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Humanes Herpes-Virus 6 in Herzmuskel und Blut nachgewiesen

C3haV-Tu


Hallo, dynasty,

zwar hat jeder Mensch ein ganz individuelles Adernsystem, aber im Grossen und Ganzen wissen die Ärzte schon, wie lang eine Ader sein muss, und können aus dem Sichtbild im Herzkatheter einiges schliessen. Und wenn da "unten" am Ende der Ader ein Stückchen in der Röntgenaufnahme "fehlt" (d.h. ein kompletter Verschluss ist), erkennen sie das schon. Verengungen (also keine Verschlüsse!) dagegen sind bis in die feinsten Verästelungen zu erkennen, und solange noch Blut durchfliessen kann. Nur wenn Teile der Adern komplett "dicht" sind, kann man das darunterliegende Aderngeflecht nicht mehr sehen.

>Wenn die Engstellen nun da wären, ganz am Ende des Gefäßes, dann

>könne man das im Katheter auch nicht sehen,

Wie gesagt, wenn es ENGSTELLEN wären, könnte man es sehen. Nur, wenn es bereits Verschlüsse wären, könnte man sie nicht direkt erkennen (aber indirekt darauf schliessen, da der Arzt eben in etwa weiss, wie lang so eine Ader normal ist).

>Das wäre dann genauso gefährlich als wenn die Ader

>an einer anderen Stelle verkalkt wäre, nur man sieht es nicht.

Das ist so nicht zutreffend, denn wenn man es nicht sieht, wäre das bereits ein Verschluss. Und ein Verschluss kann nicht noch einmal zugehen, höchstens weiter oben, aber dort würde man ja wieder die Verengungen sehen. Verstehst Du, was ich meine?

>Und man könnte ja doch ne KHK habn bzw. nen

>Herzinfarkt erleiden.

Man könnte OBERHALB des Verschlusses natürlich einen Infarkt erleiden (jeder Mensch!). Aber wie es um die Adern dort aussieht (Verengungen, Plaque) zeigt ja der Katheter. Und das Geflecht dort war ja bei Dir in Ordnung, soweit ich mich erinnere. Ausser bei bestimmten Blutfettstoffwechsel- und Gerinnungsstörungen dauert es viele Jahre und Jahrzehnte, bis eine Ader, die im Katheter frei war, sich gefährlich verschliesst...

Einen lieben Gruss

Cha-Tu

d-yinasZtxy77


@ Cha- Tu:

Dank dir für die Aufklärung, ich finde es voll nett von dir, dass du dir immer die Zeit nimmst und mir alles so schön erklärst. Jetzt sehe ich etwas klarer. Dennoch eine Sache ist mir noch nicht ganz klar. Was soll denn der Virus zerfrssen oder beschädigt haben, dass so eine Mikroaniopathie entsteht, die kleinen Gefässe, oder? Dies soll ja im Grunde genommen erst mal nicht gefährlich sein. Man würde ja nur drunter leiden. So hat man mir das jetzt vielfach erklärt. was ich aber jetzt nicht verstehe, wenn das nicht gefährlich ist, wieso sieht man denn dann im Belastungs EKG die Anzeichen einer Minderversorgung des Herzmuskels durch Sauerstoff. Das klingt ja eigentlich weniger ungefährlich. Und vor allem, wieso bietet sich bei der Myocardszintigraphie in Ruhe wie unter Belastung das selbe Bild? Da ist doch scheinbar wirklich schon was kaputt und das löst nehme ich an diese Beschwerden aus den ganzen Tag. Oder ist es auch meine Angst, die ich habe? Dann müssten ja Beruhigungsmittel helfen.

@ Geo:

Ich werde dir ne PM schreiben, lass mich wissen, ob sie angekommen ist. Alles Gute von mir für deinen Mann. Tut mir leid zu hören, dass es ihm wieder schlechter geht.

CVhax-Tu


Hallo, dynasty,

wer sagt denn, dass die Mikroangiopathie "nicht gefährlich" ist. NATÜRLICH ist eine Angiopathie der grösseren Gefässabschnitte gefährlicher, denn: Je "höher" man an der Ader entlang geht, umso gefährlicher werden dort die Verengungen und Verschlüsse. Einen Verschluss ganz oben an einer der Haupt-Adern überlebt kaum jemand (ich hatte das Glück, das zu überleben), weil alles, was unterhalb dieses Verschlusses an Aderngeflecht ist, wird mit einem Schlag von der Versorgung abgetrennt, das Infarktgebiet am Herzmuskel ist riesig. Aber das bedeutet nicht, dass man die Mikroangiopathien locker vom Hocker nehmen kann, ganz und gar nicht. Mit jedem Äderchen, das sich irgendwo am Herzen verschliesst, wir der Herzmuskel weniger versorgt.

Die Viren können sich in den Adern absetzen, und dort kleinere Plaques bilden oder diese "lösen", so dass sie weiter hoch "rutschen" und dort z.B. Infarkte anrichten.

>Man würde ja nur drunter leiden. So hat man mir das jetzt vielfach erklärt.

Das verstehe ich nicht. Was heisst "nur" leiden?

>was ich aber jetzt nicht verstehe, wenn das nicht gefährlich ist,

Das kann man so einfach nicht sagen (siehe oben).

> wieso sieht man denn dann im Belastungs

>EKG die Anzeichen einer Minderversorgung des Herzmuskels

>durch Sauerstoff.

Weil auch viele kleine Verschlüsse und Verengungen dazu beitragen, dass das Herz minderversorgt wird.

>wieso bietet sich bei der Myocardszintigraphie

>in Ruhe wie unter Belastung das selbe Bild?

Vermutlich, weil es Areale am Herzen gibt, die auch bei Ruhe minderversorgt sind. Daraus KÖNNTE man schliessen, dass es nicht nur "Verengungen" gegeben hat, sondern auch einige Verschlüsse (Mini-Verschlüsse).

>Da ist doch scheinbar wirklich schon was kaputt und

>das löst nehme ich an diese Beschwerden aus den ganzen Tag.

Das KANN sein, ja. Mikroangiopathie bedeutet ja, dass es kleinere Adern gibt, die entweder verengt oder gar verstopft sind. Ich weiss jetzt nicht genau, wer Dir erzählt hat, dass das nicht gefährlich sei. Klar, es ist nicht so gefährlich wie eine "Makroangiopathien" (so könnte man die "normalen" Angiopathien nennen), aber nochmal: locker vom Hocker würde ich das nicht nehmen. Allerdings auch nicht überbewerten.

Wie geht Ihr denn jetzt weiter vor in Diagnostik und Therapie?

>Oder ist es auch meine Angst, die ich habe?

Das spielt sicherlich AUCH eine Rolle. Nach meinen beiden Infarkten war ich extrem ängstlich, habe ständig in mich hineingehört, jede Extrasystole hat mich in Panik versetzt und jeder Druck in der Brust oder jedes Schwächegefühl haben mich die 112 wählen lassen, Notarzt. Das gibt sich im Laufe der Zeit, man sollte sich dem aber stellen...

> Dann müssten ja Beruhigungsmittel helfen.

Das würde ich jedenfalls NICHT machen. Ich halte nichts davon, sich die Ängste "wegzuchemisieren", es sei denn, sie werden so gross, dass regelrechte Panikattacken auftreten. Aber auch dann würde ich nur um Notfall Medikamente nehmen. DAS Mittel der Wahl bei jeder Herzerkrankung ist für mich eine "begleitende Psychotherapie".

Einen lieben Gruss

Cha-Tu

dlyn0astyx77


Hi, Cha- Tu, dank dir, für die erneute recht gute Erklärung. Mit nur drunter leiden, meinte ich, dass man halt schwerwiegende Symptome fühlt, aber nicht daran sterben könne. Ich bin mir nach deiner Erklärung da allerdings nicht mehr so sicher.

Denn wenn ich das richtig verstanden hab, können ja viele kleine Verschlüsse eine ähnliche Katastrophe auslösen, wie ein großer Verschluss?

Das klingt alles nicht so erbauend. Meine Blutwerte sind übrigens teilweise zurück. Die Viruswerte fehlen noch. Aber der Rest der Werte war ok, abgesehen von Bilirubin, das war leicht erhöht. Ich denke, dass ich die Behandlung ab jetzt in Berlin weiterführen lasse, denn wenn du recht hast, nimmt mein Professor diese Mikroangiopathie doch recht leicht genauso wie mein alltägliches Befinden. Das finde ich nämlich dann gar nicht gut.

dbynastyx77


Ach, da hatte ich noch was vergessen, das wollte ich die ganze Zeit schon erwähnen. Im Zuge der Untersuchungen wurde ja auch mein Kopf geröntgt. Und dies mehrfach seit 1996. Damals fiel schon ein Hirnschwund auf, der fortschreitend ist und für den sich keine Erklärung findet. Kann dies auch mit dem Virus zusammenhängen und kann das auch einen Teil meiner Symptome erklären?

gQeo


Halls dynastty, hast du zu dem Doc auch einen Vornamen, oder was es für ein Mediiner ist? Ich wollte mir das zuerst mal im Internet angucken, aber da gibt es mehrere mit diesem Namen.

Danke

Petra

C3hav-xTu


Hallo, dynasty,

>Denn wenn ich das richtig verstanden hab, können ja

>viele kleine Verschlüsse eine ähnliche Katastrophe auslösen,

>wie ein großer Verschluss?

Nicht ganz. Viele kleine Verschlüsse können natürlich im Laufe der Zeit ein immer grösser werdendes Gebiet des Herzmuskels betreffen. Dadurch wird die Sauerstoffversorgung immer "enger". Und wenn die kleinen Adern sich zunehmend verengen, kann das bei den grösseren natürlich auch passieren. Aber ich denke ja, dass man das Virus in den Griff bekommt, und falls bereits andere Gebiete betroffen sind, sollte eine sehr sinnvolle Medikation eingeleitet werden.

>Aber der Rest der Werte war ok,

Das ist schon mal sehr gut. Wurden auch die Blutfettwerte untersucht? Die sind jetzt fast das wichtigste! Und GANZ wichtig ist: Such Dir den Arzt, der nicht nur absolut kompetent ist, sondern auch, dem Du 100% vertrauen kannst. Nimm lieber weite Wege zu einem guten, vertrauenswürdigen Arzt inkauf als den bequemeren Weg zu gehen.

Zu der Frage, ob das Virus das Gehirn schädigen kann, kann ich leider nichts sagen. Bevor wir beide uns hier im Forum "kennengelernt" haben, habe ich von dem Virus ja noch nie etwas gehört.

Aber das auch Gehirnprobleme Herzprobleme beeinflussen können, z.B. wenn Teile des Gehirns betroffen sind, die mit den Herzen kooperieren, das kann ich mir zumindest vorstellen! Aber ich weiss es nicht, Gehirndinge sind nicht mein "Metier".

Einen lieben Gruss

Cha-Tu

d<ynasxty77


Die ersten Werte sind eingetroffen. Leider nur die qualitativen aus Marburg. Die aus Berlin werden auch nicht so schnell ankommen, da entweder die Post oder die Vertretung meines Hausarztes Mist gebaut hat. Habe heute erfahren, dass das Blut niemals in Berlin angekommen ist. Muss es am Montag noch mal abnehmen lassen und dann hoffen, dass es gut geht.

Der PCR Test in Marburg war positiv was den hhv 6 Virus angeht. Die dortige Mikrobiologin meinte, dass damit klar sei, dass der Virus noch aktiv wäre. Gestern abend habe ich noch mal auf Anraten meines Hausarztes hin mit dem Arzt telefoniert, der die Myocardszintigraphie gemacht hatte bei mir. Er sagte mir, dass meine Bilder sehr schlecht seien und das es kein Wunder wäre, das es mir den ganzen Tag so schlecht ginge. Das liege definitiv an der Tatsache, dass mein Herzmuskel nicht so funktioniere, wie er solle. Ich wäre weder ein Simulant noch ein psychisch Kranker, das wäre leider alles organisch, auch wenn er sich nicht wirklich erklären kann, wie der Virus, das macht.

Nun ist guter Rat teuer. Am Montag habe ich das nächste Gespräch mit meinem Professor. Mal sehen, was der so weiss.

C2ha-eTu


Ach, Mensch, dynasty, das tut mir echt Leid! Glaub mir, ich weiss, wie Du Dich fühlst. Erstes Ziel ist es jetzt, das Virus so schnell wie möglich in den Griff zu bekommen.

Tut mir echt Leid, ich weiss gar nicht, was ich sagen soll, denn jeder "Trost" wirkt da etwas billig.

Lieben Gruss

Cha-Tu

G%rauoams8el


Oh, Dynasty, nun ist es so schlimm gekommen, und der Arzt ist auch ratlos. Die ganzen Hoffnungen liegen nun auf dem Professor und Du wirst bis am Montag bangen und vor dem Termin aufgeregt sein. Ich fühle mit Dir und hoffe, dass er Dir etwas über diese Therapie sagen kann, die Du mal erwähnt hast. (Wenn ich mich richtig erinnere ist es eine Therapie, von der Du gehört hast, als Du mit Amerika Gedankenaustausch hattest.) Wenn es auch für Dich die Therapie ist, die anschlagen wird, so wird er das Medikament in Amerika bestellen.

Ich wünsche Dir einigermassen erträgliche Tage und grüsse Dich lieb

Grauamsel

dlynasWtyx77


Sorry, dass ich jetzt erst antworte. Vielen Dank, liebe Grausamsel und lieber Cha-Tu für Eure lieben Wünsche und Eure Anteilnahme.

In der Zwischenzeit habe ich erfahren, dass das Blut doch noch angekommen ist in Berlin. War jetzt ne Woche mit der Post unterwegs, sehr strange.

Am Mittwoch erfahre ich die Ergebnisse.

Nachher um die Mittagszeit werde ich mit meinem Professor reden, mal sehen was der so weiss wegen der weiteren Therapie und Diagnostik. Schreibe nachher seine Antworten hier rein. Bin sehr gespannt.

Das Wochende war im Übrigen den Umständen entsprechend ganz ok, ein zwei mal hatte ich ein starkes Schwindelgefühl und hin und wieder mal leichte Muskelkater artige Schmerzen im Brustbereich, aber die Beschwerden gingen alle immer wieder von selbst weg, was ich ganz positiv finde. Dennoch erinnerten Sie mich stets daran, dass mit mir was ganz gewaltiges nicht in Ordnung ist. :°(

Gmr?aua2m8s"el


Danke einstweilen, Dynasty, habe mich schon ein bisschen gesorgt...

CEha-[Txu


Lieber dynasty,

ich weiss es jetzt nicht mehr und will den ganzen Thread nicht noch mal lesen, daher eine Frage, die Du vielleicht schon beantwortet hast: Welche Medikamente nimmst Du denn aktuell ein?

Ich bin auf die Ergebnisse sehr gespannt...

Einen lieben Gruss

Cha-Tu

dHyn!asxtyx77


Huhu, Grauamsel, finde es sehr lieb von dir, dass du dich so um mich sorgst, aber Unkraut vergeht nicht. ;-)

@ Cha-Tu:

Ich nehme zur Zeit folgende Mittel ein:

VeraHEXAL 80 mg 1-1-1

Pentalong 80 mg 1-0-1

ASS 100mg 1-0-0

Thyanajod morgens vor dem Frühstück 25 mg

bei Bedarf Nitro Spray, Voltaren resinat Kapseln und Diazepam 5 mg

Es gibt allerdings noch Neuigkeiten. Ich habe vorhin mit dem Professor telefoniert. Er meinte, dass er mich für eine Woche aufnehmen möchte, um neue Medikamente an mir auszuprobieren, dieses Mittel von dem ich bereits hier glaube ich berichtete, was man normalerweise AIDS Patienten gibt: Valcyte.

Morgen erfahre ich, wann ich aufgenommen werde.

G8rJau?amsexl


DAS ist gut: stationär abklären, wie sich das mit dem saublöden Virus WIRKLICH verhält - wir haben das ja schon lange angeregt... aber UNS fragt ja keiner :=o Alle Resultate sind dann zur gleichen Zeit erhoben worden und laufen an derselben Stelle zusammen, dann ergibt sich ein Gesamtbild und der Professor kann es in Ruhe beurteilen und sich um eine Behandlung kümmern. Was Du bisher hattest, war Flickwerk irgendwie. Hierzulande würde man sagen: -Endlich kümmert sich der Schmid darum und nicht nur der Schmidlein.

Morgen erfahre ich, wann ich aufgenommen werde.

Sag' uns dann auch, wann und etwa wie lange, damit wir uns keine Gedanken machen, wenn wir ein paar Tage nichts mehr von Dir lesen.

Das Internet ist zwar wunderbar anonym, aber man nimmt doch eine Art "Beziehung" auf mit Menschen, an deren Schicksal man Anteil nimmt und zu raten versucht.

Grauamsliger Gruss *:)

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