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Vater im Krankenhaus ans Bett gefesselt

M`amaWNaddfel872


Ja es ist schon unfassbar das sich aus einer ganz normalen frage soviel unstimmigkeiten ergeben können.

A>zqrae/l01


24 std darf aber nur der arzt anordnen. wen eine pflegekraft das ohne rücksprache mit dem arzt tut ist es freiheitsberaubung.

mir ist schon einiges untergekommen in meiner laufbahn.

patient um die 70, durchgangssyndrom, ehefrau lehnt exessiv bettgitter ab. eine der pflegekräfte wollte dann den arzt holen damt dieser mit ihr spricht. der patient ist dann in ihrer anwesenheit aus dem bett gefallen. armbruch. da war dan das geschrei der kinder gewaltig, warum wir keine bettgitter angebracht haben. nach dem hinweis das seine ehefrau das nicht wollte, stritt sie das natürlich schnell ab. gab auch ne klage. ist aber abgelehnt worden.

bei einer alten dame wurden bettgitter angebracht. ärztliche anweisung, antrag beim gericht lief. die verwirrte dame veruchte übers gitter zu klettern und stürzte. oberschenkel-hals-bruch.

klage.

ging durch weil der arzt hätte auch einen bauchgurt anordnen müssen.

MVr.Pjuschxel


Das der Arzt das anordnet ( wie auch alle anderen Anordnungen ), setze ich voraus.

--- > Fixierungsprotokoll

( im Intensivbereich ist das mit auf den ärztlichen Anordnungsbogen )

MZr.PuPschel


Bauchgurt geht auch nur in Verbindung mit Bettgittern und 4-facher per. Fixierung.

Bauchgurt alleine ist verboten.

m(ooxd


ich habe mal erlebt, wie jemand sage und schreibe 3-4 tage lang fixiert worden ist (+Beruhigungsmittel , glaube sogar am Tropf oder der war einfach zur Versorgung :-/ weiß es nicht) :-o aber derjenige hat auch vorher versucht das Personal anzugreifen!

Aber 3-4 Tage ist doch schon extrem oder? :-/

M,r.aPuscxhel


3- 4 Tage ist schon lange, aber nicht extrem.

Patienten entwickeln Kräfte, daß glaubt man nicht.

Auch alte Leute !

Manchmal ist es halt für den Patienten und für das Personal am besten,diesen zu fixieren um schlimmeres zu verhindern.

Niemand hat Spass daran jemanden zu fixieren, es gilt nur zum Schutz.

Ich habe auch schon einige Verletzungen von Patienten davongetragen.

Bisswunden...Kratzwunden..Ich wurde getreten, geboxt..Attacken mit einem Messer;Nagelfeile, Flaschen..Alles was manch einer in die Hände bekommt,wird benutzt.

Abgesehen von den verbalen Übergriffen.

Gerade zu meiner Zeit in der Notaufnahme war es schlimm..Bis hin zu Polizeieinsätzen.

Mir ist jeder Patient lieber der friedlich in seinem Bett liegt, sich mit Angehörigen unterhält und dabei nen Kaffee trinkt als einer de randaliert,sich selbst und andere gefährdet.

Jdu?lexy


Also ich kenne beide Seiten |-o

Hab selbst im KH gearbeitet, musste Patienten zum Eigenschutz fixieren... das was Mr. Puschel schreibt, dass Patienten sehr große Kräfte entwickeln können, kann ich nur bestätigen. Nur ein Beispiel von vielen: junger, kleiner, dünner Mann, kam im Bett zu uns zur Untersuchung, lag ganz friedlich da, plötzlich ging der ab, dass wir (wir waren zu viert, 2 Männer, 2 Frauen) keine Chance gegen ihn hatten. Da war alles dabei, schlagen, beißen, kratzen, treten, spucken... Haben auch so einige Blessuren davongetragen :-/ Und (lebenswichtige) Untersuchungen durchzuführen ist in dem Zustand natürlich auch unmöglich ohne Sedierung+Fixierung (es ging damals um ein CCT) Auch das mit den "bettflüchtigen" älteren Patienten kann ich bestätigen... und man hat halt auf einer normalen Station nicht die Möglichkeiten, jeden Patienten rund um die Uhr zu überwachen, dass er nicht aus dem Bett fällt/auf dem Flur stürzt usw. Und eine demente Frau, die im ganzen Haus rumirrt, sich nicht auskennt und plötzlich im Fahrstuhl steht und sich wundert, warum ihr Zimmer immer auf und ab fährt ist auch nicht wirklich lustig (alles schon erlebt :=o) Was die rechtlichen Grundlagen betrifft, ist ja schon alles gesagt ;-)

patienten müssen engmaschig überwacht werden

Das ist auch richtig (und wichtig), da komm ich jetzt zu der "anderen Seite" ;-) Ich musste leider auch schon des öfteren fixiert werden (Notfallsituationen, meist vom Pflegepersonal eingeleitet, einmal wurde es von einer Oberärztin vorher angeordnet), und ich bin ein Kandidat, der sich selbst aus den Handgurten befreien kann :=o (zu dünne Arme/Hände). Gerade in solchen Fällen ist es wichtig, gut überwacht zu werden. (ich kenns so: alle 10 Minuten Sichtkontakt, weiß nicht, ob das stimmt) (im Nachhinein bin ich froh darüber, dass diese Maßnahmen ergriffen wurden, nur in der Situation selbst war ich natürlich dagegen, sofern ich es noch mitbekommen habe. Für die anderen Patienten, die es mitbekommen haben und meine Angehörigen, wenn sie gerade da waren, war es natürlich kein schöner Anblick...)

GTarFou7x8


Also kein Krankenhaus wird aus Bequemlichkeit einen Patienten ans Bett fesseln. Dafür ist das Thema zu brenzlich!

Eine unbegründete Fixierung ist ein Straftatbestand nach Strafgesetzbuch (Freiheitsberaubung). Jedoch kann man bei Eigengefährdung des Patienten eun Fixierung des Patienten durchführen. Dieses muss jedoch Im Pflegebericht schriftlich vermerkt werden.

Bei einer längeren Fixierung (länger als 24 Sunden) ist eine Anordnung vom Gericht erforderlich. Ich habe es selbst mehrfach erlebt, dass ein Richter vom Vormundtschaftsgericht persönlich auf Station erschien und es angeordnet hat.

M>amaNad&del82


Genau richtig Garou78!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Das mit dem Fixieren ist alles nicht so einfach.

Vor allem tut mir das immer in Seele weh wie manche Patienten oder auch unsere Bewohner das über sich ergehen lassen müssen.

Wir hatten mal ne Bewohnerin die ganz ganz heftig gefallen ist wir haben gedacht sie überlebt das nicht. Als sie aus dem Krankenhaus gekommen ist wurde eine Fixierung mit schulter und Bauchgurt angeordnet. Das war jeden abend eine Prozedur sie bettelte mich richtig an sie doch los zu machen sie weinte richtig aber ich durfte mich nicht gegen die anordnung wiedersetzen denn wenn was passiert wäre dann wäre ich dran gewesen. Einfach nur schlimm.

A=zraexl01


3- 4 Tage ist schon lange, aber nicht extrem.

Patienten entwickeln Kräfte, daß glaubt man nicht.

Auch alte Leute !

Manchmal ist es halt für den Patienten und für das Personal am besten,diesen zu fixieren um schlimmeres zu verhindern.

Niemand hat Spass daran jemanden zu fixieren, es gilt nur zum Schutz.

Ich habe auch schon einige Verletzungen von Patienten davongetragen.

Bisswunden...Kratzwunden..Ich wurde getreten, geboxt..Attacken mit einem Messer;Nagelfeile, Flaschen..Alles was manch einer in die Hände bekommt,wird benutzt.

es wird immer gerne über die verfehlungen von pflegepersonal und ärzten gesprochen, aber nie über das was diese manchmal über sich ergehen lassen müssen. ich kann ja mal ein paar beispiele aus den letzten jahren nennen... flasche gegen den kopf geschmettert (jochbeinbruch), gewürgt worden (mir selber passiert), tritt gegen den brustkorb (zwei rippen gebrochen), faustschläge ins gesicht (auch mir passiert), tritt in die genitalien, ins gesicht gespuckt, mit trinkgläsern nach einem geschmissen worden, arm so verdreht das kollegin zum arzt muste, bettpfanne in den rücken geschmettert bekommen. in den haaren gerissen und gegen die wand geschleudert, tritt in den hintern, versuch in die hand zu beißen (mir passiert, endete aber im lachanfall weil er patientin die zähne dabei herausfiehlen). und in den seltensten fällen kommt es dnn von den pflegenden zu anzeigen... weil es ist ja unser job. ob das sich ein polizist gefallen lassen würde?

Abgesehen von den verbalen Übergriffen.

och da könnte ich einiges schreiben... satan, verfluchter hund, nazi, arschloch, affengesicht, fettarsch, ich schlage dir ins gesicht, ich stech dich ab, ich weis wo du wohnst und wo deine kinder zur schule gehen, arschgesicht...

von sexuellen übergriffen sehe ich jetzt mal ab, obwohl die auch immer wieder vorkommen, auch gegenüber männlichem personal.

SYüntjxe


24 std darf aber nur der arzt anordnen. wen eine pflegekraft das ohne rücksprache mit dem arzt tut ist es freiheitsberaubung.

richtig, andererseits fixiere ich im Nachtdienst den Pat. durchaus bevor ich den Arzt anrufe und bekomme dann immer die Anordnung rückwirkend. Natürlich nicht erst am nächsten Morgen, aber da können wir uns schon aufeinander verlassen.

Mir sind die Angehörigen am liebsten, wie Azrael sie beschrieben hat, lehnen Bettgitter ab und dann ist das Gejammer groß, wenn was passiert.

Leider sind viele Besucher abends schon weg wenn ich zum Dienst komme, die noch da sind und Bettgitter verweigern bitte ich immer höflich darum, dann doch die Nacht neben dem Bett sitzen zu bleiben, weil ich das einfach nicht leisten kann

AlzSrarelx01


wenn eine akute gefahr besteht darf auch eine pflegekraft fixieren um gefahr ab zu wenden. muss aber so schnell wie möglich einen arzt informieren.

m2o,od


MrPuschel,Azrael

das ist ja wirklich heftig, nein davon hört man WIRKLICH nichts! Oder zumidnest nicht viel! Wieso machen die Patienten sowas?!

Fia8nKtaOsiex21


das ist ja wirklich heftig, nein davon hört man WIRKLICH nichts! Oder zumidnest nicht viel! Wieso machen die Patienten sowas?!

Verwirrt wegen ihrer Krankheit oder der Medikamentenwirkung, evtl unter Drogen oder Alkoholeinfluss, psychische Erkrankungen etc.

J7ulemy


Ich kann Azrael nur recht geben... hab ja auch ein Beispiel (von vielen) genannt, was mir schon passiert ist. Und das Beispiel mit den Polizisten ist sehr gut, die machen den Täter dann ja auch dingfest, wenn er sie angreift. Nur haben Polizisten im Gegensatz zu KH-Personal Waffen und Hilfsmittel und sind auch meist zu zweit oder noch mehr, während wir manchmal alleine sind. Und gerade in der Notaufnahme ist das teilweise echt gefährlich, wenn z.B. alkoholisierte Patienten reinkommen, die alles auseinandernehmen... und man nur zu dritt im Dienst ist und nebenbei auch noch andere Patienten hat, um die man sich kümmern muss.

Azrael? Arbeitest du zufällig in der Psychiatrie? (hört sich verdammt danach an ;-))

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