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Herzkatheteruntersuchung bei "normalen" Extrasystolen?

kIn]ubbe"lincjhen hat die Diskussion gestartet


Hallo erstmal... *:)

seit fast 10 Jahren habe ich (29) ES, in letzter Zeit leider viele täglich. Laut Arzt "unangenehm, aber ungefährlich". Ich habe diverse Langzeit-EKG´s hinter mir, aber natürlich war just an diesen Tagen immer Ruhe.

Betablocker nehme ich nun seit 2 Monaten (bisoprolol), leider wurde es nicht besser. Allmählich bin ich wirklich am Ende, diese blöden ES beeinträchtigen mein ganzes Leben :-(

Mein Kardiologe hat nun beim letzten Termin vor einem halben Jahr den "letzten Ausweg" Herzkatheteruntersuchung angesprochen.

Nun wüsste ich gerne, ob mal solche einen Eingriff auch bei "normalen, ungefährlichen" ES durchführt. Oder erst bei schwerwiegenderen Herzerkrankungen.

Danke für die Infos *:)

Antworten
S8asc}ha_xS


Wurde bei mir vor einigen Wochen gemacht. EKG und Langzeit EKG waren 100% ok. Der Arzt im Krankenhaus meinte aber, im Gegensatz zu den EKG Geschichten schafft nur Herzkatheter Sicherheit. Meine Zustimmung war freiwillig. Im Nachhinein bin ich froh, denn nun ist wenigstens klar, am Herz (+Gefäße/Durchblutung) ist alles bestens. Null Gefahr. Herzecho lieferte das selbe Ergebnis.

Angst musst du nicht haben. ;-) Wobei man nicht verschweigen kann, ganz ungefährlich ist es nicht. Der Arzt sagte zu mir, 1 von 1000 stirbt dabei. Das sind aber meist Fälle, die eh schon sehr beeinträchtigt sind, alt, schwer herzkrank etc. Ich hatte vorher mit Patienten gesprochen, da haben es einige schon mehrfach durch und alle leben noch. ;-)

kJnubb6eglincxhen


und hattest du vorher beschwerden? welche? und waren die nachher besser? beschreib mal die untersuchung!!! hat dein kardiologe die veranlasst oder du "selber"? :=o

C]ha-*Tu


Wie gross ist denn "viele"? Mehr als 10000 am Tag?

Generell: Ich würde niemals wegen als ungefährlich diagnostizierter ES eine Katheter-Untersuchung machen lassen. Zwar ist das Risiko zu sterben, gering, aber es ist vorhanden. Und das Risiko eines nicht tödlichen Herzinfarktes oder Schlaganfalls während der Untersuchung ist definitiv grösser als 1:1000.

In vielen Fällen ist die Koronar-Angiographie ein Segen. Aber wenn das Risiko bedeutend grösser ist als der potentielle Nutzen, sollte man die Finger davon lassen.

Schönen Gruss

Cha-Tu

vwivieonna


bei HRS wird meistens von einer EPU gesprochen, nicht vom normalen Herzkatheder.

Kann das sein, dass dein Arzt diese Art meinte ??? ?

Ist wie ein Herzkatheder, nur man beurteilt damit nicht die Durchblutung und Herzkranzgefäße, sondern versucht HRS mittels Elektroden auszulösen und zu lokalisieren und die betreffende stelle evt. zu veröden.

Leider hab ich schon von so gut wie allen Spezialisten gehört, dass sowas bei normalen Extrasystolen gar nix bringt und dass man dagegen einfach nix machen kann. (ausser halt Sport, gewohnheiten umstellen, damit umgehen lernen)

Eine EPU bringt nur vorwiegend was bei Tachykardien, wenn die HRS da auch ausgelöst werden kann :)z Habe auch schon von vielen gehört bei denen es nicht geklappt hat.

hatte selbst sowas vor ein paar jahren wegen Tachykardien. Und nun ist es wahrsch. so, dass sie plötzlich wieder da sind, trotz allem.

Die ES belasten mich aber dabei am meisten, aber wie schon oben erwähnt, bekommt man immer zur Antwort: Da kann auch ein herzkatheder nix dran ändern.

Ach ja habe meine ES auch schon seit 10 Jahren :)z und kann mir kaum vorstellen schon solange damit zu leben :)^

FPailurGe77


Ein Katheder ist ein (Redner- oder Lehrer-)Pult. Von dem wurde gar nicht gesprochen, sondern vom (auch ugs. so genannten) Herzkatheter.

Weiß gar nicht, warum das hier so oft verwechselt wird... *motz*

vRi&viennma


deutsche sprache= schwere sprache

Cmha-Txu


Mich würde immer noch interessieren, wieviele ES Du pro Tag hast, Knubbelinchen?

Gruss

Cha-Tu

k0nubbenlincxhen


es bewegt sich momentan im 3 stelligen bereich :-/

CXhYa-HTu


111 oder 999?

Was ich sagen will: Unter 8000-10000 ES, die dazu auch noch auf dem EKG als harmlos erkannt worden sind, würde kaum ein Kardiologe eine EPU durchführen, es sei denn, der Patient ist nur so von seiner Herz-Angst zu befreien (was ich aber bezweifele, die Panik kommt dann an anderer Stelle wieder). EPUs können nämlich durchaus schwere Nebenwirkungen haben, die bis hin zu unkontrollierbaren Herzrhythmusstörungen gehen können, die dann mittels eines Defibrillators in Narkose gestoppt werden müssen. Das alles ist kein "Kinderspiel", sondern ein EINGRIFF in den Körper...

Vermutlich meinte Dein Kardiologe mit "letztem Ausweg" den letzten Ausweg gegen Deine Angst. Denn wenn die ES im "dreistelligen Bereich" liegen und auf dem EKG als harmlos gewesen wurden, gibt es keinen medizinischen Grund, von einem "letzten Ausweg" zu reden. Dann müssten pro Jahr Millionen Deutscher sich einer EPU unterziehen.

Wurden Deine Schilddrüsenwerte von einem FACHMANN gecheckt?

Gruss

Cha-Tu

Mionikax65


Das würde ich auch nicht machen, schon gar nicht in diesem Alter. In dem anderen Forum gibt es eine Frau, der mit einer Ablation geholfen wurde, die hatte allerdings weit über 10000 ES pro Tag, nahezu fast alles VES, Bigeminus und viele Couplets und auch das hat Jahre gedauert bis sie zu einer Ablation zugelassen wurde.

Der Herzkatheder mag dich von deiner letzen Angst befreien, aber die ES nimmt er nicht weg. Es sei denn vielleicht, sie beruhen ausschließlich auf deiner Angst. Aber wie gesagt, die Risiken sind nicht gering. Ich hatte zum Beispiel hier im Forum mit einer Frau Kontakt (zu einem ganz anderen Thema), deren Mutter bei einem Herzkatheder fast gestorben wäre, weil versehentlich eine Arterie verletzt wurde und sie fast verblutet ist. Dazu kommen die von Cha-Tu genannten Risiken.

S:asnchZax_S


und hattest du vorher beschwerden? welche?

Halt hohen Blutdruck. Hab mich häufig schlecht gefühlt, trotz Tabletten. Manchmal Druck in der linken Brust, kribbeln im linken Arm und Hand. Bei EKG, Langzeit EKG, Blut, Herzecho, Sono und so wurde nichts gefunden, also war der letzte Schritt Herzkatheter, um ganz sicher zu gehen. Nur so erkennt man eine Infarkt Gefahr.

hat dein kardiologe die veranlasst oder du "selber"?

Der Stationsarzt der Kardiologie.

@ Cha-Tu

Aber wenn das Risiko bedeutend grösser ist als der potentielle Nutzen, sollte man die Finger davon lassen.

Na ja..., aber letztlich weiß ich aber jetzt, am Herz ist alles 1a und das war es mir wert.

C/ha-xTu


Sascha,

sofern das dann gut ist, ist es ja in Ordnung. Aber die meisten Patienten, bei denen ES mit einer Angstproblematik gekoppelt sind, verlagern dann nur ihre Ängste. Nach einigen Wochen ist dann ein anderes Organ dran, das Angst macht bzw. auf das man mit Angst reagiert. Und Knubbelinchen selbst schrieb irgendwo in einem med1-Forum, dass sie eine Angststörung hat und sich kaum noch aus dem Haus wagt wegen der ES. Hier sollte therapeutisch gearbeitet werden und nicht eine risikobehaftete Untersuchungsmethode angestrebt werden. Aber ich denke, Knubbelinchen weiss das auch selbst...

Gruss

Cha-Tu

S.ascLha_xS


@ Cha-Tu

Ja sicher. Ich dachte vorgestern bei der Panikattacke auch, man könnte ja was übersehen haben. Solche Ängste der letzten Zeit sind für mich aber völlig neu und in dieser Sekunde verstehe ich es selbst nicht. Will nicht wieder über Betablocker anfangen, aber Nebivolol schleiche ich ab heute selbstständig wieder aus, wobei ich die eh nichts mal ne Woche nehme. Heute 16 mg Blopress, Wassertablette und nur 1,25 mg Nebivolol (1/4), was quasie fast null ist. BD gerade 118 zu 88, Puls 89 (in Ruhe). Kein Grund, mehr zu nehmen. Abwarten...

Cgha-;Txu


Hallo, Sascha,

warum nimmst Du denn eine Wassertablette? Wegen des Hochdruck?

Darf ich mal fragen, ob Du übergewichtig bist, Sport machst, Dich gesund ernährst, stressarm lebst, nicht rauchst, (und so blöd es klingen mag), ob Du einen liebevollen Umgang mit Dir selbst und mit anderen pflegst, eine glückliche Beziehung hast? DAS alles ist für einen gesunden Blutdruck nicht unwichtig...

Gruss

Cha-Tu

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