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Zustand nach schwerer Lungenentzündung (Pneunomie)

JaohnxD hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen.

Ich hatte vor knapp 7 Wochen ein schwere einseitige Lungenentzündung. Lag eine Woche im Krankenhaus und hatte 4 Tage lang hohes Fieber über der 40 Grad Marke.

Antibiotikabehandlung im KH und 1,5 Wochen zu Haus.

Nach der Entlassung eine Atemtherapie verschrieben bekommen und eine Tiefenlockerung der Lungenflügel als Massage-Anwendung, was mir auch sehr gut bekommen ist.

Fühle mich soweit schon ganz gut, nur nach kurzen körperlichen Einsätzen, welcher Art auch immer, fang ich sofort an zu schwitzen und bin ruckzuck klatschnass und bissel atemlos.Ein Zustand den ich vorher nicht kannte.

Mein Arzt meint das dauert eben so seine Zeit und ich müsste mich eben noch schonen, aber ist das denn normal?

Hab mich im Internet informiert und erfahren dass sowas bis zu 12 Monate dauern kann.

Wer hat ähnliche Erfahrung damit machen müssen und wie lang brauchtet Ihr zur vollständigen Genesung?

Antworten
M jinnxa


Dein Immunsystem ist wahrscheinlich noch sehr geschwächt. Ich würde mich an deiner Stelle jetzt gesund ernähren, ausreichend schlafen und für Ruhe sorgen. Wenn aus ärztlicher Sicht nichts dagegen spricht wäre es am Besten, du würdest deine Kondition lansamer wieder aufbauen, zum Beispiel erstmal durch kurze Spaziergänge, bestenfalls in der Natur, und tief durchatmen zwischendurch dabei. Ich weiß nicht wo du wohnst, gut wäre jetzt eine saubere Luft einzuatmen, wie sie zum Beispiel an der Ost- oder Nordsee eher vorkommt.

Jcohn]D


@ Mjinna

Danke für Deine Antwort. Ähnlich handhabe ich es schon, Spaziergänge mit unserem Hund und kurze Radtouren, sowie leichte Beschäftigung im Garten. Mein Arzt hatte keine Einwände dagegen.

Wohne im Spreewald/Land Brandenburg, saubere und sauerstoffreiche Luft haben wir hier, natürlich nicht zu vergleichen mit dem Klima an der Küste. Hab schon überlegt ne Woche Urlaub dort zu machen, aber was ist schon eine Woche.

Ich war eben nur erstaunt wie schnell und überraschend es mich erwischt hat und wie lang es nun dauert wieder auf den Damm zu kommen. Bekam auch genügend warnende Hinweise von Freunden und Kollegen, dass damit nicht zu spaßen sei und ich es ernst nehmen soll sowie gründlich auskurieren.

Lungenentzündung? Früher dachte ich, das ist ne etwas härtere Erkältung, wurde nun eines besseren belehrt.

MJjinxna


Ach schön,im Spreewald war ich auch schon, da kannst du doch auch paddeln für deine Kondition... :-D

Mit einer Lungenentzündung ist wirklich nicht zu spassen, Folgeschäden können nie ausgeschlossen werden.

Auf jeden Fall wünsche ich dir alles Gute, bleibe trotzdem aber im engen Kontakt zu deinem Arzt.

Jjoh`nD


Dankeschön. Werd ich beherzigen. (auch das mit dem Paddeln-gute Idee :)^)

Wenn ich mir den aktuellen Beitrag von "Maximillian85" durchlese wird mir Himmelangst. Ich glaub er hat seine Pneumonie klassisch verschleppt, denn es liest sich nicht so gut was er schreibt. :-/

Da schrillen die Alarmglocken, auch für mich.

Die beste Krankheit taugt eben nix, heißt ja nicht umsonst: Bleib Gesund, dann brauchste kein Doktor!!

B(l0xbb


Mein Arzt meint das dauert eben so seine Zeit und ich müsste mich eben noch schonen, aber ist das denn normal?

Vollkommen normal.

Wer hat ähnliche Erfahrung damit machen müssen und wie lang brauchtet Ihr zur vollständigen Genesung?

Ich persönlich habe noch keine Pneumonie gehabt. Als ich im Krankenhaus gearbeitet habe, habe ich oft eine Pneumonie erlebt. Die Pneumonie ist eine schwere Erkrankung, passiert sie während eines Krankenhausaufenthalts (was fast schon schneller passiert, als ein Dekubitus), verzögert sich die Heilung der Grunderkrankung deutlich, der Pflegeaufwand steigt deutlich.

Sei froh, dass du nur eine Woche im Krankenhaus liegen musstest, üblicherweise kann sowas deutlich länger dauern.

Wenn du dir was gutes tun willst, kannst du mal Atemtraining versuchen. Ich weiß nicht in wie weit, dass bei dir im Krankenhaus gemacht wurde, aber eine gute Idee ist es, immer mal wieder zu "blubbern", d.h. ähnlich wie ein Strohhalm in nem Trinkglas das Getränk zum Blubbern zu bringen. Das ganze aber in nem größeren Stil: Du brauchst einen großen Eimer mit viel Wasser, und dann einen Schlauch, den du relativ tief eintauchst. Dann versuche zu Blubbern. Mehr musst du gar nicht machen, aber das immer mal wieder zwischendurch machen. Dadurch werden deine Atemwege quasi trainiert, da du tiefer ausatmest.

JxohnoD


@ Blübb

Atemtherapie und Übungen für verschiedene Atemübungen hatte und mache ich immer noch. Unter anderem , in den Bauch, in die Brust mit seitlichem Händedruck und in den Rücken atmen (was sehr schwer ist), helfen tut alles ganz gut. Das mit dem "Blubbern" ist ne tolle Idee, zu mal es was spassiges hat :-)

Letzte Woche hatte meine Tochter Geburtstag, da war Luftballons aufpusten angesagt. War auch ne Supi Übung und hatte Spass dabei.

Na dann werd ich mal mein Übungs/Trainingspensum weiter ausbauen. Danke für Eure Tipps bisher.

S,at1ansbwratexn01


Hallo JohnD,

wie ist es Dir weiter ergangen? Ich hatte auch eine atypische schwere Lungenentzündung (beidseitig) und war bis vor knapp 4 Wochen ca 2 Wochen lang im Krankenhaus (die ersten 3-4 Tage mit permanent Sauerstoff). Ich habe 3 verschiedene Antibiotika (2 davon per Infusion) bekommen, was mir natürlich auch mein Verdauungssystem etwas aus dem Konzept gebracht hat...

Jetzt fühle ich mich soweit wieder gut und bin heute auch wieder in der Arbeit, habe aber auch das Problem, daß ich konditionell und atmundsmäßig sowas von mies drauf bin, daß ich es nicht fassen (und auch nicht akzeptieren) kann. Meine Ärztin meinte zwar, daß ich mich bis Februar noch schonen soll und sportlich erst wieder ab Mai tätig werden soll (ich mache eigentlich eh keinen Sport und hatte vorher deshalb nur eine "Grundfitness", die ich aber nun vermisse), wollte aber diese Saison wieder Ski fahren, damit ich auch noch mit dem Speedriding anfangen kann. Das war zumindest mein Vorhaben vor der Lungenentzündung.

Mein derzeitiger Fitnesstand ist, daß ich ca 5,5km spazieren gehe (etwas flott in ca 55 min). Danach bin ich klatschnaß geschwitzt. (Gut ich soll lt. Ärztin eigentlich 2-3 mal täglich für 15 min spazieren gehen, kann aber innerlich diese Unfitness nicht akzeptieren.) Wenn ich versuche zu laufen, bin ich nach ca 300m echt im Arsch und habe den Eindruck, die benötigte Luft nicht her zu bekommen. Von daher lasse ich derzeit intensive Läufe sondern teste nur gelegentlich.

Wie schnell ging es bei Dir wieder mit dem Sport?

Wie fit bist Du inzwischen wieder?

Gruß

Braten

CLha-MTu


(Gut ich soll lt. Ärztin eigentlich 2-3 mal täglich für 15 min spazieren gehen, kann aber innerlich diese Unfitness nicht akzeptieren.)

Dass die Ärztin sich bei dieser Verordnung etwas denkt, scheinst Du nicht zu sehen.

Sorry, aber das sind dann so "Fälle"; die meinen, nach einer schweren Lungenentzündung sich sofort überfordern zu müssen und dann nach drei Monaten hier schreiben, sie hätten eine Herzmuskelentzündung hinter sich, was sie jetzt noch tun könnten.... "Unfitness" kann man auch nach einem halben oder 1 Jahr wieder herstellen, eine gesunde Lunge und vor allem ein gesundes Herz aber nicht.

Eine Überforderung siehst Du daran, dass Du völlig verschwitzt bist nach einer Leistung, die Du unter gesunden Umständen erbringen würdest. Das ist ein knallhartes Zeichen, dass Du an der Grenze handelst, vielleicht sogar diese Grenze bereits überschritten hast.

Tut mir leid, ich halte Dein Vorgehen für nicht sehr vernünftig, wünsche Dir aber alles Gute!

Cha-Tu

Sdatangsb6raten0x1


@ Cha-Tu

Zuerst mal danke für die Antwort und die guten Wünsche.

Das mit dem schwitzen sehe ich nicht so eng denn dann wäre ich auch nachts beim Schlafen überanstrengt, da ich da auch (ca jede 2. Nacht) schwitze und öfters mal so sehr, daß ich die Bettwäsche wechseln muß, obwohl ich mein Schlafzimmer nicht beheize und nur ein Sommersteppbett verwende.

Da ich inzwischen wieder arbeite, kann ich es mir nicht aussuchen, wieviel bzw. wie oft ich spazieren gehe. Daher gehe ich einmal und verbrauche die 3mal 15 Minuten. (Übrigens war ich auch nach ca 15 Minuten bereits verschwitzt.) Aber vieleicht frage ich am 4.1. die Ärztin mal nach dem Schwitzen, wenn ich die Überweisung zum zweiten CT abhole.

Ich bin kein Mediziner, aber warum sollte ich eine Herzmuskelentzündung bekommen können? Die Bakterien (welche das waren, weiß man nicht, da es nicht die üblichen Verdächtigen waren) müßten doch nun gekillt sein oder?

Ich muß zugeben, daß die Ärzte es mit mir nicht so leicht haben, da ich mich anscheinend nie so krank fühle und es somit auch nicht so zeige, wie ich dann bin. Die Ärzte und ich selbst auch sind auch immer sehr überascht wenns schlimmer ist und man mir es aber nicht schlimm anmerkt. Das ist dann wahrscheinlich falsche Einschätzung meinerseits und nicht aus Übermut, Unvernunft o.ä. heraus und auch in keinster Weise böswillig/mutwillig. Die Ärztin hat mir gesagt, daß sie nun einen Vermerk in meiner Patientenakte gemacht hat, daß bei mir wahrscheinlich alles um mindestens 2 Kategorien schlimmer ist, als es scheint... *g* Ich mache immer das, nach was mein Körper verlangt (Bewegung, Essen, Trinken oder was sonst noch daher kommt) und bin nie schlecht damit gefahren auf meinen Körper zu hören. Ich glaube nicht, daß ich es mit diesem spazieren gehen übertreibe... *schulternzuck*

Lieben Gruß und schon mal guten Rutsch!

Cxha-xTu


aber warum sollte ich eine Herzmuskelentzündung bekommen können? Die Bakterien (welche das waren, weiß man nicht, da es nicht die üblichen Verdächtigen waren) müßten doch nun gekillt sein oder?

Nicht unbedingt, es halten sich immer einige dieser Dinger über lange Zeit. Und die "lieben" es, wenn ein noch nicht ganz gesundeter Körper sich überfordert, denn diese Anstrengung, verbunden mit Körpererhitzung, die tut Bakterien und Viren sehr gut, sie vermehren sich u.U. explosionsartig.

Aber ok, ich denke, es hat nicht viel Sinn, das hier näher auszuführen, wenn schon die Ärzte keine Chance haben, an Deine Vernunft zu appelieren (Doch, doch, es hat was mit Vernunft zu tun. Auch ohne "schlimme Symptome" zu akzeptieren, dass man sich noch eine zeitlang schonen muss, ist eine Frage der Vernunft, denn man fühlt sich ja nicht krank). Dann musst Du eben unter Umständen die Konsequenzen tragen, Du bist ja volljährig ;-) (nehme ich mal an). Ich war übrigens auch mal jemand, der glaubte, immer gesund zu sein, weil ich mich eben nicht krank gefühlt habe. "Fürs Kranksein habe ich keine Zeit", war mein Lebens- und vor allem mein Arbeits-Motto. Bis ich dann 1995 innerhalb von 5 Monaten zwei (!!!) Herzinfarkte erlitten habe, und seitdem meinen sehr geliebten Beruf aufgeben musste und "Frührentner" bin.

Alles Gute, tschüss

Cha-Tu

SaatanXsbraqtZenj0x1


Ach, die sind durch die Antibiotika und Abwehrkräfte nicht alle bereits über den Jordan?

Naja, schonen tu ich mich schon gegenüber meinem sonstigen Alltag, den ich vor der Lungenentzündung hatte. Woher soll man merken, wann man sich schont, normal agiert oder sich gar überfordert, wenn man keine wahrnehmbaren "Symptome" spürt. Ich denke mir halt einfach nix negatives aus 3 mal 15 Minuten Spaziergang, aus Zeitmangel (Arbeit) 1 mal ca 50 Minuten mache. Daß ich mental diese Unfitness nicht akzeptieren kann heißt ja nicht, daß ich mich über Grenzen hinwegsetze. Deshalb habe ich es ja auch nur bei den ganz kurzen "Lauftests" belassen. Da habe ich ja die Anzeichen und Grenzen wahrgenommen und auch sofort aufgehört. Das hat meiner Meinung nach nichts mit Unvernunft zu tun, wenn man mal dezent testet.

Am 28. 29. und heute mußte ich zwar recht viel arbeiten, aber ich bin ja auch nicht mehr krank geschrieben und kann es mir von daher auch nicht aussuchen. Dadurch und durch das miese Regenwetter fielen die Spaziergänge auch aus... das hab ich mir auch nicht ausgesucht... dies fand ich nicht so vernünftig, aber ich hatte keine Wahl...

Früher war ich auch nie krank, obwohl (oder vieleicht auch weil oder es hatte sonstige Gründe) ich von der Schneeschmelze bis mindestens zum ersten Schnee in kurzer Hose und T-Shirt unterwegs war. Angeln im Schneetreiben (in besagten Klamotten) war kein Problem. Man wird/wurde älter, akzeptiert zwar, daß manches nicht so klappt wie früher (heutzutage liegt bei mir die "LangeHosenGrenze bei ca 10°), hat aber keine körperlichen Gebrechen. (Vor der Lungenentzündung war ich die letzten 12 Jahre ganze 2 Tage krank geschrieben.)

Wenns einen dann mit Lungenentzündung oder wie Dich sogar mit Herzinfarkten erwischt, kann man das wahrscheinlich nicht begreifen und wahrhaben und überascht einen umso mehr. Daß es Dich da so krass erwischt hat tut mir leid, aber war es für Dich erkennbar oder absehbar? Wahrscheinlich nicht, denn sonst hättest Du wahrscheinlich schon reagiert, oder?

Naja am 4.1. habe ich ja meine Termine bei Ärztin und dann am 5.1. das zweite CT. Dann erfahre ich hoffentlich über den Fortschritt der Genesung/Regeneration.

Gruß

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