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Humanes Herpes-Virus 6 in Herzmuskel und Blut nachgewiesen

C|ha-QTxu


Liebe Dynasty,

hatte schon als Kind ne große Angst vorm Tod und das ist glaube ich auch das Problem. Die Angst war schon immer da, nun ist sie ein wenig realer geworden durch die Krankheit und das macht es schwer.

Jetzt sage ich Dir mal was: Ich hatte diese Angst auch schon als Kind. Und sie ist bis heute nicht ganz weg. Aber durch meine Krankheit habe ich diese Todesangst besser in den Griff bekommen. Das mag seltsam klingen, denn "normal" wäre ja, wenn man bei so einer Krankheits-Erfahrung erst recht Angst bekommt. Aber meine Herzerkrankung war der Anlass, mich in Psychotherapie zu begeben, und seitdem habe ich zwar kein "gutes", aber ein "gelassenes" Verhältnis zu meiner Endlichkeit.

Einen lieben Gruss

Cha-Tu

Clha-xTu


Sorry, muss natürlich "LiebeR dynasty" heissen... :-)

Cha-Tu

d3ynaes%tyx77


Ich wünsche allen die diesen Thread verfolgen und besonders Grauamsel und Cha-Tu ein frohes Fest und schöne Feiertage, ist ja fast schon wieder rum. ;-)

CYha-/Tu


Dir auch, Dynasty, Dir auch... :-)

LG

Cha-Tu

G6raumavmse$l


Danke, lieber Dynasty, für Deine guten Wünsche. Ich wünsche Dir - wenn es dann soweit ist - einen guten Rutsch in ein schönes, gesundes 2010...

Nach wie vor bin ich überzeugt, dass es auch für Dich eine Behandlung gibt, die Dir ein weitgehend normales Leben ermöglicht. Sie ist nur noch nicht gefunden.

Ich fände es gut, wenn Du eine psychiatrische Begleitung anstrebst. Lass Dich nicht zu einem "Feld-Wald-undWiesen-Psychologen" überweisen, sondern zu einem echten Psychiater. Die faseln nicht bloss so daher, sondern kennen sich aus mit Krankheiten des Körpers und der Seele. Sie sind Ärzte mit Spezialgebiet Psychiatrie. "Psychologe" kann sich jeder nennen und der Wildwuchs ist gross.

In Sachen Angst vor dem Tod kann ich nicht mitreden - ich habe keine. Auch Angst vor dem Sterben habe ich nicht mehr, seitdem ich ein einschneidendes Erlebnis hatte. Ich bin dankbar für jedes Jahr, wo ich noch am Leben bin und versuche, meine Zeit aktiv zu leben. Was mir manchmal Kummer macht ist, wenn ich mir vergegenwärtige, dass vielleicht mir liebe Menschen vor mir sterben - diese Angst teile ich mit Vielen, die liebe Menschen um sich haben. Somit präzisiere ich: die eigene Endlichkeit schreckt mich nicht, aber die meiner Lieben und Liebsten. :)*

Cihax-Tu


"Psychologe" kann sich jeder nennen und der Wildwuchs ist gross.

Liebe Grauamsel,

da muss ich ein wenig modifizieren. PsychoTHERAPEUT darf sich hier in D keinesfalls jeder nennen, diese Berufsbezeichnung ist geschützt. Ein Diplom-Psychologe (manchmal auch Diplom-Pädagoge) mit therapeutisch anerkannter Zusatzausbildung und der staatlichen Anerkennung als "Psychotherapeut" leistet genauso gute Arbeit wie ein Psychiater. Immerhin hat ein sogenannter "psychologischer Psychotherapeut" ein 4- bis 6jähriges akademisches Studium hinter sich und eine mindestens 3jährige fachspezifische Zusatzausbildung. Und wenn hier ein Psychotherapeut von der Krankenkasse anerkannt ist, dann ist er IMMER auf diese Art und Weise ausgebildet, denn Heilpraktiker und "Einfach-nur-so-Psychologen" (die Bezeichnung "Psychologe" allein ist tatsächlich nicht geschützt, "Diplom-Psychologe" aber sehr wohl!) werden hier von den Kassen gar nicht akzeptiert.

Sorry, aber das konnte ich hier so nicht stehen lassen ;-)

Liebe Grüsse

Cha-Tu

G+rauam;sexl


Danke, lieber Cha-Tu, für die Belehrung! Andere Länder, andere Sitten!

Ich weiss z.B. auch, dass in Deutschland nicht jeder eine Handwerksbude eröffnen kann, sondern dazu die Meisterprüfung braucht. Das ist bei uns nicht so und deshalb auch das grosse "Handwerksbudensterben" - die an sich guten Handwerker verstehen halt sonst nichts von der Führung eines Geschäftes und scheitern dann daran. Unserem ältesten Sohn ging es mit seiner Schreinerei genau so.

Liebe Grüsse - Grauamsel

d yn&asty(77


Huhu und ein frohes neues Jahr an alle Leser dieses Threads und natürlich vor allem an Grauamsel und Cha-Tu.

Ich hoffe, dass Ihr alle gut ins neue jahr gekommen seid. Bei mir gibt es leider nichts erfreuliches zu berichten. Einen Psychotherapeuten habe ich leider noch nicht gefunden und die Beschwerden haben sich verlagert. Die Angina PectorisBeschwerden sind besser geworden. Dafür fühle ich mich nun den ganzen Tag so, als würe ich neben mir stehen und so abgeschlagen. Außerdem hab ich hin und wieder mal Herzklopfen und Schwindel. Teilweise so schlimm, dass ich denke ich falle gleich um. Also, was früher nur hin und wieder mal in Belastungssituationen auftrat, ist jetzt den ganzen Tag mal mehr mal weniger vorhanden. Ob das wiederum auch von dem Virus kommt, weiss ich nicht, denke ich aber schon.

Caha-xTu


Hallo, dynasty,

auch Dir ein gutes neues Jahr. Bezüglich des Therapeuten brauchst Du viel Geduld, die haben oft lange Wartezeiten, bis zu 1 Jahr. Lass Dich auf die Warteliste von verschiedenen Therapeuten setzen und den ersten, der Dir einen freien Platz anbietet, besuchst Du, und wenn es zwischen Euch "funkt", kannst Du den anderen absagen.

Alles Gute, auch bzgl. der Symptome...

Cha-Tu

Gfrau/amsel


Auch ich wünsche Dir ein gutes 2010 - gesundheitlich möge es Dir besser gehen als im vergangenen Jahr :)*

Sooo lange Wartezeiten für einen Therapeuten??!! Da hatte ich damals Glück: 1Monat - hätte auch früher hingehen können, war aber gesundheitlich (nach dem Infarkt) noch zu schlecht dran.

Schon zweimal habe ich nach Deinem Beziehungsumfeld gefragt, aber Du gehst darauf nicht ein - was Du ja auch nicht "musst". Das ist das Schöne am unpersönlichen Internet, man muss nichts müssen!

Ich habe nicht aus blosser Neugierde gefragt, sondern wollte wissen, ob Du mausbeinalleine auf Dich gestellt bist, wenn Dich Deine Symptome plagen - oder ob Du Dich irgendwo anlehnen kannst / geborgen fühlen kannst / verstanden weisst. Gerade jetzt, wo es Dir nur mittelprächtig geht, wäre es gut, wenn Du ein bisschen umsorgt würdest. Ich wünsche Dir das jedenfalls sehr *:)

dyynastDy77


@ Grauamsel:

Huhu, ich bin bis jetzt nicht darauf eingegangen, da die Sache mir etwas peinlich ist. Es ist nämlich folgendermassen: Trotz meiner massiven Beschwerden habe ich keinerlei Rückhalt von meiner Familie. Meine Eltern haben sich noch nie um mich gekümmert. Ich bin bei meinen Großeltern aufgewachsen. Die sind leider recht früh verstorben. Mein Opa als ich 14 Jahre alt war und meine Oma kurz vor meinem 17. geburtstag. Meine Mutter hatte eine Kindbettpsychose von der sie sich nie ganz erholt hat. Deshalb war ich bei meinen Großeltern bis zu deren Tod, dann ging ich zu meinen Eltern zurück. Als die Beschwerden sich das erste Mal gezeigt hatten war ich grade mal 19 Jahre alt. Meine Eltern haben sich nicht um die Angelegenheit gekümmert und dachten ich würde mir die Sache nur einbilden. An Stelle mit mir von Arzt zu Arzt zu rennen, um den Grund für meine Probleme herauszufinden, liessen sie mich mit den Symptomen alleine, ich musste bei verschiedenen Freunden übernachten, deren Eltern mit mir zum Krankenhaus fuhren etc. Das wirkte natürlich auch auf die Ärzte seltsam und so wurde ich schnell zum Neurotiker bzw. Psychotiker abgestempelt. Auch 3 Jahre später als die Symptome immer schlimmer wurden, interessierte es sie nicht. Dann hat sich das ganze ja etwas beruhigt bis zum vergangenen Jahr. Aber die Einstellung meiner Eltern besonders meiner Mutter hat sich immer noch nicht geändert. Gut, mittlerweile haben sie eingesehen, dass ich es mir nicht eingebildet habe, aber davon kann ich mir jetzt auch nichts mehr kaufen. Meine Freundin ist für mich da. Sie hällt zu mir und fährt mich zu den Ärzten und war auch bei sämtlichen Herzkathetern und der Biopsie dabei. Leider schafft sie die ganze Situation doch gar sehr. Sie ist halt auch noch jung und hat was anderes verdient. Wenn ich sie nicht hätte, wüßte ich nicht was ich machen sollte. Und ihre Familie ist sehr nett zu mir. Sie helfen auch, wo sie können. Aber ich will auch niemandem zur Last fallen. Deshalb sage ich nicht immer wie es mir geht und hoffe, dass es besser wird.

Und dann habe ich auch noch einen sehr großen Freundeskreis. Die sind auch alle immer für mich da, haben mich viel besucht im Krankenhaus und viel angerufen.

Ich bin also nicht allein mit meinen Beschwerden, aber das Verhalten meiner Eltern tut mir schon sehr weh und ist mir auch peinlich.

G?rCauamAsexl


Meine Freundin ist für mich da. Sie hällt zu mir

Wenn ich sie nicht hätte, wüßte ich nicht was ich machen sollte. Und ihre Familie ist sehr nett zu mir. Sie helfen auch

Darauf kannst Du bauen, lieber dynasty!

Deine Lebensgeschichte darf/muss Dir nicht peinlich sein - DU kannst nichts dafür. Das Schicksal hat Dich leider nicht in eine warme Wiege am sonnigen Fenster gelegt, das ist schlimm genug - dass Du Dich dessen noch schämst, ist absolut unnötig. Aber das sagt/schreibt sich leicht.

Wisse, dass auch ich eine schlimme Kindheit und Jugendzeit hatte - und EIN Grund meiner Herzkrankheit ist Stress, und zwar auch frühkindlicher. DAS hat der Psychiater aus mir herausgekitzelt - bewusst war mir nicht, dass mein ganzes Leben viel zu viel Stress beinhaltete. Der war einfach da, ich kannte nichts anderes.

Leider habe ich im Moment die Zeit nicht für eine PN oder einen längeren Post hier. Die Arbeit hat wieder angefangen und das Feiertags-Flohnerleben ist um.

aber das Verhalten meiner Eltern tut mir schon sehr weh

JA, das glaube ich und kann das auch einfühlen. Irgendwann in meinen mittleren Dreissigerjahren bin ich "meiner Jugendzeit nachgegangen", weil ich spürte, dass ich mich von Ballast befreien musste. Ich habe alte Bekannte meiner Eltern aufgesucht und die Orte meiner Kindheit. Viele gute Gespräche haben sich daraus ergeben und gewisse Dinge habe ich so noch einmal durchlebt - und verarbeiten können. (Damals war ich noch nicht in psychiatrischer Behandlung; die habe ich erst seit dem Infarkt vor bald 5Jahren) So nach und nach konnte ich diesen "Verlassens-Schmerz" verarbeiten und loswerden. Die Konsequenz war, dass ich die Beziehung zu meinen Eltern abbrach. Für mich war das die einzige Lösung und jetzt - 30Jahre später - weiss ich, dass es gut war.

Wunderbar auch, dass Du einen funktionierenden Freundeskreis hast - das ist nicht selbstverständlich. Du wirst Dich selber auch liebevoll um sie kümmern, so ist es ein stetes Geben und Nehmen - und Du darfst "aus dem Vollen schöpfen."

Hab' einen gute Tag heut @:)

CTh)a-T~u


Lieber dynasty,

das Verhalten Deiner Eltern sollte IHNEN peinlich sein, aber nicht Dir! Du bist, nach allem, was ich hier so von Dir lese, ein sehr lieber Mensch. DU bist es, der "was anderes verdient" hätte.

Dass Deine Freundin Dich in ihren jungen Jahren so mitträgt, ist wunderbar. Dafür kannst und darfst und sollst Du dankbar sein, aber das bedeutet nicht, dass sie "anderes verdient" hätte. Ich denke, sie hat Dich lieb, und für den Menschen, den man lieb hat, nimmt man das alles in Kauf. Du tätest es für sie doch auch, nicht wahr?

Jetzt, wo ich ein wenig mehr von Deiner Kindheit und Geschichte kenne, möchte ich Dir den Rat geben, eine "tiefenpsychologisch-fundierte Therapie" anzustreben. Eine Verhaltenstherapie würde meiner Meinung und Erfahrung nach nicht ausreichen. Eine Verhaltenstherapie arbeitet an den akuten Symptomen, eine tiefenpsychologisch-fundierte Therapie arbeitet an den Hintergründen, vor allem an der Geschichte und Kindheit des Patienten. Das wäre meiner Meinung nach für Dich sehr sehr hilfreich.

Einen ganz lieben Gruss

Cha-Tu

dIyna\styx77


@ Cha-Tu und Grauamsel:

Habe nächste Woche Dienstag den nächsten Termin bei meinem Professor. Ich hoffe, dass wir da dann endlich voran kommen mit der Behandlung. Leider hat es sich in den letzten Tagen weiter verschlechtert. Schmerzen sind zwar besser geworden, aber ich erlebe mittlerweile wirklich den ganzen Tag wie in einem schlechten Traum.

Mir ist schwindelig und ich fühle mich seltsam. So als würde ich gleich umfallen. Mein Blutdruck ist im großen und ganzen mehr als gut immer so zwischen 120/80 - 110/70. Die Frequenz ist immer so zwischen 60 und 80. Also daher kommt es wohl nicht. Ich hab auch so meine Zweifel, inwiefern mir da ein Psychologe weiterhelfen kann, denn der kann ja nicht den Virus wegreden und ich versuche es ja mit positivem Denken und Ablenken, aber wenn man sich halt ständig so fühlt ist es schwierig. Unter dem Strich, ich habe mittlerweile wirklich Todesangst. Ich will wieder gesund werden, irgendwann Kinder bekommen, noch weitere Bücher schreiben etc. Wenn der Professor nächste Woche keine Ideen mehr hat, muss ich über einen anderen Spezialisten nachdenken. So geht das nicht weiter. Und da hoffe ich auf einen Tip eurerseits. Welcher Herzspezialist ist denn noch zu empfehlen.

GDra}uams=exl


Mir ist schwindelig und ich fühle mich seltsam. So als würde ich gleich umfallen.

Da kommt mir noch ein Nebengedanke: Hypoglykämie. Wenn ich mich SO fühle, muss ich etwas essen (obwohl ich in dem Zustand weder Lust noch Hunger habe), damit der Blutzucker etwas in die Höhe geht. Isst Du schön regelmässig und gesund?

Ich will wieder gesund werden, irgendwann Kinder bekommen, noch weitere Bücher schreiben etc.

Du hast den Willen, wieder gesund zu werden - und das ist viel! Der Wille hilft mehr, als dass man manchmal denkt. Kannst Du Dich "in die Arbeit vergraben", und Dich so ein bisschen ablenken? Ich denke, dass Bücherschreiben sich dazu eignet.

Herzspezialist... "meiner" ist in jeder Hinsicht Spitze: fachlich einer der besten vom Land und menschlich 100% empathisch und integer. Er setzte sich schon mehrfach sehr für mich ein und hat auch einen Instanzenweg für mich durchgezogen - ohne extra Rechnung zu stellen.

Aber: er ist in der Schweiz und ich vermute, dass Du in Deutschland wohnst.

Vielleicht kann Dir Cha-Tu da weiterhelfen.

Ich wünsche Dir eine gute Nacht - trotz allem. Dass es Dir schlechter geht, könnte mit dem Wetter zusammenhängen. Ich selber habe heute fast den ganzen Tag mit Beschwerden im Bett verbracht. Es ist bitterkalt geworden, hat geschneit und die Bise geht. Dieses Wetter tut meinem Kreislauf gar nicht gut.

*:)

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