festlegen, "können sie nicht sagen, da jeder Fall individuell anders verläuft"....; ganz ganz schlimm war das, ich hatte den Eindruck die wissen dass es sehr schlimm ist bei meinem Freund und nicht besser wird, und daher auch nicht erwähnen wollen wie es bei anderen Patienten verlaufen ist. Die 1. Schilderung hab ich hier im Internet-Forum von Cha-Tu erhalten... :)^

Jedenfalls wünsche ich euch, dass es aufwärts geht, ich drück dir die Daumen.

Vielen herzlichen Dank! @:) Auch für die vielen Informationen, die machen einen sicherer...

Meld mich wieder wenn ich was Neues weiß.

Bis dahin :)*

Lieben Gruss + gute Nacht

Patricia

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