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Schwanger trotz lungenembolie

c"hrist/i\nax86 hat die Diskussion gestartet


Ich, 22, hatte vor 2 Jahren eine lungenembolie, vermutlich ausgelöst durch die antibabypille. falithrom konnte ich vor 1 jahr wieder absetzen. zusätzlich leide ich an bluthochdruck und nehme dagegen auch medikamente.

meine frage ist jetzt, was ich in einer möglich schwangerschaft beachten muss, was es für risiken gibt.

Antworten
C/hocFlatxe


Ist das mit der Pille nur eine Vermutung? Wurde nie nach der Ursache gesucht? Das wäre erst mal wichtig. Dann sollte während einer Schwangerschaft regelmäßig der D- Dimerwert kontrolliert werden. Der Wert darf in Abhängigkeit vom Schwangerschaftsmonat bis zu einem gewissen Grad ansteigen. Liegt der Wert drüber, müsstest du wahrscheinlich Heparin spritzen um nicht eine Thrombose zu bekommen. Wenn das der Fall ist, sollten regelmäßig die Thrombozyten und der Anti-Xa Faktor (Kontrolle der Heparintherapie) kontrolliert werden

Du solltest mit einem Arzt davor abklären ob du aufgrund deiner Vorgeschichte komplett Heparin die ganze Schwangerschaft spritzen müßtest.

Welche möglichen Auswirkungen könnten deine Medis gegen den hohen Bluthochdruck haben?

Das sind alles Dinge die du mit einem Arzt besprechen solltest.

:p>

clhrisKtinaa86


ja die ursache der embolie wurde erforscht, gendefekt usw.!war beim gerinnungsspezialist in essen an der uniklinik. da konnte so ziemlich alles ausgeschlossen werden, bis auf die pille. sicher muss man dann auch in der schwangerschaft kompressionsstrümpfe tragen, was ich jetzt zur vorbeugung auch schon tue.

und wie sieht das mit der geburt aus? ist es möglich das kind auf natürlichen wege zu bekommen? habe gelesen, dass durch starkes pressen auch embolien ausgelöst werden können!

Pwat=ellaxluxa


Liebe Christina

Auch wenn der Grund klar ist, musst Du während der Schwangerschaft regelmässig in die Kontrolle. Auch ich hatte eine Thrombose - Ursache Pille und Verletzung. Mir wurde gesagt, dass ich im Falle einer Schwangerschaft regelmässige Kontrollbesuche beim Thrombosespezialisten machen müsste. Zur Geburt kann ich Dir leider nichts sagen. Ev. ist dies auch davon abhängig wie stark deine Venen bei der Thrombose beschädigt wurden. Mich würde jedoch auch interessieren wie das bei einer Geburt in diesem Fall gehandhapt wird.

SWarAia


Guten Morgen,

mir geht das ähnlich wie Christina. Ich hatte im Februar 2005 eine Lungenembolie an der ich beinahe gestorben wäre, weil sie niemand erkannt hat. Damals lief ich fast 6 Wochen mit Atemnot und Schmerzen beim Atmen durch die Gegend, bis sich jemand gefunden hat, der nicht an eine Lungenentzündung sondern eine Embolie dachte.

Die Diagnose damals nannte als Ursache die Pille und meine schlechte Wundheilung nach einem Autounfall (ich hatte im Oktober 2004 einen Autounfall, nachdem mein Knie ewig nicht heilte - Lief alleine 3 Monate auf Krücken). Eine weiterführende Diagnose wurde trotz meines Alters nicht gemacht.

Mein Wegbegleiter für ein Jahr war Marcumar. Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass es für mich eine Katastrophe war, dieses Medikament zu nehmen. Meine (eigentlich schon vergessene weil "geheilte") Schuppenflechte brach als Reaktion wieder aus und kein Arzt der Welt konnte mir wirklich helfen. Dazu kam, dass ich extremst launisch war, dauermüde und kaputt. Meine blauen Flecken verheilten praktisch gar nicht mehr... In dem Jahr habe ich knappe 20 kg zugenommen und es dauerte fast ein ganzes weiteres Jahr nach Ende der Marcumartherapie, bis ich mich endlich wieder lebendig fühlte.

Nun bin ich im 5. Monat schwanger. Die Uniklinik in München hat sich die Mühe gemacht, herauszufinden, ob ein genetischer Defekt vorliegt. Leider bin ich homozygote Trägerin des Faktor-V. :( Meine aktuelle Therapie sieht tägliche Heparinspritzen mit der Dosis 5000 vor und ich nehme 5mg Folsäure um meinen Sohn und mich zu schützen. Im letzten Schwangerschaftsdrittel wird die Dosis des Heparin auf das 3fache erhöht und ich muss zur Entbindung in eine der beiden Münchner Unikliniken. Ansonsten habe ich angeblich keinerlei Einschränkungen in der Schwangerschaft. Allerdings habe ich ein Beschäftigungsverbot bekommen, damit ich mir meinen Tag selbst einteilen kann.

Ich habe Angst vor der Zeit NACH der Schwangerschaft. Ich will nicht wieder Marcumar nehmen müssen. Damals war ich arg depressiv und in psychologischer Behandlung. Ausserdem soll mein Sohn nicht mein einziges Kind bleiben. :(

Denkt ihr, dass ich im Anschluss wieder Marcumar einnehmen muss?

S{un#ny_3x176


Hallo Saria!

Hatte im Oktober 2006 eine Lungenembolie und bin heterozygote Trägerin des Faktor V und des Faktor II. Bis Oktober des letzten Jahres habe ich Marcumar genommen und habe dann wegen Kinderwunsch auf Marcumar umgestellt. Da ich lebenslang Marcumar nehmen muss, werde ich nach der Geburt des Kindes wieder auf Marcumar umstellen. (Bin derzeit aber noch nicht schwanger.) Zur Zeit spritze ich 2mal täglich Fragmin P forte 5000i.E. und nehme Folsäure. Werde aber demnächst auf ein Präparat umstellen, wo ich nur noch einmal täglich spritzen muss.

Wie war das bei dir mit dem Beschäftigungsverbot? Hast du das automatisch bekommen?

SUariTa


Hallo Sunny,

mein Beschäftigungsverbot habe ich bereits im 3. Monat bekommen, da ich erstes ziemlich unmögliche BLutdruckschwankungen hatte und zweitens viel zu oft zu ärztlichen Kontrollen muss (1 x pro Woche Uniklinik und alle 2 Wochen zur Frauenärztin). Meine Frauenärztin war der Meinung, dass ich zuviel Stress hätte und ich mir meine Zeit selbst einteilen soll, zumal ich ehrlich war und ihr erzählte, wie mich meine Firmenkollegen behandeln seitdem sie wissen, dass ich schwanger bin. Wenn Du ehrlich bist und deinem Frauenarzt sagst, dass dich das Spritzen und die Kontrollen belasten, dürfte es fast kein Problem sein, da du eh eine Risikoschwangerschaft haben wirst.

CIhocMlatxe


@ saria

Ich weiß von meinem Chef, daß es andere "Ersatzmedikamente" gibt (außer heparin), wenn man Marcumar nicht verträgt. Du wirst mit deinem Defekt mit größter Wahrscheinlichkeit ein marcumarähnliches Medikament nach deiner Schwangerschaft nehmen müssen.

:p>

SHusantxa


Hallo!

Also mir haben die Ärzte gesagt, dass ich sofort Heparin spritzen muss, wenn ich schwanger bin. Hatte vor 4 Monaten eine Lungenembolie, Lungeninfarkt und Lungenentzündung. Habe Faktor V, heterozygot und MTHFR heterozygot. Hatte 13 Jahre die Pille genommen, davon die letzten 4 Jahre eine Pille der 3. Generation, aber keine Beinvenenthrombose oder so gehabt.. die Ursache ist daher nicht ganz geklärt. Sollte aber auf jeden Fall Heparin spritzen, wenn es soweit ist und das auch von Anfang an!!! Aber anscheinend ist das von Arzt zu Arzt auch verschieden?!

CEhocvlzate


Hallo!

Der Grund der Heparinspritzerei in der Schwangerschaft ist der, daß in der SS das D- Dimer ansteigt. Je nach Vorbelastung (Defekte, Thrombosen) entscheidet der Arzt ob sofort von Beginn der Schwangerschaft gespritzt wird oder erst, wenn der D- Dimerwert einen bestimmten Wert abhängig von der Schwangerschaftswoche überschreitet. Da gibt es kein gültiges Schema wann Heparin oder nicht. Man sollte sich da auf das Urteil des Arztes verlassen.

:p>

Smu4san^ta


Das sollte man auf jeden Fall! Dein Arzt wird dich dahingehend gut infromieren können! Bei mir meinten die Ärzte das aber alle einstimmig, da man durch diesen Gendefekt halt auch ein erhöhtes Abbortrisiko hat, weil die Durchblutung nicht so gewährleitet ist. Natürlich steigt auch die Thrombosegefahr, aber halt auch die Gafahr das Kind noch zu verlieren. Daher sollte man laut meiner Ärzte schon zu Beginn spritzen.

lg @:)

S?awria


@ Choclate

Es mag dramatisch klingen, aber es entspricht leider der Wahrheit: Mir geht damit jegliche Lebensfreude verloren... Ich vertrage an sich kaum bis gar keine Medikamente und alles löst irgendwas aus. Marcumar und Heparin zB meine Schuppenflechte. Deswegen hoffe ich einfach, dass man es auf sich beruhen lassen kann, zumal ich noch mehr Kinder möchte und Marcumar dem Ungeborenen schadet.

SMarxia


So, ich habe mich mal bei meinen Ärzten informiert. Da bei mir klar die Pille der Auslöser meiner Lungenembolie war, werde ich nach meiner Schwangerschaft kein Marcumar einnehmen müssen.

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