» »

Nach Bypass-OP Wasser im Körper

Peetra~200x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Vati (70 Jahre) hat am Montag, also vor 4,5 Tagen 4 Bypässe erhalten. Seitdem liegt er auf der Intensivstation. Er ist bei Bewußtsein, kann auch schon selbst Essen und kleine Übungen auf dem Gang der Intensivstation mit der Physiotherapeutin machen. Jedoch hat er sehr viel Wasser im Körper. Seine Hände sind fast doppelt so groß und seine Beine sehen sehr stramm aus. Nun kommt noch hinzu, dass er kein Wasser lassen kann und jetzt einen Blasenkatheder erhalten hat.

Vor 2 Jahren hat die Schwester meines Vaters eine neue Herzklappe bekommen, war in den ersten Tagen ansprechbar und hat dann jedoch wie er, Wasser im Körper gehabt und ist nach 2 Wochen gestorben. Mein Vati hat nun immer seine Schwester vor Augen und wie seine Stimmung am Tiefpunkt ist, könnt ihr euch sicherlich vorstellen.

Wer hat gleiche Erfahrungen mit Wasser im Körper gemacht und wie ging es weiter?

Gruß

Petra

Antworten
CAha-Txu


Hallo, Petra,

das ist leider von Patient zu Patient verschieden. Meine Mutter hatte auch einige Tage Wasser im Körper (nach einer Herzklappen-OP), allerdings nicht in dem von Dir beschriebenen Masse. Mein Freund wurde 2001 bypass-operiert und lag fast 2 Wochen schwerst krank und voller Wasser auf der I-Station, aber dann wurde es schnell besser und er ist heute wieder berufstätig und topfit. In meiner früheren Herzsportgruppe gab es viele Mitglieder nach Bypass-OP, manche hatten keinerlei Probleme, andere haben schwer gelitten, bevor sie genesen sind.

Wichtig ist, wie Die Kondition Deines Vater ist. Hat er vorher geraucht? Ist er übergewichtig? Wie hat er sich ernährt? War er sportlich? Das alles spielt in die Prognose so einer Operation hinein.

Tut mir leid, mehr kann ich dazu nicht sagen.

Für Deinen Vater und Euch alles Gute!

Cha-Tu

POetra2x009


Hallo Cha-Tu,

vielen Dank für Deine Antwort. Mein Vater hat noch nie geraucht. Naja ein bischen Bauch hat er. Er wiegt bei 1.73m 76kg, dies geht aber auch noch, denke ich. Bei der Erährung hat er sehr gern sehr salzig gegessen, dies ist nach meinen Recherchen jetzt nicht mehr drin. Ich glaube, die Ernährung sollte jetzt lieber salzarm sein, damit das Herz nicht so belastet wird. Sportlich ist mein Vater nicht, da er seit ca. 1 Jahr schon sehr große Atembeschwerden hatte. Die Ärzte hatten erst gedacht, dies liegt an seiner Lunge, da diese nur noch zu 65% funktionionstüchtig ist (verschleppte Lungenentzündung in jungen Jahren).

Ich will hoffen, dass meine Mutti mir heute Abend besseres berichten kann, denn ich kann z.Z. nicht ins Krankenhaus gehen, da mein Sohn mit Magen-Darm zu Hause flachliegt und ich keine zusätzlichen Infektionen zu meinem Vati tragen möchte.

Danke.

petra

C3ha-Txu


Hallo, Petra,

>Mein Vater hat noch nie geraucht. Naja ein bischen Bauch hat er.

>Er wiegt bei 1.73m 76kg, dies geht aber auch noch,

Das ist völlig in Ordnung. Daran kann es also nicht liegen.

>Bei der Erährung hat er sehr gern sehr salzig gegessen,

>dies ist nach meinen Recherchen jetzt nicht mehr drin.

Zu viel Salz kann bei manchen Menschen den Blutdruck erhöhen. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass ca. ein Drittel der Bevölkerung bereits ein "kleines" Zuviel an Salz nicht gut verträgt und Blutdruck und damit auch das Herz dadurch angegriffen werden. Daher im Zweifel: Salz reduzieren.

> Ich glaube, die Ernährung sollte jetzt lieber salzarm sein,

Ja, das wäre in so einem Fall sicherlich empfehlenswert, ebenso fettarm und falls möglich, besonders tierische Fette meiden oder deutlich minimieren.

Deinem Sohn und besonders Deinem Vater gute Besserung.

Cha-Tu

T-heraieVmxie


Hallo Petra,

meine Erfahrung sagt mir das bei einem 70 Jährigen Mann mit der Operation das Prognose sehr schlecht ist. Ich möchte jetzt hier das Du den Mut verlierst. Wenn sich Wasser im Körper bildet gibt es Möglichleiten das Wasser abzuleiten. In diesem Fall so wie Du den beschrieben hast ist es aber sehr viel. Die aufgeschwollenen Hände sagen da sehr viel aus.

Nun sind wir ja hier um Mut zu machen, aber was nützt Dir das bestimmt nichts. Es ist oft fraglich ob man sich hätte operieren lassen sollen, aber das wollen wir nicht diskutieren. Ich glaube das Du verstanden hast was ich sagen wollte. Ich glaube nicht das Dein Vaterdas neue Jahr erlebt die Prognose ist sehr schlecht. Und bitte was sagen die Ärzte. Wenn die Bypasse nicht richtig arbeiten dann erzeugen die Herzklappen Wasser, wie soll man das Aufhalten. Mit Sichertheit liegt es nicht an der Operation. Es ist eigendlich der Körper der nicht funtioniert.

Ich wünsche Euch alles gute, versucht gut Abschied zu nehmen.

Es nützt nichts Hoffnungen zu machen. Aber für die Seele ist es gut die Wahrheit zu akzeptieren nur so kann man damit frieden schließen und damit umgehen.

Alles gute für Euch.

C4ha-<Tu


Hallo, Theriemie,

welche Erfahrungen hast Du denn? Bist Du Arzt?

Im Übrigen halte ich eine Aussage wie "Ich möchte jetzt hier das Du den Mut verlierst. " für nicht sehr konstruktiv. Du möchtest, dass hier jemand den Mut verliert? Na, dann wirst Du viel Vergnügen in diesem Forum haben... Aber vielleicht hast Du ja das (manchmal extrem wichtige Wörtchen) "nicht" vergessen...

Gruss

Cha-Tu

t;he-cOavxer


Nein, ich glaube nicht, dass Theriemie Medizinier ist, sonst hätte er diesen Unsinn

meine Erfahrung sagt mir das bei einem 70 Jährigen Mann mit der Operation das Prognose sehr schlecht ist

sicher nicht geschrieben - 70 ist nämlich ein völlig normales Alter für eine Bypass-OP und mit Sicherheit keine hochriskante Sache, ich habe genug dutzende solcher Patienten narkostisiert und auf Intensivstation betreut.

Ödeme nach Herz-OPs sind nichts ungewöhnliches und können viele Ursache haben. Wenn der Patient fit genug ist, mit der Physiotherapeutin über den Gang zu gehen, kann es ja zumindest mal nicht akut bedrohlich sein. Die UNfähigkeit, Wasser zu lassen, könnte allerdings auf ein Nierenversagen hinweisen, was dann schon ernsthaft wäre (sich aber auch von selber wieder bessern kann). Es gibt aber auch genug andere Erklärungen für die Wassereinlagerung (ernsthafte und weniger ernsthafte), da hilft nur, die Kollegen vor Ort zu fragen.

Grüße

MXr. >LuovHer LFo6ver 64


@ Petra2009

Wer hat gleiche Erfahrungen mit Wasser im Körper gemacht und wie ging es weiter?

Hallo Petra

Nach einer Herz-OP befindet sich immer noch viel Flüssigkeit im Körper, das ist normal!

Ich gehe davon aus, die Ärzte wissen wie sie dies behandeln müssen. Üblicherweise wird in diesem Fall ein Diuretika verabreicht zum Beispiel "Furosemid" (z.B. "Lassix"). Das überschüssige Wasser wird auf diese Weise ausgeschieden. Wenn die Nieren dazu alleine nicht in der Lage sind, weil dies auch von dem Blutdruck und damit der Herzleistung abhängig ist, kann der Patient temporär an eine Dialyse angeschlossen werden.

Alles in allem, sollte es aber kein Problem sein. Frage mal bei den Ärzten gezielt nach, was sie gegen das Wasser im Körper machen! :)*

Liebe Grüße

M%r. L*over iLover x64


Verzeihung: "Lasix" heißt das Medikament!

CKha-Txu


Lieber Caver,

Du gibst mir mein Vertrauen in mein medizinisches Wissen zurück ;-)

Lieben Gruss und angenehme Festtage, hoffentlich hast Du dienstfrei...

Cha-Tu

aLndrexas99


Meine Frau bekam am 11.12. 3 Bypässe und war in einem sehr guten Zustand und nach einer Woche ins Ortsansässige Krankenhaus verlegt worden. Seidem Brennen in den Fingerkuppen, Erbrechen und Wasser in den Beinen und hat wohl dadurch bedingt 3 Kilo zugenommen obwohl kaum Appetit.

Bisher nur ärzlichen Kommentar das alle Werte so gut wie Ok sind. Kein Wort bisher wann Reha oder Entlassung , immer nur kurz ab. NOrmalerweise wäre schon Entlassung angesagt wenn doch alles Ok ist. Man bekommt den Eindruck viel Geld kassieren bei fast null Leistung.

Wie sollte man da vorgehen ? man hat den Eindruck als wenn die meinen man würde absichtlich erbrechen und sieht aus wie der Tod als wenn sie den Tag nicht überlebt. Aber wie gesagt, alles bestens laut Akte.

C[h,aM-Tu


Dem verantwortlichen Arzt im Krankenhaus eine Frist setzen (24 oder 48 Stunden), binnen derer er Dich (und evtl. Deine Frau) ausführlichst informiert, was los ist. Das zu erfahren, ist Euer RECHT, aber Ihr müsst es auch einfordern, notfalls sehr "selbstbewusst". Sollte er das nicht zu Eurer Zufriedenheit tun, setzt Euch mit einem anderen Krankenhaus in Kontakt, und überlegt mit diesem, ob eine sofortige Überführung ins andere KH möglich ist. 17 Tage nach einer Bypass-OP immer noch ohne Perspektive auf Entlassung und Reha, da ist NICHTS in Ordnung, das ist eine Frechheit, so etwas zu sagen.

Schönen Gruss

Cha-Tu

aJndrekas9x9


Vielen Dank Cha-tu,

jetzt hat sich etwas gerührt. Einige Medikamente wurden zurückgefahren und Tropf angelegt.

Heute kaum wieder zu erkennen da enorme Besserung eingetreten ist und kein Erbrechen mehr.

Nur noch leichte Wasseransammlung in den Beinen. Operationsmässig muss ich sagen das sie in dieser Richtung nicht das kleinste erwähnt hat. So als wenn diese garnicht stattgefunden hat, keine Schmerzen in der Brust Bein usw. Nur die erwähnten anderen Beschwerden auf die nicht eingegangen wurde u.a. extreme Rückenschmerzen die tagelangen Schlafentzug mit sich führten. Alter 60 , sehr schlank, nicht geraucht und sich gesund ernährt, wohl familiär bedingt da Brüder mit 50 schon Herzinfarkt erlitten haben.

C$haG-xTu


Hallo, Andreas,

das ist eine gute Nachricht. Aber das zeigt auch, dass da nachoperativ etwas nicht optimal angelaufen ist. Wenn Deine Frau entlassen wird, schaut Euch bitte genau den Entlassungsbrief an, damit dort verzeichnet ist, dass Wasser in den Beinen war etc. Sollte es irgendwelche Spätfolgen geben (was nicht zu erwarten ist, aber ich bin in solchen Dingen sehr vorsichtig), müsst Ihr "etwas in der Hand haben".

Deiner Frau weiterhin gute Besserung, schnelle Reha und danach noch 30 schöne gesunde Jahre mit Dir :-)

Herzlich:

Cha-Tu

w2umseclcheIn201x0


Hallo zusammen,

ich bin ganz neu hier im Forum und habe auch noch keine Erfahrung wie und wo ich meine Fragen formulieren kann. Deshalb habe ich mich einfach dazu entschlossen hier an dieser Stelle den Anfang zu machen.

Also ich muss mich leider am 19.01.2010 einer Bypass OP stellen. Ich habe mich auch schon auf vielen Internetseiten darüber schlau gemacht. Meine Ängste kann ich im Moment noch gut verkraften und bin guter Hoffnung das bei mir alles gut geht. Ich bin 69 Jahre, die Pumpfunktionen meines Herzens sind noch sehr gut aber ich habe hochgradige Hauptstammstenosen und dafür sollen Bypässe gelegt werden.

Im Anschluß nach der Op und dem Krankenhausaufenthalt soll ich zur Reha.

Ich habe schon mit meiner Krankenkasse gesprochen mit welchen Rehas sie zusammen arbeiten. Über diese Häuser wollte ich mir Erfahrungsberichte im Internet ansehen, habe aber keine Patientenberichte darüber gefunden.

Kann mir jemand da weiterhelfen?

Eventuell über: Klinik im Kurpark Bad Rothenfelde, Medianklinik Bad Oeynhausen , Medunaklinik Bad Bertrich oder Bad Salzufeln?

Zur Reha möchte ich gerne meinen Mann mitnehmen, damit er in dieser Zeit auch gut versorgt ist.

Über eine rasche Antwort würde ich mich sehr freuen.

Herzliche Grüße und Dank im Voraus

Wuselchen

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH