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sehr hoher Eisenwert im Blut, bei einem Kind!!!

Slonn-e400x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo, meine Tochter ist 8 Jahre alt. Sie ist ein rundum gesundes Kind. Sie ist nur immer sehr aktiv und schläft schlecht ein und ist meiner Meinung nach etwas hyperaktiv, weil sie schwer zur Ruhe kommt..

Auch isst sie sehr gern, zu gern..

Ich habe kürzlich ein großes Blutbild machen lassen. Dabei kam raus, daß alles ok ist nur ihr Eisenwert ist ziemlich erhöht. Also normal wäre so um die 104 und meine Tochter hat 140. Die Ärztin will nun einen Ultraschall bei der Leber machen, sie weiß aber nicht, was der hohe Wert zu bedeuten hat.

Kann mir denn irgendjemand hier helfen, was passieren kann, wenn man einen zu hohen Eisenwert hat und wie man das wieder in den Griff bekommt?

Eine Bekannte ist Krankenschwester und die sagte, daß sie so etwas bei einem Kind noch nie gehört hätte, aber bei ERwachsenen wird da eine Blutwäsche durchgeführt, die ca. 1,5 jahre dauert..

Bitte, vielleicht hat hier jemand Erfahrungen damit und kann mir helfen.

Vielen Dank

Antworten
S+chehHezeraxde


welcher eisenwert, serumeisen oder ferritin?

SEchocoxlade


Also bei mir wurde vor rund 2 Jahren ein straker Eisenmangel festgestellt...

...am Anfang haben wir dann noch probiert das ohne Medikamente auf natürliche Weise zu regeln - half aber nicht viel und ich musste bis vor kurzem täglich Eisentabletten nehmen.

Nun zu deinem Problem^^

Vielleicht könntet ihr auch erstmal versuchen das durch Nahrungsmittel einzuschränken.

Viel Eisen hat zum Beispiel Fleisch oder Erdnüsse...Walnüsse...eigentlich jede Nussart^^

Mein Arzt hat mir außerdem empfohlen regelmäßiger zu Essen und auch mehr Zwischenmahlzeiten zumir zu nehmen.

Halt uns in jedem Fall auf dem Laufenden...

LG

S=ilbermo#ndaugxe


Hallo !

Ich gehe jetzt mal davon aus, es handelt sich um den EISENwert und nicht um Ferritin.

Ein EISENwert kann mal kurzfristig erhöht sein. Hat die Ärztin nicht veranlasst, dass der Wert nochmal gemessen wird ? Und am besten der Ferritinwert dazu...

LG Silbermondauge

S-on<ne40x00


Ich habe das nur mit ihr am Telefon besprochen, ich habe das Ergebnis also nicht gelesen. Ich habe am 18. mit meiner Tochter einen Termin zur Leberuntersuchung..

Ich habe von der Krankenschwester auch gehört, daß sie bei der Leberuntersuchung zwei Tests machen muss um dann diesen "Gendefekt" bestimmen zu können.

Meine Tochter würde gern viel mehr essen, ich bremse sie dann immer.. Aber wir essen recht gesund, so gut eben ein Kind Gemüse usw isst. Aber ich achte sehr darauf.

Ich werde mir das Ergebnis kopieren und dann hab ich es schwarz auf weiß.. dann kann ich auch hier genauer werden.

Danke euch schonmal

SEonne/4000


@ Silermondauge

Wir hatten im Januar schonmal einen Bluttest und da war der Eisenwert auch sehr hoch nur da hat die Ärztin nicht reagiert, bin jetzt bei einer anderen Ärztin und hab den test wiederholen lassen. Und so sind wir drauf gekommen. Da wird dieser Ferritinwert sicherlich auch gemessen worden sein..

S:chehkezYeraxde


also bei mir wurde letztes jahr auch ein sehr hoher ferritinwert festgestellt, und letztlich war die diagnose hämochromatose. das ist ein gendefekt, durch den der körper zuviel eisen einlagert. ferritin ist dabei der entscheidende wert, da das serumeisen sehr stark schwanken kann. bei einem kind wäre diese diagnose aber sehr früh, normalerweise leiden kinder nicht an zu hohen ferritinwerten, auch bei hämochromatose nicht, da sie sehr viel eisen benötigen.

Sqonne@4x000


und wie haben die das bei dir wieder in den griff bekommen??

Eben bei Kindern hat das bisher noch nie jemand gehabt, deswegen bin ich ja auch etwas beunruhigt....

L*ia_^Lixa


Hallo *:)

Serumeisen bei med4you: Referenzbereich für 7-9 jahre alte Mädchen 30- 104 µg/dl. Das heißt 104µg/dl wird als oberer Wert innerhalb des Referenzbereichs angegeben. Ich nehme also an, es handelt sich hier um das Serumeisen.

[[http://www.med4you.at/laborbefunde/referenzwerte/refb_eisen.htm]]

Erhöhtes Serumeisen findet sich u.a. bei genetischer Hämochromatoseveranlagung, Lebererkrankungen und bei bestimmten Anämien.

Wurde das Serumeisen bislang nur 1 mal gemessen?

Zur oft "vergessenenen" Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit):

Wenn Serumeisen bei erneuter Messung wieder erhöht ist, Ferritin und Transferrinsättigung messen.

Ist der Hb-Wert unauffällig? Wenn Hb unauffällig, aber Transferrinsättigung erhöht und Ferritin nicht niedrig,

könnte dies auf das Vorliegen einer genetischen Hämochromatoseveranlagung hindeuten, welche in späterem Lebensalter eine Eisenüberladung verursachen könnte.

Ein Gentest erfaßt die häufigsten Mutationen (Hämochromatose Typ1). Sehr selten sind weitere Mutationen, die für manifeste Eisenüberladung in schon jugendlichem Alter verantwortlich ist (Hämochromatose Typ 2), welche aber auch mit einem Gentest abgeklärt werden können.

Ein Leberultraschall ist völlig schmerzlos und daher wenig belastend, auch wenn aus meiner Sicht zuvor erst mal nochmal erneut das Serumeisen bestimmt werden könnte. Mit dem Leberultraschall kann man Hinweise auf eine Lebererkrankung finden, nicht jedoch auf die Lebererkrankung Hämochromatose, wenn nur der veränderte Eisenstoffwechsel vorhanden ist, dieser aber noch nicht zu einer Eisenüberladung in der Leber und Leberschäden geführt hat.

Eine genetische Hämochromatoseveranlagung findet sich hierzulande bei jedem 200-400.Menschen und ist rechtzeitig erkannt kein Beinbruch ;-).

Sollte das Kind die genetische Hämochromatoseveranlagung und dabei üblicherweise noch ohne Eisenüberladung haben, dann wird wohl in Abständen das Ferritin gemessen und man kann dann rechtzeitig präventiv eingreifen durch simple Aderlässe. Meist fängt man erst frühestens in einem Alter ab 18 Jahren damit an, das Eisen in Balance zu halten. Ist jedoch eine wie gesagt sehr seltene Hämochromatoseveranlagung für Typ2 vorhanden, wird man früher mit Aderlässen beginnen.

Wichtig ist, wenn bei dem Kind eine Hämochromatoseveranlagung gefunden wird, daß Verwandte ersten Grades und Verwandte mit möglichen Symptomen, welche zu Hämochromatose passen könnten, Bescheid wissen und sich ebenfalls testen lassen können.

Mehr zu Hämochromatose:Onlineportal mit Informationen, Forum und Chat

[[www.haemochromatose-forum.de]]

Liebe Grüße :-)

Lia, ebenfalls mit Hämochromatoseveranlagung

Leia_xLia


PS:

eine streng eisenarme Ernährung ist selbst für Fälle des Vollbildes der Erkrankung Hämochromatose mit Organschäden nicht nötig.

Ein einziger simpler Aderlaß wirkt für die ausgeglichene Körpereisenbalance viel effektiver als viele Monate eisenarmer Diät.

Und bislang ist überhaupt nicht klar, woher das erhöhte Serumeisen kommt und ob es bei erneuter Messung überhaupt erhöht bleibt. Also ruhig Blut. Wichtig ist bei dauerhaft erhöhtem Serumeisen der Sache nachzugehen und Hämochromatoseveranlagung als häufige Ursache dabei nicht zu vergessen.

Liebe Grüße

Lia

L$ia/_Lixa


Hallo sorry, habe die beiden Beiträge 16.48 Uhr von vorhin nicht gelesen, weil ich meinen schon vorbereitet und erst später abgeschickt hatte |-o:

Das Serumeisen ist ja bereits mehrfach gemessen worden.

Noch was zum Ferritinwert:

Bei der Erkrankung Hämochromatose mit Organschäden bei einer viel zu spät erkannten Hämochromatoseveranlagung sieht man sehr hohe Ferritinwerte bei Diagnose, oft weit über 1000 ng/ml. Betroffene sind dann meist in mittlerem oder fortgeschrittenem Lebensalter.

Hat man nur die Veranlagung und nimmt immer ein Quentchen mehr Eisen auf als jemand ohne diese genetische Besonderheit, so liegt nicht zwangsläufig schon ein auffälliger Ferritinwert vor, denn in jungem Lebensalter kann sich noch nicht so viel Eisen anspeichern bei Hämochromatose Typ 1:

Kinder und Jugendliche verbrauchen viel Eisen. (Und auch junge Frauen haben einen hohen Eisenverlust durch Monatsblutungen.)

Daher zeigt sich diese von Geburt an vorhandene vermehrte Eisenanspeicherung erst in späterem Lebensalter.

Daher ist für die Früherkennung weniger das Speichereisen Ferritin ausschlaggebend, sondern vielmehr ein anderer Eisenlaborparameter: die Transferrinsättigung. Sie ist bei Betroffenen meist bereits schon deutlich erhöht, ehe das Ferritin zu steigen beginnt.

Liebe Grüße

Lia

SKcheh~ezeraxde


@ lia_lia.. das kommt darauf an,

iich kenne mich zwar nicht mit jugendlichen bzw. kindern aus, die schon eine eisenüberladung aufgrund einer hämochromatose haben, allerdings waren bei mir weder serumeisen noch transferritinsättigung auffällig, ausschließlich das ferritin. ich bin allerdings auch mitte 20.

@ sonne... durch regelmäßige aderlässe. bei mir musste zunächst der ferritinwert so weit gesenkt werden, dass eine entladung der eisenspeicher gesichert war & mittlerweile gehe ich alle 6 wochen zum erhaltungsaderlass, es gibt aber auch viele, die seltener gehen müssen. insofern ist das wirklich keine schwerwiegende krankheit, mit der man nicht klarkommt, diäten werden zwar immer wieder von ärzten empfohlen, tatsächlich hat die erfahrung gezeigt, dass mit aderlässen alleine alles in den griff zu bekommen ist.

S{teph -Bouxnty


Meine Mutter hat ebenfalls einen viel zu hohen Eisenwert und bekommt alle 4-6 Wochen Aderlaß.

Sie spürt auch immer, wenn sie mal wieder hin muss, denn seit sie den Aderlaß regelmäßig macht, ist sie ihre Migräne so gut wie los!

SvonnDe40:00


@ Lia_Lia,

Schehezerade

ERstmal vielen lieben Dank Euch für die Antworten. Es hat mich doch sehr beruhigt, daß dies durch einen Aderlass in Griff zu bekommen ist. Die Leber wird wie gesagt nächste Woche mal untersucht. Ich habe im Bekanntenkreis nur schon wieder Horrorstories zu hören bekommen. Von daher war ich etwas durcheinander.

Ich hoffe sehr, daß alles wieder gut wird. Ich danke EUch wirklich für eure Antworten, sie haben mir sehr geholfen..

Ganz liebe Grüße

Sonne @:)

SOchehAeze\radxe


gern geschehen :-) sollte bei deiner tochter wirklich die genetische disposition für hämochromatose vorliegen, kannst du auch gerne weitere fragen stellen. dennoch drück ich ihr die daumen, dass sie davon verschont bleibt & andere ursachen den erhöhten eisenwert verursacht haben, und wenn nicht... wie gesagt, es lässt sich wirklich einfach damit leben. @:)

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