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Vater im Krankenhaus ans Bett gefesselt

D[S21.70 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Ich hoffe ihr könnt mir schnell eine Antwort liefern :/

Mein Vater kam mit einer Herzschwäche, Atemnot und Wasser in der Lunge ins Krankenhaus.

Da war er jetzt 2 Wochen (Der erste Tag auf der Intensivstation), grade eben kam meiner Mutter nach Hause die bei ihm war (Er hat geschlafen) - Sie sagt das er ans Bett gefesselt worden sei! Mit irgendwelchen Gurten.. Außerdem hatte sie noch eine kleine Tüte dabei die ihr vom Arzt gegeben wure, drinn war: Seine Armbanduhr, seine Brieftasche, und die Medikamente die er von zu Hause hat..

Ich verstehe das nicht, wo hängt das zusammen? Ich kann heute nicht mehr zum Krankenhaus und meine Mutter konnte mir auch nichts erklären, weil sie nicht so gut deutsch versteht..

Muss es etwas schlimmes sein? Bitte sagt es mir :-(

Antworten
njowadxays


Für eine Fixierung gibt es sehr viele möglich Gründe. Ich weiß ja nicht genau was dein Vater hat (Herzinsuffizienz?) und ob es damit zusammenhängen kann. Normalerweise wird das nur gemacht, wenn Patienten vollkommen unkooperativ, um nicht zu sagen handgreiflich sind/werden. Letztlich hilft nur eines:

beim Diensthabenden nachfragen.

M2oGndhälschen91


also mein opa wurde im krankenhaus auch an bett gefesselt.. war ein richtig schlimmer anblick :°( aber ich glaub es war damals das richtige... er hat sich immer die beatmungsschläuche aus der nase selber rausgezogen obwohl er das zum überleben brauchte (frisch aus der OP gegen darmkrebs hat er einen schlaganfall bekommen und war danach nicht ganz bei sich)

t!incGhen9mxaus


Die Tatsache, dass er nicht nur sprichwörtlich ans Bett gefesselt ist, muss nichts schlimmes bedeuten, vielleicht bewegt er sich sehr viel, obwohl es in seinem aktuellen Zustand nicht gut für ihn ist.

Mit diesen Gurten wird verhindert, dass er z.B. nachts aus dem Bett fällt.

Die Tüte mit den persönlichen Gegenständen wird ab und zu schon vor dem Patienten mit nach

Hause gegeben, entweder auf Anfrage oder weil sich das Krankenhaus auch absichern möchte, dass im KH nichts (Brieftasche, Uhr) verlorengeht!

F]enta


tinchenmaus hat schon alles gesagt: Die Gurte dienen seiner eigenen Sicherheit und die Tüte mit den persönlichen Gegenständen wird den Angehörigen mitgegeben, damit im KH nichts abhanden kommt!

Coairrns


das ist der straftatbestand der freiheitsberaubung.

hat dein vater zugestimmt? haben evtl. bevollmächtigte personen zugestimmt? gibt es eine/n gesetzlichen betreuer/in? ist das vormundschaftsgericht vom krankenhaus verständigt worden?

wenn das alles nicht zutrifft, wird es aus bequemlichkeit des personals sein.

anzeigen!

nkowaUdxays


das ist der straftatbestand der freiheitsberaubung.

hat dein vater zugestimmt? haben evtl. bevollmächtigte personen zugestimmt? gibt es eine/n gesetzlichen betreuer/in? ist das vormundschaftsgericht vom krankenhaus verständigt worden?

wenn das alles nicht zutrifft, wird es aus bequemlichkeit des personals sein.

anzeigen!

So ein Unsinn %-|! Sofern medizinisch erforderlich und rechtfertigbar, darf das der Stationsarzt anordnen. Das hat nichts mit "Bequemlichkeit" zu tun.

F{eWnt%a


wenn das alles nicht zutrifft, wird es aus bequemlichkeit des personals sein.

Das ist ja wohl die Oberfrechheit! :|N

F e?nta


Und natürlich ist es rechtens einen Patienten unter bestimmten Bedingungen zu fixieren!

DOS2*17x0


Ich danke euch für eure viele Antworten :)

Ob mein Vater das zugestimmt hat weis ich nicht, aber ich kann es mir überhaupt nicht vorstellen.

Und von uns hat keiner zugestimmt.

Was es noch gibt: Er ist immer raus zum rauchen gegangen.

@ Mondhäschen91:

Oh das ist heftig :/ Aber da war es wirklich nur zu seinem besten :)

@ nowadays:

Ja, Herzinsuffizienz. Ich kann nur sagen das er ein paar Probleme da hatte mit den Schwester & Arzt. Er hat viel zu wenig Insulineinheiten bekommen, jetzt mal grob: Er benötigt 60 und bekommt 4 Oo

nVowadaxys


Ja, Herzinsuffizienz.

Ja, das klang auch so. Ich hoffe, es geht im soweit besser?

Ich kann nur sagen das er ein paar Probleme da hatte mit den Schwester & Arzt. Er hat viel zu wenig Insulineinheiten bekommen, jetzt mal grob: Er benötigt 60 und bekommt 4 Oo

Tja, ob die Fixierung nun gerechtfertigt war oder nicht, wird schwer rauszufinden sein. Jedenfalls wird das nie leichtfertig gemacht, darüber brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Ich würde an deiner Stelle beim nächsten Besuch einfach mal direkt, aber höflich nachfragen warum das nötig war.

Alles Gute :-)!

nsowadiaQys


Und zum Thema selbst einwilligen: es möge mir doch bitte mal jemand eine solche Situation schildern ;-). Im Ernst: im Alltag kommt das praktisch nie vor.

F%entka


selbst einwilligen: es möge mir doch bitte mal jemand eine solche Situation schildern

Der Gedanke kam mir auch. Wenn eine selbst einwilligen kann, muss er nicht fixiert werden. ;-D

C8airnxs


@ fenta

rechtens einen Patienten unter bestimmten Bedingungen zu fixieren

ja, und die hab ich oben beschrieben; wir leben nicht in wolkenkuckucksheim, wo man nach lust und laune fesseln oder einsperren kann; das hier ist immer noch ein rechtsstaat.

und das stgb gilt auch in deiner einrichtung in der du arbeitest; es sollte mal der mdk nachsehen.

ein stationsarzt hat gar nichts zu sagen, er muss im fall der fälle sofort das vormundschaftsgericht verständigen, sofern es gegen den willen des vaters passiert.

@ nowadays

Jedenfalls wird das nie leichtfertig gemacht, darüber brauchst du dir keine Sorgen zu machen

ich weiß nicht, woher du dein wissen über alle krankenhäuser in der brd beziehst. ich argumentiere rein rechtlich. werde aber wirklich wild, wenn man menschen die grundgesetzlich geschützte freiheit nimmt, ohne dass eine einwilligung oder ein richterlicher beschluss vorliegt; der natürlich bei gefahr für leib und leben nachgeholt werden kann; nur hörte sich das nicht so an

CEaiYrknxs


nochmal @nowadays

das kommt sehr wohl vor! bei rollstuhlfahrerInnen (z.b. bauchgurt, fußgurte), bei bettlägerigen menschen das bettgitter, wenn sie es wollen.

all diese beispiele sind freiheitseinschränkende maßnahmen, nicht nur das fesseln ans bett.

also wenn man in der pflege arbeitet und das nicht mitbekommt, ist das tragisch.

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