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Dreifacher-Bypass mit 43

B~lumEe7x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

letzte Woche Mittwoch hatte mein Freund (43) eine Herzkhateteruntersuchung, dabei wurde festgestellt, dass ein Herzkranzgefäss ganz zu ist, eins zu 90 % und das Andere zu 60 %. Wir Alle waren sehr geschockt, selbst die Ärzte, denn die hatten auch nicht mit so einem Befund gerechnet. Zum Glück hatte er bis jetzt noch keinen Infakt.

Da die Ärzte uns mitteilten, dass es sehr akut sei, kommt er diesen Freitag schon ins Krankenhaus Links der Weser (Bremen) und wird wohl am Montag (davon gehen wir mal aus) operiert.

Jetzt würde ich gerne wissen, ob jemand von Euch schon Erfahrungen mit Bypässen in dem Klinikum Links der Weser (Bremen) gemacht hat. Oder irgend etwas über dieses Krankenhaus gehört hat?

Auch würde ich gerne wissen, ob auch Andere von Euch in diesem Alter schon solche Erfahrungen gemacht haben und wie es Euch bei bzw. nach der OP ergangen ist?

Würde mich wahnsinnig über Antworten freuen.

Antworten
B#l|ume7x0


Kennt denn wirklich keiner diese Klinik? :-| Das finde ich schon sehr beängstigent. :-o

LvissKy200x3


Huhu,

kannst beruhigt sein- das LDW ist 1a!

Arbeite in einem Krankenhaus und wir überwiesen ständig Patienten dort in die Kardiologie!

C=hak-xTu


Hallo, Blume,

ich denke nicht, dass in einem Internetforum Kliniken, Ärzte oder ähnliches bewertet werden dürfen. Insofern wirst Du hier vermutlich keine Antwort auf die Frage nach der Klinik bekommen.

Zu Eurem Freund: Bei einem 90%-Verschluss ist natürlich dringend anzuraten, etwas zu tun. Warum jedoch eine Bypass-OP in Erwägung gezogen wird, ist mir nicht ganz klar. Aber ich kenne die Umstände nicht, ich weiss nichts um den Allgemeinzustand Eures Freundes noch über die anatomischen Gegebenheiten des Herzens des Mannes, usw. Ich kann natürlich nur hypothetisch und auch nur für mich reden, aber ich hätte in so einem Fall eine zweite Meinung eingeholt, ob eine Bypass-OP wirklich der Weisheit letzter Schluss ist, oder ob vielleicht auch ein Stent infrage käme. Aber wie gesagt: Deine Angeben sind sehr minimal, um die Dringlichkeit einer Bypass-OP einschätzen zu können, zumal hier ein LAIEN-Forum ist. Ich selbst habe mit 42 meinen ersten und mit 43 meinen zweiten Infarkt erlitten, und in meiner Herzsportgruppe sind einige Mitglieder zwischen 30 und 50. Mit 43 eine KHK zu haben, ist also nicht wirklich selten.

Alles gute für Euren Freund

Cha-Tu

Coha-xTu


Man sollte erst ALLES lesen, bevor man antwortet, sorry.... Ich dachte, es wäre ein ein- oder zweifacher Bypass vonnöten, aber in der Überschrift sehe ich gerade, dass ein DREIfach-Bypass nötig ist. Dann wird tatsächlich in der Regel bypass-operiert und kein Stent mehr versucht.

Gruss

Cha-Tu

d>ivEaunlimxited


Das Krankenhaus kenne ich zwar nicht, aber ich hoffe ich kann dich so ein bisschen beruhigen.

Mein Vater hatte mit 50 Jahren einen Infarkt(evtl sogar 2, das konnte man aber nicht mehr genau feststellen), bei der Katheteruntersuchung wurde festgestellt, dass ein Gefäß schon 99% Verschluss hatte. Die Ärzte wollten ihm anfangs 3-4 Bypässe einsetzen, während der Operation sind es dann 7 Stück geworden. Seine Prognose war aber gut, die Ärzte haben damals gesagt, dass so junge Patienten sehr gute Genesungschancen haben.

Bereits wenige Wochen nach der Operation ging es ihm sehr gut, besser als vorher.

Alles Gute!

BLlu9mex70


Hallo Lissy2003, Cha-Tu und divaunlimited,

vielen Dank für Eure Worte.

Es beruhigt mich schon sehr, wenn ich weiß, dass mein Schatz dort gut aufgehoben ist und das man sich nach einigen Wochen schon wieder besser als vorher fühlen kann.

Dann Drückt mal die Daumen, dass die OP auch gut verläuft. :)^

Vielen Dank!

C#ha-Txu


Mach ich, Blume.

Aber noch was: Seid bitte beide darauf vorbereitet, dass Bypass-Operierte nach der OP recht häufig sehr depressiv sind. Das ist fast schon normal, und ich würde das auch nicht durch "Ablenkung" zu verhindern versuchen. Eine Herz-Krankheit UND eine OP sind ein grosse Eingriffe in das Alltagsleben eines Menschen, das nicht mehr ganz so sein wird wie vorher, denn man hat nun einmal die Erfahrung gemacht, und die will und muss verarbeitet werden. Viele Angehörigen sind nach der OP sehr enttäuscht, weil die OP gut gelungen ist, aber der Patient total niedergeschlagen. Das sollte man als Angehöriger akzeptieren und aushalten, aber auch immer für den Patienten da sein, ihm das Gefühl geben, dass er nicht alleine ist. Ach, Du machst das schon... :-)

Ach, und ein zweites: Normalerweise wollen die Patienten nicht in die Reha ;-) Aber das ist WICHTIG! Für den Körper UND für die Seele. Und auch für das Vertrauen, das man wieder zu seinem Herzen lernen muss. Also: "Zwing" ihn in die Reha. Vielleicht kannst Du ja mitfahren, das ist immer einfacher für die Patienten...

Lieben Gruss

Cha-Tu

B^lumxe70


Hallo Cha-Tu,

Danke für Deine Tipps.

Mit der Depression habe ich hier im Forum schon des öfteren gelesen. Da habe ich mich schon mit befasst und ich glaube (hoffe) das ich die Geduld dafür habe bzw. gehe ich mal davon aus, dass die Ärzte ihm dann auch helfen werden.

Mit der REHA sieht das etwas anders aus. Das Klinikum LDW bietet nach dem Krankenhausaufenthalt auch eine 3-4 Wöchige REHA als Tagesklinik an. Das würde mein Schatz auch Bedingungslos machen, aber weiter wegfahren fällt ihm doch sehr schwer. Aber ich denke mal, wenn es unbedignt sein muss, dann macht er das auch. Hoffe ich ich zumindest.

Lieben Gruß

Blume

CZha-Txu


Hallo, Blume,

wenn die Möglichkeit einer ambulanten Reha angeboten wird, ist das sicherlich eine gute Sache. Als ich damals in die Reha "musste", gab es das noch nicht.

Alles Gute, und auch Dir viel Kraft, ich weiss, wie anspannend das für Angehörige ist...

Liebe Grüsse

Cha-Tu

bFettcyx555


Hallo :-),

@ Cha-Tu,

Viele Angehörigen sind nach der OP sehr enttäuscht, weil die OP gut gelungen ist

Ähhhh, da hast Du Dich doch sicher verschrieben :)z

Mit depressiv nach der Bypass-Op habt Ihr recht, man fällt nach einer Herz-Op in ein tiefes Loch. Es dauert, bis man da wieder rauskommt. Ich bekam u.a. einen Bypass. Mache mir ständig Gedanken, wann der wieder zugeht :-/

Deinem Freund alles Gute :)^

bMettxyx555


Ohhhh, ich meine natürlich Blume ;-)

B(lum$e7x0


Hallo Cha-Tu,

Hallo Betty,

mein Freund ist seit gestern im Krankenhaus. Uns wurde nun aber mitgeteilt, dass die OP nicht am Montag sondern vielleicht am Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag statt findet. Da er ja ein akuter Fall ist, wird er dazwischen geschoben. Das klingt nicht gerade beruhigend. Außerdem ist diese Warterei und das Ungewisse sehr zermürbend.

Ich hoffe wirklich, dass Alles gut geht.

M`aggolwxes


Hallo Blume,

dann will ich als noch frisch Betroffener auch mal ein paar Beruhigungszeilen schicken.

Alle Kliniken die Bypass - Ops machen können/dürfen sind sicher mit solchen Spezialisten bestückt,

dass sie heute diese OP als Routine durchführen. Was nicht heisen soll, dass es eine leichte Sache ist.

Im Gegenteil. Aber ein gestandener 43 Jähriger ist sicher schneller wieder übern Berg als die meist viel älteren Patienten.

Eine REHA empfehle ich auch sehr dringend und zwar eher eine Stationäre als eine Ambulante. Der Stress mit der hin - und her Kutscherei ist nicht förderlich. Auch meine Klinik hat von einer Ambulanten abgeraten. Bei einer orthopädischen REHA möge das ok sein aber nicht bei Bypass.

Es ist sehr gut mit anderen betroffenen Bypass Patienten sich auszutauschen, damit man erfährt, das man nicht als einziger noch Schmerzen in der Brust verspürt, sondern das dies halt eine Postoperative Begleiterscheinung mit nachlassender Wirkung ist. Heute, 3 Monate nach meiner OP fahre ich schon seit gut 5 Wochen auch wieder selbst Auto. Du siehst, es wird alles gut :)^

Ein Buch möchte ich noch wärmstens empfehlen. Je schneller Du es liesest, desto besser weist Du Bescheid wie Du und der Patient mit dieser Situation umgehst:

Vor und nach Bypass- Operation oder Ballondilatation. Notwendige Untersuchungen, die Eingriffe, das Leben nachher.

Bei Amazon schon für 5,95 für leicht gebrauchte. Meins war eigentlich wie neu.

Die Warterei ist jetzt wirklich sehr schlimm. Aber denk daran es ist besser jetzt eine OP als später mit viel mehr Risiko nach einem eventuellen Herzinfarkt.

Ich wünsche Euch beiden, das es bald überstanden ist und eine schnelle Genesung erfolgt.

:)^ :)* :)^

Liebe Grüße

Gerhard

C0ha -Tu


Hallo, Blume,

ich drücke beide Daumen. Ja, diese Warterei ist nervenzermürbend, aber auch die geht vorbei.

Lieben Gruss, hoffentlich habt Ihr es bald geschafft.

Cha-Tui

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