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CK-MB erhöht mit Symptomen eines Herzinfarkts

VRiabjearxo hat die Diskussion gestartet


Hallo,

neulich ist meiner Frau folgendes wiederfahren:

Nächtliches Aufwachen mit Herzrasen --> Taxiruf zum KKH, Todesangst im Taxi, mit gefühltem Herzversagen und heftigem Druck- und Wärmegefühl im Brustkorb, Übelkeit --> Nach Vorstellung in der Herznotaufnahme Weiterleitung an die Innere Notaufnahme mit der Begründung in ihrem Alter (31 gebe es keine Herzinfarkte) --> anschließend Erbrechen in der Notaufnahme, Normalisierung des Zustandbilds --> erst dann EKG-Messung und Blutabnahme --> EKG war Ok., Calcium erhöht (2.54), Fibrinogen erhöht (366), CK lag bei 52 --> CK-MB und Troponin I wuden NICHT gemessen! --> Da alles in Ordnung schien gingen wir wieder heim...

Am nächsten Tag dann folgendes:

Nach sportlicher Betätigung starkes Druckgefühl Brust, dann im lauf des Tages extreme Müdigkeit, bei jedem kleinen Schritt musste sie pausieren und sich hinsetzen, sie fühlte sich so schwach wie nie --> da sich nichts besserte fuhren wir ins Krankenhaus --> diesmal wurde sie in der Herznotaufnahme aufgenommen, da sie ganz grün im Gesicht war --> Bluabnahme ergab: CK-MB erhöht (28 von bis 24) und D-Dimer erhöht (1.02 von bis 0.50), CK war mit 48 normal und Troponin I mit weniger als 0.020 ebenfalls --> allerdings hatte sie ständig kurze Phasen von erhöhten Ruhepuls bis 180 oder extrem schwachen Puls bis 40... nur jedesmal wenn EK-Gemacht wurde war alles normal (die haben da fast 15 Minuten gebraucht um das Gerät herzuhohlen)...

Im Abschlussbericht hieß es dann alles OK...

Aber warum haben die nicht reingeschrieben das der Puls so geschwankt hat? Der Chefarzt hat das sogar selber gesehen (und wo er es dann ausdrucken lassen wollte, war der Puls wieder normal...)...

Was bedeutet der erhöhte Wert CK-MB? -Klar, CK und Troponin I waren normal, aber dennoch scheint doch CK-MB darauf hinzuweisen, das irgendwas nicht in Ordnung war... in den Folgeblutabnahmen sank dann CK-MB übrigens auf 20 und dann auf 15 ab (also innerhalb von 7 Stunden eine Halbierung!).

Bitt helft uns bei der Deutung der Problematik, wir sind sehr besorgt... {:(

Antworten
Cbha-xTu


Hallo, Viajero,

das ist alles wirklich sehr mysteriös. Was mich an Deinem Bericht wieder einmal schrecklichst ärgert, ist die dümmliche Aussagen der Ärzte, dass man mit 31 Jahren keinen Herzinfarkt haben kann. Ich kann es kaum glauben, dass sich im Jahr 2009 bei den Ärzten noch nicht herumgesprochen hat, dass das so lapidar einfach nicht stimmt! Allein in meiner Herzsportgruppe waren mehrere Frauen, die unter 30 waren und bereits Infarkte hinter sich hatten.

Damit will ich keineswegs sagen, dass der Zustand Deiner Frau gefährlich gewesen ist oder immer noch ist. Aber man kann das nicht so vom Tisch wischen, vor allem, wenn der CK-MB erhöht ist. Allerdings erhöht der sich auch bei anderen Muskelschädigungen, nicht nur bei Schädigungen des Herzmuskels. Auch "Intensivsportler" haben oft solche Werte, und selbst Menschen, die in Panik sind und sich dabei vielleicht verkrampfen können diesen Wert durch die verkrampfte Muskulatur erhöht haben. Selbst eine Injektion in einen Muskel (z.B. Grippeimpfung) kann diesen Wert vorübergehend anheben.

Ich an Eurer Stelle würde mit all den Unterlagen und Werten, die Ihr hoffentlich vorliegen habt, zu einem praktizierenden Kardiologen gehen (also nichts in Krankenhaus), dem noch einmal die Situationen schildern und ihn um eine Einschätzung bitten.

Dass Euch das Angst macht, kann ich verstehen, und ich hoffe, dass Ihr beim Kardiologen eine beruhigende Antwort bekommt.

Liebe Grüsse & alles Gute

Cha-Tu

Viiaj[eEro


Danke für die Antwort Cha-Tu,

aber warum war dann CK und Troponin I in Ordnung?

Die hätten ja auch auffällig sein müssen...

Was ist denn der Unterschied zu den 3 Werten CK, CK-MB und Troponin?

Am erten Tag der Symptomatik, hatten die ja leider nur CK gemessen, erst beim zweiten mal CK-MB und Troponin...

Ich habe noch gelesen, dass wen Troponin I nicht erhöht ist, ein Infarkt faktisch ausgeschlossen ist...

...aber warum dann eben CK-MB?

Vielleicht weiss noch jemand Rat!

Wir gehen auf jeden Fall nochmal zum Karidologe...

RFembu-lxa


Vielleicht liest du mal den Artikel bei Wikipedia

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Myokardinfarkt]]

Unter Diagnostik ist es ganz gut beschrieben.

So wie ich das verstehe hätte deine Frau für einen Herzinfarkt behandelt werden müssen (anstatt nach Hause geschickt), da CK-MB erhöht war und sie die typischen Symptome hatte. Auch hätte ein Echo gemacht werden sollen, wenn das EKG nicht schlüssig ist bzw nichts anzeigt, aber gleichzeitig die typischen Symptome da sind. Andere Blutmarker tests (zB GPBB) wären auch hilfreich gewesen.

Ich würde auch raten mit all den Befunden zu einem Kardiologen zu gehen, und zwar ganz schnell.

V:iaj~earo


Echo wurde gemacht und war angeblich unauffällig. Troponin I und CK waren ja auch OK. Das der Überwachnungsmonitor nicht aufgezeichnet hat ist sicherlich bedauerlich, da dort veränderungen ersichtlich waren... Belastungs EKG am nächsten Tag (also am Tag 3 nach dem Auftreten der ersten Symptome) war auch OK...

Bei CK-MB steht: "Bei refernzwertiger CK sind die CKMB-Werte aus methodischen Gründen unzuverlässig und sollten nicht für die klinische Entscheidung verwendet werden" Sorry was heißt das ???

Daher bitte um weitere Hinweise eurerseits... bis wir beim Kardiologe einen Termin bekommen (das kann schon 4 Wochen dauern)...

Cmha-Txu


Belastungs EKG am nächsten Tag (also am Tag 3 nach dem Auftreten der ersten Symptome) war auch OK...

Dann ist ihr Herz auch nicht betroffen, zumindest wenn das B-EKG ausbelastet war (wieviel Watt?). Nach meinem ersten Infarkt musste ich nach 3x Treten aufgeben, und selbst nach meinem zweiten (leichteren) Infarkt schaffte ich drei Wochen lang keine 50 Watt, das ist kaum etwas.

Bei CK-MB steht: "Bei refernzwertiger CK sind die CKMB-Werte aus methodischen Gründen unzuverlässig und sollten nicht für die klinische Entscheidung verwendet werden" Sorry was heißt das ???

Dass der erhöhte CK-MB-Wert nicht 100% sicher ist, und eigentlich keinerlei Bedeutung für die Diagnose hat. Das hättest Du auch sofort schreiben können ;-)

Ich habe gerade irgendwo gelesen, dass Deine Frau irgendeine seltsame Vogelkrankheit hat (vereinfacht ausgedrückt). Sind davon auch Muskeln betroffen? Falls das der Fall ist, könnte das eine Erklärung sein...

Gruss

Cha-Tu

Vriaxjero


Hallo Cha-Tu,

Tut mir leid, dass dir sowas schreckliches passiert ist, ich denk das kann sich bei jedem Menschen anders auswirken... Ich hab gelesen, dass schwarze Schokolade sehr gut fürs Herz sein soll und auch Grantatapfelsaft!

Mit dem CK-MB hab ich so verstanden, dass wenn das normale CK ok ist, dann das CK-MB nicht bewertet werden kann... oder ich habs falsch verstanden, das komische ist nur, das das dann so abgesunken ist...

das mit den Vögeln ist nur eine Möglichkeite, seit wir in Venezuela in einer (verkoteten) Vogelhöhle (Cueva de Guacharos) waren, haben wir beide Gesundheitsprobleme (kann natürlich auf was anderes sein)... Aber welcher Arzt nimmt einem so eine Storry ab ...

Dennoch könnte es passen:

[[http://www.springerlink.com/content/u883m98017j6n22r/]]

Und auch Ornithose (Vogelkrankheit) wäre möglich:

[[http://www.landkreis-goeppingen.de/servlet/PB/show/1083266/vet_psittakose_ornithose.pdf]]

BRienxe8x1


Welcher Troponin Test wurde gemacht? Der Schnelltest oder der lang dauernde Labortest und wenn die D-Dimmere Erhöht sind, spricht das eigentlich schon für ein Verschlussgeschehen und dem Untergang von Gewebe. Allerdings muss das nicht am HErzen sein. Hat sie evtl. noch andere Beschwerden z.B. Beinschmerzen oder Krämpfe vorallem Anchts in der Wade? Habt ihr einen langen Flug oder eine lange Autofahrt hinter EUch?

n#owa]days


Welcher Troponin Test wurde gemacht? Der Schnelltest oder der lang dauernde Labortest

Das war mit Sicherheit ein Labortest, die Schnelltest treffen nur qualitative Aussagen (wie ein Schwangerschaftstest: Ja/Nein).

@ Viajero:

Ein Herzinfarkt ist aufgrund des normalen EKGs, des negativen Troponins und des negativen Echos schon recht unwahrscheinlich. Übrigens ist ein EKG bei einem HI nicht phasenweise wieder normal, ein Infarktgeschehen erkennt man prinzipiell auch noch nach Jahren, auch wenn nicht jeder HI ein auffälliges EKG bietet. Die CK-MB ist im Vergleich zu den Troponinen wesentlich unspezifischer; insofern darfst du das nicht überbewerten. Von dem diskreten Anstieg mal abgesehen.

Der erste Krankenhausbesuch war darüber hinaus wirklich schlecht gelöst, zumindest einen Troponin-Schnelltest hätte man noch machen können, vielleicht sogar ein komplettes Labor.

Beste Grüße

VLiha[jexro


Ja, es gab einen Langstreckenflug, im Juli, Beinschmerzen hatte meine Frau auch...

... bei der Duplexsonographie am Enlassungstag, wurde eine tiefe Beinvenenthrombose ausgeschlossen (falls sich diese gelöst haben sollte ist das ja klar, dass die dann nicht mehr ersichtlich war) allerdings wurde auch auf echoarme Bereiche im rechen Bein hingewießen, die einer Spontanthrombose entsprechen könnten...

Im Lungenperufsionszintigram war auch nichts gefunden worden... allerdings war die Lungenfunktion 72% und der Puls bei 56, Blutdruck bei 100/68 und sie fühlte wieder diese massive Schwäche

Im Endeffekt wurde dann aber bis auf eine Blutverdünnungsspritze im Bauch auch nichts mehr gemacht, der Hausarzt lehnte dann auch eine Antikoagulationstherapie ab, wei sie das "über Nacht zum Bluter" gemacht hätte...Naja was soll man da noch sagen...

Freut mich auf jedenfall das wir das CK-MB nicht überbewerten brauchen, nur war komisch, dass sich der Wert dann halbiert hatte... und wenn am Vortag was gewesen währe (wo das Tropoinin I nicht gemessen wurde, dann hätte man es ja spätestens am zweiten Tag im Blut erhöht vorgefunden... beunruhigt hatte uns vor allem auch der schwankende Herzrhytmus im Krankenhaus...

B;ienUe81


Über den schwankenden Herzrhythmus musst du dir keine gedanken machen solange sie nicht zwischen 50 und 180 hin und her springt. wenn bei der Duplexsono auf echoarme bereiche hingewiesen worden ist, kann das schon die blutwerte erklären und eine wie du sagtest thrombose als ursache haben, dafür spricht jedenfalls der d-dimmer. Wurde weiter geschaut warum die Lungenfunktion so schlecht war? ist das nochmal überprüft worden oder raucht sie oder hat eine Grunderkrankung der Lunge ?

Eine Phlebographie wurde vermutlich nicht gemacht. (das ist eine Kontrastmitteldarstellung der venen)

Wenn deine Frau jetzt beschwerdefrei ist, würde ich mir keinerlei sorgen mehr machen.

Auch ein niedriger Blutdruck ist kein Anlass zur Sorge, viele Menschen haben das. Wenn ihr immer noch beunruhigt seit, dann sucht nochmal einen Internisten auf, schildert ihm alles, vielleicht at er noch eine Idee.

B~ienex81


Was ich auf jedenfall nochmal kontrollieren lassen würde ist die Pulsschwankung, habe es eben nochmal gelesen, dass die Schwankung doch Extrem war. Da wäre es sinnvoll nochmal ein 24 std. EKG zu schreiben.

nTow"adxays


Sag mal, reden wir vom selben Ereignis wie hier:

[[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/499646/]]?

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