» »

Gibt es eine Alternative zur Herzkatheteruntersuchung?

t<inke5rbel|l84 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich möchte gerne wissen,ob eine Herzkatheteruntersuchung durch eine alternative Untersuchung zu ersetzen ist. Ich bin 24 und habe seit einigen Wochen einen starken Druck in der ,insbesondere rechten, Brusthälfte.

Bei dem Belastungsekg habe ich, ohnehin schon wenig Kondition gehabt, aber der Druck wurde immer heftiger. Schmerzen oder sonstiges hatte ich nicht. Der Internist meinte evtl eine Katheteruntersuchung in Betracht zu ziehen, damit ich beruhigt bin und alles auszuschließen wäre.

Gibt es eine weniger "schlimme" Untersuchung?

viele Grüße *:)

Antworten
Acneury9sm-vevruxm


Ersetzen kann diese Untersuchung keine Andere, es gibt lediglich ein paar nicht ganz so aussagekräftige Alternativen wie eine CT oder eine Szintigraphie.

tJinkgerbezll#84


Aber ein Ct ist doch in dem Sinne genauso aussagekräftig oder ? Außer dass es bei einer Katheteruntersuchung direkt behandelt werden kann ; wenn ich mich richtig im Internet informiert habe.

AKneurys9m-veruxm


Nein ist sie eben nicht. Der Katheter sieht das Herz bzw. die Gefäße direkt von innen. Alle anderen Untersuchungen schauen nur von außen rein, das ist nie so genau wie ein Katheter. Eine KHK kann z.B. nie sicher ausgeschlossen werden, wenn kein Katheter gemacht wurde.

t6inWkerSbellx84


So stand es dort : "Mit der Herz-CT lassen sich auch Verkalkungen in den Herzkranzgefäßen nachweisen. Die Verkalkungen zeigen an, dass eine koronare Herzkrankheit vorliegt, auch wenn noch keine Symptome aufgetreten sind. Zu Krankheitszeichen kommt es erst, wenn die Verkalkungen so fortgeschritten sind, dass sie die Gefäße stark einengen."

gtro(ttxche


Ja... das stimmt schon @ tinkerbell

Man kann z.B. Verkalkungen im CT erkennen.

Aber im Herzkatheter werden auch Kontrastmittelgaben gemacht, wo man im Herz direkt viel mehr erkennen kann als im CT.

Außerdem hat man Möglichkeiten z.B. Rhytmusstörungen sofort zu behandeln - abgesehen von evtl. anderen nötigen Behandlungen wie Stentsetzen etc.

Kleine Verkalkungen oder Verengungen sind evtl. besser zu erkennen, wenn man sie mit dem Katheter untersuchen kann.

Ich an deiner Stelle, würde die Katheteruntersuchung machen lassen. Und schlimm ist sie nicht- ich hab sie hinter mir.

Klar- ich würde auch nicht hocherfreut hinrennen und sagen "legt mir einen HK" - aber wenn es nötig wäre- ok....

Angenehm ist natürlich was anderes.

Aber es gibt auch schlimmeres. Glaub mir - und ich bin (was Krankenhäuser angeht) ein RIIIIESEN Angsthase.

Und nun : Mut und hol dir einen Termin ... Wenn alles in Ordnung ist darfst du oft schon am nächsten Tag heim und ansonsten bist du wenigstens informiert.

(und glaube mir : ich weiß wovon ich rede.... Hatte die Herz Angio (Katheter) und eine Gefäßangio (funktioniert genauso) und lebe noch !!!)

CFhEa-T:u


Zum einen ist eine Cardio-CT/MRT nicht so genau wie eine Herzkatheteruntersuchung, und zum anderen muss die Katheter-Untersuchung dann gemacht werden, wenn bei der CT eine Verkalkung festgestellt wird. DANN ist eine Katheterisierung obligatorisch.

Gruss

Cha-Tu

t!inkerubellx84


Ich frage mich dennoch ob das mit 24 wirklich nötig ist. Diese Aussage hat nämlich mein Hausarzt (Internist) getroffen, dass ich das machen solle. Ich dachte in meinem Alter sei sowas wie ein Infarkt ausgeschlossen. Zumal 2 Kardiologen im letzten Jahr eine strukturelle Herzerkrankung ausgeschlossen haben.

Was halt schlimm ist, ist dieser Druck,der je länger ich stehe heftiger wird in der rechten Brust,was aber keine Schmerzen verursacht,teilweise wird mir aber schwindelig da und beim Orthopäden war ich nun auch schon.Er weiss aber auch nicht,ob das alles von einer OP vor 11 Jahren kommt, wo mir zur Stabilisierung einer Skloliose Stäbe und Schrauben die ganze Wirbelsäule entlang eingesetzt worden sind.Fest steht nur, dass mein Herz dadurch eh anders liegt.

Ganz ehrlich weiss ich nun nicht was ich tun soll.

A;ne>urysrm-ve{rum


Ich dachte in meinem Alter sei sowas wie ein Infarkt ausgeschlossen.

Leider ist dies nicht der Fall. Ohne jetzt deine genauen Befunde oder komplette Vorgeschichte zu kennen, kann ich mir aber vorstellen, dass eine Szintigraphie auch ausreichen würde. Wenn der behandelnde Arzt das allerdings anders sieht, muss er dafür ja auch einen Grund haben.

C^h`a-xTu


>Zumal 2 Kardiologen im letzten Jahr eine strukturelle

>Herzerkrankung ausgeschlossen haben.

Dann ist eine solche Erkrankung heute zwar unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, wie aneurysm verum schon sagte. Und ich stimme ihm da auch zu: Eine Myokard-Szintigraphie würde vermutlich ausreichen. Ich selbst bin herzkrank, hatte zwei Infarkte, und werde neben halbjährlichen kardiologischen Untersuchungen auch alle zwei Jahre gründlichst untersucht. Einmal Katheter, zwei Jahre später Szinti, zwei Jahre später Katheter, usw.

Ich denke wirklich, dass in Deinem Fall ein Katheter eine Nummer zu gross sein könnte, zumal sowohl die operierte Skoliose eine Ursache sein könnte, als auch ein Druck auf der RECHTEN Seite eher ein Zeichen für eine orthopädisch-neulogische Ursache ist. Ich verstehe immer weniger, warum Dein Internist zu einer Katheterisierung rät.

Ich kann und darf Dir nichts empfehlen, weil ich kein Arzt bin. Aber ich darf sagen, was ICH an Deiner Stelle täte: Ich würde eine Szintigraphie machen lassen, und wenn DABEI irgendwas Auffälliges herauskäme, würde ich einen Katheter legen lassen.

Lieben Gruss

Cha-Tu

Srusang Ma!cD


Also mit der Skoliose-Vorgeschichte würde ich erstmal bevor ich zur Koronarangiographie ginge mit dem Kardiologen oder dem damaligen behandelnden Orthopäden sprechen. Deine Vermutung liegt doch absolut nah, daß durch die Skoliose und der OP dir Organe nicht so liegen, wie sie sollen. Und Veränderungen der HWS verursachen ähnliche Beschwerden. Auch Entzündungen des Zwolffingerdarmes.

Letztlich ist die Koro immerhin ein invasiver Eingriff. Und den würd ich mir mit 24 nicht unbedingt auf Verdacht antun. Ich meine wirklich, sprech mal mit dem Orthopäden und sieh dann weiter. Kannst mir ja mal ne PN schreiben, wo Deine Skoliose-OP gemacht wurde, vllt. weiß ich da ein wenig weiter.

SAilePntRun{nexr


Glaubst du wirklich, dass du mit 24 eine koronare Herzerkrankung hast? Was es sein könnte, kann ich natürlich auch nicht sagen. Aber zu der Frage CT- und Katheter-Untersuchung:

Vorteile einer Herz-CT im Vergleich zum herkömmlichen Herzkatheter:

- nicht-invasiv (keine Punktion einer Schlagader)

- keine Liegezeit

- kurze Untersuchungszeit (ca. 10 Minuten)

Nachteile einer Herz-CT im Vergleich zum herkömmlichen Herzkatheter:

- Die Strahlendosis bei der Herz-CT (ca. 10-13 mSv) ist höher im Vergleich zur natürlichen Strahlenbelastung (ca. 4 mSv) und liegt beim ca. 3-fachen einer herkömmlichen diagnostischen Herzkatheteruntersuchung (ca. 3-4 mSv).

- Eingeschränkte Beurteilbarkeit bei ausgeprägten Verkalkungen der Herzkranzarterien.

- Eingeschränkte Beurteilbarkeit bei Herzrhythmusstörungen/Herzfrequenzen >65 Schläge/min.

Es kommt außerdem entscheidend darauf an, mit was für einem CT die Untersuchung durchgeführt wird. Erst bei 64 Zeilern oder Dual-Source-CTs kann man eine vernünftige Darstellung erwarten. Ansonsten muss man mit ß-Blockern die Herzfrequenz mindestens auf 60 Schläge/min senken.

Und falls du gesetzlich krankenversichert bist, zahlt dir die Kasse eine Herz-CT nicht, soweit ich weiß.

t*ink"erbeVll84


Vielen Dank für Eure Antworten,

Wie genau läuft denn eine Myokard-Szintigraphie ab ? Letztendlich ist das ja von dem Arzt zu entscheiden, wohin er überweist, aber wie gesagt sagten 2 behandelnde Kardiologen im letzten Jahr, alles sei okay. Ich bin dort ja in Behandlung wegen gehäufter VES, aber damit habe ich derzeit keine Probleme.

Im Januar war die letzte Untersuchung,da war das Belastungs EKG in Ordnung und ich hatte auch beim Radeln keine Schwierigkeiten. Gestern jedoch beim Internisten (auch gleichzeitig Hausarzt) hatte ich schon nach 4 Minuten Probleme und ich bekam einen Druck im Brustkorb, auch wieder ohne jegliche Schmerzen,nur mir wurde wieder schwindelig,obwohl mein Puls gerade mal bei 142 lag. Zum EKG hat er da mal garnichts gesagt, was ich auch blöd fand. Er sagte lediglich, dass um alles auszuschließen, den Herzkatheter vorschlägt und um mich zu beruhigen. Wie gesagt, die 2 anderen Kardiologen rieten mir damals, als das mit des VES so schlimm war ab, da in meinem Alter,so sagten Sie mehr falsch als richtig gemacht werden könnte und ich später evtl noch mehr Probleme hätte.

Wäre super,wenn das alles vom Rücken kommt, dann wäre ich beruhigt, aber wie gesagt sagte der Orthopäde, dass er sich nicht sicher sei, verschrieb mir lediglich Krankengymnastik.

Was mich nur eben so erschreckt,ist , dass dieser Druck so stark wird, dass mir dann schwindelig wird und ich das Gefühl habe das ich ganz abdrifte.

Aber ist mit 24 , ohne besondere Krankheitsgeschichte, ein Infarkt nicht quasi unmöglich, da ich mich zwar wenig bewege,sicher auch nicht ausreichend gesund ernähre,zwar Normalgewicht habe,aber weder rauche noch trinke?

tvinkesr8belLl84


Ja,ich bin seit Januar diesen Jahres gesetzlich versichert.

Also wäre dies so oder so vorher mit der Krankenkasse zu klären, bevor überhaupt ein Arzt überweist,richtig?

C:hma-xTu


Herzinfarkte können auch bei jungen, schlanken und nichtrauchenden Menschen passieren, obwohl das sehr sehr selten ist. Ich glaube zwar nicht, dass es Dein Herz ist, was da weh tut, aber ich kann Dir leider nicht sagen "Das ist unmöglich". Denn MÖGLICH ist es. Es sind Fälle bekannt, bei denen Kinder (!) Herzinfarkte erlitten haben, z.B. wenn gewisse genetische Prädispositionen vorliegen. Aber wie gesagt, das klingt bei Dir alles nach "Orthopädie"...

Die Herzkatheter-Untersuchung würde die Krankenkasse zahlen, wenn der Arzt meint, dass das notwendig sei. Eine CT (Computertomographie) des Herzens zahlt die Kasse in der Regel nicht, nur in GANZ seltenen Ausnahmefällen.

Bei einer Myokardszintigraphie musst Du morgens in die Praxis kommen, bekommst ein radioaktives Medikament injiziert, und danach wird eine spezielle Aufnahme gemacht, eine Röntgenaufnahme. Am nächsten Tag (in einigen Kliniken/Praxen auch am gleichen Tag, aber nach 6-8 Stunden) musst Du dann ein Belastungs-EKG machen, und während des EKG wird wieder das radioaktive Medikament injiziert. Danach wird wieder eine Röntgenaufnahme gemacht. Anhand der dabei entstehenden Bilder und im Vergleich zu den Aufnahmen OHNE Belastungs-EKG vom Vortag kann der Arzt anhand der Verteilung bestimmter Moleküle erkennen, welche Teile Deines Herzens unter Umständen minder durchblutet sind. Daraus können Schlüsse auf eine Ischämie (Mangeldurchblutung) des Herzens gezogen werden.

Gruss

Cha-Tu

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH