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Herzneurose, Extrasystolen, Salven beim Sex bzw. Masturbation

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Hallo an alle, besonders ein mitfühlendes "hallo" an Celecs,

Deinen ersten Beitrag hier habe ich mit größtem Interesse gelesen. Du scheinst ziemlich haargenau meine Symptome zu beschreiben: ES, 1-3, selten mehr, v.a. schlimm beim Bewegen, eher weniger angstauslösend in Ruhe, auch häufig unmittelbar nach dem Essen, ebenfalls häufig beim Sex. Beim Gehen draußen oft ein Gefühl der Luftnot, das Bedürfnis aufzstoßen und zu husten. Außerdem leide ich seltener unter einer Art "Herzflattern", das ausschließlich draußen in Bewegung vorkommt, also schnell aufeinander folgende, scheinbar ins Nirvana führende Herzschläge.

Darunter leide ich schon seit 1996 in deutlich sich verschlechternder Entwicklung - erst also nur etwa einmal die Woche, dann täglich, inzwischen seit mehreren Jahren etliche Male am Tag. Die frühen Untersuchungen haben nichts erbracht. Dann bin ich vor 2,5 Jahren wegen eines stark angeschwollenen Unterschenkels (links) zum Arzt gegangen, der eher zufällig einen erhöhten Blutdruck feststellte.

Meine Kardiologen-Odyssee begann, zuerst das Cardiologicum Hamburg, eher eine kardiologische Massenabfertigung. Mit viel Überreden (der Hausarzt hatte nicht genau notiert, welche Art der Untersuchungen erfolgen soll) habe ich es durchgesetzt, dass ein Belastungs-EKG, ein 24-Std.-EKG sowie ein Herzultraschall durchgeführt wurden - ohne Befund. Dort wurde mir Ramipril verschrieben, was zu einer erheblichen Verschlimmerung der ES führte. Meine Klage darüber interessierte dort gar nicht, im Gegenteil, man fixierte im Arztbericht, dass man sich v.a. auf den Bluthochdruck, nicht auf die HRS konzentriere.

Daraufhin habe ich zu Dr. Sauermost gewechselt, ein angenehmer Kardiologe. Er wiederholte alle Untersuchungen und führte eine Reihe weiterer durch, ebenfalls alles ohne Befund. Auch er "vergaß" ständig die HRS und konzentrierte sich ebenfalls überwiegend auf den Bluthochdruck. Nach Monaten der Wehklagen über dieses furchtbare Ramipril verschrieb er endlich Blopress. Der Sommer im letzten Jahr war gerettet. Die HRS gingen in Häufigkeit und Intensität um etwa 90% zurück. Ich konnte wieder meist beschwerdefrei gehen, sogar Fahrrad-Touren und lange Märsche durch Berlin und Rom unternehmen. Es war ein Lebensgefühl, das ich schon lange nicht mehr hatte. Die US-Schwellung, teilweise auch beidseitig blieb indes.

Meine Hoffnung, man könne aus dieser starken Unverträglichkeit von Ramipril und der zügig einsetzenden starken Verbesserung durch Blopress irgendwelche Rückschlüsse auf die Erkrankung ziehen, wurde enttäuscht. Vielleicht hat jemand dazu Erfahrungen? Ich werde mir mal pharmazeutischen Rat einholen, wenn die Mediziner schon nichts dazu wissen.

Seit November kehrt der alte Zustand trotz unveränderter Medikation mit Blopress zurück. Ich weiß nicht, ob es an den winterlichen Temperaturen oder dem Luftdruck liegt. Nun bin ich seit letzter Woche in der Herzrhythmus-Ambulanz des UKE in Behandlung. Meine nuancierte schriftliche Darstellung der Krankengeschichte sowie der Symptomatik hat dort wohl eher zu negativen Irritationen geführt. So etwas muss ja schließlich auch in die Akte, dann kann keiner mehr sagen, er hätte von nichts gewusst. Wenigstens arbeitet man dort nur an den HRS - der Bluthochdruck ist dank der Medikation ohnehin gar kein Problem mehr. Bislang sind wieder Ultraschall sowie gerade jetzt ein Langzeit-EKG durchgeführt worden. Ersteres ohne Befund, letzteres muss ich noch bis Montag tragen. Dann bekomme ich für zwei Wochen ein "Tele-Gerät", das ich bei HRS auf das Herz legen muss, damit es aufzeichnet. Immerhin, dieses Gerät kannte ich noch gar nicht.

Ich wäre dankbar um jede Art von Hinweisen von Euch!

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