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Gibt es Betablocker, die nicht die Potenz hemmen?

Mfoeru;s1


Ich bedanke mich bei Winnetou. Ich meide eigentlich Medikamente, weil ich selbst Chemiker bin.

Aber bei höherem Blutdruck sehe ich die Gefahr für das Herz und Gefäße.

Man müsste halt Sport machen....

aRgneSs


Meines Wissens gibt es keine Literatur, die beweist, daß Blopress anderen Sartanen (oder Candesartan unter anderen Namen) überlegen ist.

Man sollte natürlich immer erst versuchen, die nichtmedikamentösen Methoden der Blutdrucksenkung auszuschöpfen, bevor man zu Tabletten greift. Leider hören viele Patienten das nicht gern.

aAgnxes


Meines Wissens gibt es keine Literatur, die beweist, daß Blopress anderen Sartanen (oder Candesartan unter anderen Namen) überlegen ist.

Man sollte natürlich immer erst versuchen, die nichtmedikamentösen Methoden der Blutdrucksenkung auszuschöpfen, bevor man zu Tabletten greift. Leider hören viele Patienten das nicht gern.

M]oer!usx1


weil nicht jeder einen gemütlichen Tagesablauf hat, wo er sich regelmäßig - und darauf dürfte es ankommen - der Pflege seiner Gesundheit widmen kann, um bspw. von 150 auf 120 zu kommen.

A@neury\sm-veruxm


Wenn einem die Gesundheit nicht so viel wert ist - selber schuld!

Ckh?a->TXu


Mir kann niemand erzählen, dass er nicht pro Tag 30 Minuten für Bewegung aufbringen kann. Selbst der stressigste Manager kann z.B. gewisse Wege einfach zu Fuss machen, und dann etwas schneller gehen als üblich. Meine Frau hat einen Stressjob, allein die tägliche Fahrtzeit beträgt 120 Minuten, sie geht morgens um 8 Uhr aus dem Haus und ist vor 20.30 Uhr selten zuhause. Und dennoch tut sie etwas für ihre Gesundheit, z.B. öfter mal drei Haltestellen ZU FUSS gehen anstatt mit dem Bus fahren. Oder in ihrer Firma alle Wege zu Fuss gehen, treppensteigend, anstatt die Rolltreppe oder den Aufzug zu benutzen, usw. Und manchmal sitzt sie abends vor dem TV auf unserem Heimtrainer und fährt "Fahrrad"...

Ich sehe es mit Besorgnis, dass Patienten immer schneller medikamentöse Hilfen fordern und von den Ärzten auch erhalten, obwohl all die anderen Vorsorge- und Therapiemassnahmen noch gar nicht ausgeschöpft, ja, noch nicht einmal damit begonnen wurde (Ernährung, Abbau von Übergewicht, Aufhören mit dem Rauchen, Bewegung, Stressmanagement).

Gruss

Cha-Tu

w|innetouz-der-;zweixte


So ist es leider. Natürlich ist die Blutdruckeinstellung sehr wichtig, natürlich auch mit Medikamenten. Aber es könnte sehr viel öfter auch ohne bzw. mit weniger Medikamenten gehen.

aagxnes


Nicht zu rauchen, sich Salz und Alkohol zu verkneifen und Gemüse zu essen kostet nicht sonderlich viel Zeit.

Ansonsten siehe Cha-tu

S8aschxa_S


Also... Meine Dauerkopfschmerzen (schon beim Aufstehen) und andere Symptome ( je stärker die Kopfschmerzen werden: Schwindel, komisches Gefühl beim Atmen/Lunge, Erregungszustände, Blutdruck steigt) fingen an, als ich Blopress und Betablocker einnahm. Nicht sofort, aber so nach 7-10 Tagen. Betablocker nehme ich nun seit 14 Tagen nicht mehr, aber die Symptome sind noch da, wobei es nach dem Ausschleichen des Betablockers schlimmer war.

Nun nehme ich nur noch Blopress (Sartan) und hatte z. B. gestern Abend für 2 Stunden so eine Verstärkung der Kopfschmerzen (konnte kaum noch aus den Augen sehen, der ganze Körper wie gelähmt), wenn es an einem Medikament liegt, dann Blopress.

Es gibt kein Medikament ohne Nebenwirkungen. Blopress mag wenige haben, aber manchmal ist man eben dieser 1 von 1000. Bei ACE Hemmer ging es mir, vom Husten mal abgesehen, super.

w}innextou-5devr-zweixte


Stimmt schon. Anders gesagt: Ein Medikament, das verspricht, keinerlei Nebenwirkungen zu haben, hat vermutlich auch keine Wirkung. Aber mehr "Nebenwirkungen" als Butdrucksenker hat -zumindes auf längere Sicht!- der Bluthochdruck selber! Auch eine effektive Blutdrucksenkung kann -vorübergehend- Kopfschmerzen machen. Das Gehirn war möglicherweise an eine Art Luxusdurchblutung gewöhnt. Ich vergleiche das immer mit dem Rauchen-abgewöhnen. Auch dem Exraucher geht es vorübergehend schlecht, obwohl er sich objektiv etwas Gutes tut.

SCaschfa_gS


Ein Medikament, das verspricht, keinerlei Nebenwirkungen zu haben, hat vermutlich auch keine Wirkung.

Keine Nebenwirkungen gibt es bei Blutdrucksenkern nicht. Wegen Blopress (Sartan) sagte mir mein Hausarzt gestern, es ist ein relativ neues Medikament und da fehlen langfristige Erkenntnisse. Ob es nach 15 Jahren Einnahme mehr schadet oder nicht als andere Medikamente, kann nicht gesagt werden. Medikamente wirken bei jedem Menschen anders und auch, was die Nebenwirkungen angeht. Um Blopress als Ursache für die Dauerkopfschmerzen auszuschließen, nehme ich seit heute wieder ACE-Hemmer. Bis auf den Husten hatte ich die sehr gut vertragen.

Auch eine effektive Blutdrucksenkung kann -vorübergehend- Kopfschmerzen machen.

Richtig. Meine Apothekerin sagte mir, es kann bis zu 3 Monate dauern, bis der Körper mit der neuen Situation klarkommt. Außerdem meinte ein Arzt im Krankenhaus, nur geschätzte 30% der Blutdruckpatienten sind richtig eingestellt und bekommen die richtigen Medikamente.

CWha-PTu


In der Tat fehlen bei Sartanen bisher langfristige Ergebnisse. Als ich mit der Einnahme dieser Mittel begann (1997) hiess es noch "keinerlei Nebenwirkungen", so stand es sogar im Beipackzettel, was mir damals schon ein leichtes Kopfschütteln bereitet hat. Heute steht dort "Nebenwirkungen nahe am Bereich der Placebos" oder so ähnlich.

Aber nach fast 15 Jahren Marktpräsenz kann man dennoch sagen, dass Sartane gegenüber anderen Mitteln wohl eher als "nebenwirkungs-arm" zu bezeichnen sind. Ein nebenwirkungs-FREIES Medikament gibt es nicht, selbst Baldrianpillen können Nebenwirkungen haben. Beim Johanniskraut ist das ja mittlerweile bekannt, so dass an eine Verschreibungspflicht gedacht wird.

Gruss

Cha-Tu

pEetraN1495x9


Kein Nutzen ohne Schaden ;-).

M3oemrusx1


zu den naiven Empfehlungen von agnes:

Nichtraucher haben wohl niemals höheren Blutdruck?

Essen ohne Salz ist sicher etwas für extraorbitante Gourmets. Man kann aber auf kleine Dosierungen achten, schadet ja bekanntlich nicht nur dem Blutkreislauf.

Bier und Wein in Maßen sollen auch positive Wirkungen haben, allein schon als Stimmungsaufheller, was m.E. sehr wohl einen Einfluss auf die Herzfunktion haben dürfte.

An "Gemüse":)^ müsste man eigentlich wissenschaftlich herangehen. Was soll am "Gemüse" wirken? Die Vitamine. Dann müsste man sagen, nach welcher Zeit und bei welcher Temperatur, nach welcher Zubereitungsmethode usw. noch ein größerer Teil davon übrig sind.

Oder wirken die Mineralstoffe auf den Blutkreislauf...? Wie wirken dann eigentlich ggf. hohe Phosphat- und Nitratgehalte im Blattgemüse, wo bspw. der Vitamin C-Gehalt nach Lagerung im Supermarkt sich gegen Null bewegt haben soll.

Vllt.gibt es noch andere Wirkstoffe, die ich nicht kenne, was leicht möglich ist. Wertvolle Ballaststoffe werden wohl nicht auf den Blutkreisauf wirken.

Mein Blutdruck bspw. ist nicht viel zu hoch. Wenn ich beruflich nur das machen könnte, was mir Spaß macht und keine Sorgen hätte, wie ein überbezahlter Facharzt, hätte ich vielleicht einen optimalen Druck. Da das aber nicht jeder kann, und ich auch nicht unter Selbstgerechtigkeit leide, würde mir sicher nicht helfen, wie ein Kaninchen nur rohes Gemüse und salzarme Diätkost zu essen und kein Bier - hin und wieder - zu trinken (geraucht habe ich noch nie).

Ich empfehle dir ganz bewusst mal, Udo Pollmer "Esst endlich normal" zu lesen.

a'gnes


Soso, ich bin naiv. Moerus, belies Dich, bevor Du hier solche Äußerungen von Dir gibst.

Blutdruck wird von diversen Faktoren beeinflußt. Wer genetisch Glück gehabt hat, kann machen, was er will, ohne hohen Blutdruck zu bekommen, wer Pech hatte, sollte seinen Lebensstil anpassen - oder eben Unmengen Tabletten schlucken.

Google BMJ und effect of life style factors on blood pressure zum Thema Rauchen etc, do solltest Du auf eine sehr hilfreiche Tabelle mit Referenzen stoßen, ansonsten DASH diet.

Die sogenannten Ballaststoffe haban übrigens viel interessante Funktionen als nur "Ballast", siehe short chain fatty acids.

Daß wir nicht bei allen Dingen, die wir empfehlen, wissen, wie sie funktionieren, heißt nicht, maß man sie nicht nutzen sollte. Wenn in glaubhaften Studien Leute mit bestimmten Eß/Lebensgewohnheiten besseren Blutdruck haben als die, die nicht haben, ist das "evidence" genug - natürlich nach Korrektur für confounding factors.

Hast Du vielleicht ein psychologisches Problem? Tabletten möchtest Du nicht nehmen, selbst was für Dich tun auch nicht. Andererseits scheinst Du Dich um die potentiellen Folgen Deines Hochdrucks zu sorgen. Tust Du Dir vielleicht gern selbst leid oder gibt es für Dich einen sekundären Krankheitsgewinn?

Haß auf die überbezahlten bösen Ärzte hilft Dir da wenig weiter. Was verdient denn ein Chemiker so? Vielleicht solltest Du ja noch eine Medizinstudium draufsetzen und es allen den dummen Ärzten zeigen und nach einem streßfreien Tag selbst das Geld in Eimern nach Hause tragen?

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