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leichte Herzmuskelentzündung

SFourniceaxu hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Partner leidet seit 6 Wochen unter einer leichten Herzmuskelentzündung. Er war auch kurze Zeit im Krankenhaus. Nun ist er wieder zu Hause und versucht sich auszukurieren.

Wir wissen natürlich, dass absolute Schonung die beste Medizin ist, ich hätte aber gerne ein paar Tipps, wie man den Heilungsprozess optimal unterstützen kann.

Er hat bereits 2 Wochen lang Ibuprofen eingenommen, seine ck-Werte liegen momentan um 300 (bei der Einweisung ins KH bei über 2000). Vor einer Woche lagen sie noch bei 200, sein Zustand hat sich also wieder ein wenig verschlechtert...

Wir fühlen uns ein wenig hilflos, daher würde mich interessieren, ob man viell. mit einer besonderen Ernährung, Globulis oder bestimmten pflanzlichen Präparaten etwas bewirken kann. Die Ärzte wollten uns darüber nicht wirklich Auskunft geben.

Zudem verwundert es mich, dass er über leichte Beschwerden in der linken Brust klagt, obwohl die Ärzte uns mitgeteilt haben, dass dies bei einer leichten Entzündung nicht sein kann.

Vielleicht kann jemand seine eigenen Erfahrungen schildern...

Vielen Dank *:)

Antworten
NrervNenbü8ndexl


Hallo Souriceau,

ich hatte vor zwei Jahren ebenfalls eine leichte Herzmuskelentzündung. Zum Glück habe ich das gut überstanden, obwohl es erst spät entdeckt wurde.

Weiß man denn, wodurch die Entzündung ausgelöst wurde? Wenn es ein Virus war, kann man in der Tat nichts geben, weil der Körper damit allein klar kommen muss. Wurde sie durch Bakterien ausgelöst, könnte man natürlich Antibiotika geben. Das findet man aber nur heraus, wenn man eine Herzmuskelbiosie gemacht hat. Manchmal geben die Ärzte noch Betablocker, wenn der Puls zu hoch ist oder der Blutdruck. Ich habe damals aber auch nichts an Medikamenten bekommen, weil die Ärzte der Meinung waren das sei nicht nötig.

Eine nicht zu unterschätzende Komponente bei so einer Sache ist die Psyche. Mich hat die Sache damals so sehr mitgenommen, dass ich innerhalb von 4 Monaten 10kg abgenommen habe und eine Angststörung bekam. Daher hatte ich auch lange den Eindruck nicht gesund zu sein. Ich hatte oft ein Pieken in der Brust oder einen Druck. Da weiß man aber nicht, ob es körperlich oder psychisch war.

Jetzt aber mal zu Deiner Frage. Wichtig ist wirklich viel Ruhe und Schonung. Ich habe damals viel Weißdorntee getrunken, weil dieser als herzstärkend gilt. Keine Ahnung, ob das hilft, aber damals war mir das egal :-). Wenn sich die Beschwerden verschlimmern, würde ich bei dieser Erkrankung lieber einmal mehr zum Arzt gehen als einmal zu wenig. Da darf man keine falsche Scheu haben.

Gibt es denn noch einige objektive Indikatoren für die schwere der Entzündung? Ist z.B. seine Pumpleistung erniedrigt oder hat er schnell Luftnot?

S~our/iceau


Eine Biopsie wurde nicht gemacht, daher wissen wir nicht, ob es ein Virus etc ist. Er hatte 2 Wochen zuvor eine Grippe, höchstwahrscheinlich eine Virusgrippe, daher denken die Ärzte, dass durch diesen Virus ausgelöst wurde.

Ich denke auch, dass die Psyche die größte Rolle spielt. Das Gefühl nichts tun zu können ist furchtbar!

Wie lange hat sich die Erkrankung bei dir hingezogen?

Das mit dem Tee merke ich mir, kann ja nicht schaden! Die Entzündung wurde allein durch die hohen ck-Werte festgestellt. EKG ist unaufällig. Atemnot hat er gar nicht, auch keine niedrige Pumpleistung. Er ist sehr übermüdet und gerät schnell ins Schwitzen. Allgemein ist er einfach sehr erschöpft.

Die ersten zwei Herzultraschalluntersuchungen waren unaufällig. Im KH wurde dann eine minimale Flüssigkeitsansammlung festgestellt (durch eine Kernspind bestätigt).

Somit stand die Diagnose fest.

Morgen geht er zum Blut abnehmen, am Mittwoch nochmal zum Ultraschall (wobei der Arzt zu dem er geht beim letzten Ultaschall nichts feststellen konnte. Nur die Spezialistin im KH konnte etwas erkennen... :-/)

Ich frage mich ob er sich nicht vielleicht im Herzzentrum vorstellen sollte. Der behandelnde Arzt und das KH sind nicht auf Herzkrankheiten spezialisiert...

LG

N5ervenbuüVndxel


Hallo Souriceau,

mir wurde bei einer Nachuntersuchung nach 5 Monaten gesagt, dass jetzt wieder alles ok sei. Da wurde nochmal ein Herz-Echo und eine Ruhe- und Belastungs-EKG gemacht. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich dann auch wieder besser. Allerdings hatte/habe ich ja dieses Angstproblem, was dazu führte, dass ich mich lange Zeit nicht gesund fühlte. Das ist aber ein anderes Thema.

Also es ist schon sehr gut, dass er keine Einschränkung der Herzfunktion hat. Wenn das EKG unauffällig ist, ist das auch ein ganz gutes Zeichen. Ich würde mich an seiner Stelle die nächsten Monate sehr stark schonen. Es kann sein, dass es noch ein paar Wochen dauert, bis die Müdigkeit verschwindet. Wichtig ist wirklich Ruhe zu halten. Auch, wenn er sich in wenigen Wochen besser fühlt. Viren können mitunter recht lange im Herzmuskel bleiben. Daher würde ich vorsichtshalber lieber etwas länger schonen, um wirklich kein Risiko einzugehen. Ich denke aber nach 5-6 Monaten sollte es ausgeheilt sein.

Es kann nicht schaden, wenn er sich einen Kardiologen sucht, der ihn hin und wieder mal anschaut. Herzmuskelentzündungen sind schwer zu diagnostizieren und deshalb würde ich mich damit immer in die Hände eines Kardiologen begeben.

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