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Blutdruck hüpft auf und ab wie ein Jojo

HCadddock hat die Diskussion gestartet


Hi,

Sommer letzten Jahres wurde bei mir Bluthochdruck festgestellt. Darf daher täglich 5 mg Bisoprolol schlucken.

Hat bisher auch ganz gut funktioniert. Die meiste Zeit über war er immer um die 140/80. Mittlerweile aber schlägt er gerne mal in alle Richtungen aus. Mal geht's etwas nach oben (um die 160/90), dann sackt er plötzlich gnadenlos in den Keller bis zu 70/60. Bei den ersten Malen dachte ich an einen Meßfehler bzw. an falsche Haltung meinerseits, als es anhielt hab ich auf ein Hardwarefehler getippt und mit dem Gerät meiner Schwiegermutter mal einen Vergleich angestellt. Soweit scheint das Ding in Ordnung zu sein.

Mein Hausarzt hat mich letzten Monat zwar eh zum CheckUp beim Internisten befehligt, aber das dauert noch rund drei Wochen. Daher wollte ich mal anfragen, ob hier vielleicht einem dazu was einfällt. Bin da einerseits neugierig weil ich so etwas noch nicht erlebt habe, andererseits mich nicht beim Doc mit dummen Fragen zum Depp machen will, da mir die Werte doch leicht obskur vorkommen und ich mir mit meinen süßen 28 Jahren nicht vorstellen kann, daß da wirklich ein echtes Problem vorliegt und irgendwie noch davon ausgehe, daß ich irgendwas falsch gemacht habe bzw. durch einen dummen Zufall sowohl mein Gerät als auch das meiner Schwiegermutter vielleicht Zicken machen.

Antworten
H{eik%oL


Hey Haddock!

Wie fühlst du dich bei den Schwankungen, also merkst du etwas, oder "erlebst" du die Schwankungen nur durch das Blutdruckmessen?

Viele Grüße

Heiko

H[addTock


Hi Heiko,

mir wird leicht schwummerig, so wie wenn man Kreislaufprobleme hat. Das ist dann auch meist der Augenblick wo ich zum Blutdruckmesser greife. Allerdings jetzt nicht so heftig, daß ich es als echtes Symptom bezeichnen würde. Als Kind hatte ich gerne mal Kreislaufprobleme, da wurde mir schwarz vor Augen und kotzübel. So schlimm ist es nicht.

Und die Hochdruckphasen fallen mir persönlich kaum auf. Die stelle ich nur bei den Routinemessungen fest. Mir wurde zwar anscheinend auch von Bluthochdruck kotzübel, aber das war vor den Betablockern, als ich noch gerne mal bei 180/100 lag.

H(eiko<L


Hi Haddock!

Bei vielen "Blutdruckpatienten" braucht es Zeit, bis die richtigen Medikamente gefunden werden bzw. bis die richtige Dosierung (Art, Menge und Tageszeit der Einnahme) bekannt ist. Wahrscheinlich wird dir der Internist u.a. ein 24h Bluddruckmessgerät anhängen. Dies zeichnet dann alle Blutdruckschwankungen auf und kann dann vom Arzt ausgewertet werden. Sicherlich sollte auch (falls noch nicht geschehen) gewisse Laborwerte ermittelt werden. Besonders interessant sind hierbei die "Schilddrüsen- und Nierenwerte".

Sprich nochmal mit deinem Hausarzt über die von dir festgestellten Schwankungen. Vielleicht kann er dir einen Tip geben, was du tun könntest, wenn dein Druck wieder zu tief ist.

Viele Grüße

Heiko

Hraddxock


Danke erstmal für die Antwort! :-)

Also die Einstellungsphase müsste eigentlich mal gut sein. Ich schluck seit einem dreiviertel Jahr das Zeug und bis vor einiger Zeit hat's ja auch ganz gut funktioniert.

24h Blutdruckmessung und Leistungs-EKG hatte ich letztes Jahr schon, weil mir mein Arzt meine Werte zuerst nicht glauben wollte. Meine Freundin (die geborene Amateur-Diagnostikerin) war damals der Sache auf die Spur gekommen.

Weitere Untersuchungen im Bereich Blut hat er nicht gemacht. Seiner Aussage nach gehöre ich zu den 99% der Hochdruckler wo man eh keinen Grund finden kann. Den anstehenden CheckUp sieht er eher als Absicherung, der einmal im Jahr bei Leuten mit Hochdruck gemacht werden sollte.

Meine Freundin will mich zwar schon seit einiger Zeit zum Hausarztwechsel überreden, aber der Ruf der anderen Hausärzte in meiner Gegend ist in etwa genauso gut/schlecht wie mein derzeitiger. Und da er ansonsten keine großen Zicken macht wenn man mal ein Krankschreiben oder ein Rezepte braucht, sehe ich da kein großes Verbesserungspotential in einem Wechsel.

Der Internist der den CheckUp (Leistungs-EKG und Herz-Sono) machen soll, ist da ähnlich gelagert. Kenne den schon und habe auch versucht erst mal einen Termin bei anderen Internisten zu bekommen, aber da wäre die Wartezeit für Kassenpatienten über zwei Monate gewesen (hab solche Termine nach Möglichkeit gerne schnellstmöglich wieder aus dem Kalender). Solang man ihm dem keine fertige Diagnose liefert, arbeitet der die Punkte auf der Überweisung ab und drückt einem einen Schrieb an den Hausarzt in die Hand, der dann erst wieder die nächste Überweisung ausstellen darf, damit der Internist weiter macht. Ist halt der typische Gesundheitsfabrikler, der seine Kohle mit Auftragsleistungen macht.

Daher meine Hoffnung, daß hier vielleicht einer ne Idee hat, damit ich den Arzt unterschwellig in die richtig Richtung schubsen kann. Oder noch besser ob's da irgendwelche Hausmittelchen gibt. Die Schwankung nach unten ist ja jetzt eher lästig und kein Grund zu Besorgnis wie damals als mein Blutdruck einen festen Wohnsitz im roten Bereich hatte.

Gezielter Sport ist bei mir zeitlich derzeit eher schlecht, bewege mich aber dafür grundsätzlich recht viel (gehe kürzere und mittlere Strecken zu Fuß, nehme Treppe statt Lift, gehe mit meiner Freundin am Wochenende spazieren usw.).

Gewicht ist unter Kontrolle. 5 Kilo sind zwar noch zuviel, aber derzeit hab ich keine Nerv auf meinen abendlichen Süßigkeiten-Snack zu verzichten um meinen Speck endgültig abzubauen. Allerdings kann ich mir jetzt nicht vorstellen, daß es an fünf lausigen Kilos hängt, auch wenn Körperfett derzeit als die Wurzel allen Übels propagiert wird.

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