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Belastungs-Ekg und Hertkatheter

tHhe-cuavxer


Du redest von 2 ganz unterschiedlichen Dingen:

Im Ausgangsposting ging es um einen diagnostischen Herzkatheter zur Feststellung einer evtl. Restenose. Dafür gilt das oben gesagte.

Im letzten Posting geht es anscheinend um ein akutes Koronarsyndrom, da ist die Situation völlig anders: Wenn möglich, Katheter mit der Möglichkeit der Akutintervention. Wenn nicht, systemische Lysetherapie (sofern keine Kontaindikationen vorliegen). CT, MRT und Szinti haben da keinen Platz in der Diagnostik, weder jetzt noch vor 12 Jahren.

Auch die Aussage zum Sztent gilt für die stabile KHK, nicht für das akute Koronarsyndrom, da ist der Stent natürlich sinnvoll (wobei ich die aktuelle Studienlage zur Frage Stent gegen alleinige Ballondilatation nicht kenne). Für die chronische KHK gilt nach wie vor, dass eine Wirkung des Stents auf Infarkt- und Überlebensrate nicht bewiesen ist, nachzulesen u.a. in einem aktuellen Übersichtsrtikel im dt. Ärzteblatt

[[http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/pdf.asp?id=64079]]

oder in der nationalen Versorgungsleitlinie "koronare Herzkrankheit"

[[http://www.versorgungsleitlinien.de/themen/khk/index_html]]

Grüße

ardam7riexs


ja genau; es handelt sich um zwei verschiedene Situationen. Das habe ich aber doch wohl klar dargestellt. Der erste Fall ist vor langer Zeit gelöst worden durch sofortige Not-Bypassoperation. Ob die das damals gemacht hätten allein aufgrund einer CT- oder MRT-Untersuchung?

Der zweite, jetzige Fall, ausgehend von einem B-EKG mit Befund, wurde danach mit einem Herzkatheter genauer untersucht, und eine Stenose der Hinterwandarterie wurde sofort durch Stentsetzung behandelt. Erfolgreich wie ich jetzt schon merken kann. Der Erfolg gibt dieser Methode doch recht. Hättest Du eine andere Methode gewählt? Dann würde ich erst heute nach CT oder MRT oder Szinti (Sonographie vergessen wird doch lieber) im Herzkatheterlabor liegen. Wäre ohne Folgen zum Glück, da die Stenose noch im Anfangsstadium war. Gut, die sofortige Anwendung des Herzkatheters ohne vorherige nichtinvasive Untersuchungen ist riskant und hätte schief gehen können.

Ich hoffe, wir sind einigermaßen einig jetzt. Sonst melde Dich bitte. Ich nehme Deine offensichtlich kompetenten Bemerkungen ernst. Es interessiert mich natürlich.

Cdhpa-T?u


Hallo, adamries,

Der Erfolg gibt dieser Methode doch recht.

Ja und nein. Dass dadurch Symptome verschwinden, ist offenkundig, man sieht es ja an Dir, glücklicherweise.

Aber ich glaube, The-Caver (der zur Mediziner-Fraktion hier gehört ;-)) meint vermutlich die Langzeitstudien, und die zeigen (nach dem, was ich darüber gehört habe) in der Tat keine grossen Unterschiede in der Überlebensrate nach 5 oder 10 Jahren, je nach dem, ob gestentet worden ist, dilatiert worden ist oder "konservativ" therapiert worden ist.

Bei mir war die Dilatation erfolglos, ein Stent war damals noch nicht möglich, und ich lebe nun seit 1995 sehr gut mit einer immer noch verschlossenen linken Herzkranzarterie (RIVA). Um den Verschluss, der sehr weit oben nahe dem Hauptstamm ist, haben sich sehr viele Kollateral-Adern gebildet, die die Vorderseite des Herzmuskeln ausreichend durchbluten. Natürlich kann ich keine Luftsprünge mehr machen, aber ich lebe ein ganz normales Alltagsleben, vermeide allerdings grössere Belastungen.

In Deinem Fall war das sicherlich richtig, wie es gemacht worden ist. Ich denke, der Einwand von the-caver war eher genereller Natur.

Lieben Gruss!

Cha-Tu

a(damBries


Hallo, Cha-Tu,

als Nicht-Mediziner sollte ich mich aus der selber angestoßenen Diskussion jetzt ausklinken. Da kann ich nicht mehr mithalten. Ich denke mal, dass ich in meinen beiden Krisen von den Medizinern richtig behandelt wurde. Der Streitpunkt war ja, so begreife ich das, ob eine riskante Untersuchungsmethode sofort angewendet werden sollte. Es ging bei mir in beiden Fällen gut, und die Untersuchungsmethode hat beide Male sogar erlaubt, unverzüglich zu intervenieren. Im allgemeinen wird man wohl vorher noch nichtinvasive Verfahren zur Anwendung bringen.

Diesmal hat der untersuchende Arzt gemeint, die üblichen vorderen Herzkrangefäße seien bei mir nicht mehr darstellbar. Ich lebe mit den Umwegen und numehr mit einem Stent in der Hinterwand. Hast Du überhaupt keine Bypassoperation bekommen?

CVha-4Txu


Hallo, Adamries,

ich denke, in Deinem Fall war das Handeln der Ärzte vollkommen richtig und nötig...

Nein, ich wurde nicht bypass-operiert, weil das Risiko der Operation zu gross gewesen wäre. Ich habe "meinen" Verschluss an einer verdammt blöden Stelle, und da sich bei mir schnell viele Kollaterale gebildet hatten, meinten alle Ärzte übereinstimmend, es solle so bleiben wie es ist. Ein recht bekannter Herzchirurg sagte mal zu meinem "Fall", das sei ein Fall, wo der Operateur am Tag der OP gerne plötzlich krank würde, um nicht operieren zu müssen. Da reist sich keiner drum. Am wenigsten ich. Und da ich eine EF von 45% habe, ist es zu verantworten, mich so weiterleben zu lassen. Wie es HEUTE aussähe, weiss ich nicht. Ich lebe seit fast 15 Jahren damit, vielleicht gäbe es heute bessere Möglichkeiten als 1995, aber ich würde das ungern ausprobieren.

Einen lieben Gruss und "von Herzen" alles Gute!

Cha-Tu

aXdamrmies


Hallo, Cha-Tu,

solche Erfahrungen machen aus unseren Nerven Drahtseile.

Danke an Dich und von "Herz zu Herz" alles Gute,

adamries

Ctha -}Tu


solche Erfahrungen machen aus unseren Nerven Drahtseile.

In der Tat, so sehe ich das auch.

Schönen Abend noch :-)

Cha-Tu

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