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Vater im Krankenhaus ans Bett gefesselt

Afzrzaexl01


@ juley... ich arbeite seit 5 monaten auf einer station für demenzkranke. aber solche dinge geschehen nicht nur da. gewürgt worden bin ich in der aufnahme im krankenhaus. das mit der flasche war ein agressiver patient (nicht betrunken, nicht psychisch krank, nur agressiv weil die polizei ihn aufgegriffen hatte) der sich nicht behandeln lassen wollte.

sexuelle übergriffe sind mir bisher nur bei patienten untergekommen die nicht psychisch krank waren.

das mit em ins gesicht spucken ist eigentlich für mich schon wieder eine lustige geschichte. ich hatte dir ärztig gewarnt, aber die meinte das ich wohl nicht das feingefül hätte mit einem verwirrten patienten um zu gehen. naja... sie wollte mir zeigen wie es geht und der patient "rotzte" ihr ins gesicht. richtig hochgeholt.

J0ulxey


das mit em ins gesicht spucken ist eigentlich für mich schon wieder eine lustige geschichte. ich hatte dir ärztig gewarnt, aber die meinte das ich wohl nicht das feingefül hätte mit einem verwirrten patienten um zu gehen. naja... sie wollte mir zeigen wie es geht und der patient "rotzte" ihr ins gesicht. richtig hochgeholt.

Musste schmunzeln beim Lesen ;-) Ja, die lieben "allwissenden" Ärzte ;-) (Nein, ich bin gaaaar nicht schadenfroh ;-))

Ok, Demenzkranke sind manchmal auch ganz schön heftig... :-/ Ich dachte nur an Psychiatrie, weil es da öfter mal zu ähnlichen Situationen kommt... ziemlich unschön :-/

MKr.P/uschexl


Bei uns in der Notaufnahme waren wir nur zu Zweit.

Ich schau mir Randalierer bzw angehende Randalierer nur kurz an, dann rufe ich sofort die Polizei....Gleichzeitig den hauseigenen Sicherheitsdienst.

Von dem halte ich allerdings rein gar nichts...Den rufe ich nur, weil es Pflicht ist.

Es kam auch schonmal vor, daß wir Randalierer sediert haben..Festgehalten und Spritze durch die Hose.

Nicht die feiner Art, aber wenn Personal und andere Patienten gefährdet sind, habe ich damit kein Problem.

Die Polizei rückt immer gleich zu sechst an und zücken sofort das Tränengas und ihre Knüppel.

JGulery


Wir haben gar keinen hauseigenen Sicherheitsdienst :-/ Besonders krass war es, wenn wir in der Notaufnahme nur Frauen waren. (mit einem großen starken Pfleger an der Seite fühlt man sich gleich viel sicherer ;-) |-o) Ich war immer ganz froh, wenn solche "gefährlichen" Personen gleich in Polizeibegleitung zu uns kamen und die Polizisten dann auch hier blieben wg. Blutentnahme (Alktest), Befragungen, evtl. wieder Mitnahme in die Ausnüchterungszelle (wenns nicht medizinisch notwendig war, sie im KH zu behalten) usw.

Snusnflo~werx_73


Eine Fixierung bei einem Patienten ist i.d.R. KEINE Freiheitsberaubung. Wenn die Fixierung kurzfristig notwendig wird, weil sonst die Behandlung gefährdet ist oder die Gesundheit des Patienten, ist dies zu akzeptieren.

Gerne macht es keiner, aber was hat man davon, wenn sich jemand ständig Zugänge zieht oder wichtige Elektroden abreißt, die für die Überwachung nötig sind?

Gerade ältere Menschen sind oft bei körperlichen Krisen desorientiert. Und es hat nicht nur mit Bequemlichkeit des Personals zu tun, wenn man das Ziehen eines Zugangs verhindern will!!!

Hochgeschobene Gitte an der Bettseite sollen schlichtweg ein Herausfallen verhindern. Oder ein unbegleitetes Aufstehen bei desorientierten und nicht fitten Menschen. Ich mäcjhte mal dioe Angehörigen sehen, wenn ein Patient alleine aufsteht, obwohl er es nicht soll, dann schwer stürzt. Dann gäbe es vermutlich gleich die Klage wegen Körperverletzung, oder wie?

Letztlich steht IMMER die Sicherheit im Vordergrund.

Wenn man es so überspitzt sieht, müsste jeder OP-Patient gleich eine Klage wg. Freiheitsberaubung einreichen, da man auf dem OP-Tisch aufh festgegurtet wird.

Derartige "medizinische" Maßnahmen sind KEINE Freiheitsberaubung.

In der Psychiatrie muss bspw. ein Richter über eine Zwangseinweisung entscheiden (innerhalb einer best. Stunden-Frist). So soll tatsächlich einer Freiheitberaubung vorgebeugt werden. Und dieses Vorgehen nach PsychKG wird SEHR ernst genommen. Aber selbst bei Patienten, die freiwillig in der Psychiatrie sind (d.h. ohne Zwangseinweisung nach PsychKG), kann seitens der Behandler eine kurzfristige Fixierung oder gar Unterbringung auf einer geschlossenen Station (was ja auch "Freiheitsberaubung" ist), angeordnet werden, wenn medizinisch erforderlich. Ohne richterlichen Beschluss.

Ausschlaggebend ist IMMER eine Selbst- oder Fremdgefährdung. Wobei meistens die Selbstgefährdung im Vordergrund steht.

Es gibt also keinen Grund, sich dermaßen zu echauffieren!

J'uliexy


Im Grunde genommen sind viele medizinischen Handlungen Körperverletzungen, sogar die Blutentnahme, und man könnte dagegen klagen. Aber man stimmt dem ja in der Regel zu, oder (z.B. bei Bewusstlosen) machen die Ärzte das, um den Patienten zu retten bzw. ihm zu helfen, also ist es rechtens. So ähnlich verhält es sich mit der "Freiheitsberaubung" durch Fixieren. Ich stimme also Sunflower zu.

oder gar Unterbringung auf einer geschlossenen Station (was ja auch "Freiheitsberaubung" ist)

Das ist allerdings nicht immer "Freiheitsberaubung", da es auch auf geschlossenen Stationen Patienten gibt, die Ausgang haben, bzw. in Stationen, die mal geschlossen, mal offen sind (je nach "Klientel"). Da ist man dann zwar "eingesperrt" wenn gerade geschlossen ist, darf aber wenns der eigene psychische Zustand erlaubt, jederzeit nach draußen gehen wenn man darum bittet. (ich hab auch schon eine Klinik erlebt, wo man aufgrund bestimmter Erkrankungen auch ohne akute Selbst- oder Fremdgefährdung NUR auf der geschlossenen Station aufgenommen wird, und das obwohl man freiwillig da ist. Und von wegen, wenn man freiwillig da ist, kann man jederzeit wieder gehen... ich musste damals eine Vereinbarung unterschreiben, dass ich mind. 1 Woche dableibe, und als ich nach 5 Tagen wegen unzumutbaren Umständen dort auf eigene Verantwortung gehen wollte, musste ich 1 Tag lang mit den Ärzten diskutieren :-/)

Gqo}urpme`ta


@ cairns

Ich habe 10 Jahre Nachtdienst auf einer chirurgischen Station gemacht, d.h. alleine mit über 60 Patienten, davon viele dement. Das Fixieren ist keine Bequemlichkeit, sondern dient der Sicherheit des Patienten. Ich denke, es ist keinem damit geholfen, sich auf Menschenrechte, oder Einwilligung zu berufen, wenn der Patient nachts aus dem Bett fällt, oder sich zum 100.Mal den Urinkatheter, oder venösen Zugang zieht.

Wenn die Angehörigen das nicht einsehen können, oder wollen, können sie sich gerne als Sitzwache anbieten!

E,heUmalivgeHr N[utzder (#42I1703)


hallo ds2170,

wie geht es denn eigentlich deinem Vater. Hoffe es ist besser geworden mit ihm..

LG

AgzrLael0o1


wären meiner ausbildung sagte mal eine angehörige das bei ihrem schwer kranken vater ja wohl eine wache angebracht wäre die permanent im zimmer bleibt. die stationsschwester fragte wie sie sich das vorstellt. es gibt bloß ein gewisses kontingent von pflegekräften die einer station zusteht. würde eine abgezogen werden müßten alle anderen die aufgaben der einen mit übernehmen. das ist personel nicht ab zu decken. mehr personal kann nicht eingestellt werden weil nicht mehr geld zur verfügung steht. also liegt das problem nicht bei uns, sondern bei den versicherungen, weil die nicht mehr zahlen.

sie könne sich selber dazu setzen. wenn sie das nicht wolle oder könne... sie kenne eine schwester die das gegen bezahlung machen würde... allerdings nur 12 stunden, dann müsse sie abgelöst werden um selber zu schlafen...

die angehörige wurde fuchteufelswild und wollte sich auch beschweren. tat sie wohl auch bei er pdl. aber es kam nie was bei uns an.

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