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Unterschied zw. akuter Lebensgefahr & Lebensgefahr?

Mtme /Valxois hat die Diskussion gestartet


Hallo,

(ich hoffe, ich bin hier richtig :=o)

was ist der Unterschied zwischen "Lebensgefahr" & "akuter Lebensgefahr"?

Gibt es da einen signifikanten Unterschied oder ist es etwas à la bis 41,9°C Fieber ist es Lebensgefahr & ab 42,0°C ist es akute Lebensgefahr? :-/ Also besteht da tatsächlich ein großer Unterschied oder ist es ein minimaler Unterschied?

Vielen Dank. *:)

Antworten
C(h+a-xTu


Es kommt auf den Grad der Lebensgefahr an. So kann z.B. eine Grippe durchaus Lebensgefahr mit sich bringen, weil sie schwieriger in ihrem Verlauf werden KANN. Wenn man aber eine Grippe hat und bereits schwere Atemnot herrscht, vielleicht auch extreme Tachykardien, dann ist diese Gefahr "akut" und man sollte den Notarzt rufen.

"Eindeutige" Kriterien, die sich in Zahlen ausdrücken lassen, gibt es da für uns Laien jedoch nicht. Bei bestimmten Krankheiten gibt es aber für Ärzte Parameter, die die Alarmglocken zum Klingeln bringen.

Gruss

Cha-Tu

M0me ;VaXloixs


danke cha-tu *:)

wenn zb eine vergiftung im körper ist, dann wäre das die "lebensgefahr", weil alles (atmung, fieber, etc) stabil ist.

zu "akuter lebensgefahr" wird es, wenn zb ein organ angegriffen wird & die vergiftung sich verschlimmert?

oder?

mir geht es eigentlich drum, ob man sich mehr sorgen machen muss, wenn ärzte nicht mehr "lebensgefahr", sondern "akute lebensgefahr" sagen :-/

C^ha-xTu


Um es mal ganz einfach zu sagen: MEISTENS ist eine akute Lebensgefahr bedrohlicher als eine "nicht akute", wobei aber durchaus die nicht akute AUF DAUER bedrohlicher werden kann. Es kommt immer auf die Krankheit und den aktuellen Zustand des Patienten an.

Der eine überlebt einen Herzinfarkt, der "glatt" und ohne Rhythmusstörungen ablief, ohne jemals in akuter Lebensgefahr zu sein, obwohl bei einem Infarkt generell Lebensgefahr besteht. Und der andere erlebt in seinem Herzinfarkt z.B. Kammerflimmern und ist dadurch in akuter Lebensgefahr.

mir geht es eigentlich drum, ob man sich mehr sorgen machen muss, wenn ärzte nicht mehr "lebensgefahr", sondern "akute lebensgefahr" sagen

Da würde jetzt mal so generell sagen, ja. Obwohl es sicher auch da wieder Abstufungen gibt. Nimm die aktuelle Schweinegrippe: Normalerweise überlebt man die problemlos, obwohl sie durchaus lebensgefährlich werden KANN, denn 13 Leute sind bereits daran gestorben. Da kommt es immer auf den Zustand des Patienten an, auf Vorerkrankungen, aber auch auf verdammt blöde Zufälle und "Schicksal"...

Gibt es denn einen konkreten Anlass für Deine Frage?

Schönen Gruss

Cha-Tu

nsowaxdays


Die Abgrenzung ist schwierig, da die Übergänge fließend sind. Der aus meiner Sicht ausschlaggebende Faktor ist die Zeit.

Lebensgefahr: lebensbedrohender Zustand, der jedoch relativ stabil ist und Zeit zum Handeln lässt (z.B. schwere Niereninsuffizienz).

Akute Lebensgefahr: führt potentiell binnen kurzer Zeit (Stunden) zum Tode, wenn nicht sofort gehandelt wird (z.B. Herzinfarkt, Aortendissektion).

Natürlich muss man sich bei akuter Lebensgefahr mehr Sorgen machen.

M me Valxois


cha-tu, danke für deine ausführliche antwort :)z

es gibt, leider, einen konkreten anlass für meine frage. ein guter freund liegt im krankenhaus.

nowadays, auch dir danke für deine antwort.

p<umpk?inhead


wie schon gesagt wurde, die übergänge sind fliessend und sicher auch interpretierbar. ich würde das so definieren: von lebensgefahr spricht man in einem lebensgefährlichen zustand, welcher einer permanenten überwachung bedarf aber einigermassen stabil ist. die steigerung "akut" impliziert, daß der zustand noch kritischer ist und jederzeit mit einem organversagen gerechnet werden muß und das pflegepersonal noch aufmerksamer den patienten beobachten sollte.

aber auch das heißt nicht unbedingt, daß der patient nicht trotzdem überleben kann.

kritisch ist die situation so oder so, egal wie man es definiert.

aber, wie schon gesagt, die beurteilung ist ein stück weit auch subjektiv.

alles gute für deinen freund! :)*

CDha->Tu


Alles Gute für Deinen Freund, Mme. Viel Kraft!

Herzliche Grüsse

Cha-Tu

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