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Zu wenig Luft in der Lunge beim Lachen, Sprechen, Lesen: Asthma?

swawasxa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Das belastet mich enorm. Wenn ich beispielsweise etwas vorlesen soll, bleibt mir nach jedem Satz mehr Luft weg. Und dass selbst, wenn ich nicht nervös bin. Auch beim Lachen, hab ich nicht viel Luft - wenn ich normal rede auch nicht. Wenn ich Sport mache, dann bekomm ich bei Anstrengung sofort heftige Kopfschmerzen und laufe rot an. Die gehn erst weg, wenn ich eine Pause einlege und tief einatme. Das kann dann schon ein paar Minuten dauern. Auch, habe ich beobachtet, kommt es als vor, dass wenn ich ein Glas komplett austrinke, schnell Luft tief ziehen muss, weil ich sonst vllt. ersticke.

Ich bin nicht übergewichtig und bei mir wurde als Kind kein Asthma diagnostiziert. Allerdings vermute ich, dass ich entweder doch Asthma habe oder ein zu geringes Lungenvolumen. Als Kind diagnostizierte ein Arzt bei mir einen Kehlkopfstridor, also dass ich beim Atmen Geräusche mache. Ich hab als Kind oft nach Luft geschnappt.

In Stresssituationen verfalle ich, nach wie vor, in eine Kurzatmigkeit.

Wenn ich entspannt bin und etwas vorlese schaffe ich es zb. diese zwei Sätze komplett durchzulesen "Den immer rascher werdenden Klimawandel kann man mit dem Treibhauseffekt erklären. Doch was ist und wie entsteht er?". Dannach ziehe ich dann aber hörbar Luft und merklich länger als bei einem "normalen" Menschen.

Ich hab auch schon versucht verschiede Muskeln anzuspannen und die Auswirkungen aufs Atmen getestet. Oder verstärkt mit dem Bauch oder Brust zu atmen. Gebracht hat es nichts. Beim Ausatmen mach ich vergleichsweise ein viel leiseres Geräusch, ich würde es sogar als normalleise bezeichnen. Nur das Einatmen hört man. Und mir kommt es beim Lesen, Sprechen vor, dass ich fürs Einatmen fast länger brauche als fürs Ausatmen beim Sprechen, wo die Luft wie nichts "weggeht", aber Einatmen dauert vergleichsweise lang, und sehr lang, wenn ich versuche geräuschlos einzuatmen.

Aber eins passt nicht ins Bild. Ich hab nicht diese Attacken, dass auf einmal keine Luft mehr da ist. Ich hab "nur" diese Kurzatmigkeit, und halt wie gesagt beim Lachen, Reden und Lesen, die wenige Luft oder vllt dass ich zu viel ausstoße was ich aber nicht glaube.

Deswegen frage ich ob ich Asthma habe? Zu einem Pneumologen geh ich eh, aber das dauert noch min. 2 Wochen :/ Wäre super, wenn ihr mir ein mögliche Erklärungen oder ein paar Ratschläge geben könntet. Vielleicht mache ich ja nur etwas beim atmen falsch? Danke schonmal!

Antworten
Gjiannwa x71


Hmm - gleich vorweg, ich hab von Asthma wirklich null Ahnung. Aber deiner Schilderung nach zu urteilen, denke ich dass es kein Asthma sein wird.

Ich hab da zwei Gedanken: einmal villt. ein verspanntes Zwerchfell; dieses habe ich und ich ringe häufiger mal nach Luft besonders beim Sprechen. Seit mein Osteopath mein Zwerchfell regelmäßig lockert, ist es etwas besser geworden :-)

Der zweite Gedanke wäre: du holst schlichtweg falsch Luft - hast sozusagen "verlernt", die Atmung so zu steuern, dass du z.B. bei einem längeren Satz mit einem Atemzug auskommst.

Hier könnte dir ein Logopäde helfen :-)

shawIas3a


Oke, das mit dem Zwerchfell werd ich auch beim Arzt erfragen obs daran liegen könnte.

Ist das Zwerchfell denn verantwortlich für das eigentlich automatisch regulierte Atmen beim Sprechen? Ich geh auf jeden Fall zuerst zu einem Pneumologen und dann wird er mir schon sagen ob ich zu einem Osteopathen oder Logopäden gehen soll. Danke für deine Antwort! :)

uipelxa


was auch helfen könnte: ein stimmtherapeut oder ein gesangslehrer. beide können dir helfen, zu spüren, wie wann wo du atmest (jeder chor macht zu beginn der probe einige "atemübungen")

G>ian.nax 71


Ist das Zwerchfell denn verantwortlich für das eigentlich automatisch regulierte Atmen beim Sprechen?

Mit einem verspannten Zwerchfell atmet man auf jeden Fall wesentlich flacher- und dies wirkt sich meiner Meinung nach automatisch auch auf die Atmung beim Sprechen aus.

R'S19


Hi sawasa,

obwohl dieser Thread schon alt ist, hoffe ich, dass du das noch liest.

Habe EXAKT dasselbe Problem wie du.

Werde demnächst auch zum Arzt gehen, weil normal ist das nicht.

Was war es denn bei dir, hat sich was geändert, wenn ja, was hat dir geholfen?

Ich hoffe auch deine Antwort.

lg, Rachel

mbilPchm/ilcxhi


hey!

also als asthmatkerin kann ich dir ein paar tipps geben. schreib mir doch mal eine PN!

übrigens: das mit den nicht-mehr-luftbekomm-attacken kommt nur, wenn die lunge auf eine weise gereizt ist, die sie nicht verträgt. das ist bei asthmatikern z.B. lösungsmittel, kalte luft. es ist aber individuell.

und außerdem bekommt man bei asthmaattacken sehr wohl luft. der größte trugschluss ist das immer, dass alle denken, bei asthma müsste man ersticken. ganz so tragisch ist es bei mit zumindest nicht ;-)

asthma heißt probleme beim ausatmen. deswegen bekomme ich beispielsweise keinen ton raus, wenn ich sagen will, dass ich keine luft mehr bekomme.

vielleicht hast du probleme mit einem lungenflügel, umgibst dich mit stoffen, gegen du allergisch bist; vielleicht hat dein kehlkopf probleme oder dein zwerchfell. lasse das auf jeden fall abchecken!! nach asthma klingt das nämlich nicht gerade. :[]

hast du mal darauf geachtet, wie tief, wie oft und wie regelmäßig du einatmest? ist es bei warmen oder kalten wetter besser? bekommst du draußen an der frischen luft mehr luft? kannst du eine minute die luft anhalten? machst du manchmal etwas leichten ausdauersport (fahrrad fahren, leichtes joggen). bist du übergewichtig?

wenn du das mal mit einem "gesunden" freund vergleichst, hilft dir das vielleicht zu schauen, wie abnormal das wirklich ist und wo genau du deine probleme hast. das kann sicher auch von faktoren abhängen, auf die du in den atemlosen momenten nicht achtest.

ich wünsch' dir auf jeden fall, dass sich das schnell klärt und du dich nicht länger damit quälen musst! @:)

LG *:)

L5öckchcen1


Hi Sawas,

ich habe Asthma und arbeite auch als Atemtherapeut.

Das Zwerchfell ist unsewr wichtigster Atemmuskel. Ohne Zwerchfell können wir überhaupt nicht atmen. Fällt es aus, sind wir Tod. Ist das Zwergfell verspannt wirkt sich das natürlich auf die Atmung aus. Ein Osteopath oder ein guter Physiotherapeut der Atemtherapie beherrscht, sind in so einem Fall die richtigen Adressen.

In einem gesunder Atemzyklus ist die Ausatmung um ca. 1/3 länger, als die Einatmung. Sowohl die normale Ein- wie Ausatmung ist außerhalb von Belastungen geräuschlos. Ich kann auch kraftvoll die Luft einsaugen und ausstoßen bei Belastungen, das ist höhbar. Aber sonst nicht.

Alles andere ist krankhaft.

Bei Asthma höhrt man oftmals in Ruhe die Ausatmung, es wird als Giemen bezeichnet. Die Ausatmung ist behindert.

Bei der Lungenfibrose ist die Dehnungsfähigkeit der Lunge und des Thorax eingeschränkt. Somit können die Bronchien nicht genug Luft aufnehmen.

Ich denke, Du solltest einen Pneumolgen aufsuchen.

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