» »

Komplikationen nach Bypass-OP

H[eikxe48 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich weiß nicht ob ich hier überhaupt richtig bin. Ich weiß mit meinem Kummer und meiner Angst um meinen Vati nicht mehr wohin.

Vielleicht kann mir ja jemand Hoffnung machen, der ebenfalls Komplikationen nach einer Bypass Op hatte.

Mein Vati, heute ein rüstiger 72 J. hatte vor 11 Jahren bereits schon einmal eine Bypass-Op. Diese hat er ohne Probleme sehr gut überstanden.

Die Ärzte stellten bei ihm fest, das von den 5 Bypässen - 4 völlig zu sind und der 5 halb. Und wenn er sich nicht operieren läßt (neue Bypässe) dann haben sie ihm nur noch ein paar Wochen oder Monate zum Leben gegeben.

Mein Vati hatte dieses Mal leider kein Glück. Er liegt bereits heute den 11. Tag auf der ITS. Die Nieren haben versagt, so daß er täglich an die Dialyse muß. Außerdem hat man ihm einen Luftröhrenschnitt verpaßt, weil das zurückholen anders nicht funktioniert hat. Seit zwei Tagen pausiert die Beatmung. Über den Schlauch bekommt er z.Z. nur Sauerstoff. Heute hat man den ZVK gewechselt, weil mein Vati Temperatur bekommen hat. Er bekommt sehr starke Schlafmittel - Grund der Ärzte - er sei zu unruhig. Mein Vati war noch nicht ein einziges Mal richtig da. Die Ärzte geben einen einfach keine genaue Auskunft. Ich werde noch verrückt. Als ich heute gefragt habe, warum sie ihm nicht entlich den Schlauch ziehen, da er ja nun selbständig atmet, antworten sie jedesmal, das mein Vati erst richtig ansprechbar sein muß. Aber wie soll er denn richtig ansprechbar werden, wenn sie ihn so hoch narkotisieren. Das wiederspricht sich doch.

Ich hoffe nur das sich mein Vati nicht aufgegeben hat, denn er spürt ja auch das er einen Luftröhrenschnitt bekommen hat und das war vor der OP seine größte Sorge, da sein bester Freund damals daran gestorben ist (dieser Freund hatte aber Krebs).

Meine Frage und Bitte, hat von Euch oder Euren Angehörigen auch jemans solche Komplikationen nach so einer OP gehabt und wie geht es Euch bzw. Euren Angehörigen. Bitte helft mir , ich bin völlig fertig, weiß nicht was ich machen kann. Ich hoffe so sehr, das sich jemand meldet.

Vielen Dank sagt schon mal eine sehr traurige Heike

Antworten
m-ina6x1


Hallo Heike48,

ich hoffe, Ihrem Vater geht es besser.

Meine Mutter,79, hatte vor 13 Tagen eine Bypass-OP. Sie hatte vor 6 Wochen einen Herzinfarkt und die Ärzte teilten ihr mit, dass ein weiterer schwerer Herzinfarkt unmittelbar bevorsteht, wenn sie sich nicht operieren lassen würde.

Sie ist bis heute nicht richtig aufgewacht und wird unter Narkosemitteln beatmet. Sie hat eine Lungenentzündung, eine Infektion am Bein (dort, wo die Vene entnommen worden ist) und ebenfalls Nierenversagen.

Ein Luftröhrenschnitt wurde bislang nicht gemacht, ist aber auch im Gespräch. Die Beatmung mit Luftröhrenschnitt ist für den Patienten angenehmer und die Stimmbänder und die Luftröhre werden geschont.

Meine Mutter hat zu Anfang auch selbstständig geatmet, aber nicht ausreichend, so dass die Beatmung fortgesetzt werden musste. Da meine Mutter sehr unruhig geatmet hat und die Lungenentzündung hinzugekommen ist, hat man wieder mehr Narkosemittel gegeben, so dass sie jetzt im künstlichen Koma ist.

Die Ärzte sagen, dass sie die Narkosemittel absetzen, sobald meine Mutter in der Lage ist, wieder mitzuarbeiten. Aufgrund der Infektionen ist das im Moment zu belastend und schmerzhaft.

Trotz dieser ernsten Komplikationen schätzen die Ärzte ihre Lage als nicht hoffnungslos ein. Mein Vater und ich lassen uns jeden Tag von den Ärzten genau erklären, wie der Zustand ist. Von selber sagen die Ärzte leider wenig. Ich habe immer alles erfragt.

Fragen Sie doch genau nach, warum Ihr Vater Temperatur bekommen hat. Dies deutet ja auf eine Infektion hin. Die Ärzte haben bei meiner Mutter auch erst nach gezielter Nachfrage gesagt, dass sie eine Lungenentzündung hat, die als Komplikation nicht selten auftritt, insbesondere bei längerer Beatmung.

Leider kann ich Ihnen noch nichts Positives über die weitere Entwicklung berichten, aber vielleicht hilft es, dass auch andere sich in ähnlicher Situation befinden.

Mein Vater und ich besuchen meine Mutter täglich und reden mit ihr. Man darf den Kopf nicht hängen lassen.

Alles Gute für ihren Vater!!!

mina61

Z4ahr&aa


Ich habe eine Frage.

Meine Schwiegermutter wurde vor 12 Tagen am Herzen operiert (bypass) allerdings liegt sie seitdem auf der Intensivstation.Es gab Komplikationen ,denn ihr Körper hat die Medikamente danach nicht vertragen.ihr blutdruck sank rapide und sie musste notoperiert werden(zum zweiten mal)Seitdem hat sie Nierenversagen ..die dialyse bekommt sie jetzt schon zum zweiten mal.In ihrem Körper sammelt sich wasser.Ich glaube auch in der Lunge ,denn sie ist seitdem an eine Beatmungsmachine angeschlossen.Sie war nur einmal kurz bei Bewusstsein,hat ihre Kinder auch erkannt.Sie bewegt ihre Gliedermaßen,aber trotzdem wird sie von den Ärzten mit Narkosemitteln vollgepumpt.Am Anfang war es auch so ,dass sie jeden Tag Blut braucht ,weil ihre weißem Blutkörperchen abstarben..jetzt soll das zwar wieder inordnungg sein ,aber trotzdem besteht die Gefahr ,dass sie irgendwo eine Infektion hat ,die man noch nicht lokalisieren kann.Wir sind am verzweifeln und insgeheim habe ich schon die Hoffnung aufgegeben ,dass sie wieder zu sich kommt.

Z%ahrxaa


Kennt jemand vielleicht die situation.War das nun ein Fehler der Ärzte ,oder wäre das von vornherein unvermeidbar gewesen?

CRha-Txu


Hallo, Zahraa,

das muss kein Fehler sein. Eine Bypass-OP ist zwar eine oft durchgeführte OP, aber wirkliche Routine wird da nie aufkommen. Immerhin wird der Brustkorb geöffnet, der Patient (meistens) über die Herzlungenmaschine beatmet, und das ist immer noch eine grosse und schwere Operation. Dass da bei 3-5% der Fällen schwere und schwerste Komplikationen auftreten können, ist leider eine Tatsache.

Alles Gute

Cha-Tu

R?oswiltha Polxheim


Hallo,

mein wichtigster Tipp für Euch.

Wendet Euch an den Vorsitzenden der Selbsthilfegruppe von der Deutschen Herzstiftung mit Sitz in Frankfurt.

Hier laufen von fast 1500 Patienten die Fäden zusammen.

Liebe Grüße

Roswitha Polheim

Heeik4e4x8


Danke Roswitha für Deine wichtige Info.

Hallo mina 61,

wie geht es Deiner Mutti inzwischen?

Bei meinem Vati ist der neueste Stand folgender: Seit 2 Wochen liegt mein Vati jetzt auf einer Intensivreha in Kreischa. Nach Kreischa ist er gekommen weil man ihn dort von der Beatmungsmaschine entwöhnen wollte.

Leider hatte mein Vati inzwischen wieder Fieber bekommen sowie eine Blutvergiftung. Er wird sehr stark sediert. Er ist zwar fieberfrei. Aber die Entzündungswerte steigen und fallen. Die Quelle der Entzündung haben sie nicht gefunden. Inzwischen muß mein Vati jeden Tag an die Dialyse. Heute sollte er Blutkonserven bekommen, da der HB -WErt sehr niedrig war. Des weiteren sollte er wieder zurück nach Bernau geflogen werden, da die Kanüle vom Luftröhrenschnitt nicht richtig sitzt. Morgen kommt der HNO-Arzt und dann wird weiter entschieden.

Seit mein Vati in Kreischa ist, hat er uns noch nicht erkannt. Er ist entweder sehr unruhig oder er ist so stark sediert das er schläft und gar keine Reaktionen kommen. Und noch etwas, die Ernährung über die Nasensonde verträgt mein Vati nicht. Er bekommt seit einer Woche eine weiße flüssige Nahrung über die Vene. Durch eine Ablaufsonde läuft aber nach wie vor entweder grüne oder braune Flüssigkeit ab. Mein Vati ist auch in Kreischa nicht alleine. Es ist immer jemand bei ihm aus der Familie.

Es ist so schwer und so traurig für beide Seiten. Man hofft von Tag zu Tag auf Besserung und wird immer so schnell enttäuscht weil wieder etwas Neues dazu gekommen ist. Man hofft so sehr auf einen Schritt nach vorn.

Halle Zahraa,

nach der 1 Bypass-OP, hatte mein Vati auch Wasser in der Lunge. Man hat ihm das Wasser auf der Lunge punktiert und danach ging es ihm gut. Allerdings hatte er bei der 1. op kein Nierenversagen. Ich wünsche auch Deiner Schwiegermutter das es bald bergauf geht

Liebe Grüße

Heike48

Z9ahr{aa


Hallo heike48,ich wünsche deinem Vater alles Gute und gute Besserung ..hoffentlich erholt er sich bald.

Meine Schwiegermutter liegt immernoch auf der Intensivstation,die Nieren arbeiten immer noch sehr schlecht und die Dialyse bekommt sie täglich.Den Beatmungsschlauch hat sie immer noch in der Lunge und wie es aussieht kriegt sie den auch nicht so schnell wieder weg.Allerdings ist sie jetzt bei vollem bewusstsein und erkennt uns ,der nachteil ist ,dass sie so den schlauch spürt und sich sehr unwohl damit fühlt.die ärzte meinte ,dass wenn sie weiterhin solch ein großes unbehagen verspürt sie ihr wieder beruhigungsmittel geben werden...es geht immer so weiter..ich hoffe ,wir haben es bald überstanden und ihr gehts irgendwann besser

lg Zahraa

ZHahrxaa


Hallo ,

meiner Schwiegermutter ging es vor kurzem noch besser und man konnte sie auf die station verlegen , doch dann bekam sie plötzich wieder krämpfe ,die 40 minuten lang anhielten uns sie musste wieder auf die intensv..die ärzte wissen bis jetzt nicht woher die krämpfe kommen.

ich hoffe euren angehörigen geht es besser:)

lg Zahraa

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH