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Dreifacher-Bypass mit 43

M agol!wes


Hallo Blume,

das ist ganz toll zu hören/lesen. Und es geht jeden Tag weiter aufwärts.

Ein halbes Jahr lang dauert aber die völlige Genesung.

Nochmal der Link zum Buch bei Amazon:

Operation-Ballondilatation-Notwendige-Untersuchungen-Eingriffe

Muss aber in einer Zeile oben eingefügt werden. Oder wird direkt als blauer Link angezeigt :-)

Liebe Grüße

Gerhard

B7lumxe70


Hallo Magolwes,

Danke noch mal für den Link. Habe mir jetzt so ein änliches Buch bei "buch.de" bestellt. Sehr gut für Laien geschrieben. :)^

Gestern war ich ja wieder in der Klinik und da haben wir von einer der vielen ÄrztInen erfahren, dass mein Freund im Prinzip doch nur einen Dreifachen- statt einen Fünffachen-Bypass erhalten hat. :-)

Und zwar haben die mit den Beiden Brustwandarterien je am linken und am rechten Herzkranzgefäß 2 Mal "angedockt" und mit der Beinvene von der Aorta zum hinteren Herzkranzgefäß. Ich hoffe, dass ich das so einigermaßen erklären konnte. ;-)

Jedenfalls sagte die Ärztin, dass das Prinzip meistens bei jungen Menschen angewendet wird, da es sehr lange halten wird bzw. soll. Eine Garantie gibt es ja nie. :|N

Man darf aber nie die Hoffnung aufgeben. Was ich in den letzten 5 Wochen erlebt habe, da kann man wirklich wieder an Hoffnung glauben. ;-D

Mein Stiefvater ist vor 5 Wochen ins Krankenhaus gekommen. Angeblich wegen Rückenschmerzen. 2 Tage später hatte er Nierenversagen, Lungenentzündung und Blutvergiftung. Wieder 2 Tage danach einen Hirnschlag und 2 Herzinfarkte. Nach 2 Maliger Wiederbelebung waren natürlich seine Rippen gebrochen und er konnte nicht mehr den Schleim in der Lunge abhusten. Man muss dazu sagen, dass mein Stiefvater 83 Jahre jung ist.

Auf jeden Fall musste er nun mit einem Tubus beatmet werden. Die Ärzte hatten nicht mehr viel Hoffnung. Dann bekam er auch noch Wasser und Bakterien in der Lunge. Zur gleichen Zeit kam dann noch die Herkhateteruntersuchung und die Planung der Bypass OP meines Freundes.

Das tolle (und warum man die Hoffnung nie aufgeben sollte :)*) ist, dass Beide, mein Freund und mein Stiefvater, auf dem Weg der Besserung sind. ;-D

Mein Stiefvater ist seit einer Woche nicht mehr auf der Intensiv sondern auf der Inneren, wo selbst der Arzt nicht mehr gerechnet hat :-o. Nächste Woche kommt er dann für ca. 3 Wochen auf die Geatrie (oder so ähnlich), dort wollen sie testen, ob er große Schäden vom Hirnschlag erlitten hat. Tja und dann kann er nach Hause.

Er sagte schon, wenn er raus ist, dann möchte er mit meiner Mutter nach Büsum und die Füße ins Watt halten :-D.

Daher glaube ich wieder an die Hoffnung :)z.

Oh, das war ja mal ein langer Bericht. Ich melde mich wieder.

Also, bis bald

Blume @:)

Cdha-xTu


Hallo, Blume,

ich finde, man darf die Hoffnung nie aufgeben!!! Ich habe es mehrfach erlebt, dass hoffnungslos genannte Fälle wieder gesund wurden, oder zumindest gut überlebten.

Meine Mutter war nach eine Herzklappenoperation, bei der sie einen Schlaganfall erlitt, so geschädigt, dass der Arzt uns sagte, wir sollen ein Pflegeheimplatz suchen, für 1-2 Jahre, mehr würde sie es nicht schaffen, und sie würde auch nie mehr gehen können, immer im Bett liegen müssen (damals war sie 69 Jahre alt). Durch eine gute Reha, eisernen Lebenswillen und einen Sohn (mich), der sie ständig angetrieben hat, nicht aufzugeben, wurde sie immerhin wieder so fit, dass sie am Stock gehen konnte, und noch fast 10 Jahre bei uns, bei meiner Frau und mir, leben konnte, bevor sie mit fast 79 verstorben ist. 10 geschenkte Jahre, die kaum ein Arzt für möglich gehalten hätte.

Meiner Frau sagte man nach meinem ersten Infarkt, man wisse nicht, ob ich überlebe, denn die Vorderwand des Herzens sei fast gänzlich zerstört, sie pulse nur noch "wild" vor sich hin. 14 Tage dauerte dieser Zustand zwischen Leben und Tod. Nun, ich überlebte nicht nur dies, sondern auch noch einen zweiten Herzinfarkt, und beides ist 14 Jahre her.

Nein, ich würde die Hoffnung NIEMALS aufgeben...

>Jedenfalls sagte die Ärztin, dass das Prinzip meistens bei jungen

>Menschen angewendet wird, da es sehr lange halten wird bzw.

Richtig. Die Methode mit den Brustarterien hat eine viel längere Dauerhaftigkeit als der Ersatz durch Venen. Das gibt Euch auch Sicherheit.

Alles Gute, auch Deinem Stiefvater!

Cha-Tu

Bwluxme70


Hallo Cha-Tu,

Oh Ha!!!

Da war ja bei Dir und Deiner Familie auch schon eine Menge los.

Ich habe in irgendeinem anderen Faden gelesen, dass man bei Dir gar keine Bypass OP machen konnte. Das sich im Prinzip Deine Herzkranzgefäße von alleine neue Adern gebildet haben. (Um das mal als Laie zu sagen) :-o

Wenn das nicht an ein Wunder grenzt, dann weiß ich auch nicht. :-o

Klar, Du musstest sehr viel dafür leisten, aber denn noch... ... ein Wunder!:)^

Habe eben gerade von meiner Schwester erfahren, dass mein Stiefvater schon Morgen verlegt wird :-D. Er hat auch erzählt, dass er, in der Zeit in der es nicht gut um ihn stand, ganz wilde Träume von Mord und Todschlag hatte. Bis der Arzt zu ihm gesagt hat: "Wenn Sie leben wollen, müssen Sie auch Ihren Beitrag dazu leisten!":)z

Seit diesem Zeitpunkt ging es bei meinem Stiefvater Bergauf ;-D. Der Wille kann echt Berge versetzen.

So, nun muss ich mich auch langsam auf den Weg zur Klinik machen.

Liebe Grüße

Blume @:)

b3ett5y5x55


Das sich im Prinzip Deine Herzkranzgefäße von alleine neue Adern gebildet haben.

Ich habe einen Venenbypass, da er aber nicht aufgrund von Verkalkungen gelegt wurde, habe ich die Hoffnung, dass er lange hält.

Dass sich die Kranzgefäße oft neue "Wege bauen", wurde mir von meinem Oberarzt auch schonmal erklärt. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, ob diese Wege auch einen Bypass ersetzen können ???

Chhax-Tu


Hallo, Blume,

es werden zwar keine neuen Herzkranzgefässe gebildet, aber winzige Äderchen "(Kollaterale") bilden sich, und die können dann eine Mindestversorgung übernehmen. Leider bilden sich diese Kollaterale nicht bei allen Menschen; ich gehörte zu den Glücklichen.

Ich musste meine Mutter damals auch "ermutigen" zu kämpfen. Und manche Menschen packt man am besten bei ihrer "Ehre", um das durchzusetzen, also klar zu sagen: "Es liegt jetzt an DIR, ob Du gesund wirst oder nicht, ich habe mein möglichstes getan, jetzt bist Du dran."

Hallo, Betty,

nein, vollständig ersetzen können die Kollaterale einen Bypass nicht. Wäre mein Herz relativ risiko-arm operabel, hätte man auch operiert. Aber da ich aufgrund der Gegebenheiten ein viel grösseres Risiko hätte tragen müssen als die meisten anderen Bypass-Operierten, haben drei Ärzte voneinander unabhängig mir empfohlen, mich NICHT operieren zu lassen, weil meine Überlebens-Chance zu gering gewesen wäre, jedenfalls geringer, als zufriedenstellend mit der Kollateralisierung zu leben. Und dieser Empfehlung bin ich gefolgt. Meine Kollaterale schaffen eine Mindestversorgung, mehr ist da nicht drin.

Schönen Abend

Cha-Tu

BvluYme70


Hallo Betty,

darf ich fragen, warum Du einen Venenbypass bekommen hast?

Hallo Cha-Tu,

Meine Kollaterale schaffen eine Mindestversorgung, mehr ist da nicht drin.

Dennoch lebst Du damit ja schon 14 Jahre :-D :)^ !

Hast Du denn jetzt sehr große Einschränkungen, oder kannst Du ein normales Leben führen. Ich meine, musst Du überwiegend nur zu Hause bleiben, wie schnell darfst Du gehen (laufen), darfst Du Radfahren, brauchst Du bestimmte Hilfsmittel usw. usw.? ???

Oder betrifft das überwiegend nur Deine Ernährung?

Ich bin aber auch neugierig ;-) .

Also, bis später!*:)

Liebe Grüße

Blume @:)

C]ha-xTu


Hallo, Blume,

>Hast Du denn jetzt sehr große Einschränkungen,

>oder kannst Du ein normales Leben führen.

Ich bin frühberentet und führe ein relativ normales Leben im Rahmen meiner Möglichkeiten. Aber ich merke schnell, sobald ich etwas über meinem Level mache, dann bekomme ich schwer Luft, und hin und wieder auch Angina-Pectoris-Beschwerden.

> Ich meine, musst Du überwiegend nur zu Hause bleiben,

Nein, nein, ich gehe täglich mehrere Kilometer spazieren, der Herzkraft angemessen "schnell" (ich weiss nicht, wie schnell ich gehe, aber für 2,5 km brauche ich ca. 40-50 Minuten. Bis v or 4 Jahren konnte ich sogar Walking machen, aber vor vier Jahren hat sich meine Herzschwäche verschlechtert, und seitdem nur noch spazierengehen.

>darfst Du Radfahren,

Nein, weil ich mir schnell schwindelig wird und dann die Umkippgefahr (Unfall) zu gross ist. Vom Herzen her dürfte ich moderat-schnell radfahren, aber der Schwindel verbietet es mir.

> brauchst Du bestimmte Hilfsmittel usw. usw.? ???

Medikamente.

>Ich bin aber auch neugierig ;-) .

:-)

Lieben Gruss

Cha-Tu

b7etMty55x5


Hallo Cha-tu,

ich hoffe, dass sich bei mir auch soetwasbildet, denn ich bin mir sicher, dass ich die nächste Herz-Op nicht überleben werde.

Hallo Blume,

ich hatte eine Herzklappen-Op, bekam einen Doppelklappenersatz, wahrscheinlich wurde ein Kranzgefäß verletzt, aufgrund dessen erhielt ein Teil des Herzens nicht genügend Durchblutung, deswegen fing es auch nicht mehr an zu schlagen, nach dem Bypass klappte es mit der Durchblutung.

C0ha-9Tu


Hallo, Betty,

mein Kardiologe sagte mir, dass sich diese "Kapillare" bzw. Kollaterale bevorzugt bilden, wenn man sehr moderaten Bewegungssport macht, z.B. zügiges Spazierengehen. Hierbei kommt es NICHT auf die Leistung an, sondern auf das Regelmässige. Ich gehe jeden Tag 30-50 Minuten, bei jedem Wetter. Ich gehe, so zügig ich kann, aber nie so, dass ich ausser Atem gerate. Dieses moderate Training soll die Bildung der Kollaterale sehr anregen.

Darf ich fragen, wie alt Du bist, Betty?

Lieben Gruss

Cha-Tu

b)ettxy555


Hallo Cha-Tu,

Ich bin 48, die OP war mit 42.

Die Sache mit der Regelmässigkeit :=o In den letzten Jahren bin ich viel gewalkt, ich hatte eine Phase, wo mein GG und ich täglich 13 km gewalkt sind. Auf die Dauer war das ziemlich anstrengend, im Moment walke ich 2x die Woche ca 45 Min. Es gibt aber auch Phasen, wo ich tagelang überhaupt keine Lust habe, mich zu bewegen.

Mit dem Frühlingsgefühl kommt auch wieder die Bewegungsfreude zurück, vorallem das Gartenwerkeln, was aber die kontinuierliche Bewegung nicht ersetzt.

C,ha_-Tu


Hallo, Betty,

ja, diese Unlust kenne ich durchaus auch. Für solche Fälle habe ich hier einen "Hometrainer" stehen, so ein Steh-Fahrrad. Gehen ist zwar EIGENTLICH schöner, aber manchmal bin ich dann doch zu bequem, das Haus zu verlassen. Aber das ist selten geworden.

Wann war Deine letzte Angiographie? Bei so intensivem Walken müssten sich da schon Kollaterale gebildet haben...

Lieben Gruss

Cha-Tu

b@etLt9yK5x55


Hallo Cha-tu,

einen Hometrainer habe ich auch, der befindet sich seit längerer Zeit im Keller. Jedesmal wenn ich ihn benutzte, ging mir nach 3 Minuten die Puste aus und meine Beine schmerzten furchtbar.

Könnte an meiner mangelnden Hometrainerkondition liegen oder an einer Minderdurchblutung meiner Beine in diesem Moment.

Für den Bypass wurden Venen aus beiden Oberschenkeln genommen. Vergessen darf ich auch meine 15 Kilo die ich seit der OP zugenommen habe, aber mit Beta-Blocker( welche den Stoffwechsel auf Sparflamme halten) und diversen Blutdruckmitteln ist es nicht so leicht.

Da ich mir in den letzten Monaten fast täglich einige Toast mit Nutella gegönnt habe :(v ist mein Blutbild äußerst schlecht geworden. Natürlich spielen Medikamente auch eine Rolle, aber ich denke, es kommt in hauptsächlich von dem zucker-und fettreichen(obwohl nur pflanzliche Fette enthalten sind) Nutella :=o

Eine Angiographie hatte ich noch nicht, normalerweise wird ein Echo gemacht.

CKha-`Txu


Hallo, Betty,

ja, das Übergewicht... Dieses Problem kenne ich, es bedarf grösster Selbstdisziplin, um das in den Griff zu bekommen... Leider ist mir das immer noch nicht optimal gelungen. Aber ich hatte vor dem Infarkt auch mehr als 70 Kilo Übergewicht, jetzt sind es "nur" noch 10-15... Immer noch zu viel...

Dass Dir nach 3 Minuten auf dem Hometrainer die Puste ausgeht, verstehe ich gut. Mir fiel Gehen/Walking auch viel leichter als das Radtreten...

Darf ich mal fragen, ob Du mal daran gedacht hast, eine begleitende Psychotherapie zu machen? So eine Herzkrankheit kann man nicht locker wegstecken, das ganze Leben wird ja dadurch auf den Kopf gestellt. Und das alleine "im Einzelkampf" zu "händeln", halte ich für kaum möglich. Ich habe damals mehrere Jahre Therapie gemacht, um seelisch wieder ins Lot zu kommen. Deine ungesunde Ernährung TROTZ des Wissens um ihre Gefährlichkeit, deutet in die Richtung der psychischen Nicht-Verarbeitung von dem allen. Ich möchte Dir da nicht zu nahe treten, aber das sind meine Gedanken dazu...

>Eine Angiographie hatte ich noch nicht, normalerweise wird ein Echo gemacht.

Ich würde aber mal auf mindestens einer Myokardszintigraphie bestehen, um zu sehen, wie gut das Herz durchblutet ist. Echo und EKG reichen da meiner Meinung und nach Meinung meines Kardiologen nicht aus.

Lieben Gruss

Cha-Tu

boettly55x5


Hallo Cha-tu,

So eine Herzkrankheit kann man nicht locker wegstecken, das ganze Leben wird ja dadurch auf den Kopf gestellt. Und das alleine "im Einzelkampf" zu "händeln", halte ich für kaum möglich.

Na ja, ich fühle mich seit meiner OP 1000% besser als in den ca 15 Jahren davor. Weil dem so ist( und dieses Gefühl überwiegt) bin ich der Meinung, dass diese OP erforderlich war, so ist das eben. Ich sehe es also als notwendiges Übel an ;-)

Andererseits mache ich mir Gedanken, wie lange der Bypass halten wird, wegen der Klappen mache ich mir wenig Gedanken.

Die ungesunde Ernährung existiert "erst" seit letzten Herbst, ich sehe das jetzt einfachmal als "Ausrutscher", mit Folgen. Das ist jetzt nicht etwas, was sich nicht mehr ändern lässt.

Ich würde aber mal auf mindestens einer Myokardszintigraphie bestehen, um zu sehen, wie gut das Herz durchblutet ist

Das werde ich bei meinem nächsten Check-up ansprechen, mal sehen, was er dazu zu sagen hat :)z

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