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Muskelvenenthrombose laut Sonographie, D-Dimer negativ

N3i2lxo22 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

nun darf ich mich auch zu den Thromboseerkrankten zählen. :°( Kann es immer noch nicht richtig fassen. Hatte seit zwei Tagen Schmerzen in der rechten Wade - da ich aber schon seit Monaten Schmerzen im rechten Bein habe und eine Thrombose bisher nun schon dreimal sonographisch ausgeschlossen wurde, dachte ich gestern eben auch, wird wohl wieder das Bein sein. War auch nicht geschwollen groß, nicht groß überwärmt, aber die Schmerzen wurden im Laufen und durch Dehen nicht besser und Hochlagerung brachte Erleichterung (war sonst immer genau umgekehrt), daher bin ich gestern abend doch nochmal sicherheitshalber in KH.

Es wurde Blut abgenommen und während Wartens auf das Ergebnis Farbduplex durchgeführt. Leiste ok, Oberschenkel, Kniekehle auch, dann als sie in den Wadenmuskel kam, ließ sich eine kleine (1,5 cm) Muskelvene nicht komprimieren. :-/ Jo, Muskelvenenthrombose. Ich dachte ich höre nicht richtig. Was mich stutzig machte war dass der D-Dimer-Test aber negativ war - woher kommt das denn? Wie kann das sein? Hab gelesen dass es zwar mal zu falsch negativ Tests kommen kann, aber ist doch äußerst unwahrscheinlich. Oder vielleicht wurde meine Laborprobe vertauscht? :-/ Der Normbereich ist 0.24, mein D-Dimer war bei 0.15. Echt komisch.

Und vor allem eine Ironie des Schicksals - ich habe keinerlei Risikofaktoren. Ich rauche seit zwei Jahren nicht mehr, nehme seit Januar keine Pille mehr, hatte im Januar den letzten langen Flug (daher auch danach dreimaliger Thrombose-Ausschluss, da ich damals schon Beinschmerzen hatte), mache Sport, hatte keine OP, keine (mir bekannte) Verletzung, niemand in meiner Familie hat Thrombose - ich versteh's einfach nicht. :°( Vor ein paar Jahren lebte ich noch wesentlich ungesünder - rauchte, nahm die Pille, hatte 2004 eine Knie-OP, war öfters im Flugzeug unterwegs - und hatte trotz dieser Risikofaktoren nie was! Und jetzt habe ich 0 (!) Risikofaktoren und bekomme ne Thrombose? :-/

Das einzige was ich mir vorstellen könnte ist ein erhöhter Homocysteinspiegel - bin seit 2 1/2 Jahren Vegetarier. Müsste ich mal messen lassen, und eventuell unbekannter genetischer Defekt (APC-Resistenz), aber wie gesagt - in meiner Familie hat niemand eine Thrombose. :°(

Geht es hier jemandem ähnlich? :°(

Antworten
Suterne~nmunxd


Hallo Nilo22,

keine Panik, eine Muskelvenenthrombose ist nicht soo schlimm wie eine tiefe Venenthrombose. So weit ich informiert bin, kann sowas schon von einem Muskelfaserriss entstehen, was ja wenn man Sport treibt durchaus mal passieren kann ;-). Also Gefahr einer Lungenembolie hast du nicht (ist doch schon mal viel wert) klar, es tut saumäßig weh aber wie gesagt, es könnte schlimmer sein. Mach dir nicht zuviele Sorgen. Was wird denn bis jetzt unternommen?

NYilo2x2


Halle Sternenmund,

danke für deine Antwort. Du hast recht, eine Muskelvenenthrombose ist nicht so "schlimm" wie eine TVT - allerdings habe ich gelesen, dass die meisten TVTs aus MVTs entstehen - hatte also von daherwohl Glück, dass ich rechtzeitig hin bin.

Bin trotzdem total am Boden zerstört - ausgerechnet ich, die immer Sport machte seit Jahren und ironischerweise früher rauchte, Pille nahm etc und nie was hatte, und jetzt mit null Risikofaktoren kriege ich plötzlich eine Thrombose. :°(

Habe tierische Angst vor einer Lungenembolie, horche total in mich hinein und werde noch irre. :-/ Mir wurden gestern Heparinspritzen mitgegeben und mein Bein gewickelt - muss mich bis morgen selbst über Wasser halten, da ja noch Feiertag ist und kein Arzt auf hat. Morgen muss ich dann zur ambulanten Weiterbehandlung zum Arzt, neue Heparinspritzen holen, vermutlich Marcumar, vermutlich Tests.....hoffe, dass man den Homocysteinspiegel genauso wie den Fakotr-V-Leiden-Test bereits während der Therapie durchführen kann, und nicht wie Protein C und S erst nach Ende. Will unbedingt wissen, woher die Thrombose kommt.

Hattest du auch eine Thrombose, Sternenmund?

Und wem hier ging es auch so wie mir (null Risikofaktoren etc.)? :°(

Sntern1enmmund


oje, das hört sich ganz so an, als ob du dich da ganz schön verrückt machst :)z

Ich habe ein Faktor V leiden heterozygot, aber bisher gott sei Dank noch nie eine Thrombose!! Wie kommt es eigendlich das du dich so mit den Gerinnungsfaktoren auskennst? Hast du schon länger solche Ängste?

Mach dich nicht verrückt, du scheinst noch recht jung zu sein.... klar ist es Sch... sowas zu haben, aber es wird auch wieder besser!!!

Nuilox22


Ja, habe die Ängste seit letztem Jahr Juli - da wurde aufgrund meiner Beinschmerzen erstmalig Verdacht auf Thrombose geäußert, war aber zum Glück keine. Aber seitdem habe ich mich natürlich intensivst mit dem Thema beschäftigt und daher ein großes Wissen angelesen, deshalb weiß ich da schon Bescheid.

Jung, na ja....bin 27 - die 22 in meinem Namen stammt noch aus meiner Anmeldezeit hier vor 5 Jahren - damals war ich noch 22. ;-)

Freut mich zu hören, dass bei dir trotz diesem Risikofaktor bisher alles gut gegangen ist!! :) Welche Vorsichtsmaßnahmen triffst du denn - scheinbar machst du ja alles richtig bisher? :) Und wie verhütest du?

S[ternennmuxnd


Verhütung ist so ein ganz leidiges Thema ;-D, aber momentan noch mit Kondomen. Alles richtig?? Na ja, ich würde sagen ich hatte bisher einfach großes Glück ;-) hab auch fast 17 Jahre die Pille geschluckt und geraucht....

Ich glaube das beste Rezept ist einfach zu leben, und es zu genießen :)z

hört sich irgendwie blöd an aber es kommt ja sowiso alles wie es kommt.

N[ilo#22


Niemand sonst hier, der negative D-Dimere und trotzdem Thrombose hatte?

Mmrs.B:eet\lejMuicxe


Also, ich hatte bisher immer negative D-Dimer, trotz schmerzen, anderseits wurden da aber nie Sono's gemacht, weil Doc sagte, wenn D-Dimer negativ> keine Thrombose da.

Hole Dir eine Überweisung vom Hausarzt, gehe in eine Gerinnungsambulanz und lasse eine Gen Analyse machen.

Kann ja sein, das Du Mangelfaktren hast.

Es muß nicht gleich sein, nur weil keiner aus deiner Family bisher noch nichts hatte, das dann auch nichts kommt.

Wenn keiner überprüft wurde, dann weiß auch keiner, ob er Gefährdet ist.

Das es bei einer MVT der D-Dimer negativ ist, kann durchaus normal, sein, weil die Muskeln ja in DEM sinne nichts mit den Venen zu tun haben.

Hättest Du jetzt eine TVT, dann wäre der D-Dimer bestimmt positiv.

Aber mache Dich bitte nicht verrückt.

Wenn es Dir eventuell schlechter gehen sollte, dann noch mal ab ins Krankenhaus, an sonnsten wünsche ich Dir alles Gute.

Afmirxi


Da es sich bei der Muskelvenenthrombose eher um ein kleines Ereignis handelt, kann es sein, dass die D-Dimere nicht erhöht sind. D-Dimere sind die Abbauprodukte des Thrombus, d.h. wenn dieser sehr klein ist, sind auch die D-Dimere nicht erhöht. Unter Heparintherapie kann man übrigens einen Protein C und einen Protein S-Mangel noch ausschließen lassen. Das geht nur unter Marcumar nicht mehr. Wenn dir ein Arzt also tatsächlich Marcumar verschreiben will kannst du ihn ja um eine vorherige ausführliche Gerinnungsdiagnostik bitten. Die molekulargenetischen Untersuchungen, wie auf Faktor V-Leiden-Mutation können auch während einer Marcumar-Therapie durchgeführt werden.

Es gibt tatsächlich einige Menschen bei denen Thrombosen ohne das Vorhandensein von Risikofaktoren auftreten, man nimmt an, dass man noch nicht alle Risikofaktoren kennt.

p?etraz195x9


@ Nilo22

Niemand sonst hier, der negative D-Dimere und trotzdem Thrombose hatte?

Bei mir war es gerade umgekehrt. Leicht erhöhter D-Dimer (0,6 RW<0,5) aber trotzdem wurde eine Thrombose zu 95% ausgeschlossen, allerdings wurde auch keine Sono gemacht. Leichte Beschwerden in der Wade habe ich aber immer noch.

A!mi@r?i


hab ich noch vergessen: die Muskelvenen sind natürlich auch Venen, nur eben kleinere als die tiefen Beinvenen. Deshalb ist der Thrombus der sich dort bildet im Allgemeinen nicht so groß.

N4idlo2x2


Versteh einer die Ärzte. ??? :-/

Kurzes Update: war jetzt 2 Wochen im KH, da ich am Tag nach der Diagnose plötzlich Atemnot und Schwindel bekam und bei DER Diagnose natürlich an LE dachte. Es wurde also Lungen-CT gemacht, keine LE, zum Glück. Dann wurde 2 Tage später nochmal das Bein sonographiert - und die Muskelvenenthrombose war auf einmal nicht mehr nachweisbar. ??? D-Dimer auch beim zweiten Mal negativ.

Da ich einmal dort war, wurde auch gleich eine Gerinnungsdiagnostik durchgeführt, alle Ergebnisse bisher ohne Befund (also in Ordnung; eines fehlt allerdings noch, nämlich Faktor II).

Ich wurde also entlassen ohne Heparin und Kompression, da offiziell ja keine Thrombose mehr vorliegt, und steh so schlau da wie zuvor: war da nun was oder nicht? Schmerzen im Bein habe ich immer noch, zur Zeit mal wieder ganz schlimm. Also bin ich heute zum Internisten zur Verlaufskontrolle, dieser führte nochmals eine Sonographie durch - nichts zu finden. Ich sagte dann, dass ich ja nun nicht weiss wie ich mich in Zukunft verhalten soll - wenn da nun eine Thrombose war, muss ich mich ja in Risikosituationen anders verhalten als wenn da nichts war. Er sagte "da war nix".

Ja toll. ??? Was mach ich denn jetzt? Ich weiß überhaupt nicht mehr weiter. Hatte ich nun eine Thrombose oder nicht?

NXiHlox22


Es hört nicht auf..... :°(

Heute hatte ich extreme Schmerzen im kompletten LINKEN Bein. Aus Interesse bin ich dann in ein Sanitätsgeschäft rein, in dem Venenmessungen angeboten wurden - also die Venenklappen der oberflächlichen Venen anhand der Auffüllgeschwindigkeit getestet werden.

Das rechte Bein war super fit (mindestens über 25 bis 30 müssen es sein beim Venengesunden, mein rechtes hatte 52) - das linke Bein dagegen (was so wehtat) unter 10!!!! Das bedeutet eine chronisch venöse Insuffizienz Grad III, also der schwerste Grad!!

Ich verstehs einfach nicht, was geht nur vor in meinem Körper? :°( Das kann doch alles nicht wahr sein... :°(

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