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Humanes Herpes-Virus 6 in Herzmuskel und Blut nachgewiesen

dOynasxty77


Dank dir Cha- tu,

das mit der Ateriosklerose ist in diesem Fall ja aber eher unwahrscheinlich nachdem das schon seit über 10 jahren geht und sich konstant verschlimmert hat, aber die großen Gefäße ja nichts haben. Ok, dann stellt sich jetzt nur die Frage weshalb dieser Virus nur an die kleinen und nicht an die großen Gefäße geht? Aber das weiss wohl niemand.

Ceh=a-Tu


Hallo, dynasty,

>das mit der Ateriosklerose ist in diesem Fall ja aber eher unwahrscheinlich

>nachdem das schon seit über 10 jahren geht und sich konstant verschlimmert hat,

>aber die großen Gefäße ja nichts haben.

Ja, so sehe ich das auch.

> Ok, dann stellt sich jetzt nur die Frage weshalb dieser Virus

>nur an die kleinen und nicht an die großen Gefäße geht?

>Aber das weiss wohl niemand.

Warum geht dieser Virus manchmal ans Herz und manchmal nicht? Ich habe gelesen, dass er oft keinerlei bleibende Schäden anrichtet, bei anderen, wie bei Dir, wird das Herz betroffen. Ich denke, das wird man nie feststellen können.

Liebe Grüsse & schönen Abend

Cha-Tu

d'yngastxy77


@ Cha -Tu:

Dank dir für die Tips und lieben Antworten, werde am Montag dann die Meinung meines Professors sagen, wegen den Ergebnissen des Szintigramms, dir auch nen schönen abend und nen schönen 1. Advent.

CHha-Txu


nen schönen abend und nen schönen 1. Advent.

Lieber dynasty,

Du bist 3 Wochen zurück... ;-) Morgen ist schon der 4. Advent ;-)

Lieben Gruss

Cha-Tu

d\ynastxy77


@ cha - tu:

Guten Morgen, ich hoffe du hattest einen schönen 1. Advent, ;-) ich meine natürlich 4. Advent. Da hat sich wohl der Fehlerteufel eingeschlichen. :-D

Ich habe jetzt schriftlich die Ergebnisse von meiner Myocardszintigraphie vor mir liegen und würde das Ergebnis noch mal gerne posten. Vielleicht hast du ja noch ne Idee dazu, abgesehen von dem was wir schon besprochen hatten hier. Vielleicht hat ja auch einer der anderen User noch nen Tip für mich. Ich habe auf jeden Fall heute früh schon mit der Assistentin meines Professors gesprochen und ihr den Befund vorgelesen. Sie meinte etwas lapidar, dass bei einer Mikroangiopathie nichts zu machen sei. Das wäre dann halt einfach so. Und es könne an dem Virus liegen, dass wüßte sie nicht. Ich soll die Papiere dem Professor faxen und morgen noch mal anrufen. Das habe ich jetzt schon gemacht mir kommt das aber sehr einfach gehalten von ihr vor.

Befund der Szintigraphie:

Insgesamt erscheint der li. Ventrikel leicht vergrößert. Er zeigt, sowohl auf den Aufnahmen direkt nach der Belastung, als auch auf den Spätaufnahmen in Ruhe eine sehr inhomogene Nuklidbelegung im Sinne von Perfusionsstörungen. Eine eindeutige belastungsinduzierbare Ischämie lässt sich jedoch nicht abgrenzen. Die LVEF liegt unter Belastung wie in Ruhe normal, die Werte für EDV und ESV sprechen für eine hypersensitive Herzerkrankung.

Beurteilung des Arztes:

In der durchgeführten Myocardszintigraphie bei Myokarditis in beiden Untersuchungsabschnitten deutliche Perfusionsstörungen bei z.B. Mikroangiopathie. Eine eindeutige belastungsinduzierbare Ischämie ließ sich nicht nachweisen bei insgesamt jedoch sehr inhomogener Nuklidbelegung des linksventrikulären Myokards. Die linksventrikuläre Ejektionsfraktion lag sowohl unter Belastung wie in Ruhe im Normbereich, allerdings spricht das deutlich erhöhte enddiastolische Volumen für eine hypersensitive Herzerkrankung.

CWhax-Tu


Hallo, Dynasty,

was eine "hypersensitive Herzerkrankung" ist, weiss ich nicht. Ich habe den Begriff noch nicht gehört, und auch bei Google führte das zu keinem Ergebnis bzw. zu keiner Kärung, was das sein könnte.

"Eine sehr inhomogene Nuklidbelegung im Sinne von Perfusionsstörungen" bedeutet, dass es Stellen am Herzen gibt, die etwas minderdurchblutet sind, was aber nicht zu einer "eindeutig belastungsinduzierbaren Ischämie" geführt hat, d.h. das Herz als Gesamt arbeitet noch recht gut, zeigt keine generelle Durchblutungsstörung (daher ja auch "Mikro"angiopathie).

Der wichtigste Satz ist aber dieser hier: "Die linksventrikuläre Ejektionsfraktion lag sowohl unter Belastung wie in Ruhe im Normbereich", weil das etwas über die "Gesamtherzkraft" aussagt, und die ist bei Dir normgerecht. Trotz enddiastolisch und endsystolisch veränderten Volumina (EDV/ESV) ist die Herzkraft "normal". Stehen in dem Befund irgendwelche %-Zahlen bzgl. der Ejektionsfraktion (EF)?

Schönen Gruss

Cha-Tu

dzynaSsty7x7


@ Cha -Tu:

Ja, ich hab da ein paar Zahlen gefunden:

Nach Belastung:

LVEF % = 64

EDV ml = 215

ESV ml = 78

SV ml = 137

co l/min = 13

In Ruhe:

LVEF % = 62

EDV ml = 154

ESV ml = 58

SV ml = 96

co l/min = 9

Ich hoffe, dass du was mit den Zahlen anfangen kannst, ich nämlich nicht, ;-).

Dann sind die Schmerzen, die ich da fühle also von diesen Mini Durchblutungsstörungen. Kann denn sowas auch mal gefährlich werden, sprich zu nem tödlichen oder schweren Infarkt führen? Oder ist das aufgrund der freien Hauptaterien nicht möglich?

Und nochwas, wenn man jetzt keinen Herzkatheter gemacht hätte, dann würde man den bestimmt aufgrund dieser Ergebnisse machen, dass sagte jedenfalls der Radiologe. Ich bin jetzt schon etwas verunsichert, ist es denn nicht möglich eine Engstelle zu übersehen beim Katheter, das würde meine Beschwerden ja auch erklären. Oder ist das wirklich unmöglich? Das sagen jedenfalls die Spezialisten, aber was ist deine Meinung?

Cpha-xTu


Hallo, dynasty,

die "ml-Angaben" beziehen sich auf die Volumina in Ruhe und bei Belastung, die waren ja etwas zu hoch.

Wichtig sind die beiden EF-Zahlen, und die sind mit 62% und 64% wirklich gut. Normwerte bei Erwachsenen sind 55-60%, bei Jugendlichen und Kindern bis 70%, Du liegst also wirklich GUT in der Norm. Ich habe 40%, in sehr guten Phasen auch mal 45%, aber dann springe ich auch schon über Tische und Bänke... ;-)

>Dann sind die Schmerzen, die ich da fühle also von diesen

>Mini Durchblutungsstörungen.

Das kann sein, muss aber nicht.

> Kann denn sowas auch mal gefährlich werden,

>sprich zu nem tödlichen oder schweren Infarkt führen?

Vermutlich nein (eindeutige Antworten kann ich nicht geben, ich bin kein Arzt, und muss mich daher etwas "zurückhalten" ;-)). Aber für einen Infarkt sind die minderdurchbluteten Areale einfach zu winzig.

>Oder ist das aufgrund der freien Hauptaterien nicht möglich?

Richtig.

>ist es denn nicht möglich eine Engstelle zu übersehen beim Katheter,

Dass bei der Katheteruntersuchung Verschlüsse an den Hauptarterien versehen worden sind? Nein, das halte ich für ausgeschlossen, da was zu übersehen, das kontrastmittel-sichtbare Blut fliesst ja auch in die engeren Bereiche, lediglich die Mikroäderchen (die bei Dir das Problem sind) erkennt man darauf nicht, bzw. genauer: Verschlüsse derselben erkennt man nicht ohne weiteres. Aber alle relevanten Adern (also relevant für das Gesamtfunktionieren des Herzens) erkennt man.

Schönen Gruss

Cha-Tu

dgynaqsty7x7


@ Cha -Tu:

Dank dir, dass hat mich jetzt ein wenig beruhigt, hab jetzt selbst noch was recherchiert, ist zwar auf englisch, dennoch denke ich, dass dies auch nochmal genug Stoff bietet meine Beschwerden zu erklären. Es scheint ja wirklich von diesem Virus alles zu sein. Aber wie kann man das heilen bzw. lindern, da scheiden sich wohl die Geister.

Hab dir mal den link zu den Infos gepostet:

[[http://books.google.de/books?id=0eajwYN7QWkC&pg=PA238&lpg=PA238&dq=humanes+herpesvirus+6+angina+pectoris&source=bl&ots=YR48k_qcu_&sig=x_ZK54uzNyGDoiV4ILwXkwSiZVw&hl=de&ei=ZsQuS4q_IYmF_AbH6YX6CA&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=3&ved=0CBAQ6AEwAjgK#v=onepage&;q=&f=false]]

Ist scheinbar ne komplizierte Geschichte.

CNha-xTu


Danke. Ja, das klingt alles sehr kompliziert. Ich muss gestehen, dass ich von diesem Virus noch nie gehört hatte, bevor ich hier Deine Beiträge gelesen habe. Aber man lernt nie aus...

Lieben Gruss und alles Gute und trotz allem schöne Weihnachten!

Cha-Tu

G~rauYamsexl


Ich habe den Faden weiterverfolgt und glaube jetzt, dass Du wohl keine Prinzmetal-Angina hast. Über die medizinischen Werte kann ich mich nicht äussern, weil ich davon nichts verstehe. Meinen Infarkt und auch die krampfenden Gefässe sah man sehr gut während der Herzkathether-Untersuchung - und das war ja bei Dir nicht der Fall, wenn ich richtig orientiert bin.

Ich wünsche Dir alles Gute und dass dieser Virus "besänftigt" werden kann - oder sogar geheilt. Vielleicht hast Du diesen Virus - wie z.B. Herpes - von jetzt ab immer in Dir, aber er lässt Dich weitgehend in Ruhe, wenn er mit einer geeigneten Behandlung "zum Schweigen" gebracht werden.

Grauamsel

dLyna8sty77


Hallo, Grauamsel, schön mal wieder was von dir zu hören. Freut mich, dass du meinen Faden weiterhin verfolgt hast.

Heute habe ich mit meinem Professor telefoniert. Er meinte, dass er dieses Bild in der Szintigraphie erwartet habe und das der Virus seiner Meinung nach eine Mikroangiopathie ausgelöst habe. Therapeutisch habe das jedoch keine Konsequenz und er möchte im Januar noch mal Blut abnehmen um zu schauen, ob der Virus noch im Blut ist. Wenn ja will er eine weitere Pentaglobin Therapie machen und danach ein weiteres Medikament austesten, dessen Name ich vergessen habe.

Aber im Grunde genommen ist das Hauptproblem nicht was es ist, sondern das man es scheinbar gar nicht lindern kann. Ich fühle mich schon seit einer Stunde schon wieder so richtig schlecht. Mir ist schwindelig, hab das Gefühl gleich tot umzufallen und hab Todesangst. Wenn ich nur dagegen irgendwas finden könnte was mir wenigstens etwas hilft. Darüber würde ich mich schon freuen.

GIrau.amsxel


Hallo Dynasty - beim Lesen von Deiner Antwort ist mir in den Sinn gekommen, dass ich Dich schon lange fragen wollte, ob Du in einer Herzgruppe mitmachst. Nach der Reha werden bei uns Herzpatienten (so sie wollen) in eine "Herzgruppe" eingeteilt, welche sich zu ärztlich verordneten Aktivitäten trifft. Der Vorteil dieser Gruppen ist, dass gewisse Therapien "als Kollektiv" gemacht werden (Gymnastik z.B.) und immer unter ärztlicher Begleitung steht. Man kann also quasi im geschützten Rahmen testen, was noch (oder wieder) möglich ist - würde es zuviel werden, wäre kompetente ärztliche Hilfe gleich zur Stelle.

Auch tauschen sich solche Gruppen in Anwesenheit eines Mediziners über ihre Symptome und Beschwerden aus, bekommen Antwort und auch die schöne Gewissheit, dass sie nicht alleine mit all den Problemen sind.

Mir scheint, dass Du irgendwie alleine gelassen bist mit Deiner Situation. Du weisst über alle Resultate Bescheid, aber bei der "Verarbeitung" der vielen Informationen helfen sie Dir nicht. Ganz kompetent ist der liebe Cha-Tu - aber auch er kennt Dich ja nicht persönlich.

Mein Rat: bitte doch einen Deiner Ärzte oder den Professor, Dich in eine solche Gruppe einzuweisen. Mir hat das sehr viel gebracht, ich habe wieder Vertrauen in mein Herz bekommen, das mich sooo im Stich liess.

Sicher gibt es auch solche Gruppen für Leute, die von Viren geplagt werden und sich langsam wieder an ein normales Leben herantasten wollen und müssen.

Wie steht Deine Familie zu Dir und Dein Freundeskreis? Ich hoffe sehr, dass sie Dich tragen und unterstützen in dieser schwierigen Zeit.

Gruss von der Grauamsel

CWh'a-Txu


Hallo, Dynasty,

ich möchte das, was Grauamsel schrieb, unbedingt unterstützen: Eine Herzgruppe wäre sehr gut und hilfreich. Aber auch einige Gespräche mit einem Psychotherapeuten. Ich bin nämlich seit vielen Jahren der Meinung, dass man sich die Verarbeitung einer Herzkrankheit deutlich erleichtern kann, wenn man sich therapeutische Hilfe dafür holt. Plötzlich herzkrank zu sein, steckt man nicht so leicht weg. Klar, man kann es unter Umständen auch ohne Therapie schaffen, aber ich frage mich sehr oft, warum man das tun sollte? Wenn man organisch krank ist, geht man auch zum Arzt und bittet ihn um Hilfe und sagte NICHT "Das kriege ich schon alleine in den Griff". Warum sagt man das aber so oft, wenn es um die Psyche geht? Es ist keine Schande, sich Hilfe zu holen, und der Weg bis zur Akzeptanz einer Herzkrankheit ist lang und beschwerlich. Jedenfalls dann, wenn man es alleine versuchen will.

Ich wünsche Dir, dass Du einen Weg findest, mit dieser Todesangst umzugehen. Glaub mir, jeder Herzkranke kennt diese Angst, ich auch, und zwar nicht nur von "damals", als ich die Infarkte hatte, sondern ich kenne sie bis zum heutigen Tag. Aber ich kann heute gut damit umgehen, denn auch das habe ich in meiner zweijährigen Therapie gelernt.

Einen lieben Gruss!

Cha-Tu

dxynasxty77


Huhu, ihr beiden, cha- tu und grauamsel, vielen dank für eure lieben Wünsche und die netten Ratschläge, ich habe auch schon über sowas nachgedacht, besonders an eine Psychotherapie. Aber das wird ne harte Nuss, hatte schon als Kind ne große Angst vorm Tod und das ist glaube ich auch das Problem. Die Angst war schon immer da, nun ist sie ein wenig realer geworden durch die Krankheit und das macht es schwer.

Auf jeden Fall wünsche ich euch beiden nen schönes Weihnachtsfest und besinnliche Feiertage.

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