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nächtlicher und morgendlicher Bluthochdruck

aSdaQm:rDies hat die Diskussion gestartet


Mein morgendlicher Blutdruck liegt durchschnittlich so um 155/75. Tagsüber und abends ist er wesentlich niedriger, so bei 130/70. Hab schon gegoogelt. Das Phänomen tritt nicht gerade selten auf. Auch führen Ärzte den oft vorkommenden nächtlichen Herzinfarkt auf einen hohen nächtlichen Blutdruck zurück. Ich fand aber keine befriedigende Erklärung für die Ursachen dieses Phänomens. Mein Arzt meint, man könne die Kurve für den Tagesverlauf des Blutdrucks mit Medikamenten nur als ganzes parallel verschieben. Weiß jemand Näheres? Wenn Ärzte keine Erklärung für eine Krankeit haben, dann schieben sie das ja meist auf die Psyche. Im angesprochenen Fall könnten nächtliche Albträume vielleicht die Ursache sein.

Antworten
b!egxga


Hallo Adamries, mir geht es genau so ,der Blutdruck ist tagsüber so bei 115/65/Puls 65 ,abends 123/70/Puls 70.Morgens 158/79/80. Mein Arzt meinte dazu das das völlig normal ist , da der Körper sich aus der Ruhe in Richtung höherer Leistung |-o |-o einstellt und sich das am erhöhtem Blutdruck bemerkbar macht.

Wie hoch ist den der BD tagsüber ?.

asda&mrieEs


Hallo, begga,

meinen erhöhten morgendlichen Blutdruck messe ich, bevor ich aufstehe. Da weiß mein Körper noch nicht, dass ich gleich aufstehe. Wenn ich dann am Frühstückstisch sitze, ist der Druck schon wieder etwas runter. Einen Blutdruck wie am Morgen erreiche ich tagsüber nur bei besonderer Anstrengung, wenn ich etwa ein Leistungs-EKG mache.

Auch nachts im Schlaf ist bei einigen der Blutdruck erhöht, sagt mein Arzt. Also so richtig wissen die Ärzte über die Ursachen des Phänomens wohl nicht Bescheid. Wie schon geschrieben, Blutdrucksenker verschieben die Kurve für den täglichen Blutdruckverlauf nur parallel nach unten.

pCraxxa


Hallo adamries,

Da weiß mein Körper noch nicht, dass ich gleich aufstehe.

Das "weiss" dein Körper schon.

So zwischen 4.00 und 5.00 Uhr fährt der Körper seinen Stoffwechsel hoch, unabhängig davon, ob du schläfst oder wach bist. Dies treibt den BD und auch den Zucker etwas in die Höhe.

Wenn du nun irgendwann aufwachst, dann werden noch mal Hormone ausgestoßen, weil sich der Körper auf das aufstehen vorbereitet und der BD geht wieder etwas hoch. Das pendelt sich nach einiger Zeit wieder ein, wie es ja auch bei dir der Fall ist, wenn du am Frühstückstisch sitzt.

Das ist also vollkommend normal.

Wenn selbst bei einem Belastungs-EKG dein BD nicht höher geht, wie um die 160/80, dann brauchst du dir wirklich keine Gedanken zu machen.

Ein hoher BD nachts, ist eine andere Geschichte. Das lässt sich aber nur mit einer Langzeitblutdruckmessung feststellen, welche den BD auch im Schlaf misst.

a;damr+ixes


Bei mir kann der morgendliche Bluthochdruck nicht davon kommen, dass der kluge Organismus weiß, dass ich gleich aufstehen muss und er sich deshalb vorher "warmläuft". Durch Langszeitmessungen weiß man, dass auch in der Nacht immer wieder Bluthochdruck auftritt. Bei mir gab es jetzt einige Tage ohne den morgendlichen Hochdruck, also Werte von 130/70. Heute morgen aber habe ich wiederum 158/78 gemesen. Ich erinnere mich , dass ich einen Albtraum hatte. Also im Stil: verfolgt werden und nicht von Fleck kommen trotz Anstrengung. Ich tippe jetzt darauf, dass in einem solchen Fall der Organismus sich anstrengt wie in der Wirklichkeit und sich deshalb Hochdruck einstellt. Manchmal wacht man ja auch schweißgebadet auf.

Ehmma_P>eel


An alle Blutdruckspezialisten:

Mich würde mal interessieren, wieso die Auswirkung eigentlich gerade auf den oberen Wert so groß ist.

Kann mir das jemand erklären?

ahdamJri[exs


Guter Punkt. Ich habe auf meinem letzten Belastungs-Blutdruckdiagramm nachgeschaut: der untere Wert bewegte sich zwischen 80 und 85, während der obere von 140 auf 210 stieg. Dabei ging der Puls von 65 auf 120. Also irgendwie drängt sich mir der Verdacht auf, dass im Schlaf das Herz manchmal reagiert wie bei realer körperlicher Anstrengung. Die elektronische Steuerung des Herzens läßt sich täuschen. Ist das Herz durch Hypnose beeinflußbar? Vermutlich.

p0r7axxa


Bei mir gab es jetzt einige Tage ohne den morgendlichen Hochdruck, also Werte von 130/70.

Der Körper ist keine Maschine, die jeden Tag gleich läuft.

Zumal man in der Nacht wenn man schläft und man Gesund ist, Blutdruckwerte um die 90/60 hat (sogenannte Nachtsenkung). Wenn du dann morgens 130/70 hast, dann ist dein Körper also schon "warmgelaufen".

Wenn du Albträume hast oder im allgemeinen mal unruhig schläft, dann kann der BD in der Nacht durchaus höher sein und durch das "warmlaufen", wird er morgens, dann noch etwas höher, als wenn du ruhig schläfst.

Negativ kann sich auch das messen an sich auswirken, weil man eine gewisse Erwartungshaltung hat, welche den BD auch in die Höhe treiben kann.

Mich würde mal interessieren, wieso die Auswirkung eigentlich gerade auf den oberen Wert so groß ist.

Das kannst du ganz einfach mal selber ausprobieren. Nimm mal eine Plastikflasche und fülle sie mit Wasser. Nun drückst du die Flasche langsam und leicht zusammen. Das Wasser läuft langsam und ohne großen Druck heraus.

Jetzt drückst du die Flasche schnell und fest zusammen und das Wasser wird schnell und mit großem Druck aus der Flasche entweichen.

Was anderes macht das Herz auch nicht. Unter Belastung pumpt es schneller und kräftiger und da der Blutkreislauf ein geschlossenes System ist, baut sich mehr Druck auf. Der untere Wert bleibt gleich, da dies der "Ruhezustand" des Herzens ist, die Phase wo die Kammern mit Blut gefüllt werden.

Um das Beispiel der Flasche zu nehmen. Wenn du sie nicht mehr drückst, lässt der Druck nach und das Wasser fließt vom Flaschenhals zurück. Dies ist also quasi der "Standarddruck" des Systems.

dass im Schlaf das Herz manchmal reagiert wie bei realer körperlicher Anstrengung

Ja, dies ist so.

Träume können ja durchaus real sein und der Körper macht dann das gleiche wie in einer echten Situation. Er schüttet Hormone aus und diese treiben, unter anderen, den BD in die Höhe. Die Steuerung des Herzens lässt sich also nicht täuschen, sondern das Herz reagiert einfach auf die Hormone. Richtiger wäre, dass Gehirn lässt sich täuschen.

S(asalacxh


"Blutdrucksenker verschieben die Kurve für den täglichen Blutdruckverlauf nur parallel nach unten"

Das hängt aber stark von der Art der verwendeten Blutdrucksenker ab, sozusagen von der "Halbwertszeit" des Medikamentes!

"Wenn du Albträume hast oder im allgemeinen mal unruhig schläft, dann kann der BD in der Nacht durchaus höher sein "

Manche Medikamente können solche Albträume produzieren, leider!

Eqmrma_FPeel


@ praxa

Was anderes macht das Herz auch nicht. Unter Belastung pumpt es schneller und kräftiger und da der Blutkreislauf ein geschlossenes System ist, baut sich mehr Druck auf. Der untere Wert bleibt gleich, da dies der "Ruhezustand" des Herzens ist, die Phase wo die Kammern mit Blut gefüllt werden.

Okay, dann mal anders gefragt:

Was bedeutet es genau, wenn der obere Wert über längere Zeit erhöht ist, der untere aber kaum reagiert?

Ich kenne einen "Standard-Bluthochdruck" bei meiner Oma eigentlich eher so mit Werten von 170/110 - sprich, beide Werte sind erhöht.

Ich frage deshalb konkret, weil ich derzeit schwanger bin und eine Schwangerschaftshypertonie entwickelt habe. Der untere Wert pendelt immer so zwischen 60 und 90, ist also grundsätzlich als unproblematisch anzusehen. Der obere dagegen bewegt sich zwischen 140 und 160 - ist also bei jeder Messung zu hoch. Solche Amplituden kenne ich nicht - bis zum 8. Monat hatte ich Bilderbuchwerte von 120/80.

In Büchern las ich, dass die Werte 160/100 nicht überschreiten sollen, im Krankenhaus sagte mir allerdings der Chefarzt, alles sei okay, solange der untere Wert nicht dauerhaft über 95 steigt. Dieser Arzt wusste, dass ich auch schon einen oberen Wert von 175 gemessen hatte, aber sorgte sich darum für's erste weniger.

Ich hab das ganze Internet durchforstet und nichts gefunden, was diese hohe Amplitude bei mir zufriedenstellend erklären könnte.

Ist es eventuell wirklich so banal wie du schreibst? Dass mein Körper möglicherweise einfach auf die physische Belastung mit einem erhöhten oberen Wert reagiert?

Die Zusammenhänge interessieren mich wirklich... @:)

aWdham{riexs


Es ist wohl alles irgendwie angesprochen, was direkt zum Problem zu sagen ist. Vielen dank an die teilnehmenden Foristen.Ich denke mal, die Fachärzte wissen auch nicht mehr.

Was bleibt, ist, dass das elektronische Regelsystem des Blutdrucks noch besser verstanden wrden muss. Die Erhöhung des Blutdrucks durch irgendwelche Albträune ist merkwürdig. Das Regelsystem kann offensichtlich nicht zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden. Es stellt sich dier Frage, ob es ein Medikanent geben soll, was die Erhöhung des Blutdrucks durch wirre Albträume verhindert, die nichts mit der Realität zu tun haben. Immerhin gibt es sehr viele nächtliche Herzinfarkte im Schlaf.

p>rHaxa


Was bedeutet es genau, wenn der obere Wert über längere Zeit erhöht ist, der untere aber kaum reagiert?

Stress kann so etwas zb. auslösen oder eine Erkrankung, wie eine Erkältung/Grippe.

Dann ist es auch möglich das die Adern nicht mehr so elastisch sind. Bei einem normalen Schlag des Herzens, dehnen sich die Adern also nicht mehr weit genug und der Druck steigt. Wenn die Adern nun nicht grossartig "verkalkt" sind, dann hat dies aber keinen Einfluss auf den unteren Wert.

Im Fall deiner Oma kommt wohl beides zusammen, die Adern sind also nicht mehr elastisch genug und zudem noch "verkalkt". Durch die Ablagerungen in den Adern, ist natürlich weniger Platz im System und dadurch steigt dann auch der untere Wert, da ja die selbe Menge an Blut, mit weniger Platz auskommen muss. Das Herz steht also ständig unter einem höheren Druck.

Dass mein Körper möglicherweise einfach auf die physische Belastung mit einem erhöhten oberen Wert reagiert?

Als Mann bin ich jetzt, nicht unbedingt der Experte für Schwangerschaften.

.....aber ich kann mir schon vorstellen, dass es für den Körper schon eine Belastung ist und der BD steigt.

Eventuell hängt dies bei dir jetzt aber auch etwas mit der Psyche zusammen und du bist etwas angespannt, da es ja bald soweit ist.

Das Regelsystem kann offensichtlich nicht zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden.

Das ist auch gut so, auch wenn es in der heutigen Zeit, nicht mehr so wichtig ist.

Wenn das Gehirn im Schlaf völlig abschalten und keine Gefahren mehr erkennen würde, dann wären wir sicherlich schon lange ausgestorben.

Es war sehr wichtig, dass man auch im Schlaf, auf Gefahren reagiert(Unterbewusstsein) um eventuell zu kämpfen oder zu flüchten.

Wahrscheinlich fällt es unserem Gehirn aber schwer zwischen Traum und wirklichen Gefahren zu unterscheiden, so das es beim Träumen, sicherheitshalber genau so reagiert, wie bei einem "Ernstfall".

Es stellt sich dier Frage, ob es ein Medikanent geben soll, was die Erhöhung des Blutdrucks durch wirre Albträume verhindert,

Nein, eher nicht.

Das wären starke Medikamente, welche das Gehirn "Stilllegen" müssten und das steht in keiner Relation zum "Erfolg".

Normale Blutdruckmittel machen auch keinen Sinn, da diese ja ständig wirken würden.

Immerhin gibt es sehr viele nächtliche Herzinfarkte im Schlaf.

Sicherlich gibt es diese Fälle, aber dies hat ja nur zweitrangig mit Träumen oder dem BD zu tun, der Schlaf ist nicht schuld an einem Herzinfarkt. Der Herzinfarkt wird in der Regel, durch einen schlechten Lebenswandel, am Tag "gemacht". Es macht ja keinen Sinn einen Herzinfarkt hinauszögern zu wollen ohne an den Ursachen zu arbeiten, welche einen Infarkt auslösen könnten.

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